Stones-News 2003

05. 01. 2003 Das rollende Heim der Rolling Stones
21. 01. 2003 Rauchende Stones verärgern Michael Bloomberg
25.01.2003 Stones protestieren mit Gratis-Konzert gegen Bush
26.01.2003 Jagger um jeden Preis
03.02.2003 Rolling Stones und Bill Clinton treten gemeinsam auf
12.02.2003 Rolling Stones geben erstmals Konzerte in China
22.02.2003 Unveröffentlichte Jagger-Lennon-Single in London versteigert
06.03.2003

Größter Auftritt in Asien - Rolling Stones geben erstes Konzert in Thailand

07.03.2003 Jagger feiert in Prag 60. Geburtstag mit Stones-Konzert
09.03.2003 Mick Jagger will 60. Geburtstag eine ganze Woche feiern
14.03.2003 China verbietet vier Lieder bei Rolling-Stones-Tournee
27.03.2003 Aus Angst: Stones sagen Konzerte ab
28.03.2003 Rolling Stones sagen alle Auftritte in China ab
29.03.2003 Rolling-Stones-Kinder ein Liebespaar
02.04.2003 AC/DC treten mit Rolling Stones auf
06.04.2003 Rolling-Stones in Indien gefeiert
08.04.2003 Die Stones in Indien: Erst strömte der Regen, dann der Schweiß
10.04.2003 Rolling Stones sagen Konzert in Bangkok ab
04.05.2003 Beatles und Rolling Stones landeten die meisten Hits
13.05.2003 Rolling Stones blasen ersten Auftritt in Belgrad ab
22.05.2003 ... Tickets, Würstchen, T-Shirts für Millionen
02.06.2003 Rechtsrock bei den „Rolling Stones“?
03.06.2003

München im Stones-Fieber - Europastart in Olympiahalle

05.06.2003 NDR-Protest gegen "Böhse Onkelz"
05.06.2003 Rolling Stones beginnen Europatournee in München
05.06.2003 Rolling Stones brannten zum Tour-Auftakt Feuerwerk ab
06.06.2003 Stones wieder da: 12 000 sangen "Satisfaction"
06.06.2003 Blues und Spiele
06.06.2003 Lücken im Gestühl: Die Rolling Stones für zehn Euro
06.06.2003 Jagger & Co sorgen für Satisfaction
08.06.2003 Open-Air im Olympiastadion: Rolling Stones bringen München zum Beben
10.06.2003 Die Rolling Stones schweißen zusammen
11.06.2003 Bill Wyman lästert über die Rolling Stones
12.06.2003 Die Rolling Stones und der Sex
14.06.2003 Rolling Stones heizten in Oberhausen ihren Fans ein
15.06.2003 Stones rollten durch Promi-Treffs
16.06.2003 Mick Jagger und seine Supergruppe begeisterten in Oberhausen
21.06.2003 Weiter Wirbel um Stones-Konzert in Hannover
23.06.2003 Die Rolling Stones mit gigantischer Show auf dem Hockenheimring
24.06.2003 Stones contra SARS - Super-Konzert soll Toronto helfen
24.07.2003 Ihr Auftritt, Herr Jagger!
24.07.2003 Eine Konzertbühne der Superlative
26.07.2003 Happy Birthday, Mick Jagger!" - der Stones-Boss wird 60
28.07.2003

Mick Jagger feierte in Prag 60. Geburtstag

28.07.2003 Micks schönstes Geschenk
20.08.2003 Mick Jagger schon wieder stimmlos
25.08.2003 Mick Jagger singt wieder
16.09.2003 Mick Jagger: Sex-Gott-Image ist harte Arbeit
29.09.2003 Beatles und Stones haben sich abgesprochen

 

 

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updated: 02.06.2007


 

Beatles und Stones haben sich abgesprochen
29.09.2003

In seiner Autobiografie erzählt Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts von geheimen Telefonaten mit den Beatles. Beide Bands sprachen sich ab, um die Charts zu beeinflussen.

Charlie Watts, der 61-jährige Schlagzeuger der Rolling Stones, hat seine Biografie geschrieben. In «The Rolling Stones - Das Buch» berichtet er, wie Keith Richards Gitarre spielen gelernt hat, aber auch von einem Pakt mit den Beatles.

Während sich die Fans der beiden Bands spinnefeind waren, telefonierten die Musiker regelmäßig miteinander - der Karriere wegen: «Es war die Zeit, als die Leute von uns Hit auf Hit wollten. Wir haben uns dann immer mit John, Paul oder George abgesprochen, wann jeder seine nächste Single veröffentlicht. Heimlich am Telefon», schreibt Watts in einem Vorabdruck in «Bild». «'Paperback Writer' wurde veröffentlicht und eine Single von uns, 'Paint it Black' oder so, kam davor oder danach raus, wir hatten das mit ihnen geregelt.»

Von Angesicht zu Angsicht sahen sich die Stones und die Beatles zum ersten Mal in einer Hotel-Lobby: «Echt coole Typen mit schwarzen Ledermänteln, um die wir sie sehr beneideten», so Watts. «Ich glaube, wir waren alle überrascht voneinander, weil wir nicht wussten, was sie oben in Liverpool machten, und sie keine Ahnung hatten, was in London so lief.»

Gitarrenspiellernen auf dem Klo

Keith Richards hat seine Gitarrenkunst seinem Großvater zu verdanken, lässt der Schlagzeuger seinen Band-Kollegen berichten: «Mein Großvater hieß Gus und war Musiker. Und bei ihm zu Hause auf dem Klavier lag eine sehr hübsche spanische Gitarre. Erst nach seinem Tod erfuhr ich, dass er sie immer nur dann dort hingelegt hatte, wenn er wusste, dass ich zu Besuch kam. Ich habe diese Gitarre immer nur angestarrt.» Nach fünf oder sechs Jahren, habe sein Großvater schließlich zu ihm gesagt: «So, jetzt reichst du hoch, jetzt kannst du sie herunterholen.»

Richtig spielen gelernt habe Richards allerdings auf dem Männerklo der Kunstakademie, die er nach der Hauptschule besuchte. «Dort kamen gelegentlich Leute wie Wizz Jones auf eine Tasse Tee vorbei. Sie setzten sich ins Klo und reichten die Gitarre herum.» In diesem Klo habe er eine Menge «Licks und Tricks» gelernt, so Richards. (nz)

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Mick Jagger: Sex-Gott-Image ist harte Arbeit
16. 09.2003
Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger findet es schwierig, seinem Image als Sex-Gott gerecht zu werden. Viele Frauen seien nach der ersten Nacht enttäuscht, sagt er.
Mick Jagger, 60-jähriger Rolling-Stones-Sänger und Vater von mindestens sieben Kindern mit verschiedenen Frauen, hat Schwierigkeiten mit seinem Image. Im Interview mit der Schweizer Zeitung «Blick» sagte er, viele Frauen hielten ihn nach der ersten Nacht für einen «Sex-Flopp», weil die Erwartungen an seine Fähigkeiten im Bett so hoch seien.

«Wenn man dir nachsagt, du seist der Hengst des Jahrhunderts, ist es klar, dass jede Frau nach der ersten Nacht mit dir enttäuscht ist. Es ist Tatsache, dass der Abenteuerspielplatz hinter meinem Reißverschluss unter Groupies ein Mythos ist.»

Auch in den Bereich der Tatsachen gehört Jaggers Ruf als «Ratte in Liebesdingen», weil er keiner seiner Frauen treu war. Der Sänger sagte der Zeitung, dass er nie vorgehabt habe, eine monogame Beziehung zu führen. Weder mit seiner ersten Frau Bianca noch mit seiner letzten Jerry Hall.

«Bianca und ich haben es versucht, aber wir waren nicht glücklich.» Wenn es eine Frau gegeben habe, der er hätte treu sein können, wäre es Bianca gewesen, so Jagger weiter. Doch sie habe genauso wenig gekonnt wie er. (nz)
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Mick Jagger singt wieder
25.08.2003

Der Sänger der Rolling Stones ist wieder gesund. Am Sonntagabend begeisterte er 50.000 Fans in seiner Heimatstadt.

Amsterdam: abgesagt. London: abgesagt. Vier Tage lang benötigte Mick Jagger, um sich von den Strapazen der Rolling-Stones-Tournee zu erholen. Seit Sonntagabend singt er wieder.

50.000 Fans feierten den 60-Jährigen und seine Bandkollegen bei ihrem Konzert in der britischen Heimatstadt Twickenham, südwestlich von London. Das erste Konzert der Rolling Stones in Großbritannien am Samstag musste noch abgesagt werden. Der Tour-Arzt hatte Jagger Sing-Verbot erteilt.

Bereits Anfang August zwang Jagger eine Kehlkopfentzündung, ein Konzert in Spanien abzusagen. Das ausgefallene Konzert vom Samstag in London allerdings wird nach Berichten der «ABC» am 20.September nachgeholt. (nz)
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Mick Jagger schon wieder stimmlos
20.08.2003

Die Welt-Tournee der Rolling Stones fordert Tribut vom mittlerweile 60-jährigen Sänger Mick Jagger. Nach fünf Auftritten in den Niederlanden wurde das letzte Konzert in Amsterdam abgesagt, weil Jagger die Stimme wegbleibt.

Bereits in Spanien hatte die Band ein Konzert ausfallen lassen müssen, weil der Sänger eine Halsentzündung hatte. Und wie auch schon in Spanien vertröstete Jagger seine niederländischen Fans auf einen Nachholtermin im September. «Wir werden eine Stones-Show geben, die ihr nicht vergessen werdet», versprach er.

Ihren britischen Fans hat die Band jedoch versichert, dass die nächsten Konzerte wie geplant stattfinden werden, meldet der Onlinedienst «Ananova». Am kommenden Wochenende soll der Großbritannien-Teil der Welttournee «Lick» beginnen. (nz)
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Micks schönstes Geschenk
28.07.2003
Sex, Drugs & Rock 'n' Roll? Von wegen! Zu seinem 60. Geburtstag bestellte Mick Jagger eine Salatbar. Hunderte von Fans jubelten, riefen "Happy Birthday" und "We love you", als der Rolling Stone in der Nacht zum Sonntag um 0.01 Uhr vor dem Prager Nobelklub "Duplex" auf dem Wenzelsplatz vorfuhr. Dort warteten schon seine Band und Tschechiens Ex-Staatspräsident Vaclav Havel (66). Der Dramatiker und enge Freund der Stones überreichte ihm eine Vase aus böhmischen Glas, in die der typische Schmollmund des Sängers eingearbeitet ist.

Das schönste Geschenk aber brachte Mick Jagger selbst mit: Erstmals stellte er seine neue Freundin, das US-Fotomodell L'Wren Scott, den Fans vor. dpa
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Mick Jagger feierte in Prag 60. Geburtstag
28.07.2003
Prag (dpa) Mit einer rauschenden Party in einem Prager Club hat Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger in der Nacht zu Sonntag mit Freunden und Bandmitgliedern seinen 60. Geburtstag gefeiert. Unter den Gästen war der irische Musiker Bob Geldof (Boomtown Rats) sowie Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Havel. Vor dem abgesperrten Club „Duplex“ auf dem zentral gelegenen Wenzelsplatz bereiteten hunderte Fans dem Geburtstagskind einen begeisterten Empfang.

Zuvor war „Sir Mick“ stilvoll im Palais der britischen Botschaft empfangen worden. Am Sonntagmittag sollten die Stones in Prag vor etwa 65 000 Zuschauern ein Konzert geben und danach nach Toronto weiterfliegen.
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Happy Birthday, Mick Jagger!" - der Stones-Boss wird 60

London - Sexsymbol, Rosenzüchter, Multimillionär, Großvater - und Leadsänger der Rolling Stones: Mick Jagger, der Mann mit den wohl bekanntesten Lippen der Welt, wird an diesem Samstag 60 Jahre alt. Ausgelassen hat der siebenfache Vater in seinem Leben nichts und sich «Satisfaction» bei jeder Gelegenheit und auf allen Ebenen verschafft, ob in seinem turbulenten Privatleben, auf der Bühne oder dem Sparkonto.

Das brasilianische Fotomodell Luciana Morad, aus deren Affäre mit Mick Jagger Sohn Lucas hervorging, charakterisiert ihn so: «Ich weiß nicht, was es ist, aber er hat es, und er weiß es, und das ist das Schlimmste daran.»

Michael Philip Jagger wurde am 26. Juli 1943 im englischen Dartford als Sohn eines Physiklehrers und einer Avon-Beraterin geboren und begann nach der Schule ein Studium an der London School of Economics, womit sich sein Händchen für die stete Mehrung seines Vermögens erklären lässt. Doch warf er das Studium hin und gründete stattdessen zusammen mit seinem Freund aus Grundschulzeiten, Keith Richards, sowie mit Brian Jones 1962 die Rolling Stones - eine offenkundig richtige Entscheidung. Denn «die beste Rockband aller Zeiten» tourt immer noch. Und auch wenn das zugehörige ausschweifende Leben seine Furchen in Jaggers Gesicht gegraben hat, wirkt er noch immer jugendlich und rennt auf den Stones-Konzerten locker viele Kilometer herunter.

