Stones-News 2005

22.03. 2005 Jerry Hall besingt die Affären von Mick Jagger
30.03. 2005 Gute, alte Zeiten -Ein Master-Mick-Remake
31.03. 2005

Stones rollen zum Parkfest an (Vorsicht April!!!)

11.04. 2005 Die Tochter von Mick Jagger will sich für das Männermagazin ausziehen – sehr zum Zorn ihres Vaters.
26.04. 2005

Bianca Jagger wird 60

28.04. 2005 Neue Gerüchte über kommende Tournee der Rolling Stones
10.05.2005 Rolling Stones: Neues Album und Welttournee
11.05. 2005 Die Stones schon wieder
12.05. 2005

Der Anti-Rocker mit Takt

19.05. 2005 Pearl Jam im Vorprogramm der Rolling Stones
01.06. 2005 Keith Richards hatte keine Zeit für Johnny Depp
07.06.2005 Hatten eine tolle Zeit - Jagger, Hall & das Kabbala
23.06.2005 Rolling Stones kehren in die Hollywood Bowl zurück
24.06.2005 Rolling-Stones-Ausstellung öffnet in Siegen
27.06.2005 Rolling Stones: Teuerste Tour der Rock-Geschichte
19.07.2005 Gebellte Provokation - Vor 40 Jahren: Goldene Schallplatte in den USA für "Satisfaction"
19.07.2005 WARTEZEIT BEENDET - Stones veröffentlichen neues Album
20.07.2005 Erstes Stones-Album nach acht Jahren fast fertig
24.07.2005 Micks erstes Mädchen
25.07.2005 Mit Joe Jagger durch Richmond
26.07.2005 Rolling Stones geben Titel für Album und Tour bekannt - "A Bigger Bang"
02.08.2005 Sir Mick nicht immer angesehen
02.08.2005 THE ROLLING STONES - Streets Of Love  VÖ: 22.08.05
03.08.2005 Metallica als Vorband
03.08.2005 "A Bigger Bang" Song Liste
04.08.2005 Neue Stones-Songs gehen vor Release online
09.08.2005 "Mama Mick"
09.08.2005 Präsident Bush «gesteinigt»
11.08.2005 Rolling Stones: Pre-Listening in der Stretchlimo
11.08.2005 Rolling Stones: Geheim-Gig in Toronto vor dem Start der Welttournee
11.08.2005 Stones haben doch nicht Bush im Visier
13.08.2005

Rolling Stones: Benzin, Heroin und Salz der Erde

13.08.2005 Schwarzenegger lädt Spender zu Rolling Stones-Konzert ein
15.08.2005 "Ich habe viel kaputtgemacht"
16.08.2005 Jerry Hall findet Mick Jagger immer noch sexy
19.08.2005 Die pure Essenz
19.08.2005 Rolling Stones planen Auftritte in Australien
22.08.2005 Rolling Stones heizten Fans bei Welttournee-Auftakt ein
20.08.2005 The Rolling Stones verteidigen Song
20.08.2005 Bill Wyman's Rhythm Kings
21.08.2005 Stones-Gitarrist spricht über seinen Kampf gegen den Alkohol
22.08.2005 Wahlkampfsong - Mick Jagger sauer auf "Angie"
22.08.2005 Auftakt der Rolling-Stones-Welttournee
23.08.2005 Und ewig kreisen Mick Jaggers Hüften
22.08.2005 Stones-Tour beginnt mit Golden Oldies
22.08.2005 Die ganz normale Paranoia
23.08.2005 Harte Riffs für Bush und den Teufel
23.08.2005 Die Stones auf Tour - und im Streit mit Angela Merkel
23.08.2005 Der Palast macht Revolution
23.08.2005 Fan beim Tourauftakt der Rolling Stones verletzt
24.08.2005 Keith Richards' Leber und Madonnas Nabel
24.08.2005 Stones wieder auf Tournee
26.08.2005 Hauskrach wegen Jaggers "kleinem Mick"
27.08.2005

The Rolling Stones-Album in zwei Versionen

29.08.2005

Las Vegas rockt!

30.08.2005 «Berliner Lektionen» mit Bianca Jagger
30.08.2005

CD der Rolling Stones gegen Bush-Regierung

30.08.2005 14 neue Termine der Rolling-Stones-Tournee bekannt gegeben
31.08.2005

Zwei Arten, den Blues zu spielen

31.08.2005 Lebensgefährlicher Crash
31.08.2005 Höchste Sicherheitsstufe für die Rolling Stones
01.09.2005 Bauplan 1978
01.09.2005

Kinder halten Mick Jagger auf Trab

01.09.2005

Wir sind ein kleiner Familienbetrieb

01.09.2005

Jerry Hall führt halb nackte Männer an der Leine

01.09.2005

Neues von den Rolling Stones

05.09.2005

Jerry Hall checkte neue Freundin von Mick Jagger ab

05.ß9.2005 Neues Stones-Album, alte Ideen
05.09.2005 Die letzten Dinosaurier fressen kein Gras
06.09.2005 Aufs Wesentliche reduziert
06.09.2005 Die rollenden Knochen der Rolling Stones
07.09.2005

Rolling Stones präsentieren sich an der Spitze

07.09.2005

„A Bigger Bang“ von „The Rolling Stones“

08.09.2005

Rolling Stones :: Etliche Streams zum reinhören

09.09.2005

Rolling Stones - Die Kardinalswürde steht älteren Herren einfach am besten

09.09.2005 1965 erster Stones-Auftritt in Deutschland
09.09.2005 It's only Rock 'n' Roll: Rückkehr mit Urknall
10.09.2005

Ein Urknall von den Urgesteinen

11.09.2005

Sir Mick ist verschnupft

11.09.2005

"Ohne mir können Kumpels nix kreischen"

13.09.2005 Keith Richards: Groupies sind Teil des Jobs
14.09.2005

Mick Jagger: Monsieur Micks Leben auf dem Lande

14.09.2005

Rolling Stones führen die deutschen Album-Charts an

16.09.2005

Richards ist Chaot Nummer 1

18.09.2005 Mick Jagger plant Film über Vaclav Havel
19.09.2005 Rolling Stones "A Bigger Bang" auf Platz Eins in Europa
20.09.2005

The Rolling Stones - A Bigger Bang

22.09.2005

Interview Forever Young

23.09.2005 Rolling Stones auch in der zweiten Woche an der Spitze der European Top 100
25.09.2005

Bill Wymans Rhythm Kings im Steintor Halle

28.09.2005 Rolling Stones kommen in den Kartenleser
29.09.2005 Jagger-Doppelgänger verwirrt New Yorker
30.09.2005

The Rolling Stones: Beat-Ekstase in Münster

01.10.2005

Eddie Vedder besucht The Rolling Stones

04.10.2005 Zum Steine-Erweichen
07.10.2005

Kein "Ehekrach" bei den Stones

07.10.2005 Dokumentarfilm über den Rolling-Stones-Promoter Michael Cohl geplant
08.10.2005

Bombendrohung bei The Rolling Stones

13.10.2005 Die Aufklärerin
14.10.2005

Die Rolling Stones lassen es krachen

24.10.2005

Rarities 1971-2003

26.10.2005

Wo Monsieur Jagger auch mal allein im Baumarkt einkauft

27.10.2005

Sat.1 sendet Rolling Stones-Special

27.10.2005

The Rolling Stones-CD bei Starbucks

11.11.2005 Kommen jetzt auch die Rolling Stones?
24.11.2005 Peter Rieger holt die Rolling Stones
25.11.2005

Rolling Stones-Konzert 2006 erstmals in Brünn

25.11.2005 Zürich: Bauarbeiten im Stadion könnten Stones-Konzert verhindern
29.09.2005

Europatournee Sommer 2006 bekannt gegeben!

30.11.2005 USA: Rolling Stones treten in der Halbzeitpause des Super-Bowl-Finales auf
30.11.2005 Peinlich! Stones wollen in die Schweiz  -  Aber es ist kein Plätzchen frei
30.11.2005 Jerry Hall als Botschafterin der Liebe
02.12.2005

Alte Piraten auf Kaperfahrt

04.12.2005

Rolling Stones kommen doch nach Berlin Termin wird nächste Woche bekannt gegeben

05.12.2005 Rolling Stones: Presale endet mit Ausverkauf erster Kategorien
19.12.2005 Die Stones spielen mit den Queens Of The Stone Age
28.12.2005

Mick Jagger zieht um

31.12.2005

The Rolling Stones brechen Verkaufsrekord

 

 

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updated: 02.06.2007




Die Tochter von Mick Jagger will sich für das Männermagazin ausziehen – sehr zum Zorn ihres Vaters.
11. April 2005

Für „geschmackvolle“ Nacktbilder handelte Elizabeth Jagger einen Lohn von 300 000 Dollar (etwa 294 000 Euro) aus, wie der Onlinedienst „femalefirst“ am Montag berichtete. Ihr Vater, „Rolling Stone“ Mick Jagger, soll ausgerastet sein, als er vom Deal seiner 20-jährigen Tochter erfuhr.

Micks Ängste werden wahr

„Mick ging an die Decke, als er über die Vereinbarung herausfand. Dies hat seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt, dass seine Tochter wie die Mutter immer mehr in die Welt der Models hineingerät", zitierte „femalefirst“ einen Freund der Familie.

Elizabeth Jagger modelt derzeit für die Kosmetikfirma Lancome und das Bekleidungsunternehmen Mango, damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Jerry Hall, die als Mannequin Karriere machte.

© 2005 by FOCUS Online GmbH
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Jerry Hall besingt die Affären von Mick Jagger
22. März 2005

Jerry Hall, Ex-Frau von Mick Jagger, hat einen Song über die Seitensprünge der Rock-Legende geschrieben. Und wird darin ziemlich deutlich.

Dass seine Ex-Frau Jerry Hall nach ihren Schauspielversuchen auch ihre musikalische Ader entdeckt, hat sich Mick Jagger selbst zuzuschreiben. Denn offensichtlich haben die Seitensprünge des Rock-Idols das frühere Model zu dem Lied "Around the Table" inspiriert, das noch in diesem Jahr herauskommen soll.

Das berichtet der Internetdienst Ananova.com. Der Song handelt von einem Ehemann, der mit anderen Frauen schläft, wenn seine Gattin nicht zuhause ist. Geschrieben hat ihn die 48-Jährige gemeinsam mit ihrer Freundin und Nachbarin Rachel Fuller, der Lebensgefährtin von Pete Townshend.

Der Titel spielt vermutlich auf den Esstisch der Jaggers in ihrem Haus in Richmond an, in dem sie bis zu ihrer Trennung gemeinsam lebten. "Wir lieben uns auf ihm", heißt es in dem Lied. "Unsere Kinder kratzen ihre Namen hinein. Das Feuer beleuchtet unsere Leidenschaft. Und der Wein betäubte unsere Traurigkeit. Dann bringst du andere Frauen nach Hause, während ich in der Stadt bin, und ich spüre es jedes Mal, wenn eine Fremde da war."

Hall trennte sich vor fünf Jahren von Jagger. Grund war seine Affäre mit dem brasilianischen Model Luciana Morad, die zur Geburt von Sohn Lucas führte.

Fuller hat das Lied in ihr Album "Cigarettes und Housework" aufgenommen, das im April erscheint. Eine Kostprobe des Songs hat Hall kürzlich während einer Radiosendung im texanischen Austin gegeben - allerdings in gesprochener Form. Denn, so enthüllte Songschreiberin Fuller: "Singen kann Jerry eigentlich nicht."

(N24.de, Netzeitung)   URL des Artikels: http://www.n24.de/index.php?n2005032210322000002
©2004 SevenOne Intermedia GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
 
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Gute, alte Zeiten -Ein Master-Mick-Remake
30. März 2005

Wer gedacht hat, Mick Jagger hätte sich von Rock and Roll und Blues verabschiedet, muss sich eines Besseren belehren lassen. Was der Frontmann der Rolling Stones in Kooperation mit dem gewesenen Frontmann der gewesenen Eurythmics da hinlegt, versetzt in Erstaunen.
 
Aufgenommen in den legendären Abbey Road Studios in Londons Nobelecke Saint John’s Wood, wo dereinst Beatles, Pink Floyd und Deep Purple an ihren Meisterwerken bastelten, erwartet den geneigten Hörer eine Reise in die große Welt großer Populärmusik.
 
Jagger gelingt es auf wundersame Weise, seine in den letzten Jahren plärrende Stimmen auf die Höhe von "As Tears Go By" zu trimmen, die Bluesharp bläst der Mann wie dereinst in "Little Red Rooster". Wenn "Blind Leading The World" dereinst statt des unsäglichen "Angie" herausgekommen wäre, was wäre uns erspart geblieben. Dann würde auch der Autor dieser Zeilen zu jenen gehören, die auf Stoneskonzerten an der "Angie"-Stelle immer zeigen, dass ihr Feuerzeug funktioniert.
 
Dave Stewart beweist, "quod - non - era demonstrandum", dass er Keith Richard durchaus an die Wand spielen kann. Ein Zuckerstückerl das Remake von Burt Bacharachs "Lonely Without You This Christmas", dargeboten Master Mick im Duett mit dem erst 17 Lenze zählenden Soulwunder Joss Stone, die bei "Wicked Times" auch solo in vollem Glanz erstrahlt.
 
Kongenial die instrumentale Verbeugung vor einem der in Vergessenheit geratenen Väter des Rock and Roll. "Oh Nikki" ist Bo Diddley pur.
 
Der Film, der dieser Tage in den deutschen Kinos angelaufen ist, na ja, auch ein Remake. Von "Der Verführer lässt schön grüßen" aus 1965. Auch nicht sonderlich amüsanter als die Vorlage. Aber der Soundtrack... Wow! Wie heißt doch noch der erste Titel auf der Scheibe: "Old Habits Die Hard". Gut zu wissen, dass Jagger immer noch alten Gewohnheiten anhängt.

© Manfred Bleskin  -  "Alfie, Music From The Motion Picture", CD Virgin EMI  -  Adresse: http://www.n-tv.de/293551.html
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Stones rollen zum Parkfest an
31.03.2005

Das Konzert-Highlight des Jahres 2005 kündigt sich gleich am Eröffnungstag des Parkfestes am 26. August an: Die Rolling Stones kommen nach Waltrop. Kulturbürochef-Chef Wolfgang Brautmeier fiel gestern buchstäblich ein "Stein vom Herzen", als der Vertrag mit den Stones-Managern in London unterzeichnet war.

Die kleine Sensation kam zu Stande, weil Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Bill Wyman im Vorfeld der neuen "Many-Girls"-Tour zur gleichnamigen Scheibe einen Testlauf machen wollen, der sich nicht in großen Stadien abspielt. "Die Jungs wollen ihre neue Platte zuerst in Clubatmosphäre testen und dann in Waltrop erstmalig einem größeren Publikum vortragen", erläutert Brautmeier.

Nach ihrer "Licky"-Tour 2003 sind die Steine erstmalig wieder auf großer Weltreise, die sie vom Moselbachpark direkt in den Madison-Square-Garden führen wird. Die dienstälteste Band der Welt gilt bereits jetzt als Idealveranstaltung für das Parkfest, das ja ein Familienfest ist. "Die Stones kennt jeder, da können Omas, Opas, Väter, Mütter und die Kinder im Park so richtig abrocken", sagt Brautmeier über den gelungenen Coup. Richtig freuen kann sich vor allem das weibliche Publikum, denn Jagger hat bereits angekündigt, dass er im Park jede Menge Groupies angrapschen wird. Ronnie Wood will es nach der gerade absolvierten Entziehungskur schaffen, bis zum Parkfest trocken zu bleiben. Und Keith Richards wird gerade seinen alljährlichen Blutaustausch hinter sich haben, und somit dürfte nur frischer Jack Daniels durch seine Adern fließen.

Mit besonderer Spannung erwarten Stones-Fans das neue Album der Rock-Rentner, nach "Bridges to Babylon" von 1997 die erste echte Neuproduktion. Man munkelt, die Stones hätten sich wie immer neuen musikalischen Strömungen nicht verschlossen und sowohl fetzige Techno-Elemente als auch ruhige Chill-Out-Passagen eingebracht. "I´m looking forward to Waltrop", schickte Jagger Brautmeier gestern mit auf die Reise.

Der Kulturbüroleiter präsentierte auf der Pressekonferenz gleich ein weiteres Kultur-Bonbon: Der "Vierte Tenor", Andrea Bocelli, will mit einem breiten Repertoire aus Oper und Rock am 15. Juni die Krankenhauskapelle eröffnen.

Kartenvorverkauf im Kulturbüro unter Tel: 02309/96 23 11.

Von Bodo Bottrop
© Westdeutsche Allgemeine
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Das ganze war ja schon schwer zu glauben. Ein Anruf bringt jedoch die Bestätigung, dass es sich um einen Aprilscherz der Westdeutschen handelt.
Schade !!!


Bianca Jagger wird 60
26.05.2005

Das berühmteste Foto von Bianca Jagger zeigt sie im Abendkleid auf einem weißen Hengst in der legendären Disco "Studio 54" in New York. Als exzessive "Königin der Nacht" feierte das Model, das mit Rolling Stone-Legende Mick Jagger verheiratet war, in den siebziger Jahren wilde Partys.

Uns zwar mit Andy Warhol und Liza Minelli und sie hatte Affären mit Schauspielern wie Warren Beatty und Ryan O'Neal. Ihre wahre Berufung fand sie später im weltweiten Engagement für die Menschenrechte und den Umweltschutz. Ihre Themen sind vielfältig: Sie kämpft gegen die Zerstörung des Amazonas, für die Rechte von Prostituierten in Indien und gegen die Todesstrafe in den USA. Im vergangenen Jahr wurde sie mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Am 2. Mai wird Bianca Jagger 60 Jahre alt.

"Ich wuchs unter dem Diktator Somoza auf, eine Dynastie, die Nicaragua 43 Jahre lang beherrschte und von den USA unterstützt wurde. Ich setze mich so leidenschaftlich für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit ein, weil ich das alles früher nicht erleben konnte", erklärte Jagger in einem Interview. Bianca Perez Morena de Macias wurde 1945 als ältestes von drei Kindern eines Marktverkäufers in Managua (Nicaragua) geboren. Als die Eltern sich Anfang der fünfziger Jahre scheiden ließen, brachte ihre Mutter die Familie mit einem kleinen Restaurant durch. Die katholische Schule Immaculate Conception (Unbefleckte Empfängnis) schloss sie mit Bestnoten ab. Als Teenager schon demonstrierte sie mit Studenten gegen das Somoza-Regime, bekam Tränengas ab und musste sich in einer Kirche verstecken, erzählte sie einmal.