Das wird auch an seinem 60. Geburtstag nicht anders sein, wenn er im Stadion in Prag auf der Bühne stehen wird. Über sein Alter macht er sich dennoch Gedanken. «Ich denke, es überrascht den Menschen stets aufs neue, wie alt er schon ist. Als ich 40 wurde, war das groß, schwer und unglaublich. Sie müssen das aber einfach akzeptieren», sagte er in einem Zeitungsinterview.

Mick Jagger hat viele Gesichter. Da ist neben der Schweiß treibenden Rockgymnastik auf der Bühne zunächst der Geschlechtstrieb: Sieben Kinder von vier Frauen und zahllose Affären. Doch ist er eben nicht nur der rockende Sexmaniac. Jagger ist offenbar auch ein guter Mitbürger, treusorgender Vater und belesener Intellektueller. «Wenn sich alle Nachbarn so gut benähmen wie Mick Jagger, gäbe es weniger Probleme auf der Welt», wird eine Mrs. Rolls-Wilson im «Sunday Telegraph Magazine» zitiert, die mit dem Gutmenschen in Richmond bei London Tür an Tür wohnt. Und seine frühere Frau Jerry Hall sagte in einem Interview: «Mick war immer da, um das Baby sein Bäuerchen machen zu lassen. Er war sehr, sehr tüchtig und erledigte alle Weihnachtsbesorgungen.»

Da wundert es schon nicht mehr, dass der Schlossbesitzer, Cricketfan, Geadelte und Hobbyimker auch noch Bildung besitzt. «O Gott, er ist der gebildetste Mann, den ich kenne, praktisch der belesenste, den ich je getroffen habe. Sie gehen mit ihm in eine Waldkirche in Frankreich und er wird ihnen das Alter sagen: 'Ich denke, das ist Mai 1740'», begeistert sich Jaggers Innenarchitekt Nicky Haslam. Und dazu hat der ehemalige Bürgerschreck noch geschätzt mehrere hundert Millionen Euro auf der hohen Kante. Mick Jagger hat es eben.
© dpa
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Eine Konzertbühne der Superlative
24.07.2003
Seit zwei Tagen schon kracht, hämmert und scheppert es in der AOL-Arena. Mehr als 150 Roadies, geradezu klischeemäßig gut gebaut und tätowiert, kraxeln in meterhohen Stahlgerüsten, um die gewaltige Konzertbühne der Rolling Stones aufzubauen. 54 Meter breit, 26 Meter tief und 25 Meter hoch ist das Konstrukt, das mit rotierenden Videoleinwänden ausgestattet ist und von dem aus ein langer, schmaler Steg bis ins Stadionzentrum führt - mitten hinein also in die Menge der Fans. "Wir bieten eine der besten Tour-Produktionen, die weltweit überhaupt möglich ist", verspricht der amerikanische "Entertainment Tour"-Sprecher Tres Thomas (45), "die Rolling Stones erfinden ihre Show immer wieder komplett neu."
53 Trucks und 10 Tourbusse waren diesmal im Einsatz, um Equipment und Crew (insgesamt 265 Mitglieder) nach Hamburg zu bringen, zusätzlich wurden lokale Arbeitskräfte verpflichtet. Auch ihre Mühe wird sich spätestens dann auszahlen, wenn heute die Lichteffekte durch die Arena flirren und die ersten Takte aus der 252 000-Watt-Anlage dröhnen. (msch)
© Hamburger Abendblatt
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Ihr Auftritt, Herr Jagger!
Rolling Stones: Um 17.31 Uhr landeten die legendären Rock-Dinos gestern in Hamburg.
24.07.2003
Von kl,, lb,, hpug
Es ist später Nachmittag, und die Herren reisen standesgemäß. Mit einer Boeing 757 sind die Mitglieder der weltweit legendärsten Rockband, die Rolling Stones, von Stockholm nach Fuhlsbüttel geflogen: Mick Jagger (59), Keith Richards (59), Ron Wood (56) und Charly Watts (62) sind in Hamburg. Drei Tage bleiben sie in der Stadt. Der Höhepunkt: ihr Auftritt im Rahmen der "The Rolling Stones Licks Tour" heute (21 Uhr, es gibt noch Restkarten!) in der AOL-Arena.
Der Besuch der Rock-Dinos beginnt mit einer kleinen Enttäuschung - zumindest für die Fans, die am Flughafen warten. Die Stones verlassen den Flieger auf der ihnen abgewandten Seite, steigen gleich in Limousinen und Shuttle-Bus.
Klar, wer eine Boeing chartert, fährt nobel, gleich in vier verdunkelten VW Phaeton. Mit Polizeieskorte gehts durch die Stadt zum Atlantic Hotel. Da ist die halbe dritte und gesamte vierte Etage (40 Zimmer) für die Stones und die wichtigsten ihrer 180 Tourbegleiter und 120 Produktionshelfer gebucht. Mick Jagger wohnt in der Atlantic-, Keith Richards in der Präsidenten-Suite.
Vor dem Hotel noch mal Fans. Rund 120 sind es, die zum Teil seit Stunden warten. Und natürlich jede Menge Journalisten. Es wird 18.10 Uhr. Die Autos rollen vor. Blitzlichtgewitter. Drei Bodyguards stürzen nach vorn. Und dann entsteigt er - Mick Jagger, Frontmann, Sexsymbol, Halbgott für seine Fans. Und: Er lächelt, ist locker, hat seine eigene Video-Kamera in der Hand, wedelt würdig mit der Oakley-Brille. Das rot-weiße Hemd leicht offen, Einblicke auf einen Waschbrettbauch. Jagger ist Fitness-Fanatiker.
In der zweiten Limousine sitzt Charly Watts. Der ist eher zugeknöpft. Ohne stehen zu bleiben geht er an der Menge vorbei ins Hotel. Etwa sechs Minuten später fährt ein silberfarbener Multivan, dann ein weiterer Phaeton vor. Keith Richards trägt einen grünfarbenen Satinblouson, Ron Wood ein helles Jackett. Ein kurzer Gruß, schon sind sie in der Hotelhalle verschwunden.
"Sehr schade, dass alles so schnell ging", sagt Michael Schetting (34) aus dem Saarland. Seine Freundin Anke Kiefer (34) strahlt trotzdem zufrieden: "Mick sieht sehr fit aus. Das wird ein super Konzert." Als ein Crewmitglied ein Fenster in der vierten Etage öffnet, kreischt die Menge - zu früh gefreut.
Während die Musiker erst heute ihren Auftritt haben, spielte Mick Jaggers kleiner Bruder Chris (55) am Abend vor ausgewählten Gästen im Stadtcafé Ottensen, wo zurzeit die Bilder von Ron Wood ausgestellt sind.
Vorgeschmack.
© Hamburger Abendblatt
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Stones contra SARS - Super-Konzert soll Toronto helfen
24.06.2003
Toronto (dpa) - Die Rolling Stones wollen ihrer »Lieblingsstadt Toronto« nach dem SARS-Desaster im Frühjahr wieder auf die Beine helfen und planen ein neunstündiges Super-Konzert in der kanadischen Metropole. Die Veranstaltung soll am 30. Juli stattfinden und außer den Alt-Rockern etwa ein Dutzend weiterer Bands vorstellen.
Um möglichst viele Fans auch aus den benachbarten USA nach Toronto zu locken und damit den Tourismus wieder anzukurbeln, werden die Tickets subventioniert und nicht mehr als 19,95 kanadische Dollar (12,70 Euro) kosten, berichtete der Entertainmentdienst »E!Online«.
»Wir geben mit Vergnügen bekannt, dass wir am 30. Juli ein Super-Konzert für die Leute von Toronto geben, mit dem wir unserer Lieblingsstadt neue Energie verleihen wollen«, heißt es in einer aufgezeichneten Mitteilung der Stones, die nach Angaben der Zeitung »Billboard« Stunden vor der offiziellen Ankündigung am Dienstag durchsickerte. Die Angst vor der schweren Lungenkrankheit SARS, die in Kanada bisher 38 Todesopfer gefordert hat, brachte den Tourismus in Toronto fast zum Erliegen. Der Verlust für Hotels, Restaurants und den Einzelhandel wird auf etwa 763 Millionen Dollar beziffert.
Andere Bands und Interpreten ließen sich in den vergangenen Wochen und Monaten von SARS abschrecken. So sagten Elton John, Billy Joel, Lisa Marie Presley, Styx und Concrete Blonde ihre Auftritte in Toronto ab, nachdem die Weltgesundheitsbehörde (WHO) eine Warnung gegen Reisen nach Toronto herausgegeben hatte. Die Stones selbst, die im Rahmen ihrer »Licks«-Welttournee gerade durch Europa reisen, hatten sich von der SARS-Gefahr in China abschrecken lassen und mehrere Termine in Shanghai, Peking und anderen asiatischen Metropolen abgesagt.
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Die Rolling Stones mit gigantischer Show auf dem Hockenheimring
23.06.2003
Hockenheim (dpa) - Mit Top-Hits wie «Brown Sugar» und «Jumping Jack Flash» begeisterten die Rolling Stones ihre Fans auf dem Hockenheimring.
Knapp 65 000 Menschen waren bei herrlichem Sommerwetter in das Motodrom geströmt, um die vier Altrocker zu erleben. Auch bei ihrem siebten Deutschlandkonzert während der «Licks-World-Tour» boten die Briten um Mick Jagger eine gigantische Show: Flammen züngelten aus dem Bühnendach, zum Abschluss stiegen Raketen in den Himmel, und Jagger rockte wild über die Bühne.
Die Stones spielten Hits aus 41 Jahren Bandgeschichte von ihrem aktuellen Best-Of-Album. Bei «Satisfaction» erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt; auf die jubelnden Fans regnete es Konfetti herab. Zuvor hatten schon die Bands The Pretenders und AC/DC für Stimmung gesorgt. Bisherige Stationen der Rolling Stones waren in Deutschland unter anderem München, Berlin und Leipzig. Als letzte Konzerte stehen Hamburg (24.7.) und Hannover (8.8.) auf dem Programm. Die Tournee endet am 14. September in London.
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Weiter Wirbel um Stones-Konzert in Hannover
21.06.2003
Hannover (dpa) - Der Wirbel um das Konzert der Rolling Stones in Hannover dauert an.
Nach dem Radiosender NDR 2 will nun auch T-Mobile als Sponsor einen Rückzieher machen, wenn als Vorgruppe beim Konzert der Stones am 8. August die umstrittenen Böhsen Onkelz auftreten. «Sollte es bei der Entscheidung bleiben, stellen wir unsere Promotion zur Disposition», sagte Sprecher Christian Schwolow und bestätigte damit einen Bericht der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse». Der Tourveranstalter Deutsche Entertainment AG in Berlin (DEAG) weiß nach Angaben einer Sprecherin vom Freitag nichts über diese Entscheidung.
«Wir haben erhebliche Vorbehalte gegen den Auftritt der Gruppe», betonte Schwolow. T-Mobile wolle nicht mit rechtem Gedankengut in Verbindung gebracht werden. Die 1979 gegründeten Böhsen Onkelz hatten bis Mitte der 80er Jahre rechtsradikale Lieder gesungen, sich dann aber davon losgesagt. NDR 2 wirbt wegen des Auftritts der Gruppe seit Anfang des Monats nicht mehr für das Stones-Konzert.
Die Rolling Stones hatten am 4. Juni vor knapp 12 000 Fans in München ihre Deutschland- und Europa-Tournee begonnen. Bei einer internationalen Pressekonferenz vor dem Start hatte Mick Jagger erklärt, die Böhsen Onkelz würden wie geplant beim Konzert in Hannover im Vorprogramm auftreten.
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Mick Jagger und seine Supergruppe begeisterten in Oberhausen
16.06.2003
Die Stones feierten den Rock'n'Roll

Von Norbert F. Schuldei

Oberhausen (an-o) - Bei Sonnenuntergang feierten mehr als 60.000 AC/DC, bei Vollmond dann zelebrierten die Rolling Stones den Rock'n'Roll. 40 Jahre nach Veröffentlichung ihrer ersten Single ("Come on") zeigten die Stones im Zukunftspark Oberhausen wieder, wo der Hammer hängt.
Als Mick Jagger zum ersten Mal "I can't get no satisfaction" im Radio röhrte, steckte ich gerade mitten in der Pubertät; auf dem Weg zum Konzert der Rolling Stones im Rahmen ihrer "Licks World Tour 2003" nach Oberhausen stecke ich hoffnungslos im Stau und denke über die Riester-Rente nach.
Als dann aber die monolithischen Riffs von "Brown Sugar" in die Arena hereinbrechen wie ein Sommergewitter, scheint die Zeit nicht nur stehen geblieben, sondern zurück gedreht worden zu sein: Die Stones haben die Rock'n'Roll-Maschine angeworfen; und sie funktioniert noch immer. Das ist 2000 Lichtjahre entfernt von einem Seniorenabend, zu dem eine Musikantentruppe, die sich forever young fühlt, aufspielt - das ist Energie pur, die da auf der Bühne produziert und ohne Umwege hinunter ins Publikum gereicht wird.

Mit Feuerwerk
Keith Richards' Gitarre klingt noch immer so abgerissen, wie er auf der Riesenleinwand tatsächlich aussieht, und liefert einen wunderbaren Anlauf zu einem Kracher wie "Start me up"; Sir Mick jaggert auf der Bühne herum wie ein angestachelter Gecko und mutiert bei "Sympathy for the Devil" mit tatkräftiger Unterstützung der Pyrotechniker unter den Bühnenarbeitern zum leibhaftigen Luzifer; Ron Woods Soli kommen Blues-trocken und blitzblank und stechen selbst dann hervor, als AC/DC-Frontmann Angus Young bei "Rock me" die Bühne entert und zur Freude der Freunde des Gleichstroms/Wechselstroms mit ins Geschehen eingreift, dass die Akkorde nur so wegfliegen; und Charlie Watts trommelt wie gewohnt minimalistisch, sauber, entrückt - als sei er nur willkommener Gast bei diesem Festabend.
Die Stones präsentieren ihren mit ihnen gealterten Fans gut abgehangenes Songmaterial: "Tumbling Dice", "Angie", "Jumping Jack Flash", "Midnight Rambler", "You can't always get what you want", "Honky Tonk Women" - allesamt im Laufe der Jahre zu Klassikern des Rock gereift, scheinen zeitlos geworden zu sein - wie die, die sie auf der Bühne spielen. Und wie die, die unten die Songs mitsingen, weil sich ein Stück ihres Lebens an diesen Gassenhauern festmacht. It's only Rock'n'Roll - ja, sicher. But I like it! Am Ende dieser Inszenierung zwei Stunden geballter Rockgeschichte wird ein Feuerwerk gezündet. Das gehört zum Repertoire, wenn eine Rockband zum Mythos geworden ist.
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Stones rollten durch Promi-Treffs
15.06.2003
Die Steine rollen durch Berlin: Die Rolling Stones sind da. Samstag die Landung im Privat-Jet in Schönefeld. In noblen Phaeton-Limousinen ging's in die City-Ost.
Four Seasons, 18.22Uhr: Die Stones fahren vor, betreten die Nobelherberge am Gendarmenmarkt durch den Haupteingang. Per Handschlag werden sie von Hotel-Chef Stefan Simkovic in der Hotelhalle begrüßt. Dann: Ausruhen, frisch machen, Umziehen und ab ins Nachtleben.
Borchardt, 21. 30 Uhr: Die Gitarristen Keith Richards, 59, und Ron Wood, 56, schleichen durch den Hintereingang ins Promi-Restaurant - ganz ohne Bodyguards. Sommerliches Abendessen auf der Restaurant-Terrasse. Es gibt Persischen Kaviar und Lammkoteletts. Dazu wird RosÈ-Wein getrunken, hinterher noch Vanille-Eis genascht.
Paris Bar, 22. 10 Uhr: Rock-Legende Mick Jagger, 60, betritt das Kult-Restaurant in der Kantstraße. An den weiß gedeckten Tischen werden die Köpfe zusammen gesteckt, es wird getuschelt. "Ist das nicht? Ja, das ist er!" Amerikas Ex-Botschafter Richard Burt strahlt. Er sitzt nur fünf Meter entfernt von seinem Idol. Micks vier Bodyguards bleiben draußen vor der Tür, wimmeln die Fotografen ab. "No pictures please!"
Hotel Four Seasons, 24 Uhr: Die Rolling Stones sind zurück. Nun aber ab in die Heia, ausschlafen fürs Konzert
Sonntag, 18 Uhr: Die Stones kommen in die VIP-Area von T-MOBILE. "Meet &Great" mit ausgewählten Fans.
Galerie Camera Works, 19 Uhr: Die Promis erscheinen zum Vorempfang. Heike Makatsch, Jette Joop, Celia von Bismarck, Meret Becker, Alexandra Kamp sind ganz heiß auf die Stones.
Olympia Stadion, 21.30Uhr: Die Stones kommen endlich auf die Bühne. Die Fans sind aus dem Häuschen - auch die VIPs.
© BZ
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Rolling Stones heizten in Oberhausen ihren Fans ein
von Jürgen Öhler
14.06.2003
Sie können es eben wie kaum eine andere Band der Welt. Die Rolling Stones begeisterten am Freitagabend vor 65000 Fans im Oberhausener Visionpark mit einer perfekten Bühnshow und einem „Best of-Programm“, das keine Wünsche offen ließ. Mick Jagger turnte in Hochform auf der Bühne herum und Keith Richards ließ sich nach seinem schon gewohnten lethargischen Start am Schluss des Konzerts sogar zu einem (kurzen) Sprint über die Bühne hinreissen. Charlie Watts verharrte freundlich stoisch wie immer an seinem Schlagzeug und traf den Nerv der Musik ohne überdimensionierten Schnickschnack. Nur Ron Wood wirkte manchmal eher wie der bierselige Fan vor der Bühne.
Aber auch er gwann mit zunehmender Konzertdauer erheblich an Standsicherheit und Spielfreude. Den Sprint hatte Keith Richards sich vielleicht von Angus Young abgeschaut, der mit AC/DC für die richtige Stimmung im Vorprogramm gesorgt und mit sauberem Metallsound eingebettet in hervorragende Akustik gesorgt hatte. Young bestritt den „Bluesteil“ sogar gemeinsam mit den Stones, erntete dafür enthusiatischen Applaus und bedankte sich danach brav bei allen Stones. Der Mann weiß eben, mit wem er es zu tun hatte.
„It’s only Rock’n Roll“ – für die Stones Anlass, sich auf eine kleine Vorbühne zu wagen und drei Songs mitten im Publikum zu spielen. Und die Fans machten das Konzert dankbar zu einer Riesenparty. Nach zwei Stunden und „Jumpin‘ Jack Flash“ als Zugabe gönnten sie den alten Herren auf der Bühne einen würdigen Abschied.
Ein Grund für den eiligen Aufbruch der Fans war sicher auch die etwas chaotische Abfahrt. 14500 Fahrzeugem teilweise 5 km vom Konzertplatz geparkt, hatten die Polizei vor echte Probleme gestellt. Das absolute Chaos blieb zwar aus, doch der viel zu enge Weg vom Konzertplatz nach draußen vollgestellt mit Bierbuden und Verkaufsständen führte teilweise zu einem besorgniserregenden Gedränge. Die Stones hielten, was sie versprachen – der Konzertort hat sich allerdings kaum für weitere Großveranstaltungen empfohlen.
© KSTA
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Die Rolling Stones und der Sex
12.06.2003
Stones-Konzert 1973. Mick Jagger stöhnt. "Angie - still love ya, Angie". Der neue Song. Schweiß perlt. Jagger treibt Fellatio mit dem Mikro. Und unten im Publikum kreischen die Mädels, oder sie fallen gleich in Ohnmacht. Reihenweise.
So war es immer, wenn die Stones auf Tour gingen. Texte mit sexuellen Anspielungen. Micks lockende Lippen. Und dann die Orgien nach dem Konzert. Woher die Mädels kamen? Egal. Von denen gab's genug. Ihnen allen widmeten die Stones 1973 auf dem "Angie"-Album "Goats Head Soup" den Song "Star Fucker". Und mussten den Titel zähneknirschend umtaufen in "Star Star". Die Zensur wollte es.
Doch hinter den Kulissen herrschte die große Freiheit. Berlin, 8. Juni 1982. Jagger singt "Honky Tonk Woman" in der Waldbühne. Und bittet im Anschluss die blonde Ex-Miss Berlin Regina Vogel ins Hotel. Sie sieht Ron Wood mit einem Girl huckepack. Regina knutscht nur, bleibt züchtig. Mick nimmt 'ne andere.
Affären: Zum Beispiel die von Mick mit Angie und David Bowie (verheiratet 1971-1980). Ihr widmet Jagger nach einer heißen Nacht den schönsten Schmuse-Song der Band-Geschichte: "Angie". Anschließend erwischte Angie Mick und David in flagranti.
Freundinnen: Zum Beispiel Uschi Obermaier. Erst Groupie, dann Dauerfreundin.. Von allen. Die APO-Kommunardin wanderte von Keith Richards Matratze in Jaggers Bett.
Intensiver die Love-Story der deutschen Schauspielerin Anita Pallenberg mit Brian Jones, dem wildesten Stone. Sie gingen gemeinsam auf wilde LSD-Trips. Anita isolierte Jones von Mick und Keith, die beide verrückt waren nach dem blonden Schmetterling. Nach Brians Drogentod im Swimming Pool 1969 segelte Anita in Keiths Arme und gebar ihm zwei Kinder, Marlon und Dandelion Angela.
Traurig die Geschichte der Sängerin Marianne Faithfull. Bereits 1964 tauchte sie im Schlepptau von Jones auf. Wurde Micks Geliebte. Stieg mit seinem Song "As Tears Go By" zur Queen des Swinging London auf. Und stürzte in den Drogensumpf. Die Folgen: Fehlgeburt, Selbstmordversuche. 1971 widmete Jagger seiner Ex den Drogensong "Sister Morphine", in dem er die letzten Stunden einer Heroinabhängigen vor ihrem Tod beschreibt. Zum Glück hat Marianne Faithfull die Sucht überwunden und singt heute wieder.
Irgendwann werden aber auch die bösesten Buben müde. Direkt nach dem "Brown Sugar"-Fling mit Marsha Hunt (Resultat: Eine Tochter, Karis) erwischte es 1971 Mick Jagger: Hochzeit mit Bianca PÈrez Morena de MacÌas, Diplomatentochter aus Nicaragua. Kurz drauf Geburt von Tochter Jade. Doch Mick turtelte immer öffentlicher mit Fotomodell Jerry Hall. Bianca reicht's - und reicht 1979 die Scheidung ein. Vier Kinder bekommen Mick und Jerry zwischen 1984 und 1997, doch erst 1990 wird geheiratet - nach Hindu-Ritus auf Bali. Nebenher unzählige Affären, die Jerry aussitzt, bis es ihr 1998 zu bunt wird. Da hat Mick schon längst Kind Nr. 7 mit dem brasilianischen Fotomodell Luciana Giminez Morad auf den Weg geschickt.
Bizarrer noch trieb es Ex-Bassist Bill Wyman. Er holte sich 1983 (mit 47!) eine 13-Jährige ins Bett: Mandy Smith. Flucht nach Spanien, als Scotland Yard wg. Verführung einer Minderjährigen ermittelt. 1989 Hochzeit. Das Kind ist jetzt 19. Schön, dünn, blond. Magersucht. Scheidung 1990. Nach seinem Band-Ausstieg 1993 lässt er sich von dem 25 Jahre jüngeren Model Suzanne Accosta einfangen. Drei Kinder. Bürgerliches Leben im Ruhestand.
Auch Keith Richards lernte 1981 die Wonnen der Bürgerlichkeit kennen. Supermodel Patti Hansen bootet Dauerfreundin Anita Pallenberg aus, legt Keiths Drogenkonsum die Zügel an. Hochzeit 1983. Zwei Kinder. Ganz treu und unzertrennlich auch Ron Wood und Ehefrau Josephine, mit der er seit Mitte der 80er verheiratet ist. Jo ist immer in seiner Nähe, sagt ihm sogar, was er anziehen soll (2 Kinder).
Ganz, ganz still war es immer um Charlie Watts. Keine Skandale, keine Schlagzeilen, seit beinahe 40 Jahren mit Shirley Ann Shepherd verheiratet, eine Tochter, eine Enkelin. Zurückgezogenheit mit 15 Araber-Pferden und 18 Hunden auf einem Gestüt in England. Shirley geht nie zu Stones-Konzerten. Grund: "Ich hasse sie. Sie behandeln Frauen wie Tiere. Ich konnte nie verstehen, dass mein Mann bei dieser Gruppe ist." 
© Martina Kaden / BZ
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Bill Wyman lästert über die Rolling Stones
11. Juni 2003
London (dpa) - Bill Wyman (66), bis 1993 Bassist der Rolling Stones, findet die Band inzwischen langweilig. «Ich glaube, dass Mick und Keith nur auf Tournee gehen, weil sie nicht wissen, was sie sonst mit ihrem Leben anfangen sollen», sagte Wyman laut «Express» über seine ehemaligen Kumpels Sir Mick Jagger und Keith Richards.
 «Mit dem Verlassen der Band hat die beste Zeit meines Lebens begonnen», sagte Wyman. «Ich habe fotografiert, ein Restaurant eröffnet, andere Musiker produziert und sogar ein bisschen Archäologie betrieben.» Wyman, der bald zum fünften Mal Vater wird, hat auch künstlerisch mit den Stones abgeschlossen: «Die werden sich niemals musikalisch weiterentwickeln. Manche Künstler gehen Risiken ein, David Bowie beispielsweise. Aber nicht die Rolling Stones.»
© dpa
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Die Rolling Stones schweißen zusammen
Intimes Schwitzbad mit steinharten Fans im Circus Krone
10.06.2003