Mit 16 gewann sie ein Stipendium an der Pariser Universität Sorbonne und studierte politische Wissenschaft. Sie las Camus, Voltaire und Rousseau, war begeistert von den Ideen Gandhis. In der Stadt an der Seine traf sie dann auch 1970 Mick Jagger, der mit seinen Rolling Stones dort auftrat. Es war Liebe auf den ersten Blick. Im Mai 1971 heirateten die beiden in Saint Tropez, im Oktober kam Töchterchen Jade auf die Welt. Nach wilden acht Jahren Ehe mit dem notorischen Fremdgänger und Drogennutzer hatte Bianca Jagger allerdings die Nase voll und reichte die Scheidung ein. Jaggers zweite Frau wurde das texanische Model Jerry Hall, mit der er vier Kinder hat. "Mrs. Jagger" ist und bleibt jedoch die dunkelhaarige Frau aus Nicaragua.

Neben einer eher erfolglosen Film- und Fernsehkarriere war Bianca Jagger bereits in den siebziger Jahren politisch engagiert. 1972 kehrte sie in ihre Heimat Nicaragua zurück, um dort nach einem Erdbeben Aufbauhilfe zu leisten. Zum Schlüsselerlebnis wurde für sie eine Reise durch Honduras 1981. Dort besuchte sie gerade ein Flüchtlingslager, als Todesschwadronen eindrangen und 40 Männer verschleppten. Gemeinsam mit den Frauen verfolgte sie die mit Maschinengewehren bewaffneten Rebellen mit der Kamera, machte Fotos und drohte mit Worten. "Ich dachte, die bringen uns auch um. Aber dann ließen sie plötzlich alle frei. Mir wurde klar, dass ein bisschen Mut Leben retten kann. Deshalb glaube ich, dass es wichtig ist, Zeugnis abzulegen und eine Stimme zu sein für die, die keine Stimme haben", ist Jagger überzeugt.

Seit 20 Jahren ist das frühere Partygirl bei Amnesty International aktiv. Sie war in Bosnien und im Kosovo, in Afghanistan und Pakistan und demonstrierte 2003 im Irak gegen den sich ankündigenden Einmarsch der US-Truppen. Die Verleihung des Alternativen Nobelpreises an Bianca Jagger wurde damit begründet, dass sie gezeigt habe, "wie man Berühmtheit in den Dienst von Ausgebeuteten und Benachteiligten stellt".

© 
apa
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Neue Gerüchte über kommende Tournee der Rolling Stones
28.04.2005

Boston - Wie einige amerikanische Tageszeitungen berichten, gibt es derzeit bei den Rolling Stones Überlegungen, im Vorfeld einer vermutlich Ende des Jahres startenden Welttournee bereits im Spätsommer ein Konzert zu spielen - Im Bostoner Fenway Park, spekulieren die Medien.

Als Grund für die Wahl des Spielorts führen die Tageszeitungen an, dass der Fenway Park eines der wenigen wichtigen amerikanischen Stadions ist, das noch nie von den Stones gespielt wurde. Auf ähnlich "soliden" Spekulationen fußt derzeit auch die Information, dass die Welttournee bereits im August beginnen wird.

Kontakt: ms
© musikmarkt
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Rolling Stones: Neues Album und Welttournee
10.05.2005

New York. DPA/baz. Die Rolling Stones haben mit einem Konzert in New York den Start ihrer Welttournee und ein neues Album im August dieses Jahres angekündigt. Das Album soll am 21. August zeitgleich mit dem Start der Tour im Fanway Park Stadium in Boston erscheinen. Den Namen der neuen Platte will die Band noch nicht bekannt geben. Den ersten neuen Song, "Oh No Not You Again", präsentierten die Altrocker am Dienstagabend vor Hunderten von Fans und Journalisten auf dem Platz vor der New Yorker Julliard-Musikhochschule, unweit des Central Parks.

Die Konzerttour soll die Stones bis Januar 2006 in über 40 Städte in Nordamerika führen. Anschliessend sind Auftritte in Mexiko, Puerto Rico, Südamerika und Asien geplant. Auch in China will die Band gerne spielen. Dafür haben die Musiker aber bisher keine offizielle Erlaubnis erhalten. Ab Juni 2006 touren Mick Jagger, Keith Richard, Charlie Watts und Ronnie Wood für drei Monate durch Europa.

In den Konzerten sollen neue und alte Songs gespielt werden, eine Set-Liste steht nach Angaben der Band aber noch nicht fest. Mick Jagger kündigte eine neue Errungenschaft an: "Wir haben eine neue Bühne, in die rund 400 Fans direkt integriert sind. Sie sitzen nicht auf Stühlen, aber wir verraten noch nicht, wo sie sein werden." Die ersten Konzertkarten wurden mit der Veranstaltung am Dienstag zum Verkauf freigegeben. Allerdings kosten sie im Durchschnitt zehn Prozent mehr als bei der letzten Tour.

Das neue Album wird bei Virgin Records erscheinen. Auf Spekulationen, dass dies ihre letzte Tour sein könnte, reagierten die Musiker in New York amüsiert: "Wir planen das nicht. Wir werden auch nicht ankündigen, wann wir unsere letzte Tour geben", erklärte Sänger Mick Jagger. Erstmals seit 30 Jahren spielten die Stones anlässlich der Ankündigung einer neuen Tournee ein kurzes Konzert mit drei Songs. Sie eröffneten ihre Mini-Show mit dem Klassiker "Start Me Up" und spielten nach dem neuen Song "Oh No Not You Again" mit "Brown Sugar" einen weiteren ihrer einstigen Hits.

© 2005 National Zeitung und Basler Nachrichten AG
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Die Stones schon wieder
11.05.2005

Die Altrocker wollen ab Sommer nochmal auf Welttournee gehen. Ihr neuester Titel: „Oh No Not You Again.“ Von Jürgen Schönstein, New York

Kreischende Fans, coole Prominenz wie etwa der Modedesigner Tommy Hilfiger in den VIP-Rängen, Zuschauer, die auf den Stühlen tanzen: Nein, das war noch kein Rock-Konzert, sondern erst die Pressekonferenz, auf der die Rolling Stones am Dienstagabend in New York ihre nächste Tournee ankündigten, die ganz profan „The Rolling Stones On Stage“ heißen wird.
Zum ersten Mal seit 1975 kündigten die vier Rest-Stones Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts (Bassist Bill Wyman, der im kommenden Jahr 70 wird, war schon 1992 aus Altersgründen ausgeschieden) wieder eine Tournee musikalisch an; damals hatten sie einen Tieflader gemietet und waren die Manhattans Fünfte Avenue zu den Klängen von „Brown Sugar“ runter gerollt.

Rock´n´ Roll in Musikhochschule
Den „braunen Zucker“ hatten sie auch diesmal ins Platzkonzert vor dem ehrwürdigen Juilliard-Konservatorium am New Yorker Lincoln Center gemischt, dazu natürlich auch die 90-er-Jahre-Hymne „Start me Up“ – und einen neuen Titel, der zumindest für einige alt gewordene Fans das Motto der Tournee repräsentieren könnte: „On No Not You Again“ ­- oh nein, nicht ihr schon wieder.
Kein Glanzlicht des Rock´n´Roll, wie Mick Jagger zugab: „Die Prüfer von Juilliard werden uns wahrscheinlich reinrufen, damit wir das noch mal neu einspielen", witzelte er.

Programm noch gar nicht fertig
Als ob die Stones noch irgend etwas tun könnten, was ihre Fans vergrault. Was soll´s, dass Keith Richards vor lauter Coolness manchmal vergisst, die Saiten seiner Telecaster-Gitarre rechtzeitig anzuschlagen, oder dass Mick Jagger mit einer ungeschickten Bewegung dem Gitarristen Ron Wood die Sonnenbrille von der Nase fegt. Oder dass sie noch nicht mal wissen, welches Material sie auf der ein Jahr langen Welttournee spielen werden. Das Album, aus dem das neue Material stammen soll, ist noch ohne Titel und auch erst zu 85 Prozent eingespielt, wie Mick Jagger zugab.

Sommer 2006 in Europa

Sicher ist, dass die Rolling Stones ihren Tourneeauftakt am 21. August in Boston spielen werden. Ebenso sicher ist, dass sie bis zum 1. Dezember dann durch 30 amerikanische Städte touren werden, ehe sie am 15. Dezember in New York die letzte Show vor der Weihnachtspause geben. Was danach kommt, ist noch in der Planung, aber voraussichtlich werden sie nach Puerto Rico, Mexiko und noch in weitere lateinamerikanische Länder reisen, ehe sie nach Asien ­eventuell sogar zum ersten Mal nach China ­weiter ziehen. Die Sommermonate 2006 sind dann für Europa reserviert.

Minimum 100 Dollar pro Ticket
Und sicher ist auch, dass die Tickets, obwohl sie um zehn Prozent teurer sind als auf der letzten Tour und für große Stadionkonzerte erst bei 100 Dollar anfangen, sehr schnell ihre Abnehmer finden werden. Nicht zuletzt wegen der Chance, mit den Stars die Bühne teilen zu dürfen: Ohne Details zu verraten, kündigte Jagger an, dass etwa 400 Zuschauer auf der Konzertbühne untergebracht werden sollen.
Der US-Vorverkauf beginnt am kommenden Wochenende. Im Lauf des Juni soll der Ticketverkauf für die gesamte Tour anrollen. Neben den großen Stadien werden die Stones, wie schon beim letzten Mal, auch in kleineren Clubs und Theatern auftreten.

Nesthäkchen ist 58
Angesichts der Tatsache, dass die vier Rolling Stones zusammen fast ein Vierteljahrtausend alt sind (Ron Wood ist mit seinen knapp 58 Jahren noch das Nesthäkchen, der Drummer Charlie Watts wird während der Europatournee, am 2. Juni 2006, offiziell das Rentenalter überschreiten) stellt sich die Frage, ob dies ihre letzte Tournee sein wird. Da zucken die Vier nur mit den Schultern: „So was würden wir nie sagen, wir nehmen jede Tour so, wie sie kommt", verspricht Mick Jagger.

„Geld kannste behalten“
Ob sie´s denn wegen des Geldes tun würden? Buuuh, schreien die Fans den BBC-Reporter nieder, der diese Frage gestellt hat. Und Keith Richards, der eben noch gelacht hat, man würde Millionen mit der Tour verdienen, kann offenbar gerade noch seinen Stinkefinger bezähmen und grollt: „Das Geld kannste behalten.“ Meint er natürlich nicht ganz wörtlich, wie fast alles, was er auf Pressefragen von sich gibt. Aber es ist schließlich Keith Richards, der unangefochtene Meister des Coolseins, und wenn er sich nicht ernst nimmt, dann braucht das auch kein anderer zu tun.

Tiefe Gesichtsfurchen, aber sexy Hüftschwung
Ein Vierteljahrtausend habe sie auf dem Buckel, Gesichtsfurchen so lang und tief, dass sich ein New Yorker Subway-Zug darin verfahren könnte, und die Stimmbänder sind nicht mehr in der „höchsten“ Form. Aber mit ihrem Hüftwackeln bringen die Stones noch heute Teenager außer Atem, ­oder wenigstens verschlägt es ihnen die Sprache: „Woher habt Ihr nur all die sexy Moves?", will eine 17-Jährige wissen. Worauf Mick schlagfertig antwortet: „Von deiner Mutter, Baby!“

© Focus Online
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Der Anti-Rocker mit Takt
12.05.2005

Vor etwas mehr als einem Jahr war bei Schlagzeuger Charlie Watts Kehlkopfkrebs festgestellt worden. Seine Genesung bedeutete, dass sich die Rolling Stones ab August wieder in musikalische Bewegung rund um den Erdball setzen können (siehe Bericht auf Seite 19).
Der 63-Jährige, der 1963 seinen Beruf als Werbegrafiker aufgab, um fortan den Rhythmus bei den Stones vorzugeben, gefällt sich als Gegenbild zum wilden, ausschweifenden, ungezügelten Leben im Bermudadreieck zwischen Sex, Drugs & Rock'n'Roll.
Er meidet den Rummel, und wenn er sich schon nicht vermeiden lässt, quittiert er ihn mit gelangweiltem Mienenspiel. Mit der Natur des Stoikers bedient er das Schlagzeug.
Die wahre Liebe des Charlie Watts gehört seit eh und je dem Jazz. Eine Leidenschaft, die er mit kleinen Jazzbands auslebt. Geld macht er damit keines. Als Stone braucht er das auch nicht.
Er kleidet sich in gepflegtes Tuch, was ihm der konservative englische "Daily Telegraph" damit dankte, dass er ihn zum bestgekleideten britischen Gentleman kürte.
War die Versuchung auch noch so groß - mit Affären ist Watts nie aufgefallen. Seit vier Jahrzehnten lebt er an der Seite seiner Shirley, mit der er das Faible für edle Pferde teilt, die sie auf ihrem Landsitz in Devon züchten.
Der Senior der Rock-Saurier, der weder raucht noch trinkt, kam nur einmal aus dem Takt. Mitte der 80er-Jahre griff er, der sonst nie über die Stränge schlug, zu Heroin. Heute kann er von sich sagen, dass Kaffee die stärkste Droge ist, mit der er sich stimuliert.
Innerhalb der Band genießt Watts den Ruf der Respektsperson, deren Wort auch künstlerisches Gewicht hat. Und er ist der ruhende Pol, wenn sich der vollmundige Sir Mick Jagger und das rebellische Furchengesicht Keith Richards wieder einmal in die Haare geraten. Wenn es um Neuerungen und Experimente geht, dann sind Watts und Jagger Verbündete.
"Wir haben ein paar sehr gute, sehr clevere Platten gemacht", erklärte Watts in der 2003 erschienenen Biographie "According to the Rolling Stones", "aber sie hatten nie das Feuer einer Live-Performance." Mit Spannung wartet die Welt darauf, ob es nach wie vor lodert.
Und darauf, dass Watts die gleichen Worte wie nach der letzten Tour rund um den Globus in den Mund nimmt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir aufhören."

© OÖnachrichten
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Pearl Jam im Vorprogramm der Rolling Stones
19.05.2005

Boston - Gute Nachrichten für Fans der Rolling Stones in Amerika: Unter den ersten Bands, die für das Vorprogramm der kommenden Shows der Stones bestätigt wurden, sind Pearl Jam, The Black Eyed Peas und Maroon 5.
Die Black Eyed Peas werden für die Rolling Stones den Abend am 21. (Tourstart) und 23. August eröffnen, Maroon 5 sind für 26. und 31. August gebucht. Pearl Jam wird am 28. September in Pittsburgh im Vorprogramm der Stones spielen - zuletzt taten sie dies 1997, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet.

Autor: ms
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Keith Richards hatte keine Zeit für Johnny Depp
01.06.2005

Los Angeles - Vielleicht wäre doch noch ein großer Filmstar aus ihn geworden, denn Rolling Stone Keith Richards (61) hätte in der Fortsetzung des Kinohits "Fluch der Karibik" mitspielen können. Für ihn war die Rolle des Vaters von Johnny Depp bereits reserviert gewesen. Doch Richards lehnte ab, berichtet der Internetdienst "contactmusic.com". Er hätte zwar große Lust gehabt, im Film mitzuspielen, doch es sei eine Zeitfrage gewesen. Die Arbeit mit den Rolling Stones ginge einfach immer vor.

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Hatten eine tolle Zeit - Jagger, Hall & das Kabbala
07.06.2005


Auch der legendäre Rolling Stones-Sänger Mick Jagger (61) und seine Ex-Frau Jerry Hall (48) waren einst Anhänger der mystischen Kabbala-Lehre. Als es allerdings ans Zahlen ging, verloren sie das Interesse.
"Wir hatten ungefähr ein Jahr lang eine ganz großartige Zeit in dem Kabbala-Zentrum. Aber wir durften nicht durch die Tür der Wunder eintreten, wenn wir den Kabbala-Leuten nicht wenigstens zehn Prozent unseres Einkommens überließen. Also sind wir nicht mehr hingegangen."
Alles endete jedoch in Peace & Harmony: "Aber wir haben uns nicht gestritten -es sind sehr nette Leute dort", so Hall in einem Interview mit dem US-Magazin "Index". Die modische Spiritualität, die auf der jüdischen Mystik beruht, hat derzeit viele Anhängerinnen in Hollywood.
Unter anderem zählen Stars wie Madonna, Britney Spears, Gwyneth Paltrow, Winona Ryder und Paris Hilton zu Kabbala-Fans.


Adresse: http://www.n-tv.de/541095.html
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Rolling Stones kehren in die Hollywood Bowl zurück
23.06.2005

Los Angeles - Die Rolling Stones werden auf ihrer kommenden Welttournee auch in der legendären Hollywood Bowl auftreten - das erste Mal seit 1966.
Damals hatte die Band am 25. Juli, dem Vorabend zu Mick Jaggers 23. Geburtstag, gespielt. 39 Jahre später, 2005, ist das Konzert für den 6. November angesetzt. Die Tickets für die Show in der Bowl, die eine Kapazität von rund 18.000 Besuchern hat, kosten zwischen 63,50 und 454,50 Dollar. Ronnie Wood dürfte die Spielstätte übrigens noch ein wenig mehr in Erinnerung sein: Er trat dort im vergangenen Jahr während eines Konzerts von Rod Stewart auf.

Autor: ms
Adresse: http://www.musikmarkt.de/content/news/news_2.php3?bid=14577&th=14577
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Rolling-Stones-Ausstellung öffnet in Siegen
24.06.2005

Siegen - Die Geschichte der Rolling Stones wird ab 24. Juni im Kaufhof-Gebäude in Siegen dokumentiert. Mehr als 1000 Exponate aus der Sammlung des Ehepaares Maria und Wolfgang Thomas beleuchten die Entwicklung der 1962 gegründeten Band.
Ausgestellt werden unter anderem seltene Schallplatten, Konzertposter, Promo-Artikel, signierte Gitarren und Bücher. Zudem werden Dokumente der allgemeinen Zeitgeschichte präsentiert. Nach Angaben der Organisatoren handelt es sich bei der Schau um die größte ihrer Art in Europa.

Autor: ar
Adresse: http://www.musikmarkt.de/content/news/news_2.php3?bid=14583&th=14583
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Rolling Stones: Teuerste Tour der Rock-Geschichte
27.06.2005

Auch nach vierzig Jahren im Geschäft sind die Rolling Stones immer noch für Rekorde gut.
Lo Angeles (joga) - Heute beginnt in den Staaten der Vorverkauf für den Gig der Rolling Stones in der Hollywood Bowl in LA - und wieder einmal ist ein Rekord gebrochen. Mit einem Preis von 454.50 US-Dollar für die besten Plätze toppt Los Angeles die ohnehin schon hohen Ticketpreise in den anderen Venues der Stones-Tour 2005. Mit dem Geld erwirbt der Fan allerdings keine VIP-Lounge mit Fünf Sterne Menue, wie man meinen könnte, sondern lediglich einen von jenen Plätzen, die sich dadurch auszeichnen, dass man etwas sieht.
An fast allen Spielorten der US-Tour stehen vier Preiskategorien zur Verfügung, Tickets der billigsten Kategorie (Stehplatz, ganz hinten) kosten um die 60 Dollar, mittlere Plätze zwischen 100 und 160 Dollar. Wer hören UND sehen will, muss dagegen meist über 400 Dollar hinlegen, und wem das noch nicht luxuriös genug ist, der bucht gleich auf der Webseite der Rolling Stones das Hotel mit und legt für das Package mit zwei Übernachtungen knapp 2000 Dollar hin.
Die Stones selber rechtfertigen die hohen Eintrittspreise mit dem großen Aufwand, den sie betreiben. Auch werden wohl alle Shows binnen kürzester Zeit ausverkauft sein, allem Wucher zum Trotz. Und schließlich erheben die Stones mit ihrer Preispolitik auch den Anspruch darauf, immer noch die größte Rock'n'Roll-Band der Welt zu sein.
Immerhin versteht man nun etwas besser, wie die Rolling Stones zur bestverdienenden Band des Universums wurden, die allein in den vergangenen 16 Jahren angeblich 2.4 Milliarden Dollar einspielte.

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Gebellte Provokation - Vor 40 Jahren: Goldene Schallplatte in den USA für "Satisfaction"
19.07.05

Mit "(I can't get no) Satisfaction" ändert sich für die Rolling Stones alles. Zu Beginn ihrer großen Nordamerika-Tournee Anfang Mai 1965 hatten sie noch vor etlichen leeren Stühlen spielen müssen. Wenige Wochen später können sie sich aussuchen, ob sie in New York oder in Singapur spielen wollen. Keith Richards durchdringendes Gitarrenriff und Mick Jaggers provozierend bellender Gesang lassen das von Manager Andrew Oldham ausgeheckte Bad-Boy-Konzept voll aufgehen. "Satisfaction", die Bürgerschreck-Hymne, bringt Image und Realität zum Verschmelzen: Für die nächsten 40 Jahre bleiben Mick Jagger und die Rolling Stones unangefochten die bösen Jungs des Business

Der Song entsteht in einer unruhigen Nacht im Gulf Motel von Clearwater, Florida. Als Keith Richards das im Halbschlaf mit dem Kassettenrekorder aufgenommene Gitarren-Riff Mick Jagger vorspielt, fällt dem dazu eine Chuck-Berry-Textzeile ein: "I can't get no – satisfaction". Richards kann keine besondere Vorliebe für den Song entwickeln, aber Andrew Oldham jagt die Gruppe noch während der Tournee ins Tonstudio. Nach mehreren Sessions in Chicago wird der endgültige Stereo-Mix von "Satisfaction" am 11. Mai in Los Angeles eingespielt. Brian Jones, Gründer und bis dahin Kopf der Rolling Stones, spielt nicht mit. In den entscheidenen Wochen gerät der Exzess-versessene Drogen-Freak gegenüber Jagger und Richards "in eine Defensive, von der er sich nie mehr erholte", erinnert sich später Bassist Bill Wyman.

Wie zehn Jahre zuvor "Rock Around The Clock", trifft "Satisfaction" bei der Sixties-Jugend mitten in einen gärenden Gefühlscocktail aus Frustration und Rebellion . Am 10. Juli erobert der Song die Spitze der US-Charts, neun Tage später kassieren die Rolling Stones ihre erste Goldene Schallplatte in Amerika. Doch die Beziehungen der einzelnen Stones zu ihrem neuen Markenzeichen bleiben gespannt. Keith Richards war bis zuletzt gegen eine Plattenaufnahme und hasst den Song auch weiter. Brian Jones spielt aus Rache bei Konzerten statt "Satisfaction" die Melodie von "Poppeye, der Seemann". Auch Sexsymbol Mick Jagger reicht es bald. "Meinst du, ich will "I can't get no satisfaction" singen, bis ich vierzig bin?", gesteht er Ende 1965. "Meine Güte, lieber wär' ich tot."

© lwww.wdr.de
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WARTEZEIT BEENDET - Stones veröffentlichen neues Album
19.07.2005

Der Titel des neuen Studioalbums weckt bei vielen den Glauben, dass die Briten in ihren Texten lautstarke Kritik an US-Präsident Bush üben werden.
"Neo-Con", das ist nicht nur der Titel des neuen Albums der Rolling Stones; vorrangig steht die Abkürzung für den so genannten Neokonservatismus, eine politische Strömung, die seit der Amtsübernahme von George W. Bush die außenpolitischen Aktivitäten der Vereinigten Staaten prägt. Zu verstehen hat man darunter das rigide Ordnungsbestreben der amerikanischen Regierung, die zur Herstellung von Frieden auch vor militärischen Einsätzen nicht zurückschreckt.
So unmissverständlich der Titel des ersten Stones-Albums seit immerhin acht Jahren auch sein mag - die Band selbst hat zu den Mutmaßungen noch keine Stellung genommen. Alles, was bislang nach außen drang, ist die Nachricht, dass die Veröffentlichung der Platte für die erste Septemberhälfte geplant ist. Außerdem soll die erste Single "Oh no, not you again" heißen - eine Zeile, die so manch einer durchaus mit dem US-Präsidenten in Verbindung bringen könnte.
Marketing-Guerillas
Was auch immer die Stones zu sagen haben: Der neue Schachzug der Rocklegenden ist jedenfalls strategisch unschlagbar. Denn der Ticketverkauf für die vor zweieinhalb Monaten angekündigte Welttournee läuft auf Hochtouren. Und die Gerüchte um die inhaltliche Ausrichtung der Texte dürfte nun noch mehr Menschen dazu anregen, sich das Live-Ereignis nicht entgehen zu lassen.

© www.kino.de
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Erstes Stones-Album nach acht Jahren fast fertig
20.07.2005

Die Rolling Stones haben ihr neues Studio-Album nahezu fertiggestellt. Es werde auch eine Abrechnung mit US-Präsident Bush, so die Band.
Die Rolling Stones stehen offenbar kurz vor der Fertigstellung ihres neuen Albums. Das berichtet die Onlineausgabe des "NME". Bereits im Mai hatten die Stones eine Welttournee sowie ein neues Studioalbums angekündigt. Es wäre das erste seit "Bridges To Babylon", das vor acht Jahren erschien.
Die 18 neuen Stücke seien zwischen Winter 2004 und Frühjahr 2005 in Frankreich aufgenommen worden, so der Bericht. Und es werde politisch: Der Song "Neo-Con" sei eine Kritik an US-Präsident George W. Bush und seiner Regierung.
Als Erscheinungstermin des neuen Werkes sei der 5. September vorgesehen. Das neue Stück "Oh No, Not You Again" hatten die Stones bereits auf einem Konzert in New York im vergangenen Mai gespielt und könnte die erste Single des Albums werden.

© (N24.de, Netzeitung)
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Micks erstes Mädchen
24.07.2005

Wie wird man erwachsen, wenn der Vater ein Rockstar ist? Indem man eine eigene Familie hat. Jade Jagger, 33, bekam früh zwei Töchter, zog nach Ibiza und ist heute Chefdesignerin eines Luxus-Juweliers

Jade Jagger kommt "unplugged". So nennt man Musik, die keinen Strom, nichts Künstliches braucht. Genauso ist ihr Look. Jade Jaggers Locken wollen keinen Föhn, ihre Kleider keine Bügelfalten. Sie ist so etwas wie ein Wash-and-go-girl: natürlich schön. So auch an diesem Morgen im Atelier des Londoner Juweliers Garrard, dessen Chefdesignerin sie ist. In einem weißen, wehenden Kleid fährt sie vor, Spange im Haar, Flip-Flops an den nackten Füßen: die Rolling-Stone-Tochter.

Die "Erstgeborene!", wie sie betont. Sie hat sich verspätet. Macht ja nichts, die Queen ist auch nie pünktlich. "Hi" haucht ihr Mund, der Mund, eine kurze Begrüßung, bevor sich ihr Körper fürs Foto zurechtrekelt: auf einer Sofa-Armlehne! Was für ein Auftritt. Jade Jagger ist nicht sehr groß. Vielleicht sitzt sie darum gern etwas höher. Vielleicht sitzt sie aber auch deshalb so, weil Mädchen wie sie einfach immer alles anders machen. Die Frau ist eine Diva. Denkt man erst einmal.

Welt am Sonntag: Welche Ihrer angeblich vielen Attitüden nervt Sie eigentlich selbst am meisten?

Jade Jagger Ich bin schüchtern. Das wird mir häufig als Arroganz ausgelegt. Wenn ich etwa auf Partys stehe und keinen Menschen kenne, ist mir das unangenehm. Große Gruppen, fremde Menschen machen mich nervös.

Was machen Sie dagegen?

Jagger: Ich trinke Champagner: Das macht doof. Und dann ist man schüchtern und doof.

Beginnen wir mal nüchtern: Sie machen das, was viele Töchter aus gutem Hause machen. Schmuck. Nicht diese Halbedelsteinnummer. Sie fädeln keine Jadesteine auf, aber Sie haben diesen Kettentrend erfunden. Und das, was man heute weltweit "Boho" oder "Bohemien Chic" nennt. Nun läuft jeder so rum: Ärgert Sie das?

Jagger: Es ist nicht mehr wirklich mein Stil. Ich habe ihn auch nicht erfunden. Ich habe ihn gelebt. Aber ich bin da schon länger herausgewachsen. Ich mag es heute wieder eleganter.

Nur noch einmal, damit es auch jeder versteht: Was genau ist "Bohemien Hippie"?

Jagger: Das hat mit Reisen zu tun, den Beduinen, all den alten Stämmen, die umhergezogen sind. Überall, wo sie waren, haben sie Dinge gefunden und gesammelt, lauter kleine Schätze. Daraus sind wunderschöne Kollektionen entstanden. So gesehen bin ich heute auch etwas Boho. (Zeigt auf ihren Kroko-Gürtel): Das ist mein crazy Crocodile-Dundee-Gürtel aus Australien. Die Flip-Flops sind aus Japan. Das Kleid aus London, mein Knüpfarmband aus Korea.

Dann entsteht der Stil einfach, wenn man soviel reist wie Sie. Sie sind ja ein Hippie mit Geld, ein "Bomo" sozusagen. Ein "Bohemien Millionaire".

Jagger: Stil hat nichts mit Geld zu tun. Du mußt dich wohlfühlen in deinen Klamotten. Dann stehen sie dir auch. Wenn du keine Jeans magst, trag sie nicht. Wenn du auf hohen Absätzen nicht gehen kannst, laß die Dinger stehen. Alles andere wirkt albern.

Ich in Ihrem weißen Wickelgürtelkleid und mit Flip-Flops würde wirken wie gerade aufgestanden. Bei Ihnen hat es Stil. Wie lange grübeln Sie morgens über Ihr Outfit?

Jagger: Fünf Minuten. Ich zieh mich an, fertig. Ich schminke mich im Auto.

Der Jagger-Mund ist legendär. Muß man solche Lippen überhaupt noch schminken?

Jagger: Ich benutze immer ein Liquid von Mac, "Pussy Cat". Darauf hält jeder Lippenstift.

Überhaupt: Sie sehen aus wie ein gerade wachgeküßtes Milupa-Baby. Wie kriegt man solche Haut?

Jagger: Als Kind hatte ich Ekzeme. Heute schwöre ich auf die Produkte von Dr. Hauschka. Ich benutze viel Hautöl. Und Sonne ist gut. Schwimmen, frische Luft, Yoga. Und guter Sex!

Wie verführt denn eine Jagger? Was tragen Sie zum Beispiel nachts?

Jagger: Nichts.

Nicht mal einen Duft?

Jagger: Doch, ich rieche nach Crème de la Mer, meiner Gesichtscreme. Und nach Guerlain Mitsuoko, meinem Parfüm.

Wenn Sie einmal länger verreisen, was muß dann unbedingt in die Reisetasche?

Jagger: Blackberry und iPod.

Was laden Sie für den denn aus dem Netz herunter?

Jagger: Alles. Vom neuen Missy-Elliott-Album "Cookbook" bis zu den alten Money-Waters-Alben. Auch Stücke von den Stones, klar. "Hot Stuff" zum Beispiel.

Sie leben auf Ibiza, mit Wigwamzelten als Gästezimmern, in denen auch schon Kate Moss übernachtet hat. Über Ihrem Pool glitzert eine Discokugel. Dann ist da noch ein Tonstudio für Ihren Freund, den Musiker Dan Williams, es gibt fünf Hunde, 300 Paar Schuhe, Warhol an den Wänden und Rohkost im Kühlschrank ...

Jagger: ... und nicht zu vergessen: meine Töchter Assisi, 13, und Amber, 10. Sie sind der Grund, warum ich überhaupt auf der Insel lebe, wo sie so gesund und frei aufwachsen konnten. Jetzt suche ich ein Haus in London. Wir werden in die Stadt zurückziehen. In London gibt es einfach bessere Schulen.

Machen Ihnen die Anschläge in London keine Angst?

Jagger: Nein, wir alle leben heute mit dem ständigen Risiko von Terroranschlägen, deswegen ändere ich aber nicht mein Leben. Gut, ich fahre nicht U-Bahn, aber die war mir immer schon unangenehm. Im Grunde leben wir heute in einer der sichersten Zeiten. Okay, es gibt diese Momente. Gefahren. Aber vor 150 Jahren? Was für ein Mist-Leben war das!

Sie wirken sehr gelassen. Liegt es daran, daß Sie so früh, mit 20, Mutter geworden sind?

Jagger: Vielleicht. Ich habe mich damals toll gefühlt, jung, voller Energie. Wir, die Mädchen und ich, sind buchstäblich zusammen aufgewachsen. Meine Kinder haben mich erwachsen gemacht. Kinder sind das Beste, was uns Frauen passieren kann. Ich hätte gern mehr davon.

Hippie und Mutter sein - geht das?

Jagger: Bei uns zu Hause herrschen wenige, aber klare Regeln. Ich wünsche etwa, daß sich alle zu den Mahlzeiten gemeinsam an den Tisch setzen. Ich bin kein Hippie im Sinne von Verwahrlosung, ich mag freies Denken. Aber dazu gehört, daß man lernt, sich zu artikulieren, zuzuhören, sich eine Meinung zu bilden.

Ihr Vater war ja auch eher streng.

Jagger: Gleichzeitig hat er mir die Welt gezeigt. Ich war neun, als er mich nach Kaschmir und Ladakh mitnahm. Trekking im Himalaya und all das. Meiner katholischen Mutter habe ich fünf Jahre Klosterschule zu verdanken, zusammen mit 300 Mädchen!

Andere Kinder haben mit Fingerfarbe gemanscht, Sie haben mit Andy Warhol gemalt. Und ihm dafür Monopoly beigebracht. Da waren Sie vier und er 44.

Jagger: Und Steve Rubell nahm mich mit zum Plattenkaufen.

Der Besitzer des "Studio 54", New Yorks Disco-Tempel der 80er.

Jagger: Ja, ja. Und jetzt kommt wieder die Story, wie meine Mutter dort auf dem weißen Pferd hereingeritten kam. Manchmal kann man es nicht mehr hören.

Schämen Sie sich für Ihre Eltern?

Jagger: Es war leicht und schwer zugleich. Alle Menschen fragen mich immer wieder das gleiche. Als ob sich mein Leben nur um einen weißen Yves-Saint-Laurent-Hochzeitsanzug drehen würde. Dabei war ich, als meine Mutter heiratete, nicht mal geboren. Kein Kind ist besessen von seinen Eltern. Meine Eltern sind meine Eltern. Nicht mehr und nicht weniger. Aber es hat mir sicher gutgetan, daß ich irgendwann meine eigene Familie hatte. Wer weiß, was sonst aus mir geworden wäre?

Vielleicht ein Model wie Schwester Lizzy? Mit Stiefmutter Jerry Hall hatten Sie einmal ein Familientreffen auf Plakaten: Gemeinsam modelten Sie für H&M.

Jagger: Sie und ich haben für H&M gemodelt, aber nicht gemeinsam.

Wie ist es denn bei Jaggers: mit Mick Jagger, vier Frauen und sieben Kindern klarzukommen?

Jagger: Mein Vater ist sehr gut darin, die Familie zu vereinen. Weihnachten und Geburtstage verbringen wir zusammen. Mein Vater ist toll. Immer da, wenn man ihn braucht.

So wie damals, als Sie mit 16 vom Internat flogen, angeblich wegen Drogen?

Jagger: Weswegen auch immer. Ich glaube einfach, nach fünf Jahren hatten die genug von mir. Ich hielt mich eben an keine Regeln. Früher war ich sehr burschikos, hab mich geprügelt und so. Irgendwann habe aber auch ich begriffen, daß ich ein Mädchen bin und daß "Mädchensein" auch schön sein kann. So kam ich überhaupt auf meine Ketten. Ich dachte, da vorne muß man ein bißchen was ausfüllen. Ich mochte immer schon tiefe Ausschnitte.

Die Sie heute mit Diamanten für circa 60 000 Pfund dekorieren.

Jagger: Es geht nicht um den Geldwert. Schmuck beschützt. Und ist stark spirituell.

Einen Ehering tragen Sie aber nicht.

Jagger: Ich bin kein Heiratstyp. Zuviel Konvention für mich. Ich muß nicht das Gesetz in mein Liebesleben bringen.

Dafür könnten Sie vier Ringe im Ohr tragen.

Jagger: Meine ersten zwei Ohrlöcher habe ich mir als Teenager selbst gestochen. Da war ich gerade 13. Zuerst habe ich das Ohr mit Eis gekühlt. Dann eine Nadel heiß gemacht - und durch.

Sie waren eben schon früh versessen auf Schmuck. Wie Ihre deutsche Kollegin, die berühmte Schmuck-Designerin Jette Joop, die auch ein Haus auf Ibiza hat. Kennt man sich auf so einer kleinen Insel?

Jagger: Nie gehört den Namen.

Was macht Jade Jagger eigentlich, wenn sie keinen Schmuck entwirft, mit Ketten behängt auf Ibiza herumläuft oder auf Partys Champagner trinkt?