Wir wissen nicht, ob Ralph Siegel Inspiration für seinen nächsten Grand-Prix-Auftritt suchte. Sollte ein schräges Gitarrenriff seinen Beitrag im nächsten Jahr zieren, wissen wir: Die Rolling Stones waren schuld, weil sie am Pfingstsonntag einen großartigen Auftritt im Münchner Circus Krone hatten.
Siegel war da, noch ein wenig mehr Münchner Schickeria, aber vor allem steinharte Fans, von denen viele schon 40 und mehr Konzerte ihrer Leib-und-Magen-Band erlebt hatten. Nachdem lange von horrenden Schwarzmarktpreisen die Rede gewesen war, wurden noch 200 Stehplatz-Tickets kurzfristig verkauft. Der Abschluss des Konzert-Dreierpacks in München war ein würdiger: Nach Olympiahalle und Stadion nun der Zirkus-Rundling, der Rock-Geschichte geschrieben hat. Im September 1965 waren die Stones schon hier, im Juni 1966 die Beatles. Wie früher, als Rockstars noch zum Greifen nah waren, fanden sich im Krone rund 2000 Fans und Stars zum gemeinsamen Schwitzbad. Der Vorteil: Die Stimmung ist vom ersten Akkord an schon auf 100.
Aber „Jumpin’ Jack Flash“ startet keine Hit-Wunschparade. Wie schon in den beiden Konzerten zuvor variieren die Stones kräftig. Verblüfften sie bei ihrer eindrucksvollen Show im Olympiastadion vor 60000 Besuchern mit einer sinnlichen Version ihres „Little Red Rooster“, kommt im Krone der Soul der 60er Jahre zu seinem Recht. Keine Videos, Stoff pur, das schweißt zusammen - und Jagger ist stimmlich groß in Form. Sich stakkatohaft steigernd, zelebriert er „That’s How Strong My Love Is“ von Otis Redding und würdigt den toten Soulstar ein zweites Mal mit der Zugabe „I Can’t Turn You Loose“. Die Bläser-Sektion um Bobby Keys steuert dazu ein Pfund Memphis-Sound bei.
Die Gratwanderung zwischen professioneller Routine und Überraschungen - bei den Stones klappt sie. Und die auffälligste Gitarre spielte diesmal Ron Wood. Bei seinem Solo zu „Can’t You Hear Me Knocking“ ist er kaum zu bremsen. Kollege Keith Richards lässt es ruhiger angehen. „Ich singe was von 1941“ sagt er und stimmt die zärtliche Ballade „The Nearness Of You“ an, die Ältere von Frank Sinatra kennen und die jüngst von Norah Jones und Rod Stewart wiederbelebt wurde.
Siehe da, es geht auch ohne „Satisfaction“. Dafür bringen die Stones „Everybody Needs Somebody To Love“ aus dem Jahr 1965. „Damals war ich noch nicht geboren“, witzelt Jagger. Nächsten Monat wird er 60. Und wenn schon.
© rup
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Open-Air im Olympiastadion: Rolling Stones bringen München zum Beben
Von Timm Rotter, dpa
08.06.2003
München (dpa) - Am höchsten kochte die Stimmung beim Mega-Hit «Satisfaction»: Die Rolling Stones brachten am Freitagabend München zum Beben. Beim Open-Air-Konzert im Olympiastadion begeisterten die vier Briten zwei Stunden lang mehr als 60 000 Fans. Frontmann Mick Jagger (59) rockte wild über die Bühne und machte den Auftritt zeitweise zur One-Man-Show.
 Am Mittwoch hatten die Stones in der Münchner Olympiahalle ihre Europatournee eröffnet, der Auftritt im Stadion war das erste Open- Air-Event dieser Tournee auf dem Kontinent. Im Vergleich zur Premiere spielten sie diesmal mehr Top-Hits: «Brown Sugar», «Wild Horses» und «You Got Me Rocking» - alles bekannte Songs aus 41 Jahren Band-Geschichte, von der aktuellen Best-of-Platte. Neue Lieder präsentierte die Band dagegen nicht.
Bei «Satisfaction» ließ Jagger die Stadiongäste teilweise alleine singen. Als dann kurz vor 23.00 Uhr die letzten Töne von «Jumping Jack Flash» verklangen und zum Abschied ein Feuerwerk den Münchner Nachthimmel erleuchtete, feierten die Fans ihn und seine Bandkollegen minutenlang mit Sprechchören und tosendem Applaus. «Ihr seid die Besten», rief Jagger ins Mikro, und dann auf Deutsch: «Ihr seid ein geiles Publikum.»
Die ersten Fans waren schon um acht Uhr morgens ins Stadion gekommen, um möglichst weit vorne zu stehen. «Zwölf Stunden habe ich gewartet», sagte die Münchnerin Bettina Mayrhofer, «aber es hat sich gelohnt. Die Stones sind unschlagbar.» Mit ihrer Show überboten sie auch optisch alle Rockkonkurrenz: Roter Konfettiregen ging auf die Fans nieder, Flammenzungen schlugen aus dem Bühnendach, Schwaden von Kunstnebel waberten um die Bühne. Diese war Gigantomanie pur: 25 Meter hoch, 54 Meter breit und 350 Tonnen schwer.
Vorsichtshalber hatten sich die Stones die Bühne überdachen lassen, aber das Wetter spielte mit. Am Nachmittag waren die letzten Gewitter über die Landeshauptstadt gezogen, abends blieb es warm und trocken. Daher kam auch rund ums Stadion Volksfeststimmung auf. Tausende Fans, die keine Karten mehr erhalten hatten, kamen, um die Stones zumindest akustisch zu genießen. «80 Euro für ein Ticket, das war mir zu teuer», sagte der Münchner Martin Petermann. «Aber auch hier draußen klingen sie noch fantastisch.»
Einmal kann München Mick Jagger, Keith Richards, David Wood und Charles Watts noch feiern: Am Sonntagabend spielen die Stones bei ihrem dritten und letzten Konzert in der Landeshauptstadt im Zirkus Krone. Nur 1800 Karten wurden verkauft, der Auftritt wird ein Stelldichein der internationalen Schickeria. Im Olympiastadion waren dagegen nur wenige Prominente: Der Münchner Modezar Rudolph Moshammer, Ex-Hochsprung-Weltrekordler Carlo Thränhardt, Boris Beckers Ex-Freundin Patrice Farameh und Schlagersänger Hansi Hinterseer.
Nach dem Konzert im Zirkus Krone spielen die Stones am Dienstag in Mailand (Italien), der nächste Auftritt in Deutschland findet am Freitag in Oberhausen statt. Außerdem stehen noch Berlin (15.6.), Leipzig (20.6.), Hockenheim (22.6.), Hamburg (24.7.) und Hannover (8.8.) auf dem Tourplan der «Licks-World-Tour». Sie endet am 14. September in London - mehr als ein Jahr nach ihrem Start in Boston (USA).
© dpa
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Jagger & Co sorgen für Satisfaction
06.06.2003
München - Vor ausverkauftem Haus sind die Rolling Stones am Mittwochabend in der Münchner Olympiahalle zu ihrer Europatournee gestartet. Mit Hits wie "Honky Tonk Woman", "Brown Sugar" und "Tumbling Dice" brachten Mick Jagger & Co. die Fans in Fahrt.
Vor allem die Bühnenpräsenz des 59-jährigen Jagger begeisterte die rund 11 000 Zuhörer. Bei der mehr als zweistündigen Show begab sich die Band nach der Hälfte des Konzerts auf eine zweite Bühne inmitten der Besucher und trug dort unter anderem den wohl bekanntesten Stones-Hit "Satisfaction" vor.
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Mainz Online
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Lücken im Gestühl: Die Rolling Stones für zehn Euro
06.06.2003
München - Früher war es üblich, dass es heftig regnete bei Rolling-Stones-Konzerten. Für die Fans ein Zeichen, dass der Herr die Sünden strafte. Heute schickt er höflich ein paar Tropfen, keine Sintflut. Und die Leute vor der Münchner Olympiahalle schmunzeln. Doch sehr viele warten auch nicht auf die größte Rockband dieser Welt. Sie flehen zunehmend verzweifelt, jemand möge Tickets kaufen.
Schwarzhändler erleben beim Tourneeauftakt den schwarzen Tag ihres Geschäftsjahrs. Gegen 21 Uhr, die Stones sind noch beim Billardspielen in den Katakomben, freuen sich Spaziergänger darüber, für zehn Euro unerwartet Gast einer Legende sein zu dürfen. Manche kommen gerade von der Leichenschau des Scharlatans Gunther von Hagens. Drinnen treten nun Mick Jagger und Keith Richards, Charlie Watts sowie Ron Wood ins Licht. Vier in den letzten vierzig Jahren in der schlechten Luft des Rock'n'Roll Verwitterte. Mick Jagger zappelt und Keith Richards schleicht noch immer raubtierhaft über die Bühne. Charlie Watts errötet, wenn die Leute "Charlie! Charlie!" rufen. Sie spielen Honky Tonk Woman, It's Only Rock'n'Roll, Jumpin' Jack Flash. Und Satisfaction wird die schöne Schau beschließen nach zwei Stunden mit Konfetti und Hofknicks. Jagger preist die Stadt, wie er die Städte preisen wird, die folgen. Auch die Menschen lobt er ausdrücklich, sie seien "Spitze!" Doch es klaffen Lücken im Gestühl. Ist nun die Zeit vorüber, als die Stones nur eine Tour in Aussicht stellten, und die Leute Kassenhäuschen stürmten? Die Antwort ist nicht so kompliziert. Wer 80 Euro für den Oberrang bezahlen soll, wo er die Videowand im Blick hat oder 130 Euro für ordentliche Bühnensicht, der wartet ab. Und wenn er dann eine Karte für den Preis von 1976 kriegen kann, dann sieht er seine alten Helden gern. Auch wenn es keine Sintflut gibt
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Berliner Morgenpost
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Blues und Spiele
Die Stones starten ihre Europa-Tournee in München
06.06.2003
Von Martin Scholz
Der Dress Code ist schlicht: Man trägt verwaschene T-Shirts mit der schleckenden Zunge. Die kommt bei vielen vor allem deshalb deutlich zur Geltung, weil sie inzwischen von ansehnlichen Kugelbäuchen ausgepolstert wird. Ein Abend unter Stones-Fans ist, als ob man sich alle fünf Jahre mit Leuten aus seinem Abitur-Jahrgang trifft. Man scannt die Gesichter und stellt ernüchtert oder erleichtert fest, dass sie älter geworden sind.
Time waits for no one. Einerseits. Andererseits gibt es da eben immer noch diese Band, die dem Rest der Welt seit 40 Jahren unerschrocken vorlebt, dass sie sich nicht vor dem Älterwerden fürchtet. "Time is on their side?" Die Frage scheint zumindest die Jüngeren kaum noch zu interessieren. Die unter 40-Jährigen jedenfalls sind bei dem Tournee-Auftakt in München eine Minderheit, was neben veränderten musikalischen Vorlieben auch mit den hohen Ticket-Preisen zu erklären sein dürfte. Über 100 Euro für eine Karte - das liegt in wirtschaftlich lausigen Zeiten nicht nur für Jugendliche jenseits der Grenze des Zumutbaren. Sind die Stones so viel Geld wert? Es gibt im Konzert immer wieder Momente, in denen sie große Klasse erreichen und man über den Preis nicht weiter nachdenkt.
Der Auftakt ist grandios, die Hymne an den Street fighting man donnert als göttlicher Lärm in die Halle. Weil die Videoleinwand zu diesem Zeitpunkt ausgeschaltet bleibt, die Falten-zerfurchten Gesichter noch nicht bis in jede Pore vergrößert werden, ist die Illusion von der ewig jungen Gang für eine kurze Zeit perfekt. Als Schlagzeuger Charlie Watts dann später auf dem Schirm zu sehen ist, hat man allerdings für einen Moment den Eindruck, ein reinkarnierter Samuel Beckett würde da auf schnörkellose Weise die Felle bearbeiten.
Aber aus der Distanz wirken die Stones wie eine junge, ungestüme Garagen-Band: Keith Richards watschelt wie Chuck Berry im Entengang über die Bühne, Mick Jagger zappelt wie ein hyperaktives Kind ständig von einer Bühnenseite zur anderen. Wir sehen zwei sehnige Körper ohne Problemzonen. Der eine wurde vom exzessiven Rock'n'Roll-Lifestyle gegerbt und gestärkt, der andere von seinem Physiotherapeuten auf Trab gebracht. Richards der Schmerzensmann und Jagger der Zampano. Ein Gegensatzpaar von Authentizität und Show. Die Verknüpfung von beiden Extremen macht noch immer die Strahlkraft dieser Band aus. Und die ist noch immer nicht verblasst, auch wenn wir längst akzeptiert haben, dass die Stones ein global agierender Unterhaltungskonzern und somit keine Bedrohung mehr für die zivilisierte Welt sind. In der Olympiahalle strahlen sie zeitweise besonders hell, weil die Zuschauer das seltene Vergnügen haben, die Stadionrocker einmal in einem vergleichsweise intimen Rahmen vor 10 000 Menschen zu erleben. Die Musik steht oft mehr im Vordergrund als Spektakel mit Feuer speienden Stahlkobras und ähnlichem Schnickschnack.
Charmant, dass sie der Stadt, in der sie in den 70ern ihre Platte It's only Rock'n'Roll aufgenommen hatten, die Ehre erweisen und gleich zwei Songs von diesem Album spielen. Neben der inzwischen arg abgenutzten Titelnummer, hauchen sie dem mit Bläser-Sätzen unterlegten Kracher If you can't rock me neues Leben ein. Songs, die nie zu den Klassikern des Stones-Repertoires zählten, sich in München aber zu musikalischen Höhepunkten entfalten.
In der Wiederentdeckung des Verschollenen offenbart die Band eine Spielfreude, die ihnen bei anderen Standards weitgehend abgeht. Herausragend auch die Momente, in denen sie ihre Blues-Wurzeln freilegen - wenn sie sich in dem trägen Love in vain treiben lassen oder in Midnight rambler eine ungestüme Blues-Messe zelebrieren und der Sound dazu wie eine Herde wild gewordener Büffel über das Publikum hinweg tost. Und dann der Augenblick, als sie sich auf der kleinen Bühne in der Mitte der Halle versammeln und Manish Boy schrammeln, jenen rauen Blues-Song ihres Vorbilds Muddy Waters. aus dessen Zeilen sie ihren Namen abgeleitet haben: I'm a Rolling Stone.
Und immer wenn Mick Jagger bei den Blues-Songs die Mundhamonika spielt, scheint eine seltsame Wandlung in ihm vorzugehen. Sein gockelhaftes Rock'n'Roll Ballett, über das Rock-Literat Charles Shaar Murray einst maulte, Jagger bewege sich wie ein "schwuler Schimpanse", hat Pause. Keine ein- und beidarmigen Erlöserposen, für kurze Augenblicke bläst er in die Mundharmonika, als ginge es um sein Leben.
Blues statt Spiele. Wenn ihm Keith Richards danach liebevoll die Schulter tätschelt, scheint es, als ob das Herz diese Band, immer noch pulsiert. Eine Intensität, die leider immer wieder verloren geht, wenn sie in die Routine des Stadionrocks abdrifteten. Den uptempo-Rocker Don't Stop, einer von vier neuen Songs, die sie auf ihre Greatest Hits Anthology 40 Licks gepackt hatten, leiern sie lieblos herunter. Dass sie am Ende einen drittklassigen Rumpel-Rocker wie Neighbours wieder beleben, bringt die Dramaturgie abermals ins Stocken.
Und dann gibt es nur noch die Wiedererkennungsshow, Erfolgsmelodien für Millionen: Start me up, Honky Tonk Women Jumping Jack Flash, Brown Sugar - alle schnell hintereinander weg gespielt. Souverän, aber in den allseits bekannten "Clap your hands" und "Everybody say yeah"-Ritualen gefangen und seltsam gefühllos. Es ist die Wiederkehr des Immergleichen, in denen sich die Stones nur noch als Unterhaltungsprofis gerieren.
Weniger Routine, mehr Blues - und es wäre ein unvergessliches Konzert gewesen. So aber bleibt der Eindruck eines sehr durchwachsenen Auftritts, der nach zwei Stunden mit nur einer Zugabe endet: Satisfaction. Zum Finale bietet dann noch die Telecaster von Keith Richards einen seltsamen Blickfang, der Hals der Gitarre leuchtet in der Magenta-Farbe. Ein Schurke, wer dabei an das schimmernde Pink jenes Telekommunikations-Konzerns denkt, der auch die Tournee sponsert.
Am heutigen Freitag spielen die Rolling Stones im Münchener Olympiastadion, am Sonntag im bereits ausverkauften Cirkus Krone. Weitere Stadion-Konzerte in: Oberhausen (13.6.), Berlin (15.6.), Leipzig (20.6.), Hockenheim (22.6.), Hamburg (24.7.) und Hannover (8.8.)
© Frankfurter Rundschau 2003