Jagger: Ganz ehrlich? Sie liegt am liebsten im Bett.

Das Gespräch führte Dagmar von Taube
Artikel erschienen am 24. Juli 2005

© WAMS.de 1995 - 2005
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Mit Joe Jagger durch Richmond

Neues Buch über die "Rolling Stones" / Borsteler Gerd Coordes als Co-Autor / Im Buchhandel
Von Markus Wienken

VERDEN"The Rolling Stones" - die Band ist Kult, sie ist Geschichte, doch die Geschichten über Mick Jagger & Co. gehen nicht aus. Mitverantwortlich dafür sind der Verdener Gerd Coordes und dessen "Stones-Freund" Olaf Boehme aus Bautzen. Ihr jüngstes Werk, 436 Seiten stark, dokumentiert die Gesamte Stones "Licks-World Tour 2002 / 03 - ein Muss für alle Stones-Fans.

40 Jahre Stones, da ist doch eigentlich alles gesagt und geschrieben. Doch wer Gerd Coordes und seinen Stones-Freunden zuhört, der merkt schnell, denen geht der Stoff niemals aus. Zur Neuerscheinung des Buches hatte der Borsteler "Musikfreak" zum Treffen eingeladen und die eingefleischten Fans fachsimpelten in lockerer Runde durch die Vergangenheit der Stones. Mit dabei eben auch Olaf Boehme, der gemeinsam mit Coordes das neue Buch in Druck brachte.

Boehme stammt aus Sachsen. Als er 1965 auf die Welt kam, spielten die Stones gerade "Satisfaction". Daran erinnern kann er sich nicht, doch irgendwie muss der Hit nicht ohne Einfluss geblieben sein. Mit 17 Jahren Verspätung hat Boehme angefangen, alles über die Stones aufzusaugen, was er in die Finger kriegte. "Schon vor der Wende und danach erst recht", lacht er. Und: "Der Nachholbedarf ist noch nicht gestillt." 2002 erhielt Boehme für seine Sammelleidenschaft einen Eintrag ins Guinness Book of Records - für die meisten Artikel über die Stones, die innerhalb von zehn Jahren gesammelt wurden.

Der Mann kam Gerd Coordes gerade recht. Der Borsteler ist seit 40 Jahren Stones-Fan. Kein Weg zu weit, um die Stones auf der Bühne zu erleben, ist er geprägt von einer unglaublichen Sammelleidenschaft. "Gerd war es dann auch, der den letzten Anstoß zu dem Buch gab", so Boehme. Der Spruch von Coordes: "Wir haben soviel im Archiv, das sieht doch keiner." Ob Leipzig, Paris oder London, national wie international sind in dem Werk sämtliche Konzerte mit allen Daten vertreten.

In Stones-Kreisen und darüber hinaus wird das "Geschichtsbuch" der Renner. Auch wenn viele "Stonies" die Geschichten kennen, ist doch nichts so schön, wie das Erlebte schwarz auf weiß nachlesen zu können. So geht es auch Manuela Brodowski aus Norderstedt, Jagger-Fan seit sie denken an. Auf dem Tripp zum London-Konzert der Stones im Jahre 2003 lernte sie Papa Joe Jagger kennen. Im Stadtteil Richmond lief ihr der Senior über den Weg und zeigte sich sehr gesprächig. "Joe war am Tag zuvor beim Konzert der Stones und tief beeindruckt angesichts der Menschenmassen und des Jubels um die Band", erfuhr Manuela Brodowski. Und: "Der 92-jährige war schon mächtig stolz." Kommentar von Joe Jagger: "What an orchestra, what an applaus."

Unzählige Geschichten rund um die Stones hat Michael Schmidt erlebt. "Schmiddel" aus Norderstedt zog sich die Band 46 Mal live rein. "Und es wird auch noch ein 47. Mal geben", ist er sich sicher. "Schmiddel" weiß alles über "die Band", kaum eine Platte, die er nicht sein eigen nennt. "Mittlerweile sind es 2900 Stück." Wo er etwas über die Stones in die Finger kriegt, lässt er nicht locker. In Borstel rückte er mit einem mexikanischen Werbeplakat für eine Stones-LP an, 1,35 mal zwei Meter groß. In Utrecht war er darauf gestoßen und hatte sofort an seinen Freund Gerd Coordes gedacht. "So was ist einmalig", betonte "Schmiddel" und wer in seine leuchtenden Augen blickte, der wusste, der Mann hat Recht.

Das Buch "The Rollings Stones - Fruit of the Loom Tour, Licks World Tour 2002 /  03 ist in jedem Buch handel erhältlich

© Verdener Aller-Zeitung
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Rolling Stones geben Titel für Album und Tour bekannt - "A Bigger Bang"
26.07.2005

Heute gaben die Rolling Stones in New York den Titel ihres neuen Studio-Albums bekannt, das am 05. September bei Virgin Records erscheinen wird. Es wird „A Bigger Bang“ heißen und insgesamt 16 neue Songs umfassen. Wieder einmal präsentieren die Rolling Stones auf „A Bigger Bang“ eine absolut großartige und breit gefächerte Range von herzergreifenden bis zu kraftvoll treibenden Rock- und Bluessongs. Mehr Spieldauer hat es seit dem 72er Album „Exile On Main Street“ nicht mehr gegeben. Mit dem neuen Album setzen Mick Jagger und Keith Richards ihre mittlerweile historisch zu nennende Songwriting-Partnerschaft fort. Im letzten Herbst begannen sie mit der Arbeit an den neuen Songs. Später im Studio stießen Charlie Watts und Ron Wood dazu. „A Bigger Bang“ ist das erste Studio-Album seit „Bridges To Babylon“ aus dem Jahre 1997. Während des Aufnahmeprozesses im letzten Jahr war die Band von Theorien der Entstehung des Universums fasziniert. Der Albumtitel „A Bigger Bang“ reflektiert diese Faszination.

Zentrale Stücke auf dem Album sind sicherlich die erste Single-Auskopplung „Streets Of Love“, „Back Of My Heart“, ein roher, erdiger Song im klassischen Rolling Stones Blues Stil oder der Rock-Gigant „Rough Justice“. Andere Schlüsselsongs des neuen Albums tragen Titel wie „It Won´t Take Long“, „Laugh, I Nearly Died“ und „Rain Fall Down“. Auf den Stücken „This Place Is Empty“und „Infamy“ übernimmt Keith Richards die Lead Vocals.

„A Bigger Bang“ wurde produziert von Don Was und The Gimmer Twins. Was co-produzierte bereits die Studio-Alben „Voodoo Lounge“ (1994) und „Bridges To Babylon“ (1997), sowie die neuen Songs auf der Greatest Hits Zusammenstellung „Forty Licks“ (2002). Ebenso wirkte Was beim Live Album „Stripped“ (1995) sowie bei der von Kritikern hoch gelobten Doppel-Live-CD „Live Licks“ aus dem vergangenen Jahr als Co-Produzent.

Ihre Welt-Tournee, die ebenfalls den Titel „A Bigger Bang“ tragen wird, starten die Rolling Stones am 21. August in Boston. Stationen der Tour sind unter anderem die USA, Mexiko, Süd-Amerika, Asien, Neu Seeland, Australien und im Sommer nächsten Jahres auch Europa.

© EMI Music Germany
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Sir Mick nicht immer angesehen
02.08.2005

Kürzlich veröffentlichte Polizeiakten aus dem Jahr 1969 zeichnen ein Bild von Mick Jagger als Rebellen, der mit dem „Abschaum der Gesellschaft“ verkehrte.
Damals hatten Drogenfahnder bei einer Razzia in seiner Londoner Wohnung Cannabis gefunden. Der Rockstar behauptete allerdings, einer der Beamten, Sergeant Robin Constable, hätte die Drogen bei ihm versteckt.
Scotland Yard leitete eine Untersuchung ein und befragte Bekannte Jaggers - vom Parlamentsmitglied bis zum Drogendealer. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass es keine einschlägigen Beweise gegen den „hart arbeitenden und kompetenten Polizeibeamten Constable“ gebe. Jagger indes wurde als „intelligenter junger Mann“ beschrieben, der zweifellos Kontakte zur Drogenszene gehabt habe.

URL: /engine.aspx/page/vol-article-detail-print-page/cn/vol-news-grabhera-20050802-043905/dc/tp:vol:leute

© Vorarlberg Online
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THE ROLLING STONES - Streets Of Love  VÖ: 22.08.05
02.08.2005

THE ROLLING STONES
Streets Of Love

Format: CD-Maxi
VÖ: 22.08.05


1. Streets Of Love
2. Streets Of Love
3. Rough Justice

Eines der bestgehüteten Geheimnisse der Rockmusik wurde am 22.07.05 gelüftet: der erste Song aus dem kommenden brandneuen Stones-Album ist seit heute im deutschen Radio zu hören!
Die lang erwartete Vorab-Single "Streets Of Love" aus der Feder Jagger/Richards feierte am 22.07.05 ihre Funk-Premiere in Deutschland.
Nach acht langen Jahren erscheint im Herbst 2005 das neue Studioalbum der größten Rock'n'Roll Band der Welt mit 12 brandneuen Tracks.
Aufgenommen wurde das Album seit Ende letzten Jahres in Frankreich unter der Regie von Star-Producer Don Was und The Glimmer Twins, gemischt wurde in den vergangenen Wochen in Los Angeles.
Derzeit befinden sich die Rolling Stones in Toronto, wo sie sich auf ihre am 21. August startende Welttournee vorbereiten.

© EMI Music Germany / Virgin
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Metallica als Vorband
03.08.2005

Mit Metallica haben die Rolling Stones einen dicken Fisch als Vorband an Land gezogen. Die Frage ist nur: wer lässt da wen alt aussehen?
San Francisco (joga) - Die US-Band Metallica, selbst schon fast eine Legende, wird zwei Shows für die Rolling Stones auf deren kommender Welttournee eröffnen. Die Heavy Metaller gaben gestern auf ihrer Webseite bekannt, dass sie für die Gigs am 13. und 15. November in San Francisco extra eine längere Auszeit unterbrechen: "Es war schon aufregend genug, mit Bands wie AC/DC, Deep Purple oder Iron Maiden aufzutreten - wie könnten wir da zu der wichtigsten aller Rockbands, die das alles in gewisser Hinsicht erst möglich gemacht hat, nein sagen?", freuen sich die Metaller auf ihrer Webseite.
Offenbar können die Rolling Stones sich ihre Supporter immer noch völlig frei aussuchen. Auch die weiteren Vorbands, darunter die Black Eyed Peas, Maroon 5, Pearl Jam, John The Tragically Hip, Joss Stone oder Beck, können sich immerhin sehen lassen. Die US-Tour der Stones beginnt am 21. August in Boston, im kommenden Jahr wollen die Urgesteine dann auch Europa besuchen.

© laut.de
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"A Bigger Bang" Song Liste
03.08.2005

  1. Rough Justice
  2. Let Me Down Slow
  3. It Won't Take Long
  4. Rain Fall Down
  5. Streets Of Love
  6. Back Of My Hand
  7. She Saw Me Coming
  8. Biggest Mistake
  9. This Place Is Empty
  10. Oh No, Not You Again
  11. Dangerous Beauty
  12. Laugh, I Nearly Died
  13. Sweet Neo Con
  14. Look What The Cat Dragged In
  15. Driving Too Fast
  16. Infamy

Bei iTunes wird es zusätzlich eine Video "Making of A Bigger Bang" geben.

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Neue Stones-Songs gehen vor Release online
04.08.2005

Los Angeles - Fünf Wochen vor dem offiziellen Release des neuen Rolling Stones-Albums, werden laut "yahoo.de" drei der neuen Tracks online erhältlich sein. Das neue Album "A Bigger Bang" ist für den 5. September angekündigt.
Nach Angaben der Band sei dies das erste Mal, dass ein so großer Act wie die Rolling Stones neue Songs auf diese Weise zugänglich machen. Die online verfügbaren Tracks sind: "Streets of Love", "Rough Justice" und "Back of My Hand". Die Band startet am 21. August ihre Tournee in den vereinigten Staaten.
Autor: Susanne Goldschmid

© WWW.musikmarkt.de
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"Mama Mick"
09.08.2005

New York - Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards hat die Rollenverteilung zwischen ihm und Mick Jagger mit einem Elternpaar verglichen. Wenn die Stones ein Mutter-Vater-Betrieb wären, wäre Mick Jagger die Mutter, sagte Richards. Jagger stehe schon am Morgen mit einem Tagesplan auf: „Wen er anrufen wird, was er essen wird, wo er hingeht.“ Er selbst sei ganz anders, sagte Keith Richards. „Ich wache auf, danke Gott und sorge dafür, daß die Telefone ausgestellt sind.“

© Berliner Morgenpost
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Präsident Bush «gesteinigt»
09.08.2005

NEW YORK – Die «Rolling Stones» sind gar nicht gut auf George W. Bush zu sprechen, wie einer ihrer neuen Songs beweist.

Am 6. September erscheint das heiss ersehnte «Rolling Stones»-Album «A Bigger Bang». Den grossen Knall gibt es allerdings bereits jetzt. Gemäss der «New York Post» ziehen Mick & Co. im Song «Sweet Neo Con.» gewaltig über US-Präsident Bush her.

«You call yourself a Christian, I call you a hypocrite / You call yourself a Patriot. Well, I think, you are full of sh**», singt darin Herr Jagger, oder zu Deutsch: «Du nennst dich selber einen Christen, ich nennen dich einen Heuchler / Du nennst dich selber einen Patrioten. Also, ich denke, du bist voller Schei**e.» Damit riskiert der «Stones»-Sänger selbst für ihn eine dicke Lippe, was ihn zumindest uns aber umso sympathischer macht.

Angst vor «Vergeltungsschlägen» hat Monsieur aber nicht, wie er dem Magazin «Newsweek» verriet – im Gegensatz zu Kollege Richards. «Ich denke, er macht sich ein wenig Sorgen, weil er in den Staaten lebt. Aber ich nicht.»

© Blick online
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Rolling Stones: Pre-Listening in der Stretchlimo
11.08.2005

Wenn die Rolling Stones zur Pre-Listening-Session laden, darf es ruhig ein bisschen mehr sein. In diesem Fall ein bisschen mehr Auto. In einer zehn Meter langen Stretch-Limo lauschte die Redaktion heute dem neuen Album "A Bigger Bang", das am 5. September erscheint.

Konstanz (alc) - München, Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz lauten die Ziele im süddeutschen Raum, die dieser Tage von einer strahlend weißen Stretch-Limousine angefahren werden. Heute morgen um zehn Uhr ließen sich denn auch die unkorrumpierbaren laut.de-Redakteure, wie es sich für gestandene Schreiberproleten gehört, in dem stilechten Zuhältermobil durch die Straßen von Konstanz kutschieren. Nach einem ausgiebigen Sicherheitscheck (Aufnahmegeräte und Mobiltelefone waren verboten) konnte die lustige Hörfahrt zu Ehren des neuen Rolling Stones-Albums beginnen. Das erste (natürlich unbestechliche) Urteil lautet: solide Stones-Platte mit ein wenig mehr Biss als ihre vorherigen Veröffentlichungen.

Sogar eine waschechte Blues-Nummer hat sich in die Trackliste geschmuggelt. Mick Jagger und seine Mannen kommen richtig cool rüber. Ebenfalls auf der Liste steht der umstrittene Song "Sweet Neo Con". Die offene Kritik an der Bush-Administration kommt mit barschen Worten daher. In US-Fankreisen wurde in den letzten Tagen heftig spekuliert, ob das hitzige Stück auf "A Bigger Bang" überhaupt zu hören sein wird, oder ob die Stones einen Rückzieher machen. Denn wie es sich für ein Land gehört, in dem demokratische Werte wie freie Meinungsäußerung eine große Rolle spielen, steht jetzt ein Vertrag mit der NFL auf der Kippe. Die Stones sollten ursprünglich die neue Football-Saison eröffnen, was momentan fraglich erscheint.

Derweil macht Mick Jagger schon einmal verbal einen Rückzug, indem er behauptet, "Sweet Neo Con" beziehe sich gar nicht auf die Person George Bush. Der Besatzung der Strech-Limo konnte das heute ziemlich egal sein. Nur ein Detail passte nicht so richtig ins Bild: der Champus fehlte.

© laut.de
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Rolling Stones: Geheim-Gig in Toronto vor dem Start der Welttournee
11.08.2005

Toronto (Kanada) - Überraschend spielten die Rolling Stones am 10. August einen Geheim-Gig in Toronto. Etwa 1100 Fans sahen den Auftritt von Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ron Wood im Phoenix Concert Theater in der kanadischen Stadt. Unter anderem spielten sie auch Songs vom neuen Album "A Bigger Bang", das am 6. September veröffentlicht werden soll.

Am 21. August starten die Rolling Stones eine neue Welttournee mit einem Auftritt im Bostoner Fenwick Park. Nach Auftritten in Nordamerika, Südamerika und Asien werden die Stones im Juni 2006 für einige Konzerte in Europa erwartet.

Autor: jk
© musikmarkt.de
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Stones haben doch nicht Bush im Visier
11.08.2005

Rolling-Stones-Chef Mick Jagger hat Vermutungen zurückgewiesen, einer der Titel des neuen Albums der Band richte sich gegen US-Präsident George W. Bush. "Er zielt eigentlich auf niemanden", sagte Jagger in der TV-Show "Extra".
Der Song "richtet sich nicht nicht persönlich gegen Präsident Bush. Er hiesse nicht 'Sweet Neo Con' wenn er es täte", präzisierte Jagger. Das Lied ist auf dem Album "A Bigger Bang" enthalten, das im September erscheinen soll.
Die Stones singen im Song u.a.: "Wie kommt's, dass du so falsch liegst? Mein süsser Neokonservativer, wohin ist das Geld verschwunden, ins Pentagon."

© news.search.ch
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Rolling Stones: Benzin, Heroin und Salz der Erde
13.08.2005

VON THOMAS KRAMAR

Sie sind schon wieder da. Und Mick Jagger profiliert sich mit einem Spottlied auf "Neo Cons".

Es fehle halt ein wenig an Metapho rik: Mit der ihm eigenen Noncha lance kommentierte der alte Keith Richards den Text seines Kompagnons Mick Jagger. Und tatsächlich: Subtil ist der Song "Sweet Neo Con" nicht, der - strategisch an die richtigen Medien gereicht - in den USA heftig diskutiert wird. Zu Charlie Watts' holzig holperndem Schlagzeug, ausgesprochen leger darüber gelegten Gitarren und einer leicht hysterischen Mundharmonika beginnt er mit den Zeilen "You call yourself a christian / I call you a hypocrite / You call yourself a patriot / I think you're full of . . ." Hier tut der Reim seine verdammte Pflicht, aber Jagger bleibt auch im Weiteren deutlich: "It's liberty for all / democracy's our style / unless you are against us / then it's prison without trial."

Dann beklagt Jagger nicht ohne Selbstironie die steigenden Benzinpreise ("Gasoline, I drink it every day"), höhnt ein wenig über geschürte Ängste ("Life's getting very scary") und ergänzt schließlich den Refrain ("How come you're so wrong, my sweet neo con?") mit einem Spruchband-kompatiblen Reim: "Where's the money gone? In the pentagon." Der bereits angestellte Vergleich mit "Masters of War" ist absurd: "Sweet Neo Con" ist gegen Bob Dylans raffiniert gesteigerte Anklage roh, wie improvisiert.

Jedenfalls richte sich der Text "nicht persönlich gegen Bush", erklärte Jagger in der TV-Sendung "Extra". Auf Fan-Homepages wundern sich indessen manche über Jaggers plötzliche politische Wut: "We thought Mick was an old Thatcherite", schreibt da einer. Nun, das ist gemein - auch wenn Jagger, 2002 von der Queen zum Ritter geschlagen, naturgemäß Interesse an geringen Steuern hat. Das rührende "Ruby Tuesday" (1967) kann indessen mit den Zeilen "She just can't be chained, to a life where nothing's gained and nothing's lost" im Rückblick ohne weiteres als wirtschaftsliberal gelesen werden. Und "Satisfaction" ist nur dann politisch, wenn man das Aufbegehren an sich als politisch sehen will; der Ausritt gegen die Werbeindustrie ist da nur eine Petitesse.

Berühmt wurde ein Interview 1970, in dem Mick Jagger im besten Dandy-Look, die Sonnenbrille im Mundwinkel, beschwor: "I am no marxist." Das Blöde an John Lennon sei, dass er nie Marx gelesen habe, hatte er, der Wirtschaft studiert hatte, ein wenig früher gesagt. Dass das überhaupt ein Thema war, lag vornehmlich am Song "Street Fighting Man" (1968): "Everywhere I hear the sound of marchin', chargin' feet, boy", rief Jagger da und beklagte im Refrain in typischer ironischer Brechung: "But what can a poor boy do, except to sing for a rock'n'roll band, 'cause in sleepy London town there's just no place for street fighting men."

Noch subtiler war im selben Jahr "Salt of the Earth", wo Jagger im Refrain das Glas auf die "hard working people" erhob, um in der Strophe mit fast erstickter Stimme zu gestehen, dass er diese eigentlich nur als "faceless crowd" wahrnimmt. Der Song endet im gespenstischen Party-Chor: Die Pop-Schickeria trinkt aufs Wohl des gemeinen Volkes. Auch nicht gerade politisch korrekt: "Sweet Black Angel" (1973), als Hommage an die US-Bürgerrechtskämpferin Angela Davies verstanden, die aber als als "pin-up girl" beschrieben wird. 1977 richtete Jagger dann seinen Sarkasmus frontal gegen sich selbst: "Nun sind wir von der Gesellschaft respektiert", heißt es da: "Wir sprechen mit dem Präsidenten über Heroin . . ."

Mit wenigen Ausnahmen - etwa "Undercover" (1983), mit Zeilen über Gefangene südamerikanischer Diktaturen - blieben die Rolling Stones in ihrer Spätzeit "unpolitisch". Dass Jagger sich nun so heftig äußert, entspringt wohl seiner ehrlichen Überzeugung, aber auch seiner alten Lust, zugleich aufrührerisch zu posieren und von möglichst vielen geliebt zu werden.

Dieses Begehren prägt auch die restliche Platte "A Bigger Bang": Jagger hat drei, vier Songs geschrieben, die als wirklich originelle Alterswerke gelten können, so die feine Ballade "Streets of Love". Oder "Laugh, I Nearly Died", in dem er als verlorener Sohn posiert, Schüchternheit so innig heuchelt, dass man ihm einfach glaubt. Oder das ätherische "Biggest Mistake", in dem er mit rührender Geste Fehler eingesteht. Aufgefüllt wird die Platte aber mit einer Legion archetypischer Spätphasen-Stones-Songs, die, bald trotzig, bald aufgeregt klingen, als ob man sie schon oft gehört hätte. Nicht schlecht, aber, sagen wir: ästhetisch weniger neo als konservativ. Immerhin, schon im Opener nennt sich Jagger einen "little rooster", kleinen Hahn. Ob Keith Richards mit dieser Metaphorik zufriedener ist?

© diepresse.com | Wien
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Schwarzenegger lädt Spender zu Rolling Stones-Konzert ein
13.08.2005

San Francisco - 40 Fans, die genug Geld locker machen, können Arnold Schwarzenegger zu einem Konzert der Rolling Stones begleiten. Wie der "San Francisco Chronicle" berichtete will der kalifornische Gouverneur auf diese Weise seine Wahlkampfkasse aufbessern.

Eine 10 000 Dollar-Spende sichert Spitzenplätze beim Auftaktkonzert der "Bigger Bang"-Tour der Stones am 21. August in Boston und Karten für einen Privatempfang mit den britischen Rockern, dem "Terminator"-Star und anderen illustren Gästen. Wer weitere 90 000 Dollar dazu zahlt darf außerdem in der Luxus-Suite Schwarzeneggers sitzen.


© mopo.de
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"Ich habe viel kaputtgemacht"
15. August 2005

Der Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards, 61, über sein unruhiges Leben, seinen strapazierfähigen Körper und die neue Platte der Band

SPIEGEL: Mr. Richards, Ende der Woche startet eine weitere Welttournee der Rolling Stones, Anfang September erscheint Ihre neue CD "A Bigger Bang". Wie lange halten Sie es zu Hause eigentlich aus ohne ein Programm Ihrer Band?

Richards: Das habe ich mich auch schon gefragt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es nirgendwo länger als drei Monate am Stück durchstehe. Dann werde ich immer nervös und muss weiter, auch im Urlaub. Ich bin eben ein Nomade, der seit seinem 19. Lebensjahr unterwegs ist. Mit den Stones bin ich geduldiger, da beginnt es erst ab sechs Monaten Leerlauf zu jucken. Das Schöne ist, dass dann auch ganz zuverlässig immer Mick anruft: Es juckt uns wohl immer zur selben Zeit.

SPIEGEL: Was sagt Mick dann?

Richards: Er ist immer sehr diplomatisch und zurückhaltend, fast schüchtern, und sagt in etwa: Falls wir uns entscheiden sollten, noch mal etwas Neues zu machen, könnte es von ihm aus durchaus losgehen. Ich antworte dann immer: "Hey Mick, ich habe auf deinen Anruf gewartet, ich bin bereit!" Und dann starten wir den Motor.

SPIEGEL:
In der Vergangenheit haben Sie sich ausgiebig mit Mick Jagger gezankt, ihn wegen seines vom britischen Königshaus verliehenen Ordens und seiner Soloplatten verhöhnt. Wie vertragen Sie sich zurzeit?

Richards: Es herrscht totale Harmonie. Das mag auch daran liegen, dass wir auf unsere alten Tage vielleicht doch noch milde und, ich mag es kaum sagen, erwachsen werden. Vielleicht entwickelt man aber auch einfach ein Gefühl für die Vergänglichkeit der Dinge. Letztes Jahr war Charlie Watts in Krebsbehandlung, und es war nicht klar, wie die Sache ausgehen würde.

Da sagte ich dann eines Tages zu Mick: "Vielleicht sind wir mal die letzten beiden Originale dieser Band." Man wird da schon nachdenklich. Aber zum Glück ist die Sache mit Charlie gut ausgegangen, und alles läuft wie gewohnt.

SPIEGEL: Sie und Mick Jagger haben die Arbeit am neuen Album trotzdem zu zweit begonnen. Waren die anderen beiden beleidigt?

Richards: Warum? Die hätten erst mal nichts zu tun gehabt. Wir mussten doch erst die Songs schreiben. Dafür machten wir zwei es uns in Micks sehr schönem Schloss im Loire-Tal bequem und tauschten Ideen für Lieder aus. Als der Rest der Gang dazukam, ging dann alles sehr schnell, die Platte war nach acht Wochen fertig. So rasant waren wir seit den sechziger Jahren nicht mehr.

SPIEGEL: Apropos sechziger Jahre: Stimmt es, dass Sie Ihren ersten Song schrieben, nachdem Sie Ihr damaliger Manager Andrew Loog Oldham in der Küche eingesperrt hatte?

Richards: Alles wahr. Die Rolling Stones hatten damals ein paar Hits gehabt, aber nur nachgespielte Lieder. So kam Andrew eines Abends und sagte, es sei an der Zeit, dass wir nun eigene Lieder aufnähmen. Das bringe mehr Geld und sei überhaupt interessanter. Mick und ich hielten das für einen Scherz. Wir spielen die Lieder, aber wir schreiben sie doch nicht, du Irrer, entgegneten wir. Andrew schob uns in die Küche, legte eine Gitarre auf den Tisch und verriegelte von draußen die Tür. Ich wollte sie eintreten, aber Mick sagte, die Reparatur sei zu teuer. Also pinkelten wir ins Waschbecken und hatten, als wir bei Sonnenaufgang rauskamen, "As Tears Go By" geschrieben.

SPIEGEL: Hat sich die Art, wie Sie und Mick Lieder schreiben, in den vergangenen 40 Jahren verändert?

Richards: In den Sechzigern saßen wir einfach in einem Raum und haben Ideen ausgetauscht. Aber zu Beginn der Siebziger, ungefähr zur Zeit von "Exile on Main Street", haben wir meist nur noch getrennt gearbeitet und unsere Lieder dann im Studio zusammengeschmissen. Denn wenn wir nicht gerade auf einer Bühne standen, waren ich und Mick immer an verschiedenen Orten, und bevor ich Lieder am Telefon schreibe, erschieße ich mich lieber. Eine radikale Veränderung ist nur, dass man heutzutage eigentlich kein Studio mehr benötigt. Wir haben einfach ein paar Computer auf den Wohnzimmertisch gestellt und losgelegt. Das war schon sehr lässig und besser als der ganze Hightech-Mist der letzten Jahre.

SPIEGEL: Die Musikerin Laurie Anderson hat gesagt, es sei ein Skandal, dass heute jeder Depp dank moderner und preiswerter Technik seine Hausmusik professionell aufnehmen könne. Was meinen Sie?

Richards:
Kann schon sein, dass heute mehr Irre als früher Platten machen, aber vielleicht sind darunter auch Supertalente, die sonst nie entdeckt würden. Das Problem mit der ganzen Technik ist doch allein, dass es in der Musikindustrie heute drunter und drüber geht. Zum Beispiel kauft doch kaum noch jemand in Plattenläden. Ich brenn mir mittlerweile auch meine CDs selbst.

SPIEGEL: Mit "Sweet Neo Con" - "Süßer Neo-Konservativer" - ist sogar ein explizit politischer Song auf dem Album, in dem George W. Bush indirekt "Heuchler" genannt wird und der darum in den USA schon Wirbel gemacht hat. Ist das Teil des späten Erwachsenwerdens?

Richards: Keine Ahnung, das ist auf Micks Mist gewachsen. Aber es gab bereits politische Songs der Stones in der Vergangenheit. Nehmen Sie "Street Fighting Man" oder "Sweet Black Angel". Mick war scharf darauf, "Sweet Neo Con" zu schreiben, ich weniger.

SPIEGEL: Warum?

Richards: Ich wiederhole, was ich Mick sagte: Politik ist eine spannende Angelegenheit, aber in Rock'n'Roll-Songs hat sie meiner Meinung nach nichts verloren - das passt nicht. Ich will nicht zu Parteiprogrammen oder so Gitarre spielen. Das ist öde. Aber es ist auch kein Tabu, und da es Mick wichtig war, habe ich mitgemacht, denn wir sind ein Team!

SPIEGEL: Wie stark haben sich die USA, wo Sie ja die meiste Zeit verbringen, in den letzten Jahren verändert?

Richards: Stimmt, das Richards-Hauptquartier ist in Connecticut. Ich war am 11. September also sozusagen um die Ecke. Meine Enkelkinder gingen beim World Trade Center zur Schule. Zum Glück sind das echte Richards, was in diesem Fall bedeutet, dass sie sehr zuverlässig total zu spät waren. Sie waren noch auf der Straße, als das erste Flugzeug kam, und sahen zu, wie es hereinkrachte. Mein Haus wurde in den Wochen danach zu einer Art Fünf-Sterne- Rock'n'Roll-Flüchtlingslager. Einige von Micks Kindern kamen, auch weil ihre Sachen alle verbrannt waren. Schlimme Zeit. Das alles hinterließ schon einen spürbaren Eindruck in der amerikanischen Psyche. Aber das Leben muss weitergehen: Schule, Arbeit, Hund ausführen. Man darf sich einfach nicht zu sehr beeindrucken lassen.

SPIEGEL: Wundern Sie sich auch mal, dass Ihr Körper nach über vier Jahrzehnten im Dienst der Rolling Stones noch mitspielt?

Richards: Ich bin natürlich sehr dankbar, dass mein Körper das alles mitgemacht hat. Aber ich denke darüber auch nicht so viel nach, wie manche Menschen annehmen. Mal abgesehen von meinem Heroinentzug hat mein Körper mich immer gut behandelt. Und ich habe ihn wirklich arg strapaziert und sehr viel kaputtgemacht: vier gebrochene Rippen, zwei lädierte Lungen, viele gebrochene Finger und Zehen. Aber ich habe einen echten Rock'n'Roll-Kampfkörper, deshalb heilt alles in Rekordzeit. Die Ärzte, die mich nach Verletzungen immer für eine Weile aus dem Verkehr ziehen wollen, staunen regelmäßig, wenn alles wirklich so schnell heilt, wie ich es voraussage. Es tut nicht mal mehr weh. Zuletzt habe ich mir in Nürnberg was gebrochen. Gilt das als Kriegsverletzung?

SPIEGEL: Angeblich lassen Sie sich regelmäßig in der Schweiz das Blut austauschen. Guter Scherz, oder ist da was dran?

Richards: Super Legende und genauso langlebig wie ich, aber Blödsinn. Die Geschichte geht so: Ich war auf dem Weg zu einem Heroinentzug in der Schweiz. Auf dem Flughafen von Heathrow traf ich ein paar Jungs, die mich fragten, wo die Reise hingeht. Ich sagte, in die Schweiz, mein Blut austauschen. Ein Scherz. Sie haben es offensichtlich nicht kapiert.

SPIEGEL: Ihre Körpersprache hat den Schauspieler Johnny Depp zu seiner Darstellung eines Piraten im Hollywood-Hit "Fluch der Karibik" inspiriert. Fühlten Sie sich geschmeichelt?

Richards: Johnny ist ein guter Kumpel. Die Stiefel, die ich trage, gehören eigentlich ihm, wir haben exakt dieselbe Schuhgröße. Er hat mir auch schon oft erzählt, wie toll er meine Körpersprache findet (steht auf und geht wankend durch das Zimmer). Er hat das ziemlich gut hinbekommen. Neulich besuchte er mich mit einem Satz Disney-Piratenkostüme. Wir verkleideten uns einen Nachmittag lang und hatten einen Höllenspaß. Das eine meiner Enkelkinder denkt jetzt, ich sei hauptberuflich Pirat.

SPIEGEL: Sind Sie eigentlich immer noch bewaffnet wie früher?

Richards: (greift sich in den Schritt und zieht ein enormes Messer heraus) Sehr handlich, sehr kühl und aus Stahl. Aber heute benutze ich es nur noch, damit meine Hose nicht runterrutscht.

SPIEGEL: Stimmt es, dass Sie in der Fortsetzung von "Fluch der Karibik" Johnny Depps Vater spielen werden?

Richards: Das ist so geplant und könnte auch klappen, aber es hängt alles davon ab, wie die Dreharbeiten sich mit unserem Tourplan vertragen.

SPIEGEL: Sie bereiten sich hier in Toronto gerade auf Ihre Welttournee vor. Auf der Stones-Website fordern Sie Fans auf, Songwünsche zu übermitteln. Erinnern Sie sich eigentlich an jede Nummer, die Sie geschrieben haben?

Richards: Mein Kopf nicht, aber meine Finger. Die sind immer etwas schneller als mein Körper, und ich danke ihnen nach jedem Konzert!

INTERVIEW: CHRISTOPH DALLACH
 
URL: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,369584,00.html

© DER SPIEGEL 33/2005
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Jerry Hall findet Mick Jagger immer noch sexy
16.08.2005

London - Jerry Hall (49) war ganz aufgeregt, als sie kürzlich ihren Ex-Mann Sir Mick Jagger (62) wiedertraf. Der Grund dafür war ein äußerlicher: "Als ich Mick das erste Mal traf, trug er Jeans und ein enges, geripptes T-Shirt. Auf diesen Look bin ich völlig abgefahren. Niemand sieht in Jeans besser aus als er", zitiert das britische Boulevardblatt "The Sun" die blonde Schönheit. In den 1970er Jahren hatten Hall und Jagger eine Beziehung begonnen. "In den Achtzigern begann Mick dann, schlecht geschnittene Tweed-Anzüge und große, orangefarbene Hemden zu tragen", führte Hall weiter aus. Sie sei froh, dass er inzwischen zu den engen Hosen zurück gefunden habe.

© stimme.de
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Die pure Essenz
19.08.2005


Am Sonntag beginnt in Boston die neue Welttournee der Rolling Stones. Auch sie wird wohl nicht die letzte sein

Marcus Lucas

BERLIN, 19. August. "Jetzt fangen sie wieder an, unser Gesamtalter auszurechnen", amüsierte sich Sir Michael Phillip Jagger vor wenigen Tagen in der "USA Today". "Eine mathematische Leistung, die nicht viele bewerkstelligen."

Endlich ist sie wieder gekommen, die Zeit der Rock 'n' Rollstuhl-Witze, deren Erzähler die körperliche Anstrengung eines Jagger-Auftritts keine zehn Minuten überstehen würden - oder mit den Worten des 62-jährigen Sängers: "Ich mach' mal deine Show, David Letterman, und du machst mal meine." Und natürlich auch die Zeit der Fragen nach dem letzten Mal, die doch erst ein Totenschein mit dem Namen Jagger, Richards oder Watts darauf beantworten wird.