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Stones wieder da: 12 000 sangen "Satisfaction"
06.06.2003
München - Ein roter Konfettiregen geht auf die Fans nieder, auf den Sitzplätzen stehen tanzende Menschen, und vorne auf der Bühne reißt sich Mick Jagger (59) wie in alten Zeiten fast sein rosa Hemd vom Leib . . .
Jubel um vier ältere Herren, die wie kaum eine andere Band den Mythos von "Sex and Drugs and Rock 'n' Roll" begründeten.
München, Olympiahalle, Mittwoch, 21.35 Uhr: Auftakt der Rolling-Stones-Europatournee. Als die ersten Töne von "Street Fighting Man" erklingen, ruft Mick Jagger ins Mikro: "Wisst ihr was? Wir werden heute Abend richtig Spaß haben." Die Antwort der Fans: frenetischer Jubel. Zwei Stunden langen bringen Jagger, Keith Richard (59), Ron Wood (56) und Drummer Charlie Watts (62) die Halle zum Beben. Unterstützt werden sie von Daryl Jones, der seit Bill Wymans Abgang den Bass zupft und Saxophonist Bobby Keys. Neue Lieder spielen die Stones zwar außer "Don't Stop" nicht - dafür aber das Beste aus 41 Jahren Band-Geschichte. Von "Jumpin' Jack Flash", "Brown Sugar", Honky Tonk Women", "Midnight Rambler", "Start Me Up" bis "Tumblin' Dice" ist alles dabei - und natürlich - als (einzige) Zugabe der Mega-Hit "Satisfaction". Am Ende singen alle mit. "Es war mein erstes Stones-Konzert", sagt Eisschnellläuferin Anni Friesinger (26) in der VIP-Lounge. "Am besten finde ich Keith Richard. Der sieht zwar etwas verfallen aus, aber er hat unglaubliche Ausstrahlung."
Die einzigen, die an diesem Abend nicht so recht auf ihre Kosten kamen, waren die Schwarzhändler: Weil es noch Tickets an der Abendkasse gab, verscherbelten manche ihre 100-Euro-Karten kurz vor Konzertbeginn für den Spottpreis von 20 Euro.
Heute spielen die Stones im Münchner Olympiastadion - fast 70 000 Fans werden erwartet. In Hamburg sind sie am 24. Juli.
Geklärt ist jetzt auch: In Hannover spielt die umstrittene deutsche Rockband "Böhse Onkelz" wie geplant im Vorprogramm. Die Probleme mit ihren rechtsextremen Texten früherer Jahre sind aus der Welt. Mick Jagger: "Das ist Vergangenheit. Ich habe mit den Jungs gesprochen. Sie sind eine gute Band."
© dpa/ap
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Rolling Stones brannten zum Tour-Auftakt Feuerwerk ab
München - Mit einem zweistündigen Feuerwerk ihrer größten Songs haben die Rolling Stones am Mittwochabend in München ihre Europatournee eröffnet. Vor 12 000 begeisterten Fans in der nicht ganz ausverkauften Olympiahalle trat die bekannteste Rockband der Welt zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in der bayerischen Landeshauptstadt auf. Mick Jagger und Co spielten zwar keine neuen Lieder, dafür aber das Beste aus 41 Jahren Band-Geschichte und als Zugabe im roten Konfettiregen den Mega-Hit "Satisfaction". Als Vorband der vier Briten heizte die irische Rock- und Popgruppe "The Cranberries" den Musikfans ein.
Die ersten Stones-Anhänger hatten sich schon in den frühen Morgenstunden im Olympiapark versammelt und den ganzen Tag über ausgeharrt. Jagger bedankte sich für die gute Stimmung in der Halle auf Deutsch: "München find' ich Spitze."
Das Konzert war Teil der Stones-Welttournee "Licks-World-Tour" und das erste von insgesamt drei in München. Am Freitag werden beim Open- Air-Auftritt im Olympiastadion rund 60 000 Fans erwartet. Zwei Tage später treten die vier Briten im Zirkus Krone auf, dort, wo sie 1965 ihr erstes Konzert in München gaben. Weitere Konzerte in Deutschland finden in Oberhausen (13.6.), Berlin (15.6.), Leipzig (20.6.), Hockenheim (22.6.), Hamburg (24.7.) und Hannover (8.8.) statt.
© dpa
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Rolling Stones beginnen Europatournee in München
05.06.2003
München (dpa) - Mit einem zweistündigen Feuerwerk ihrer größten Songs haben die Rolling Stones am Mittwochabend in München ihre Europatournee eröffnet. Vor 12 000 begeisterten Fans in der nicht ganz ausverkauften Olympiahalle trat die bekannteste Rockband der Welt zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in der bayerischen Landeshauptstadt auf.
Mick Jagger und Co spielten zwar keine neuen Lieder, dafür aber das Beste aus 41 Jahren Band-Geschichte und als Zugabe im roten Konfettiregen den Mega-Hit »Satisfaction«. Als Vorband der vier Briten heizte die irische Rock- und Popgruppe »The Cranberries« den Musikfans ein.
Die ersten Stones-Anhänger hatten sich schon in den frühen Morgenstunden im Olympiapark versammelt und den ganzen Tag über ausgeharrt. Jagger bedankte sich für die gute Stimmung in der Halle auf Deutsch: »München find' ich Spitze.«
Das Konzert war Teil der Stones-Welttournee »Licks-World-Tour« und das erste von insgesamt drei in München. Am Freitag werden beim Open-Air-Auftritt im Olympiastadion rund 60 000 Fans erwartet. Zwei Tage später treten die vier Briten im Zirkus Krone auf, dort, wo sie 1965 ihr erstes Konzert in München gaben. Weitere Konzerte in Deutschland finden in Oberhausen (13.6.), Berlin (15.6.), Leipzig (20.6.), Hockenheim (22.6.), Hamburg (24.7.) und Hannover (8.8.) statt.
© dpa
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NDR-Protest gegen "Böhse Onkelz"
05.06.2003
Hamburg - Aus Protest gegen die Vorgruppe Böhse Onkelz wird NDR 2 nicht mehr für das Konzert der Rolling Stones am 8. August in Hannover werben. Der Sender habe die Präsentationsvereinbarung mit sofortiger Wirkung beendet, teilte der NDR gestern mit. Das Auftreten der umstrittenen Rockband Böhse Onkelz sei mit dem Image und der musikalischen Ausrichtung des Programms nicht vereinbar. Die 1979 gegründete Band hatte bis Mitte der 80er-Jahre rechtsradikale Lieder gesungen, sich dann aber davon losgesagt.
Ob der NDR auch Abstand von der Präsentation des Stones-Konzertes am 24. Juli in Hamburg nimmt, wird noch zwischen dem Sender und dem deutschen Tour-Veranstalter Deutsche Entertainment AG verhandelt. Für Hamburg ist kein Vorprogramm mit der Band Böhse Onkelz geplant.
© dpa/HA
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München im Stones-Fieber - Europastart in Olympiahalle
02.06.2003

München (dpa) - München rüstet sich für Deutschlands Rockereignis des Jahres: Zum Europa-Auftakt ihrer »Licks-World-Tour« treten die Rolling Stones an diesem Mittwoch in der Olympiahalle auf. Zwei Tage später rockt die Erfolgs- und Skandalband im rappelvollen Olympiastadion und zum Abschluss gibt es noch ein »Club-Konzert« am 8. Juni im Circus Krone.
Nach Angaben der Münchner Zeitung »tz« sind die Stones bereits seit vergangenem Freitag in der Stadt. Nach München treten sie unter anderem in Berlin, Leipzig, Hamburg und Hannover auf. Die 2002 in den USA gestartete Jubiläumstour endet am 14. September in London.
Mehr als eine halbe Million Fans werden die Stones bei den neun Konzerten in Deutschland feiern. Und das, obwohl die Rock-Veteranen keine neuen Hits, sondern ihr Best-of-Album präsentieren. »Aber die Steine rocken so frisch wie lange nicht«, verspricht Gregor Stöckl, Direktor der Plattenfirma Virgin Musik Deutschland.
Im legendären Münchner Circus-Krone-Bau gehörten 1965 zwei Auftritte der drei Jahre zuvor gegründeten Band um Mick Jagger zur ersten Begegnung Deutschlands mit den Stones. Damals kosteten die Konzertkarten noch 6,90 Mark. Heute werden die Tickets für mehr als 100 Euro im Internet gehandelt. Der Auftritt 1965 bildete den Beginn einer intensiven Beziehung der Stones zur bayerischen Landeshauptstadt. 1973 bandelte Keith Richards mit dem Münchner Star- Model Uschi Obermeier an, wenig später nahm die Band in der Landeshauptstadt ihren Hit »It's Only Rock'n'Roll But I Like It« auf. Und Mick Jagger und Keith Richards wurden mehr als nur einmal in der Nobel-Disco »P1« gesichtet.
© dpa
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Rechtsrock bei den „Rolling Stones“?
02.06.2003
Die umstrittene Band „Böhse Onkelz“ soll in Hannover im Vorprogramm auftreten
Dass die „Rolling Stones“ auf ihrer Welttournee auch in Hannover spielen, begeistert die Anhänger der Altrocker – ihr Vorprogramm allerdings ist für viele ein Schock. Die Veranstalterin der Deutschlandtour, die Deutsche Entertainment AG (DEAG), will am 8. August auf der Open-Air-Arena am Expo-Ostgelände die deutsche Hardrockband „Böhse Onkelz“ spielen lassen. Die Gruppe ist aber wegen ihrer rechtsradikalen Vergangenheit sehr umstritten.
„Nie im Leben würde ich Geld für die ,Böhsen Onkelz‘ bezahlen – und ich habe eine Menge Geld für die Karten bezahlt!“ heißt es etwa in einem Internet-Forum zum Rolling-Stones-Konzert in Hannover. Dagegen müsse man fast schon demonstrieren, meint ein anderer Teilnehmer und ärgert sich: „Erst die marktunüblichen Preise, jetzt eine rechtsradikale Vorband?!“ Aber daneben gibt es auch Zustimmung. Für einen anderen Forumsteilnehmer sind die „Böhsen Onkelz“ einfach die „erfolgreichste Rockband Deutschlands“, wieder andere betonen, die Musiker hätten sich gewandelt – beispielsweise hätten sie seit mehr als 15 Jahren weder rassistische Lieder gesungen noch rechte Statements abgegeben, sich stattdessen aber für Opfer rechter Gewalt engagiert.
Die Veranstalterin ist sich ihrer Sache sicher: „Die Band ist sauber“, sagt Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der DEAG. Das Management der „Rolling Stones“ hat nach seinen Angaben die Texte der „Böhsen Onkelz“ vor der Verpflichtung eigens noch einmal überprüft, um ganz sicher zu gehen. „Wir sind nicht blauäugig – wir wussten, dass diese Band Diskussionen auslösen könnte“, betont er. Direkt bei der Veranstalterin haben sich nach seinen Angaben bisher nicht allzu viele beschwert: „Wir haben hier nur 26 Nachfragen bekommen.“
Die Idee sei gewesen, beim letzten Konzert der Tournee in Deutschland deutsche Bands als Vorgruppe zu holen, erklärt Schwenkow. Neben den „Böhsen Onkelz“ sollen noch weitere Bands im Vorprogramm auftreten. Wer das sein wird, steht aber noch nicht fest.
Der hannoversche Partner war und ist an diesen Entscheidungen nicht beteiligt: „Wir sind nur für die örtliche Durchführung des Konzerts zuständig“, sagt Michael Lohmann, Geschäftsführer von Hannover Concerts. „Daher haben wir weder Einfluss auf die Gestaltung des Programms noch auf die Einbindung eines Special Guest.“ Rechtsrock bei den „Rolling Stones“?
Umstrittene Band „Böhse Onkelz“ soll in Hannover im Vorprogramm auftreten
Dass die „Rolling Stones“ auf ihrer Welttournee auch in Hannover spielen, begeistert die Anhänger der Altrocker – ihr Vorprogramm allerdings ist für viele ein Schock. Die Veranstalterin der Deutschlandtour, die Deutsche Entertainment AG (DEAG), will am 8. August auf der Open-Air-Arena am Expo-Ostgelände die deutsche Hardrockband „Böhse Onkelz“ spielen lassen. Die Gruppe ist aber wegen ihrer rechtsradikalen Vergangenheit sehr umstritten.
„Nie im Leben würde ich Geld für die ,Böhsen Onkelz‘ bezahlen – und ich habe eine Menge Geld für die Karten bezahlt!“ heißt es etwa in einem Internet-Forum zum Rolling-Stones-Konzert in Hannover. Dagegen müsse man fast schon demonstrieren, meint ein anderer Teilnehmer und ärgert sich: „Erst die marktunüblichen Preise, jetzt eine rechtsradikale Vorband?!“ Aber daneben gibt es auch Zustimmung. Für einen anderen Forumsteilnehmer sind die „Böhsen Onkelz“ einfach die „erfolgreichste Rockband Deutschlands“, wieder andere betonen, die Musiker hätten sich gewandelt – beispielsweise hätten sie seit mehr als 15 Jahren weder rassistische Lieder gesungen noch rechte Statements abgegeben, sich stattdessen aber für Opfer rechter Gewalt engagiert.
Die Veranstalterin ist sich ihrer Sache sicher: „Die Band ist sauber“, sagt Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der DEAG. Das Management der „Rolling Stones“ hat nach seinen Angaben die Texte der „Böhsen Onkelz“ vor der Verpflichtung eigens noch einmal überprüft, um ganz sicher zu gehen. „Wir sind nicht blauäugig – wir wussten, dass diese Band Diskussionen auslösen könnte“, betont er. Direkt bei der Veranstalterin haben sich nach seinen Angaben bisher nicht allzu viele beschwert: „Wir haben hier nur 26 Nachfragen bekommen.“
Die Idee sei gewesen, beim letzten Konzert der Tournee in Deutschland deutsche Bands als Vorgruppe zu holen, erklärt Schwenkow. Neben den „Böhsen Onkelz“ sollen noch weitere Bands im Vorprogramm auftreten. Wer das sein wird, steht aber noch nicht fest.
Der hannoversche Partner war und ist an diesen Entscheidungen nicht beteiligt: „Wir sind nur für die örtliche Durchführung des Konzerts zuständig“, sagt Michael Lohmann, Geschäftsführer von Hannover Concerts. „Daher haben wir weder Einfluss auf die Gestaltung des Programms noch auf die Einbindung eines Special Guest.“
© HAZ
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... Tickets, Würstchen, T-Shirts für Millionen
22.05.2003
Die Band hat außer einem Best Of-Album keine Neuerscheinung im Gepäck, verfügt jedoch über einen offensichtlich unerschöpflichen Legenden-Bonus: Von den 515 000 für Deutschland zur Verfügung stehenden Karten waren zwei Wochen vor Tourneestart schon mehr als 400 000 verkauft.

Die Herren reisen mit schwerem Gepäck
Die Stones reisen mit drei Bühnen, die in Deutschland allesamt nur in München zum Einsatz kommen. Die Open-Air- Bühne wiegt 350 Tonnen, ist 54 Meter breit und 25 Meter hoch. Zum Videosystem gehören acht drehbare Säulen, der Stromverbrauch entspricht dem von vier Häuserblocks in New York City.

Spitzenverdiener der Branche
Über Einnahmen der Stones gibt es keinerlei Auskunft. "Aus dem Markt" aber, aus dem sie als absolute Spitzenverdiener ihrer Branche einen Höchstanteil schöpfen, "gehen allein in diesem Juni in Deutschland nur im Open-Air-Bereich rund 250 Millionen Euro heraus", hat der führende Tourneeveranstalter Oskar Hoppe (Frankfurt/München) errechnet: "Für Tickets, Würstchen und noch ein T-Shirt".

Zwischen zwei Auftritten in Hamburg und Prag: Jagger wird 60
Die Stones haben im Verlauf ihrer Jubiläums-Tour auch private Gründe zum Feiern. Kurz vor dem Auftakt wird Gitarrist Ronald David Wood am 1. Juni 56 Jahre alt. Tags darauf, am 2. Juni, wird Schlagzeuger Charles Robert Watts 62. Sänger Michael Philip Jagger wird an einem spielfreien Tag zwischen zwei Auftritten in Hamburg und in Prag am 26. Juli runde 60, ebenso wie noch in diesem Jahr Gitarrist Keith Richards (18.12.). Die Planungen dafür sind noch geheim.

Zum Hofstaat gehört auch der eigene Koch
Der Termin der Ankunft der Stones in München steht noch nicht fest. Die Band reist auf der Tour in der Regel mit Privatflugzeugen. Für ihr leibliches Wohl sorgt ein eigens mitfahrendes Catering-Team. Außerdem ist ein 300-köpfiges Tour- und Produktionspersonal mit der Band unterwegs, örtlich kommen noch bis zu 80 Kräfte hinzu, um von der Sicherheit bis hin zur Beleuchtung einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

München vor 30 Jahren: Keith Richards verliebt in Uschi Obermeier
Im legendären Münchner Circus-Krone-Bau (Show am 8.6.) gehörten 1965 zwei Auftritte zur ersten Begegnung Deutschlands mit den Stones. Die wüste Tour war begleitet von Fan-Aufständen und Polizei-Einsätzen mit Wasserwerfern, Gummiknüppeln und Hunden. Vor genau 30 Jahren spielten die Engländer 1973 erstmals in der Münchner Olympiahalle (Show am 4.6.). Zum Entzücken der Boulevardpresse machte Keith Richards zu dieser Zeit dem "unanständig schönen" Münchner Top-Model Uschi Obermeier den Hof. Noch im selben Jahr ging die Band in der Isar-Metropole ins Studio, wo ihre zeitlose Hymne "It's Only Rock'n'Roll" entstand.

Münchens High-Society umwarb die anzüglichen Jet-Setter
Als Wegbereiter der Rock-Gigantomanie brachten die Stones 1976 in der Halle mit dem berühmten Zeltdach eine Inszenierung auf die Bühne, die mit ihrem Pomp alles bisher Dagewesene in Europa in den Schatten stellte. Adel und High-Society umwarben die anzüglichen, aufwieglerischen Jet-Setter.
Von 1982 an, dem Jahr ihres 20. Gründungsjubiläums, gaben sich die Stones im Münchner Olympiastadion (Show am 6.6.) die Ehre. Bei dieser Open-Air-Tour erreichte ihr beispielloser Rock'n'Roll-Zirkus erstmals in Europa ein Live-Publikum von mehr als einer Million Fans. Die 1990 auch in dem Stadion aufgeführt Stones-Show wurde im Imax-Format gefilmt und ist bis heute eine Glanznummer in den speziellen Kinos mit bis zu acht Stockwerke hohen Leinwänden.