Die Frage nach dem Warum

Und genauso oft wird wieder nach dem Warum des ganzen Unternehmens "Rolling Stones-Tournee" gefragt. Dazu der 61-jährige Keith Richards: "Warum nicht? Wir sind eine großartige Band, und wir lieben es zu spielen. Wenn es so viele Menschen gibt, die uns hören wollen, wo ist dann das Problem? Ich habe jedenfalls vor, noch sehr viel älter zu werden und noch sehr viele Falten zu bekommen."

Und so beginnt am Sonntagabend im Bostoner Baseballstadion Fenway Park eine Band im 44. Jahr ihres Bestehens nicht ihre letzte, sondern einfach eine weitere Tournee. "The Rolling Stones on Stage" heißt sie völlig unspektakulär und wird doch wieder die größte Konzertreihe in der Geschichte der Menschheit werden. Mindestens.

Trotz Preisen zwischen 90 und 400 Dollar sind die bisher im Handel erhältlichen Karten zu 98 Prozent verkauft. Bis Februar 2006 werden die Stones Nordamerika durchmessen, begleitet von 70 Trucks allein für die Bühne, und wie schon bei der "Licks"-Tour vor drei Jahren abwechselnd in Stadien, Hallen und Clubs spielen. Ohne größere Unterbrechungen geht es im Frühjahr weiter in Südamerika, Australien und Asien, bevor dann ab Mai die Europatournee beginnt, deren Termine im Laufe der kommenden Wochen bekannt gegeben werden. Übrigens hat noch immer niemand das in Fanclubs kursierende Gerücht dementiert, die Stones würden bei der WM-Eröffnungsfeier am 9. Juni in Berlin auftreten.

Sportlich-kooperativ geben sie sich jedenfalls neuerdings: Soeben wurde ein Deal mit dem US-Fernsehsender ABC bekannt, wonach in den Spielpausen der Football-Übertragungen die Stones-Tournee beworben wird. Kritik an dem Marketingmanöver bügelte Jagger ab: "Es ist Kapitalismus. Es ist Amerika. Es ist 2005." Auch Keith Richards könnte das kaum weniger interessieren: "Ich halte es nicht für irgendeine Art von Höhepunkt in meiner Karriere."

Ein später und umso frappierenderer Höhepunkt in Richards' Karriere ist dagegen die neue Stones-Single "Rough Justice", eine brachiale Rock 'n' Roll-Offenbarung, die auch den Gitarrenkompagnon Ronnie Wood, 58, endlich wieder in Hochform zeigt. Ab Montag in den USA erhältlich und ein Vorgeschmack auf das ebenso exquisite Album "A Bigger Bang", das am 5. September veröffentlicht wird und nahezu ein Dutzend solcher Höhepunkte hat. In Europa wird allerdings am Montag die Single "Streets Of Love" erscheinen, eine eher belanglose Ballade, leider.

Das englische Musikmagazin Uncut hat das Stones-Album "A Bigger Bang" bereits als "ihr organischstes seit Jahrzehnten" bezeichnet. Tatsächlich konzentrieren sich die 16 Songs mit zwei, drei Ausnahmen wieder auf die pure Essenz der Rolling-Stones-Magie: Zwei Gitarren, Drums, Bass, Gesang, hin und wieder noch ein Boogie-Woogie-Klavier dazu, fertig ist die Kiste. Ähnlich schnörkellos soll es auf der Bühne klingen.

Bei drei Aufnahmen bestand die Band gar nur aus ihren Gründungsmitgliedern Jagger, Richards und Charlie Watts, 64, der seine Kehlkopfkrebsbehandlung mittlerweile komplett überstanden hat. Eines dieser Lieder ist das inzwischen schon zu einiger Berühmtheit gelangte "Sweet Neo-Con" - eine saftige Beleidigung an die Adresse von US-Präsident George W. Bush mit Textzeilen wie "Du nennst dich Patriot, für mich bist du voller Scheiße". Alles nicht so persönlich gemeint, versuchte Mick Jagger inzwischen abzuschwächen.

Im Konzert sollte man auf diesen Song nicht warten. Zumindest ein Besucher am Premierenabend wird darüber sehr erleichtert sein: Arnold Schwarzenegger. Der kalifornische Gouverneur zeigte auch ein Herz für verzweifelte Stones-Fans, die kein Ticket mehr abbekamen. Ein paar Glückliche von ihnen dürfen das Konzert in Schwarzeneggers eigener Loge verfolgen. Allerdings müssen sie dafür 100 000 Dollar auf den Tisch legen.

© Berliner Zeitung
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Rolling Stones planen Auftritte in Australien
19.08.2005

New York - Die Rolling Stones planen im Rahmen ihrer Welttournee auch Auftritte in Australien. Wie das Brachenmagazin "Pollstar" meldet, wollen die US-Rocker im April 2006 einige Gigs Down Under spielen.
Am 21. August startet die Welttournee der Rolling Stones im Fenwick Park in Boston. Danach stehen weitere Shows in Nordamerika, Südamerika und Asien an, bevor die Stones im Juni 2006 für einige Konzerte in Europa erwartet werden.(www.musikmarkt.de berichtete)


Autor: jk
© Musikmarkt.de
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Rolling Stones heizten Fans bei Welttournee-Auftakt ein
22.08.2005

Boston (dpa) - Ihre Hits sind zu Klassikern geworden, doch den Rolling Stones selbst ist von Alter wenig anzumerken. Zum Auftakt ihrer neuen Welttournee "A Bigger Bang" am Sonntagabend (Ortszeit) in Boston rissen Mick Jagger (62), Keith Richards (61), Charlie Watts (64) und Ron Wood (58) die Fans noch genauso mit wie vor 40 Jahren.

"Ja, die Stones schaffen's noch", begeisterte sich die "New York Times" nach dem Konzert vor 36 000 Zuschauern. Jaggers Stimme, sein berühmtes Stolzieren und Wirbeln, Watts unbezwingbarer Beat und die Improvisationen von Richards und Wood hätten an Frische und Intensität nichts eingebüßt, schrieben auch andere US-Medien.

Drei Jahre nach ihrer "Forty Licks"-Tournee rund um den Globus und zwei Wochen vor dem Verkaufsstart des neuen Albums "A Bigger Bang" sind die Altrocker wieder auf Achse. Außer in Nordamerika wollen die Stones in Brasilien, Puerto Rico, Chile, Argentinien, Mexiko, Japan, England, Irland, Israel, Schweden, Portugal und Deutschland auftreten. Im Berliner Olympiastadion werden sie nach vorläufigen Informationen im Juni erwartet, und im Juli sollen bis zu 75 000 Fans im Münchner Olympiastadion in den Genuss eines Stones-Konzerts kommen.

Wer beim Ticketkauf Pech hat oder sich vom Preis der Karten abschrecken lässt - in Boston bis zu 450 Dollar (368 Euro) -, kann sich nach Meinung von Kritikern auf das Album freuen. "A Bigger Bang" bietet mit 16 Tracks nicht nur mehr als alle Studioalben von Jagger und Co. seit "Exile on Main Street" (1972) mit seinen 18 Songs. Es enthält auch bewegende Balladen wie "Streets of Love", in dem Jagger einer durch Untreue verlorenen Liebe nachtrauert, und mehrere überraschend politische Songs.

In "Sweet Neo Con", einem Hieb gegen den Irakkrieg und sicher auch US-Präsident George W. Bush, obwohl Jagger eigenen Worten nach "Bush nicht persönlich" treffen wollte, heißt es: "You call yourself a Christian, I think you are a hypocrite" (Du nennst Dich einen Christen, aber für mich bist du ein Heuchler) und fragt dann "How come you're so wrong" (Wie kann es nur sein, dass Du so schief liegst).

Ihr Konzert im ausverkauften Fenway-Park-Stadion eröffneten die Stones mit dem Hit "Start Me Up". Zwar verzichteten sie auf "Sweet Neo Con", stellten aber das weniger umstrittene Stück "Rough Justice" von ihrem neuen Album vor. Neben einigen ihrer berühmtesten Nummern, "Satisfaction", "You Can't Always Get What You Want" und "Sympathy For The Devil" wählten die Stones weniger bekannte Songs wie "She's So Cold" von dem Album "Emotional Rescue" und "The Worst" von "Voodoo Lounge". "Honky Tonk Woman" klang beim Konzert in Boston mehr wie Blues als je zuvor, urteilten Kritiker anschließend. Und Richards Folge-Solo war "fast pure Country-Musik".

Der prominente Stones-Fan Arnold Schwarzenegger wurde von Jagger mit einem Witz begrüßt. Der Gouverneur von Kalifornien habe vor dem Stadion T-Shirts und Karten verkauft, frotzelte der Altrocker. Schwarzenegger hatte zuvor Schlagzeilen gemacht, weil er seinen Konzertbesuch mit einem Spendenaufruf verknüpfte, um damit seine Wahlkampfkasse aufzufüllen. Im Gegenzug für 10 000 Dollar (etwa 8200 Euro) konnten finanzkräftige Spender den Politiker zur Show und zu einem Empfang mit den britischen Rockern begleiten.

Auf einer der größten Bühnen der Rockgeschichte mit Besuchertribünen an beiden Seiten, die den Blick auf die Bühne "wie bei einer Oper" von oben freigaben, präsentierten die Rolling Stones ihre Show. Für den Transport der 100 Meter breiten und 30 Meter hohen Konstruktion waren 70 Lastwagen und 265 Helfer im Einsatz.

© Frankfurter Rundschau online 2005
© dpa - Deutsche Presseagentur 2005
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The Rolling Stones verteidigen Song
20.08.2005

Nachdem es bereits letzte Woche Kontroversen über einen Song vom kommenden Album der Rolling Stones gab, folgen nun Konsequenzen:
Weil Jagger in dem Song "Sweet Neo-Con" George W. Bush als "full of shit" bezeichnete, drohen der amerikanische Fußball-Verband NFL und der Sender ABC einen hochdotierten Vertrag mit der Band platzen zu lassen!
Jagger liess jetzt verlauten, dass das gar kein persönlicher Angriff gegen die Person Bushs sei, sondern "nur" gegen seine Regierung.
Gitarrist Keith Richards hatte von Anfang an zwar Bedenken, gibt sich jetzt aber lakonisch:
"Solange die Fans sich nicht abhalten lassen, das Album zu kaufen..."

Autor: Uraniumstaub
©
whiskey-soda.de
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Bill Wyman's Rhythm Kings
20.08.2005

25. September, 19 Uhr, Braunschweig, Jolly Joker

"Um die Rolling Stones zu verlassen, muss man entweder sterben, wie Brian Jones, oder rausgeworfen werden, wie Mick Taylor", sagte Keith Richards Anfang der 90er Jahre und dementierte damit Gerüchte über den Abgang von Bill Wyman. "Den Bassisten kann man immer ersetzen", erwiderte dieser lakonisch und beendete 1992 nach 31 Jahren tatsächlich seine Mitgliedschaft bei der wohl berühmtesten noch existierenden Rockband der Welt.
Statt sich mit seinen Millionen zur Ruhe zu setzen und Cocktails zu schlürfen, machte Bill Wyman weiter Musik, mit seiner Band, den Rhythm Kings. Die bestehen aus so hochkarätigen Musikern wie Albert Lee, Graham Broad, oder Nick Pain, um nur ein paar zu nennen. Die schon etwas in die Jahre gekommenen Herren treffen sich ein paar mal im Jahr, um einfach miteinander Musik zu machen
"Ich war nicht daran interessiert, kommerzielle Musik zu spielen, und entschied, zu unseren frühen traditionellen Wurzeln zurückzukehren", erklärt Wyman. Das Ergebnis ist die Interpretation vieler bekannter und unbekannter Stücke aus Jazz, Swing und Blues von den 20er bis zu den 70er Jahren, unter denen auch einige eigens komponierte Lieder ihren Platz finden.
Bill Wyman's Rhythm Kings spielen am Sonntag, dem 25. September um 19 Uhr im Jolly Joker in Braunschweig.
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, bei der Ticket-Hotline 0531/ 34 63 72 und im Internet.

© Braunschweiger Zeitungsverlag 2005
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Stones-Gitarrist spricht über seinen Kampf gegen den Alkohol
21.08.2005

Hamburg (dpa) - Der Gitarrist Ron Wood, der mit den Rolling Stones an diesem Sonntag eine Welttournee startet, hat Probleme mit dem Alkohol eingeräumt. Das sagte Wood In einem Interview mit «Bild am Sonntag».

Auf die Frage, wie wie lange er es ohne Alkohol aushält, antwortete Wood: «Immer nur tageweise, jeder Tag aufs Neue ist ein Kampf - aber am Ende gibst du das Kämpfen auf, irgendwann kannst du dich nur noch ergeben. Ich habe den Kampf gegen den Alkohol verloren, denn diese Sucht ist so viel stärker als ich. Deshalb habe ich ein starkes Team um mich, das auf mich aufpasst».

Dagegen hat er seinen Zigarettenkonsum halbiert. Früher habe er etwa zwei Schachteln geraucht, jetzt komme er mit einer klar. «Ich habe erste Symptome eines Lungen-Emphysems, einer Art Lungenaufblähung. Wenn man daran erkrankt, kriegt man nur noch schwer Luft. Ich muss das Beste daraus machen. Aber es ist schon merkwürdig: Der eine Arzt sagt, ich solle lieber eine rauchen als trinken, der andere meint genau das Gegenteil...»

© dpa
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Wahlkampfsong - Mick Jagger sauer auf "Angie"
22.08.2005

Wären wir gefragt worden, "hätten wir Nein gesagt." Mit deutlichen Worten hat ein Sprecher der Rolling Stones auf die Verwendung des Songs "Angie" im CDU-Wahlkampf reagiert.

Wirbel um die Verwendung des Rolling-Stones-Songs "Angie" im CDU-Wahlkampf: Das Management der Band äußerte nach einem Bericht des britischen Blattes "The Observer" Befremden über die Nutzung des Songs bei Wahlkampfauftritten von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Diese hatte den Song bei mehreren Veranstaltungen - unter anderem auf Rügen, in Dresden und in Chemnitz - gespielt. Man sei erstaunt, dass die Partei sich keine Erlaubnis für die Verwendung des Songs besorgt habe, zitiert die britische Zeitung am Sonntag den Sprecher der Band.

Wenn man darum gebeten worden wäre, "hätten wir Nein gesagt", fügte er hinzu. Die CDU verwies unterdessen auf einen Vertrag mit der GEMA. Über sie habe man sich versichert, dass alles in Ordnung sei, zitierte das Blatt einen Sprecher. Bei der Pressestelle der CDU in Berlin war bis zum Montagnachmittag keine Stellungnahme zu erreichen. Die GEMA ist nach eigenen Angaben für die Vergabe der Rechte in dem speziellen Fall aber gar nicht zuständig. Dies falle unter das Urheberpersönlichkeitsrecht und müsse mit dem Inhaber der Rechte in Deutschland - dem Essex-Musikvertrieb - abgeklärt werden, erklärte eine Sprecherin am Montag.

"Die CDU wird Post bekommen"
Bei der TJ Musikservice GmbH, die die Rechte von Essex in Deutschland vertritt, hat sich die CDU vor Nutzung des Liedes allerdings nicht gemeldet, wie Jens Ehlers von dem Hamburger Musikverlag erklärte. Man sei aber bereits mit der Partei in Verbindung. Offensichtlich habe diese nicht gewusst, dass die Verwendung des Songs nicht über den Vertrag mit der GEMA abgedeckt sei.

Was für Folgen die unerlaubte Nutzung des Liedes für die CDU hat, ist bislang noch unklar. Ehlers wollte sich nicht dazu äußern, wie genau der Verlag reagieren wird - und ob der Partei möglicherweise Geld-Nachforderungen ins Haus stehen. Die CDU werde aber bald Post von Essex bekommen, kündigte er an.

© dpa
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Auftakt der Rolling-Stones-Welttournee
22.08.2005

"Rock ist eine sehr konservative Musik"

Mit dem Hit-Song "Start Me Up" haben die Rolling Stones ihre Welttournee in Boston eröffnet. Über 30.000 Fans - von Tennager bis zu potenziellen Großeltern - jubelten den Altrockern im ausverkauften Fenway-Park-Stadion zu. "Man rostet doch ein bisschen ein", verriet Mick Jagger im ARD-Exklusivinterview.

Von Carsten Scmiester, ARD-Hörfunkkorrespondent in Washington

Teenager und Leute, die ihre Großeltern sein könnten - waren gemeinsam im Fenway-Park-Stadion von Boston zum Auftakt der Rolling Stones Welttournee. Prominentester Fan war Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der das Konzert in einer Luxusloge verfolgte und nicht, wie Mick Jagger noch gefrozzelt hatte, als T-Shirt-Verkäufer Geld für eine politische Kampagne sammelte. Die "Stones" waren eben richtig gut drauf, spielten bis halb Elf in der Nacht alte Klassiker und auch ’was vom neuen Album "A Bigger Bang". Nach Meinung vieler Fans haben sie einen Klassestart ihrer Welttour hinlegt.

"Also ich bin jünger als die Stones und hätte schon jetzt keine Lust mehr, aber wenn die glauben, noch immer auf Tour gehen zu können, dann ist das doch Klasse!", meint eine Besucherin. Keine Frage, die Stones haben noch Lust - nicht nur auf eine neue Tour, auf den "bigger bang", den angeblich ja bisher größten Knall und damit auch auf wenigstens ein bisschen Krawall.

Jagger: Ist doch alles nur Rock´n Roll

Den gab es hier in den vergangenen Tagen, als man Mick Jagger vorwarf, mit dem neuen Song "Sweet Neo-Con" Präsident Bush direkt anzugreifen. Eine der Zeilen im Text: Du nennst Dich einen Patrioten, aber ich denke, Du bist nur ein Eimer voll - das sagen wir jetzt nicht, das ist zu unappetitlich! Jagger mußte zurückrudern.

"Ist doch alles im Grunde nur Rock’n Roll, und den mag ich nun einmal", erklärte Jagger - genau wie der Stones-Frontmann angeblich auch Leute mag, die George Bush gewählt haben, verriet er jedenfalls dem Nachrichtensender CNN. "Sweet Neo-Con richte sich nicht gegen den Präsidenten, wohl aber gegen die Politik, die einige in seiner Regierung machen - es geht um, sagen wir, Auseinandersetzungen mit einigen meiner republikanischen Freunde".

Tickets für knapp 2000 Dollar

Die werden es wohl überleben, und den "Stones" hat das "Neo-Con"-Skandälchen noch mehr Publicity gebracht, dabei haben die das doch eigentlich nicht mehr nötig. Beispiel Tourticket - für das Auftaktkonzert in Boston waren die zum Schluß nur auf dem Schwarzmarkt für wahnsinnige knapp 2.000 Dollar zu haben - sowas nennt man dann wohl einen gelungenen Start.

Die vier "Stones" sind in ihrem Element und da waren sie auch schon vor Boston - nach einem allerdings erst einmal offenbar nicht ganz so runden Überraschungsgig in Toronto, verriet Mick Jagger im ARD-Exklusivinterview. "Das hat schon Spaß gemacht, aber man rostet doch ein bisschen ein über die Jahre, reagiert nicht mehr schnell genug aufs Publikum. Wir haben "Get Up, Stand Up", von Bob Marley gespielt und die Leute wollten immer weiter mitsingen. Naja, ich hab’s am Ende gemerkt - und schon wußte ich wieder, wie es geht."

Die Leute wollen nicht zuviel Neues

"Rock ist eine sehr konservative Musik, die Leute lieben sie und sind nicht so begeistert, wenn sie zuviel neue Stücke hören", sagte der Sänger. "Wir werden mit dreien oder so von der neuen CD anfangen und später in Europa mehr davon spielen." Jagger ist also vorsichtig mit zuviel Neuem, aber andererseits gerade darauf auch richtig stolz.

"Rough Justice" ist eines der Stücke auf der neuen CD der "Stones", mit dem sie speziell amerikanische Rock-Radiosender begeistern wollen - und deren Hörer natürlich, für die es nach wie vor nichts besseres gibt als Jagger und Co.

"Wir sehen jede Tour als Ereignis. Beim letzten Mal hatten wir allerdings nicht wirklich neue Songs. Doch diesmal haben wir sie, wir sind voller Energie, haben noch immer etwas zu sagen. Und die Leute kommen, weil unsere Gigs immer Ereignisse waren - wir haben da viel Glück gehabt", meint der Frontmann.

Zum Auftakt denkt keiner ans Aufhören

Fragt sich nur, wie lange wollen die "Stones" das Glück eigentlich noch herausfordern - ist nicht irgendwann einmal Zeit, aufzuhören. Vielleicht, wenn der "bigger Bang" verhallt ist?

Jagger sagt weder "Ja" noch "Nein" - nur soviel - zu Beginn einer Welttournee denkt keiner ans Aufhören. "Alles ist möglich, aber diese Tour dauert 18 Monate, ich weiß nicht, was während dieser Zeit und erst Recht nicht, was danach passiert."

Noch mehr Songs, soll es geben, noch mehr Touren, hofft ein Fan, die "Stones" müssen einfach weitermachen: "Viele Leute meinen, die Stones sind zu alt und bringen es nicht mehr. Ich sehe das anders: Sie sind zäh und noch immer da - das beweist doch, wie gut sie sind."

© tagesschau.de
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Und ewig kreisen Mick Jaggers Hüften
23.08.2005

Von Bob Salsberg

Das Fenway-Park-Stadion in Boston ist für den Baseball ungefähr das, was die Rolling Stones für den Rock 'n' Roll sind: ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das bei den Fans Emotionen weckt. An diesem passenden Ort legten die Rolling Stones am Sonntag einen furiosen Auftakt ihrer Welttournee hin, für die so mancher tief in die Tasche griff. Bis zu 400 Dollar (330 Euro) zahlten Fans, um die legendäre Band zu erleben.

Mit dem Klassiker "Start Me Up" legten die Stones auf der riesigen Bühne des Stadions los. Im Mittelpunkt des Konzerts stand aber ihr neues Album "A Bigger Bang" - ihr erstes Studioalbum seit acht Jahren, das am 6. September in den USA in den Handel kommen soll und mit 16 Titeln das längste Studio-Album der Rocker nach "Exile on Main Street" aus dem Jahr 1972 ist. Und es machte ihnen sichtlich Spaß: "Es ist großartig, wieder in Boston zu sein", rief Mick Jagger der Menge zu, die sich an dem heißen Sommerabend versammelt hatte, um ihren Rock-Idolen zu huldigen.

Und furios ging es weiter: Nach "You Got Me Rocking," vom 1993er "Voodoo-Lounge"-Album spielten die Stone auch einige ihrer älteren Stücke: "Shattered" vom 1978er Album "Some Girls", "Tumblin' Dice" von "Exile on Main Street", gefolgt von "Rough Justice" aus dem neuen Album. "Sweet Neo-Con" - ein kritischer Song, der ganz offensichtlich auf die Bush-Regierung gemünzt ist, ohne diese mit einem einzigen Wort zu erwähnen - spielte die Band hingegen nicht.

Frontmann Mick Jagger zeigte sich in Topform: Der 62-Jährige ließ die Hüften kreisen, rannte von einem Ende der Bühne zur anderen und klatschte mit erhobenen Händen - als ob ihm das Alter nichts anhaben könne. Und auch der 61-jährige Keith Richards lief bei seinen vielen Gitarren-Riffs immer wieder zu Hochform auf. Schlagzeuger Charlie Watts und Gitarrist Ron Wood standen den beiden in der rund zweistündigen Show in nichts nach. Insgesamt brachte die Band 22 Songs zu Gehör.

Zuweilen wirkten die Stones auf der riesigen Bühne verloren, doch das wurde in der Mitte des Konzerts behoben, als ein hydraulisch bewegbarer Teil der Bühne die Band 15 Meter ins Publikum hineinfuhr. Und hier, näher am Publikum legten die Stones dann richtig los: Auf "Beast of Burden" folgte "Some Girls", "Oh No, Not You Again" von "A Bigger Bang" sowie Klassiker wie "Honky Tonk Woman" und ein erstaunlich frisch klingendes "Satisfaction", das die Menge mit Jubelstürmen quittierte.

Auch "Jumpin' Jack Flash", "Brown Sugar" und ein von einem Feuerspektakel begleitetes "Sympathy for the Devil" fehlten beim Auftaktprogramm des Stones nicht. Mit der Zugabe "You Can't Always Get What You Want", bei dem das Publikum mit "but if you try sometimes, you get what you need" in den Refrain einstimmte, fand das Konzert einen würdigen Abschluss.

Am Dienstag spielen die Stones noch einmal in Boston, bevor sie ihre Tour fortsetzen, die sie bei 42 Auftritten in 37 Städte führen soll. Im kommenden Jahr können sich dann auch die Fans in Europa, Südamerika und Asien auf die legendären Rocker freuen.

© stimme.de
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Stones-Tour beginnt mit Golden Oldies
22.08.2005

Vor 30.000 Zuschauern hat im Bostoner Fenway Park die neue Welttournee der Rolling Stones begonnen. In dem Baseballstadion begannen die Stones ihr Konzern schon fast routinemäßig mit dem Klassiker "You start me up". Neben Songs vom aktuellen Album "A Bigger Bang" glänzte die Band vor allem mit Klassikern wie "Brown Sugar" oder "Sympathy for the Devil". "Sweet Neo Con", der Anti-Bush-Song, mit dem die Band zuletzt angeeckt war, fehlte allerdings auf der Setliste.

Zum insgesamt 31. Mal gibt sich die Band um Mick Jagger und Keith Richards live die Ehre - und strebt dabei wie üblich nach Größe: 70 LKW sind allein zum Transport der Bühne notwendig, die eine der größten der Rock-Geschichte ist, 265 Helfer werden für den Aufbau benötigt. 300.000 Tonnen ist die Konstruktion schwer, fast 100 Meter breit und 30 Meter hoch.

Nach 30 Konzerten in den USA stehen Südamerika, Australien, Asien und im nächsten Sommer auch Europa auf dem Programm - und das, obwohl bis auf Gitarrist Ron Wood inzwischen alle Stones die 60 überschritten haben. "Wenn man kreative Energie hat, spielt das Alter keine Rolle", kommentierte Mick Jagger.

Überlagert wurde der Tourstart vom Alkohol-Bekenntnis des Band-Benjamins Ron Wood: Den Kampf gegen das Trinken habe er verloren, sagte der Gitarrist der "Bild am Sonntag", "diese Sucht ist so viel stärker als ich." Bis heute könne er nur tageweise ohne Alkohol auskommen, "meine Therapeuten kommen mit auf Tour, um mich zu unterstützen."

"Jeder Tag aufs Neue ist ein Kampf - aber am Ende gibst du das Kämpfen auf, irgendwann kannst Du Dich nur noch ergeben." Immerhin, seinen Zigarettenkonsum konnte Wood nach eigenen Angaben von zwei auf eine Schachtel am Tag reduzieren. Er begründete das damit, dass bei ihm bereits erste Symptome eines Lungen-Emphysems, einer Aufblähung, festgestellt wurden.

© N24.de, Netzeitung
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Die ganz normale Paranoia
22.08.2005

Die Rolling Stones melden sich zurück. Im September wird das erste Studio-Album seit acht Jahren veröffentlicht. Die Single "Streets Of Love" gibt es bereits seit Anfang August. Zumindest bei iTunes. Neues Studiomaterial gab es allerdings zuletzt vor nicht einmal drei Jahren. Im Rahmen der "Forty Licks" gab es 2002 immerhin drei neue Lieder der Stones zu hören. Noch wird die Platte streng gehütet. Selbst die erste Pressevorführung des Albums wurde nicht, wie sonst üblich, in einem Studio oder einem Presseraum durchgeführt, sondern in einer langen Stretchlimo. Als Vorsichtsmaßnahme. Alle anwesenden Redakteure wurden zusätzlich vor dem Einsteigen durchsucht und mussten alles abgeben, womit man auch nur einige Sekunden der Musik aufnehmen könnte. Zu hoch ist die Gefahr, dass das Album noch vor der Veröffentlichung im Internet landen könnte.

Zumindest die erste Single kann man nun aber selbst als Normalsterblicher im Laden kaufen. "Streets Of Love" gehört eher zu den etwas ruhigeren Songs der Stones, was zumindest in sofern überraschend ist, da die Gruppe für die erste Single eines neuen Albums sonst meist eine mitreißende Rock-Nummer wählte. Nichtsdestotrotz klingt „Streets Of Love" von Anfang bis Ende wie ein typisches Rolling Stones Stück. Auf die ruhigen Strophen folgt ein Refrain, den man nach einmaligem Hören schon einigermaßen mitsingen kann. Aber dem Lied fehlt der kleine Kick, der es zum großen Hit machen würde. Ein zweites „Satisfaction" erwartet natürlich niemand mehr von den Rock-Dinos, aber zumindest ein zweites „Anybody Seen My Baby?" wäre schön gewesen.
Das „A Bigger Bang" zum Hit wird, steht natürlich außer Frage. Allein die Tatsache, dass es ein neues Studio-Album der Rolling Stones ist, reicht aus, um es zu einem solchen zu machen. Aber es wird außerdem das erste Studio-Album der Stones seit „Emotional Rescue", dass keine rockende Hit-Single voraus schickt. Und das ist immerhin schon ganze 25 Jahre her.
„Streets Of Love" ist eine schöne Rock-Ballade. Um das Comeback so richtig zu starten, wäre eine echte Rock-Nummer allerdings deutlich besser gewesen. So kann man aber zumindest gespannt sein, was „A Bigger Bang" zu bieten haben wird. Wenn man dem Pressesprecher von Virgin glauben schenken darf, wird das Album mit einige harten und kraftvolle Rock-Nummern aufwarten. Ab August gehen die Stones mit ihrem Album dann auf Tournee. Die nächste Tour, nachdem sie bereits etwa 10 endgültige Abschiedstourneen absolviert haben. Aber wer könnte sich schon ernsthaft wünschen, dass man die Stones nie wieder live erleben darf?

© musicbeat.de
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Harte Riffs für Bush und den Teufel
23.08.2005

Zum Auftakt ihrer Welttournee in Boston toben die betagten Rolling Stones wie einst – und haben zum ersten Mal eine klare politische Botschaft.


Von Reymer Klüver

Boston, 22. August – Gerade als Bass und Schlagzeug mal wieder auf Teufel komm ’raus wummern und der Sänger wie gestochen über die Bühne fegt und alles im Rotlicht glüht, da geht der Mann an der Gitarre zu Boden, ein Bein so unnatürlich abgespreizt, als wäre es gebrochen, und beginnt, das schwarze Instrument an die Brust gezogen, einfach zu spielen: das alte Solo, Ton für Ton.

Versunken, die Augen geschlossen, als kauerte er gerade nicht vor 40.000 Menschen, sondern wie vor langer, langer Zeit, irgendwo zwischen den Verstärkern im Studio, da er die Töne zum ersten Mal aus der Gitarre herausquälte. Klirrend schrill, als schnitten die Saiten durch Glas, so verletzend scharf, als könnten sie die Haut aufritzen. Ein Solo für den Teufel.

Es ist ein anrührender Moment, als Keith Richards, der Gitarrist, am Sonntagabend zum Auftakt der neuen Welttournee der Rolling Stones im Bostoner Fenway Park Baseballstadion „Sympathy for the Devil“ spielt – mit eben genau dem Solo, wie er es vor bald vierzig Jahren ersonnen hat.

Als wäre die Zeit, die so furchterregende Schluchten in sein Gesicht geschlagen hat, nicht vergangen. Als könne er so jung und unbekümmert sein wie damals.

Gegen die Zeit

Doch natürlich ist es ganz anders. In Wahrheit spielen die Rolling Stones gegen die Zeit an, gegen die Gesetze der Biologie. Der Rock ’n’ Roll bleibt ewig jung, sie aber nicht. Charlie Watts, der Drummer, hat gerade eine Krebsbehandlung überstanden. Es ist, als müssten sie nun noch einmal, ein letztes, oder vielleicht auch nur ein vorletztes Mal beweisen, dass sie schon immer die härteste Rockband aller Zeiten und Altersklassen waren, es noch sind und es vor allem immer bleiben werden.

Hier in Boston ist es so, und so wird es sein bei allen 35 Konzerten in den USA und bei den Auftritten im Rest der Welt im kommenden Jahr.

Der sympathische Herr mit den grauen Haaren, eben Charlie Watts, der Gruppenälteste, treibt die anderen vor ihm auf der Bühne mit einem derart harten Beat an, als lägen nicht mehr als vier Jahrzehnte zwischen den Zeiten in den verrauchten Londoner Bluesclubs und diesem Auftritt in Bostons ehrwürdiger Baseballarena.

Bobby Keys, dem Saxophonisten, ist in den 35 Jahren, da er das Solo in Brown Sugar bläst, die Luft nicht dünner geworden. Und das Gitarristenduo Keith Richards und Ron Wood stolpert wie eh und je über die Bühne und durch die Songs – es fällt lediglich auf, dass Wood, mit 58 Jahren der Junior der Band, die Zigarette nicht mehr ständig im Mundwinkel glühen lässt.

Und natürlich ist da überall und vor allem Mick Jagger. Er springt und kaspert und kajolt über die Bühne, als wäre er 30 Jahre jünger. Unglaublich fit muss dieser Mann von inzwischen 62 Jahren sein. Die Aufnahmen von Tourneen in alten Zeiten, die hin und wieder (anstelle einer gewaltigen roten Zunge) auf die gigantische Videowand hinter der Bühne geworfen werden, unterstreichen diesen Eindruck noch: Es gibt keinen Unterschied zwischen dem jungen, lasziven Mann von damals und dem Derwisch von Fenway Park.

Das rote Hemd, das Jagger in der zweiten Hälfte der Show trägt, ist so geknöpft, dass die Bühnenventilatoren den Stoff weit empor blasen und immer wieder den Blick freigeben auf seinen Waschbrettbauch.

Angeblich ist dies die 31. Welttournee der Rolling Stones, und es wird sicherlich Kenner geben, die das nachgezählt haben für die vergangenen 43 Jahre, da die Band unter diesem Namen spielt. Sie seien die bei weitem erfolgreichste Tourneegruppe in der Geschichte der Menschheit, hat Ray Waddell, der Chefredakteur des amerikanischen Fachblattes Billboard, kürzlich zu Protokoll gegeben; es dürfte ihm da niemand widersprechen. Seit 1989 soll die Band 1,125 Milliarden Dollar allein bei ihren Auftritten rund um den Globus verdient haben.

Auch diesmal sind alle Konzerte zumindest in den USA praktisch schon ausverkauft. Der Schwarzhandel im Internet floriert. Für die Auftritte im berühmten Hollywood Bowl Anfang November beispielsweise sind Karten für 3300 Dollar das Stück im Angebot. Werbung ist da nicht wirklich mehr nötig.

Aber Klappern gehört zum Handwerk und Krach machen zum Rock ’n’ Roll. Und so haben die alten Herren, rechtzeitig zum Tourneeauftakt und zum Erscheinen ihrer neuen CD Anfang September, es doch geschafft, so etwas wie eine Kontroverse anzuzetteln. Sie haben eine politische Botschaft. Das ist neu für sie.

Damals, als sie jung waren und die anderen jungen Leute revoltierend auf die Straße gingen, machten sie die Musik dazu, Mick Jagger feierte den Street Fighting Man. Was sie damit jedoch meinten, wusste keiner so ganz genau. Es war eigentlich auch egal. Und ein paar Jahre später haben sie von „Pat and Dick in ol‘ DC“, also vom US-Präsidenten Richard Nixon und seiner Frau Patricia gesungen, die sie nicht so toll fanden, dafür aber die schwarze Bürgerrechtlerin Angela Davis, der sie ein ganzes Lied widmeten.

So richtig politisch engagiert allerdings, wie beispielsweise Jaggers damalige Frau Bianca es seit Jahren ist, waren sie nie.

Aber jetzt haben sie Partei ergriffen, eindeutig. Sie singen wider die „Neo-Cons“, gegen die Neo-Konservativen in Washington, die Freiheit und Demokratie nach ihrer Façon über die Welt bringen würden, und wer gegen sie sei, komme ins Gefängnis ohne Gerichtsverfahren. „How come you’re so wrong, my sweet neo con“, hat Mick Jagger gedichtet. Keith Richards, dem Partner beim Songschreiben, war es fast zu viel.

Richards wohnt im amerikanischen Bundesstaat Connecticut. Und man weiß ja nie. Aber schließlich habe er zu Jagger gesagt: „Wenn es dir so wichtig ist, stehe ich hinter dir, Kumpel.“ So wird der Gitarrenmann jedenfalls in der Boulevardzeitung Boston Herald zitiert, zweifellos auf diesem Gebiet ebenfalls ein Fachblatt.

Doch im Fenway Park warten die Fans vergeblich auf diese Fanfare zum Tourneeauftakt. Das könnte daran gelegen haben, dass Botschaft und Geschäft ein wenig aneinander geraten sind. Womit Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger zu tun hat, bekanntlich auf seine Art auch ein alter Rock ’n’ Roller.