Letzte Welttour sahen 4,6 Millionen Menschen
Die Gruppe setzte inzwischen riesige Geldmengen um, in dem Medienrummel um sie mischte längst auch die Finanzpresse mit. Als die bis heute unbestritten größte Live-Rock'n'Roll-Band aller Zeiten 1998 zuletzt in Deutschland gastierte, hatten am Ende dieser Welttournee 4,6 Millionen Menschen in 25 Ländern 108 Auftritte der Rolling Stones erlebt. Die neue Tour endet am 14. September in London.
Gert Böse, dpa
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Rolling Stones blasen ersten Auftritt in Belgrad ab
13.05.2003
Belgrad (dpa) - Die Rolling Stones haben ihr erstes Konzert in Belgrad abgesagt. Der für den 2. August geplante Auftritt in der serbischen Hauptstadt sei aus Sicherheitsgründen abgesagt worden, gab der Belgrader Veranstalter «Komuna» bekannt.
Die Anwälte der Stones begründeten die Annullierung des Vertrags mit der unsicheren Lage in Serbien nach der Ermordung des Ministerpräsidenten Zoran Djindjic. Die Konzertagentur wie auch die Regierung Serbiens hätten vergeblich gegen diese Entscheidung protestiert, heißt es in der Stellungnahme.
© dpa
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Beatles und Rolling Stones landeten die meisten Hits
04.05.2003
München (dpa) Die Songs der Beatles und der Rolling Stones gehören zu den erfolgreichsten der Rock-/Popgeschichte. Das ergab eine Untersuchung nationaler und internationaler Hitlisten des Nachrichtenmagazins «Focus» (München). Danach ist «I Heard It Through The Grapevine» von Marvin Gaye der beste Song aller Zeiten.
Auf Platz 2 landete «Good Vibrations» von den Beach Boys, dahinter «Satisfaction» von den Rolling Stones. Rang 4 belegte «Hey Jude» von den Beatles vor «Imagine» von John Lennon. Auf Platz 1 im deutschsprachigen Raum landete «99 Luftballons» (Nena) vor «Major Tom» (Peter Schilling) und «Rivers Of Babylon» (Boney M.).
© dpa
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Rolling Stones sagen Konzert in Bangkok ab
10.04.2003
Bangkok (dpa) Die Rolling Stones werden bei ihrer Asien-Tournee weiter vom Pech verfolgt. Die Band musste ihren Auftritt in Bangkok absagen: Wegen technischer Probleme saß das Flugzeug, das die Ausrüstung geladen hatte, in Bombay fest. Aus Angst vor der grassierenden Lungenkrankheit SARS hatten die Stones bereits ihre Auftritte in Peking, Schanghai und Hongkong abgesagt. Wie es vom Veranstalter heißt, soll der Auftritt in Bangkok so bald wie möglich nachgeholt werden.
© dpa
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Die Stones in Indien: Erst strömte der Regen, dann der Schweiß
08.04.2003
Neu Delhi (dpa) - Nach dem Regen beim ersten Konzert der Rolling Stones in Indien in Bangalore ist bei ihrem zweiten Auftritt in Bombay der Schweiß geströmt. »Es wird so heiß hier, dass ich mir andere Hosen anziehen muss«, sagte Mick Jagger bei dem Konzert im Stadion der Hafenstadt im Westen Indiens. Bei Temperaturen über 30 Grad war es sehr schwül. Die 20 000 Zuschauer waren begeistert über das Konzert, das die Stones mit »Jumping Jack Flash« abschlossen.
Die Rolling Stones hatten am vergangenen Freitag in der Computermetropole Bangalore im Süden und am Montag in Bombay gespielt. In Bangalore, wo 30 000 Fans jubelten, hatte es in Strömen geregnet. Vor ihrem Auftritt in Indien hatte die Gruppe Konzerte in Hongkong und anderen chinesischen Städten wegen der gefährlichen Lungenkrankheit SARS abgesagt.
© dpa
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Rolling-Stones in Indien gefeiert
06.04.2003
New Delhi - Mehr als 30 000 Fans haben am Freitagabend in der südindischen Stadt Bagalore die Rolling Stones trotz strömenden Regens gefeiert. Es war das erste Konzert der englischen Rockgruppe in Indien überhaupt. Die Stones begeisterten die Menge unter anderem mit rund 20 ihrer größten Hits, darunter "Satisfaction", "Only Rock 'N' Roll" oder "Jumping Jack Flash".
© Berliner Morgenpost
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AC/DC treten mit Rolling Stones auf
02.04.2003
Berlin/Oberhausen (rpo). Die Rolling Stones werden auf ihrer Europatournee von der legendären Rockband AC/DC unterstützt. Sie sollen auf drei Konzerten mit auf der Bühne stehen, kündigte die Deutsche Entertainment AG (Deag) an.
Es handelt sich um die Konzerte am 13. Juni in Oberhausen, am 20. Juni in Leipzig und am 22. Juni am Hockenheimring. Am 13. Juni werden die beiden Bands zudem von den Cranberries begleitet, am 20. und 22. Juni werden nach Angaben der Deag die Pretenders mit dabei sein.
Die Rolling Stones starten ihre Europatournee am 4. Juni mit einem Konzert in der Münchner Olympiahalle. Es folgt am 6. Juni ein Konzert im Münchner Olympiastadion und am 8. Juni ein Konzert im Zirkus Krone. Insgesamt werden die Rolling Stones zwei Dutzend Konzerte in insgesamt 14 Ländern geben. Zuletzt waren die Stones 1998 in Deutschland.
© Hamburger Abendblatt
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Rolling-Stones-Kinder ein Liebespaar
29.03.2003
London - Like A Rolling Stone . . . Der Sohn von Mick Jagger (59) hat sich schwer in die blonde Tochter von Stones-Gitarrist Keith Richards (59) verliebt. James Jagger (17) und Alexandra Richards (16) lernten sich bei Werbeaufnahmen für die Modefirma Tommy Hilfiger kennen und sind seitdem unzertrennlich. Einer von James' Freunden bestätigt: "Die Chemie zwischen beiden stimmt. Sie verbringen viel Zeit miteinander."
Während Rollings-Stones-Boss Mick Jagger das Ganze "urkomisch" findet, ist Keith Richards, der insgesamt vier Kinder hat, beunruhigt über die wilde Romanze seiner Tochter. "Er macht sich Sorgen, dass James vielleicht nach dem Vater kommt", verriet ein Freund der Londoner Zeitung "Sun". Mick Jagger hat(te) Frauengeschichten am laufenden Band und insgesamt sieben Kinder.
Der gut aussehende James Jagger ist der gemeinsame Sohn aus der Ehe mit Jerry Hall (43). Das blonde Ex-Model freut sich über die neue Liebe ihres Sohnes. Auch Patti Hansen (48), die Mutter Alexandras, sagt: "Ich finde das völlig in Ordnung." SAD
© Hamburger Abendblatt
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Rolling Stones sagen alle Auftritte in China ab

London/Peking - Die Rolling Stones haben aus Angst vor der gefährlichen Lungenentzündung SARS ihre ersten Auftritte in China abgesagt. "Wir sind sehr traurig und enttäuscht darüber, dass wir diese Konzerte nicht geben können. Wir hatten uns schon seit langem auf die Shows in China gefreut und werden sie so schnell wie möglich nachholen", sagte Mick Jagger stellvertretend für die britische Rockgruppe in einer auf der Band-Website veröffentlichten Erklärung vom Freitag.
Es wäre der erste Auftritt der Rolling Stones in der Volksrepublik gewesen. Die für nächste Woche geplanten Konzerte in Schanghai und Peking könnten frühestens im Oktober nachgeholt werden, hieß es nach Angaben aus Peking. Erst am Vortag hatte die Musikgruppe wegen der Epidemie kurzfristig die Konzerte an diesem Freitag und Samstag in Hongkong abgesagt.
Die Absagen wurden mit Warnungen der lokalen chinesischen Behörden Hongkonger Regierung und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) begründet. Die Zunahme der Fälle des Schweren Akuten Atemwegssyndroms SARS und die Angst vor großen Menschenansammlungen hätten Befürchtungen unter Fans und Sorge um deren Sicherheit ausgelöst, hieß es auf der Website.
Hongkong und Südchina sind die Zentren der Infektionswelle. Erst am Vortag hatte die Regierung von Schanghai beteuert, es gebe keine SARS-Krankheitsfälle in der Hafenmetropole. Doch hielten sich am Freitag hartnäckig Gerüchte über Erkrankungen auch in Schanghai. Die WHO konnte diese aber zunächst nicht bestätigen. Auch aus Peking und Taiyuan in der Provinz Shanxi wurden Infektionen berichtet. Das Ausmaß der Epidemie in China sei unklar, hieß es bei der WHO. Das neue Virus stamme vermutlich von Tieren. Weltweit sind den Angaben zufolge 1408 Menschen an SARS erkrankt und 53 gestorben.
© dpa
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Aus Angst: Stones sagen Konzerte ab
Keine Auftritte in Hongkong – wegen der mysteriösen Lungenseuche
27.03.2003

Hongkong – Die Rolling Stones haben zwei Konzerte ihrer Welt-Tournee in Hongkong abgesagt – aus Angst vor der mysteriösen Lungenseuche SARS.
Nur einen Tag vor dem geplanten Auftritt am Freitag ließ die Band den Gig platzen. Ob Mick Jagger und Co. in der kommenden Woche in Shanghai und Peking auftreten werden, ist noch fraglich. Peking wäre für die Stones der erste Auftritt in der Volksrepublik China.
© Express
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China verbietet vier Lieder bei Rolling-Stones-Tournee
14.03.2003
Hongkong (dpa) - Die Rolling Stones dürfen bei ihrer ersten China-Tournee vier ihrer bekanntesten Lieder nicht spielen.
Zensoren haben die Klassiker «Let's Spend The Night Together», «Brown Sugar», «Honky Tonk Women» und «Beast Of Burden» verboten, berichtete die «South China Morning Post». Die Band habe dem Kulturministerium auch ihr «Best-Of»-Album «40 Licks» vorlegen müssen. «Sie haben einfach Nein zu diesen Liedern gesagt. Sie haben nicht gesagt, warum», wird der Chef der Plattenfirma EMI China, Cindy Tai, zitiert.
Die Rolling Stones werden auf ihrer Welttournee erstmals in China auftreten. Stationen der Konzertreise sind Hongkong (28./29. März), Schanghai (1. April) und Peking (4. April). Der Auftakt zur Deutschland-Tour ist für den 4. Juni in München geplant.
© dpa
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Mick Jagger will 60. Geburtstag eine ganze Woche feiern
09.03.2003

London (dpa) - Mick Jagger (59) will seinen 60. Geburtstag Ende Juli nicht zu Hause - sondern in Prag - feiern. Eine ganze Woche lang sollen Bandmitglieder, Familie und Freunde in der Hauptstadt der Tschechischen Republik mit dem Rolling Stone auf eine Dauerparty gehen. Jagger wird am 26. Juli 60. Die Rolling Stones treten im Rahmen ihrer Welttournee »Forty Licks« am 27. Juli vor 100 000 Fans auf einem Hügel an der Moldau auf, der Letna-Ebene genannt wird.
Danach soll das Fest steigen, berichtete die Zeitung »Sun« am Samstag. Wer von den vielen Freundinnen, Ex-Frauen und Kindern der Rockstars dabei sein wird, wurde zunächst nicht bekannt. Jagger, Ronnie Wood, Keith Richards und Charlie Watts sind zur Zeit in Australien auf Tournee. Danach folgt ein allererster Auftritt der Band in China. Erste Station der Europa-Tournee ist im Juni Deutschland.
© dpa
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Jagger feiert in Prag 60. Geburtstag mit Stones-Konzert
07.03.2003
Prag (dpa) - Die Rolling Stones werden am 27. Juli im Rahmen ihrer Europatournee in Prag auftreten. Das hat der tschechische Konzertveranstalter Serge Grimaux mitgeteilt. Die Band wird sich einige Tage in der tschechischen Hauptstadt aufhalten, um unter anderem den 60. Geburtstag von Sänger Mick Jagger am Vortag des Konzerts zu feiern.
Auch ein Treffen mit dem langjährigen Präsidenten Vaclav Havel (66) ist beabsichtigt. Der Dramatiker ist mit den Musikern gut befreundet.
© wz
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Größter Auftritt in Asien - Rolling Stones geben erstes Konzert in Thailand
06.03.2003
Bangkok (rpo). Thailand-Premiere für die Rolling Stones: Im Rahmen ihrer Welttournee werden sie am 8. April erstmals in Bangkok auftreten und dort ihr größtes Konzert in Asien geben.
Wie ein Sprecher der Veranstalter am Mittwoch mitteilten, werden die Pop-Veteranen in der Nähe der thailändischen Hauptstadt Bangkok auftreten. Das Stadion, in dem die komplette Musik- und Lichtanlage der Band aufgebaut wird, könne bis zu 11.500 Menschen beherbergen. Die 200-köpfige Crew der Band werde mit zwei Flugzeugen anreisen. Die Preise für eine Eintrittskarte liegen zwischen 1.500 und 8.000 Baht (30 bis 170 Euro) und sind damit für thailändische Verhältnisse recht teuer.

Vor Bangkok treten die Rolling Stones schon in Schanghai und Peking auf. Weitere Konzerte sind in Hongkong, Singapur und Indien geplant.

© rp-online, ap, dpa, sid
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Unveröffentlichte Jagger-Lennon-Single in London versteigert
22.02.2003
London (dpa) - Eine nie veröffentlichte gemeinsame Single von Mick Jagger und John Lennon ist in London für 1400 Pfund (2100 Euro) versteigert worden.  Der Schätzpreis lag zwar 100 Pfund höher, doch ihr bisheriger Besitzer, der Schallplattenhändler Tom Fisher (34), meinte: «Ich kann mich nicht beklagen.» Er hatte die Platte mit dem Blues-Titel «Too Many Cooks» vor vier Jahren zusammen mit einer ganzen Kiste voller alter Platten für insgesamt 20 Pfund (30 Euro) gekauft.
Mick Jagger bestätigte, dass die 1974 in New York entstandene Platte echt sei. Der Rolling-Stones- Sänger wird dabei von Lennon auf der Gitarre und von Ringo Starr am Schlagzeug begleitet.
Fisher hatte die Kiste mit den Platten von einem Mann erstanden, der behauptet hatte, sie von seinem Freund, dem Rolling-Stones-Star Ron Wood, bekommen zu haben. «Ich wusste nicht, ob ich ihm glauben sollte», erinnert sich Fisher. Er habe sie dann auf gut Glück gekauft und schon bald festgestellt, dass einige Platten wirklich mit «R. Wood» beschriftet waren. Die nicht näher bezeichnete Aufnahme von Jagger und Lennon sei so unscheinbar gewesen, dass er sie jahrelang nicht beachtet habe.
© Baden online
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Rolling Stones geben erstmals Konzerte in China
12.02.2003
Hongkong (dpa) - Die Rolling Stones werden auf ihrer Welttournee in diesem Frühjahr erstmals in China auftreten.  Stationen der Tour sollen Peking (4. April), Schanghai (1. April) und Hongkong (28./29. März) sein, berichteten Medien. «Du hast in Asien nicht gespielt, bis Du in China gespielt hast», wird ein Sprecher der Band zitiert. In Deutschland starten die Altrocker ihre «Forty Licks»-Tour am 4., 6. und 8. Juni in München. Binnen weniger Stunden waren die Tickets für die drei Auftaktkonzerte bereits ausverkauft.
Zum 40-jährigen Bühnenjubiläum versprechen die Musiker um Bandleader Mick Jagger (59) die größte Rolling Stones Show aller Zeiten mit Hits wie «Satisfaction» oder «Angie».
© Baden online
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Rolling Stones und Bill Clinton treten gemeinsam auf
03.02.2003

Los Angeles/New York (dpa) - Die Rolling Stones und der frühere US-Präsident Bill Clinton engagieren sich gemeinsam für den Umweltschutz. Bei einem Stones-Konzert gegen die globale Erwärmung soll Clinton am Donnerstag in Los Angeles ebenfalls auf die Bühne treten. Allerdings werde er sein Saxofon zu Hause lassen und nur als Gastredner einen Beitrag leisten.
Die Stones haben für das Konzert 12 000 kostenlose Eintrittskarten im Internet ausgegeben. Ziel der Aktion ist, in der amerikanischen Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Gefahren des Treibhauseffekts zu schärfen.
© dpa
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Jagger um jeden Preis
26.01.2003
Für Konzerte der Superstars greifen Fans immer tiefer in die Tasche – gleichzeitig steigen die Ansprüche
Von Henrik Mortsiefer
Wer wollte nicht einmal im Leben zusammen mit Mick Jagger am Champagner nippen oder Keith Richards die Lachshäppchen reichen? Millionen Fans der Rolling Stones träumen davon. Und geben viel Geld aus, um ihrem Traum ein wenig näher zu kommen. Die „Licks“-Welttournee der Altrocker, die sich vom 4. Juni an neun Mal in Deutschland die Ehre geben, ist nahezu ausverkauft. Allein in Berlin wurden binnen Stunden 60 000 Karten für das Konzert im Olympiastadion am 15. Juni verkauft.
Dass die Stones im Jahr 2003 ihren Fans so wertvoll sind wie nie, zeigen nicht nur reguläre Ticketpreise von mindestens 80 Euro, sondern auch die aktuellen Schwarzmarktkurse beim Internet-Auktionshaus Ebay. Obwohl für die Termine in Hamburg oder München noch Karten im Vorverkauf erhältlich sind, werden bei den Auktionen Mondpreise verlangt: „8 x Rolling Stones, 1a Sitzplatz, Loge München, 1201 Euro“.
„Man hat das Gefühl, als müssten sich die Menschen betäuben“, sagt Klaus Peter Schulenberg, Vorstand der CTS Eventim AG, Deutschlands größtem Tickethändler. „Die Kartenverkäufe für 2003 sind geradezu explodiert.“ Trotz Konjunkturflaute und Arbeitslosigkeit nimmt die Zahlungsbereitschaft der Deutschen bei Rock- und Klassik-Konzerten oder Festivals zu. 1999 gaben sie für Live-Musik mehr als 2,6 Milliarden Euro aus – knapp 86 Euro pro Kopf. Inzwischen dürfte es deutlich mehr sein.
Dabei wachsen mit den Preisen auch die Ansprüche des Publikums. Nicht nur bei den Rolling Stones, deren Shows immer kostspieliger werden. Auch andere Superstars wie Bruce Springsteen, R.E.M. oder Bryan Adams, die 2003 auf deutschen Bühnen zu sehen sind, unterhalten die zahlenden Fans mit perfekten Lichtshows und lupenreinem Sound. „Vier Scheinwerfer links, vier rechts und ein Boxenturm in der Mitte – das ist vorbei“, sagt Peter Schwenkow, Chef der Deutschen Entertainment AG, die die Deutschland-Tournee der Stones veranstaltet. „Und mit einer Bockwurst zwischendurch lässt sich auch kein Konzertbesucher mehr abspeisen.“
Abwechslungsreiches Catering, Bier aus splitterfreien Gläsern, freundliches Sicherheitspersonal und – immer häufiger – ein reservierter Sitzplatz sind inzwischen Standard. Wer mehr will, muss für teure VIP-Karten zahlen. Oder jemanden kennen, der schon bezahlt hat. „Etwa zehn Prozent der Karten werden vorab für die Künstler-Entourage oder Sponsoren und Plattenfirmen reserviert, die ihre Geschäftsfreunde einladen“, sagt Eventim-Chef Schulenberg. Sein Tip für leer ausgegangene Normalzahler: Die geblockten Karten werden oft nicht alle an die geladenen Gäste verteilt und landen später wieder im freien Verkauf. Interessenten, die auf diesen Nachschub hoffen, sollten sich bei den Tickethändlern online registrieren lassen. „Wir teilen dann per E-Mail mit, wenn es wieder Karten gibt“, sagt Schulenberg.
Wer sich frühzeitig selbst zum VIP machen will und das Dreifache des einfachen Ticketpreises – also leicht mehrere hundert Euro – hinblättert, für den legen sich die Veranstalter besonders ins Zeug. „Wer zum so genannten ’Diamond Circle’ gehört, genießt das volle Programm“, sagt Peter Schwenkow. Parkplatz direkt am Veranstaltungsort, Eingang abseits des Massenandrangs, ein Fünf-Sterne-Menü in der VIP-Lounge und in der Pause zum „Meet and Greet“ mit den Künstlern hinter der Bühne – Exklusivgäste müssen auf nichts verzichten.
Bequemlichkeit hat aber ihren Preis. Das gilt auch für die wachsende Zahl von Konzert-Reisenden. Für sie schnüren Touristik- und Konzertveranstalter Pauschalpakete. So können etwa die Fans von Herbert Grönemeyer, der mit seiner „Mensch“-Tour sämtliche Rekorde bricht, die ausverkauften Großstädte meiden und ihrem Star in die Provinz nachreisen, wie mit Karstadt-Reisen nach Aalen. Im Paketpreis von 230 Euro für zwei Personen sind dann nicht nur zwei Eintrittskarten im Waldstadion enthalten, sondern auch eine Übernachtung in der Junior Suite des Vier-Sterne-Hotels „Das Goldene Lamm“ – nebst Frühstücksbuffet und eigenem Föhn auf dem Zimmer.
© Verlag Der Tagesspiegel GmbH
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Stones protestieren mit Gratis-Konzert gegen Bush
25.01.2003
Los Angeles - Die Altrocker von den Rolling Stones wollen mit ihrem ersten Gratiskonzert seit 33 Jahren gegen die Klimapolitik von US-Präsident George W. Bush protestieren.
Zeitgleich
Der Auftritt in Los Angeles ist für den 6. Februar geplant - für jenen Tag also, an dem Bush die neuen Maßnahmen seiner Regierung gegen die Erderwärmung vorstellen will, wie der Vorsitzende der US-Naturschutzvereinigung NRDC mitteilte.
Halbherzig
Die Rolling Stones wollten mit dem vom NRDC organisierten Konzert die Bush-Pläne kritisieren, die "eine weitere halbherzige Runde willkürlicher Tu-nichts-Maßnahmen" seien, sagte ein Sprecher der Organisation.
Tödlich
Die legendären Musiker um Front-Mann Mick Jagger hatten zuletzt im Jahr 1969 ein Gratis-Konzert gegeben - mit katastrophalen Folgen: Bei Streitereien zwischen Hippies und Mitgliedern des Rocker-Clubs "Hell's Angels", die als Ordner engagiert worden waren, war ein Rolling-Stones-Fan getötet worden.
ap/afp/aho
© Kurier Online
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Rauchende Stones verärgern Michael Bloomberg
21.1.2003

New York (dpa) New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat sich darüber aufgeregt, dass sich die Rolling Stones bei ihrem Konzert im Madison Square Garden nicht an das Rauchverbot gehalten haben. Das live übertragene Konzert in New York zeigte ganz deutlich, wie Keith Richards und Ron Wood eine Kippe nach der anderen qualmten.
Laut Internetseite «Drudge Report» soll der militante Nichtraucher Bloomberg sogar Polizisten geschickt haben, um die alten Rockrebellen zur Räson zu rufen. Diese hätten sich das Konzert jedoch auf einem Monitor angeschaut und hätten die Bandmitglieder am Ende dann gar nicht mehr erwischt: Mick Jagger und Konsorten machten sich nach dem Schlussapplaus sofort aus dem Staub.

© 2003 Rhein-Main.Net
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Das rollende Heim der Rolling Stones
05. 01. 2003
Schenefeld/Schleswig (Arne Dettman) - "I can ` t get no satisfaction", wird Mick Jagger wieder schreiend ins Mikrofon klagen, wenn die vielleicht berühmteste Rockband auf ihrer Europatournee nach Deutschland kommt. Doch keine Panik! Denn gegen den Unmut des Sängers der Rolling Stones ist bereits vorgesorgt: Das Schenefelder Unternehmen Travel-X wird die Band in seinem Bus - dem Luxushotel auf sechs Rädern, so der Werbeslogan - durch die Lande chauffieren.
"Das wird unser aufwändigster Auftrag", glaubt Lutz Rathje. Der Busunternehmer hat in seinen zwei Geschäftsjahren schon einige Stars in seiner Luxuskarosse befördert und deren Vorlieben und Macken kennen gelernt. Der Rockbarde Lenny Kravitz forderte gleich ein Doppelbett im Bus. Und die amerikanische Soulgröße Erykah Badu kam mit eigenem Koch an und verlangte obendrein, dass das Obergeschoss konstant auf 36 Grad Celsius beheizt werden solle. Insofern sind Lutz Rathje (36) und sein Compagnon aus Schleswig, der Busunternehmer Marc John (32), gespannt, welche Sonderwünsche die vier Rocklegenden äußern werden.
"Wenn die das wollen, dann streich ich den Bus grün und mache noch Flügel dran", erklärt Marc John selbstbewusst. "Ich würde alles bauen. Auf die Straße kriegen wir das immer." Dabei ist der Doppeldeckerbus schon jetzt eine Extravaganz hoch drei: Im Obergeschoss sind 15 Kojen wie in einem U-Boot angeordnet, an den Seiten jeweils ein Hinweisschild "Füße in Fahrtrichtung". Zum Heck hin eine Garderobe, schließlich eine halbkreisförmige Lederlounge mit Flachbildfernseher, Spielekonsole (John: "Damit den Jungs nicht langweilig wird"), Stereoanlage, Video und DVD-Spieler. Rathje: "Das Ganze, versteht sich, im Dolby-Surround-System."
Das Geschäft mit dem luxuriösem Fuhrwerk scheint so gewinnbringend zu sein, dass die beiden Unternehmer sich nicht nur auf Rockstars beschränken wollen. "Wir hatten auch einen arabischen Scheich, der in unserem Bus eine zweiwöchige Shoppingtour durch Deutschland machte", erzählt Rathje. Als nächster Vertrag könnte eine halbjährige Tour für den Sohn eines Scheiches stehen. "Das Geld ist denen egal." Auch Politiker wollen die beiden ehrgeizigen Jungunternehmer in den Bus ziehen. So wie FDP-Parteichef Guido Westerwelle im Wahlkampf 2002 mit seinem "Guido Mobil" durch Deutschland reiste, könnte auch dem deutschen Außenminister Joschka Fischer ein heißer Espresso im bequemen Ledersessel des Travel-X-Busses schmackhaft gemacht werden.
Bis dahin hat aber die vermittelnde Agentur in Gummersbach - in der Nähe von Köln - Herbert Grönemeyer als Fahrgast im Juni vorgesehen. "Wenn der nach Hamburg kommt, werden wir natürlich auch aufs Konzert gehen", erklärt Marc John. Und dann kommen die Stones.
Angst, dass die vier Rocklegenden im Überschwang die Buseinrichtung wie die von Fans zerstörte Berliner Waldbühne nach einem Stoneskonzert von 1965 zurücklassen, haben sie nicht. "Die Heavy-Metal-Band Manowar war anderthalb Monate hier drin, und dafür sah es ganz gut aus", berichtet Rathje. Immerhin brachte ein Busfahrer einen Aufkleber an der Klotür an: "Beim Pinkeln bitte setzen."
© shz
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