Schwarzenegger hatte vom Hauptsponsor der Stones-Tournee in den USA, der Hypothekenbank Ameriquest, in alter Verbundenheit drei Dutzend Karten für beste Plätze beim Weltauftaktkonzert bekommen. Und weil er für den Wahlkampf bis November ohnehin noch 25 Millionen Dollar zusammenbekommen will, hat der Gouverneur die Tickets extra angeboten: 10.000 Dollar für einen Empfang mit ihm vor dem Konzert und für einen Sitzplatz ziemlich weit vorne, 100.000 Dollar für den Empfang und einen Sitz in seiner eigenen Loge.

It’s only Rock ’n’ Roll

Das hat Schwarzenegger nichts als Ärger gebracht: Die „Foundation for Taxpayers and Consumer Rights“, eine Art kalifornischer Steuerzahlerbund, hat ihn angezeigt, weil der überteuerte Weiterverkauf von Karten in Massachusetts verboten ist.

Schwarzeneggers republikanischer Kollege in Boston, Gouverneur Mitt Romney, ist eingeschnappt, weil die Sammelaktion nicht mit ihm abgestimmt war. Und die Stones sind es offenbar auch. Sehr geehrt seien sie, sagt Jagger zwischen zwei Nummern, dass ein Fan aus Kalifornien angereist sei, um Karten zu überhöhten Preisen zu verkaufen.

Aber das ist es denn auch mit der Politik. Gegen Ende des Konzerts, nach all den alten Krachern, nach Honky Tonk Woman und Satisfaction, nach Brown Sugar und Jumpin‘ Jack Flash, nach insgesamt zwei Stunden und fünf Minuten spielen sie zum Schluss und wohl nicht ganz absichtslos den Titel, der wie ein Motto über diesem Abend und über all ihre Jahre im Geschäft liegen könnte: It’s only Rock ’n’ Roll. Aber sie mögen es.

© sueddeutsche.de
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Die Stones auf Tour - und im Streit mit Angela Merkel
23.08.2005

Boston/Berlin - Die Rolling Stones sind wieder auf Welttournee. In Deutschland allerdings wird die Nachricht von einem Streit mit der CDU überschattet. Ein Sprecher der Stones kritisierte, daß die CDU im Wahlkampf den Stones-Hit "Angie" einsetzte. "Wir sind überrascht, daß uns niemand um Erlaubnis gefragt hat", teilte das Stones-Management dem britischen "Observer" mit. "Wenn das jemand getan hätte, hätten wir nein gesagt." Die CDU hatte "Angie" bei einem Auftritt von Kanzlerkandidatin Angela Merkel in Dresden gespielt. Ein CDU-Sprecher versicherte: "Wir haben bei der Gema angefragt. Unser Verhalten war korrekt." Hätten sich Parteivertreter den Text vorher genauer angehört, wäre ihre Entscheidung wohl anders ausgefallen. Denn dort heißt es: "Angie, Angie, ist es nicht Zeit, daß wir goodbye sagen? Ohne Liebe in unseren Seelen und ohne Geld in unseren Mänteln - du kannst nicht sagen, daß wir zufrieden sind."

Zufrieden hingegen waren die Fans beim Tourauftakt am Sonntag abend in Boston. Mit "Start Me Up" begannen die Stones, mit "Brown Sugar", "You Can't Always Get What You Want" und "Only Rock 'n' Roll" ging die Show zwei Stunden später zu Ende. 30 000 Fans jubelten. "Die Stones können es immer noch", kommentierte die "New York Times". DW

© welt.de
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Der Palast macht Revolution
23.08.2005

Für das neue Album "A Bigger Bang" hat sich Wirtschaftsexperte Jagger mit "Sweet Neo Con" etwas Besonderes einfallen lassen

Wien – Aufregung ist in diesem Geschäft die halbe Miete. Und Mick Jagger und sein Beraterstab, für den man während des letzten Tourstopps 2003 in Wien ein ganzes Stockwerk im Hotel Imperial anmietete, weil der Chef morgens gern in frischen Kontoauszügen badet, wird sich etwas dabei gedacht haben, als er sich jetzt mit dem Song Sweet Neo Con laut allgemeinem Mediengetöse "erstmals" klar politisch deklarierte.

Strategisch genial ließ Jagger drei Wochen vor der jetzt in Boston gestarteten jüngsten Welttournee der Stones, die sie nächstes Jahr auch nach Österreich führen soll, bei "exklusiv" für die Presse anberaumten "Listening Sessions" für ihr am 5. September kommendes neues Album diesen beinharten Protestsong besonders hervorheben. Vor allem US-Medien reagierten ganz nach Plan aufgewühlt.

"You call yourself a Christian, I call you a hypocrite. You call yourself a patriot, well I think you're full of shit..." Zwar werde hier laut Beteuerung Jaggers bei einer im Übrigen nicht wahnsinnig aufregenden Rock-Reggae- Nummer mit etwas faulem Betriebstempo und einem nicht nur vom Reim her gequälten Refrain George W. Bush nicht direkt angegriffen: "How come you're so wrong, my sweet neo con?! Where's the money gone? In the Pentagon!"

Sehr wohl aber gehe es hier gegen die in Washington sitzenden Neo-Konservativen im Allgemeinen, gegen eine derzeitige Macht, die sich die Welt mit Bigotterie und als Kampf gegen den Terror getarnten Angriffskriegen untertan machen wollen und in Folge nur Freiheit und Demokratie in der Ferne wie zu Hause einschränken: "It's liberty for all, democracy is our style. Unless you are against us, then it's prison without trial."

Mick Jagger hat also beschlossen, "politisch" zu werden. Und alle ziehen mit. Möglicherweise dient dieses Manöver allerdings tatsächlich nicht nur dazu, Karten für die wie immer bald ausverkauften Konzerte dieser aktuellen 31. Welttournee zu verkaufen. Wahrscheinlich steckt nicht einmal ausschließlich ein Bemühen hinter diesem Song, damit das aktuelle CD-Produkt A Bigger Bang kräftig zu bewerben, immerhin das erste Studioalbum der Band seit Bridges Of Babylon aus 1997. Die jeweils neuesten Studioalben verkauften sich während der letzten zwei Jahrzehnte nämlich mitunter sehr bescheiden...

Abwehrkampf

Während Keith Richards als gütiger alter und mehr am eigenen Über-die-Runden- als am menschlichen Fortkommen interessierter Haderlump wie eh und je aus seiner Telecaster unsaubere Riffs mit erheblichem Klirrfaktor reißt, führt Mick Jagger als einstiger gesellschaftlicher Reformer offenbar tatsächlich einen Abwehrkampf. Hier wird nach all den Jahren selbstzufriedener Behäbigkeit mit dem Schwerpunkt auf dem Problem, dass man zwar ohne Frauen nicht leben wolle, mit ihnen aber schon gar nicht leben könne, gegen eine Gegenreformation gewütet.

Immerhin ist ja Mick Jagger nicht erst seit heute dezidiert politisch bewegt. Einst in den 60er-Jahren sorgte er mit drei Thesen (Sex! Drogen! Rock'n'Roll!) als Kulturrevolutionär mit ausschweifender Liedkunst und dazugehörigem Lebensstil dafür, dass der braune Nachkriegsmief mit sexueller Befreiung, Pille auf Krankenschein, Gummi aus dem Wirtshausautomaten oder auch, ja, klar, Studentenrevolte erheblich durchgelüftet wurde. Danach war nichts mehr, wie es war. Und damit alles anders bleibt, ist Sweet Neo Con Mick Jagger trotz aller textlichen Hingerotztheit und offenbar auch trotz aller bandinternen Widerstände ein wirkliches Anliegen. Zwischen den anderen Titeln der neuen CD bleibt das Lied allerdings ein Fremdkörper.

Wie schon angedeutet, bleibt das Songwriterteam Jagger/Richards sonst seinem Kernbereich verbunden, dem heute oft schon rührenden, waidwunden Röhren alter Männer, die wegen jüngerer Frauen aber auch nur mehr Stress haben. Edles Gejammer in schlank gehaltenen Balladen wie etwa im schönen Biggest Mistake.

Auch Streets Of Love, eine bewusst mit billigem Pathos aufgeladene Feuerzeugballade, der 70er-Jahre-Funk-Disco-Klopfer Rain Fall Down, der bolzende Südstaatenrocker Rough Justice oder die anlassige Bettballade Let Me Down Slow ("You're looking so hardcore!") oder Laugh, I Nearly Died zeigen, dass Jagger dem Tier in sich schon noch immer Auslauf lässt. Herrlich auch die in Clarksdale, Mississippi, der Heimat von John Lee Hooker sicher für Lacher sorgende, stampfende Boogie-Variation Back Of My Hand. So beseelt fotzgehobelt und so überzogen "Uh, yeah!" gebrüllt hat Jagger seit Jahren nicht.

Auch Richards darf zwei Mal am Mikro leiden: This Place Is Empty, Infamy. Nun gut.

Apropos Politik: Der deutschen CDU wurde gerade vom Management der Rolling Stones untersagt, ihren alten Hadern Angie bei Wahlkampfauftritten von Angela Merkel einzusetzen. "With no loving in our souls and no money in our coats, you can't say we're satisfied..." Und: "I hate that sadness in your eyes!" Angesichts der offenbar mangelnden Englischkenntnisse in Merkels Team eine gute Entscheidung der Stones. 

© derStandard.at
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Fan beim Tourauftakt der Rolling Stones verletzt
23.08.2005

Beim gestrigen Startschuß zur neuen Welttournee der Rolling Stones in Boston wurde eine Frau schwer verletzt, nachdem sie fast 12 Meter auf ein Gerüst einer Absperrung geklettert war, um dort eine bessere Sicht zu haben, den Halt verlor und herunterstürzte.

Die 20jährige Frau brach sich zum Glück "nur" Knöchel und das Handgelenk. Sie wurde sofort in das nahegelegene Krankenhaus gebracht und ihr Zustand sei mittlerweile stabil.

© whiskey-soda.de
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Keith Richards' Leber und Madonnas Nabel
24.08.2005

Die Leber von Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards sei so haltbar, dass, "wenn Richards schließlich stirbt, die Außenwand der Raumfähren mit seinem Lebergewebe verkleidet werden kann", sagt Marc Spitz vom US-Magazin "Spin". Deshalb belege das Organ in der Liste der "unglaublichsten" Körperteile von prominenten Rock- und Popmusikern Platz zwei. Unangreifbar an der Spitze stehe allerdings der Bauchnabel von Madonna.

Der habe sie schließlich zuerst als Provokateurin des Mainstreams erscheinen lassen, so Spitz über eine Zeit, als bauchfrei noch etwas Besonderes war. Platz drei der ungewöhnlichen Liste belegt der häufig rasierte Schädel von R.E.M.-Sänger Michael Stipe. Dessen Haarlinie sei "weder zu hoch - wie die von Moby, noch zu tief" - wie die von Sinead O'Connor.

Ebenfalls Erwähnung fanden das Becken von Elvis Presley, die Zunge von Kiss-Frontmann Gene Simmons, die Beine von Tina Turner, die breite Brust von Rapper 50 Cent, das gut erhaltene Hinterteil von Bruce Springsteen und - das "beste Stück" von Mötley-Crüe-Drummer Tommy Lee.

© N24.de, Netzeitung
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Stones wieder auf Tournee
24.08.2005

Die "Rolling Stones" wurden beim Auftakt ihrer Welttournee in Boston umjubelt. Die Alt-Rocker Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ron Wood sollen auch in Wien Station machen, der genaue Termin steht noch nicht fest.

© wienerzeitung.at
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Hauskrach wegen Jaggers "kleinem Mick"
26.08.2005

Mick Jagger gilt als einer vitalsten Liebhaber der Musikszene, jedenfalls bis zu den Bemerkungen, die Bandkollege Keith Richards jüngst über den Stones-Sänger fallen ließ. "Große Hoden. Kleiner Schwanz. Fragt Marianne Faithfull", soll der Gitarrist über Jagger zu einer britischen Zeitung gesagt haben. Das fand nicht nur der mittlerweile 60-jährige Jagger offenbar ziemlich unschmeichelhaft, so dass sich nun, wenige Tage später, ein Pressesprecher eingeschaltet hat.

"Er hat sich bei Mick entschuldigt", wird dieser vom Onlinedienst "Ananova" zitiert, "er wollte ihm eigentlich ein Kompliment machen, doch dann wurde es eine Beleidigung". Und ja: "Tatsächlich hat er [Keith Richards, d. Red.] gesagt, dass Mick große Eier (big balls) hat, aber doch nur, weil er ihn mutig und selbstbewusst findet. Woher sollte er denn etwas über die Penislänge wissen?", wird der Sprecher weiter zitiert. Im Englischen steht die Redensart "big balls" auch für großes Selbstbewusstsein.

© N24.de, Netzeitung
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The Rolling Stones-Album in zwei Versionen
27.08.2005

Wenn am 5.September "A Bigger Bang" das neue Album der Stones erscheint, wird es davon zwei Versionen geben:
"Clean" und "Explicit", Erstere enthält gewisse Textpassagen in entschärfter Fassung! Warum sich die Herren Jagger und Richards einer derartigen "Selbstzensur" unterzogen bleibt rätselhaft, allerdings knüpft man an eine alte Tradition an, etwa als man 1973 den Abschluß-Song auf "Goats Head Soup" von "Starfucker" in "Star Star" umbenennen musste (was Jagger nicht davon abhielt, im Refrain den alten Titel laut und deutlich zu singen!) Auf letzterem Album findet sich übrigens auch der neue Lieblingssong der CDU, aber bis zum Ende hat Frau Merkel sich das Werk bestimmt sowieso nie angehört!

Autor: Uraniumstaub

© whiskey-soda.de
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Las Vegas rockt!
29.08.2005

Die „A Bigger Bang World Tour 2005/2006“ der Rolling Stones kommt nach Las Vegas. Am 18. November treten die Musiklegenden Mick Jagger und Keith Richards mit ihrer Band in der MGM Grand Garden Arena auf. Nach dem überwältigenden Erfolg beim Eröffnungskonzert in Boston am 21. August bestätigten die Rolling Stones 14 weitere Konzerte in Nordamerika, unter anderem in Las Vegas.

Das Album „A Bigger Bang“ kommt am 6. September auf den Markt und stellt alle neuen Songs der Rolling Stones vor. Es ist das erste Studio Album seit „Bridges to Babylon“ aus dem Jahr 1997.

Tickets für das Konzert in Las Vegas gibt es unter www.mgmgrand.com oder www.ticketmaster.com bereits im Vorverkauf. Auf dem Plan der Welttournee stehen auch Konzerte in Deutschland im Sommer 2006. Weitere offizielle Informationen zur Tour gibt es unter www.rollingstones.com.

Auf der Bühne der MGM Grand Garden Arena boxte unter anderem schon Mike Tyson. Auch Pop-Größen wie Madonna oder Janet Jackson gaben hier bereits Konzerte. Die Arena bietet Sitzplätze für bis zu 16.800 Zuschauer.

Informationen zu Las Vegas unter www.visitlasvegas.de.

 © 29.8.2005 Gourmet Report / www.kochmesser.de
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«Berliner Lektionen» mit Bianca Jagger
30.08.2005

Die Ex-Frau von Rolling-Stones-Star Mick Jagger eröffnet die nächste Saison der «Berliner Lektionen». Bianca Jagger will über Menschenrechte und den Anti-Terror-Kampf sprechen.

Mit einem Vortrag von Bianca Jagger beginnt am 16. Oktober die neue Saison der «Berliner Lektionen».

Die 60-jährige Ex-Frau des Rolling-Stones-Sängers Mick Jagger werde über den Verlust der Menschenrechte und den Krieg gegen den Terrorismus sprechen, teilten die Veranstalter am Dienstag mit.

Jagger hatte 2004 den Alternativen Nobelpreis erhalten. Sie wurde für ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Frauenrechte geehrt.

Bei den «Berliner Lektionen» wird unter anderem auch der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk («Schnee»), diesjähriger Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, erwartet. (nz)

© www.netzeitung.de
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CD der Rolling Stones gegen Bush-Regierung
30.08.2005

Die Rolling Stones haben nach Berichten über ihre angeblich heftige Kritik an US-Präsident George W. Bush in dem neuen Song "Sweet Neo Con" eingelenkt. Das neue Album wurde als musikalische Breitseite gegen US-Präsident George W. Bush und dessen neokonservative Regierung interpretiert. "Du nennst Dich einen Christen, für mich bist Du ein Heuchler", singt Mick Jagger (frei übersetzt) in dem Song "Sweet Neo Con".

Weiter heißt es in dem Songtext, den jetzt das Magazin "Newsweek" vorab veröffentlichte: "Du nennst Dich einen Patrioten, doch ich denke Du bist ein Scheißkerl."

Mick Jagger lenkt ein
Der Song sei nicht auf eine bestimmte Person zugeschnitten, sagte Mick Jagger am Mittwoch in der amerikanischen TV-Sendung "Extra". "Er richtet sich nicht persönlich gegen Präsident Bush", erklärte der britische Rock-Star. Das Lied würde aber bestimmte politische Vorgehen der Regierung "sehr kritisch" beleuchten.

Sanktionen gegen die Stones?
Wie der Sender CNN am Mittwoch berichtete, wurde wegen der ungewohnt harschen Rocker-Kritik am US-Präsidenten überlegt, die Stones von der Eröffnung der neuen Football-Saison auszuladen. Der US-Football-Verband (NFL) und der Sender ABC hatten vor Bekanntwerden des Schmähsongs mit der britischen Band einen Vertrag über die Nutzung von Musikvideos bei der Übertragung der NFL-Spiele ab Anfang September abgeschlossen.

Das neue Stones-Album mit dem passenden Titel "A Bigger Bang" kommt kurz vor dem Start der Football-Saison am 6. September auf den US-Markt. Vorher beginnen die Rolling Stones, die derzeit in der kanadischen Metropole Toronto proben, am 21. August in Boston ihre neue Amerika-Tournee.

© www.Krone.at
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14 neue Termine der Rolling-Stones-Tournee bekannt gegeben
30.08.2005

New York - Die Rolling Stones haben 14 weitere Termine ihrer "On Stage"-Welttournee bekannt gegeben: Die Shows finden in Brasilien, Argentinien, Mexico und Puerto Rico statt. Als Zeitraum hierfür ist der Februar 2006 geplant.

Zudem haben die Stones ein paar weitere Opening-Acts für ihre Konzerte in Nordamerika angekündigt: So werden unter anderem Alanis Morissette, Wilco, Joss Stone und Merle Haggard für die Band den Abend eröffnen.

Autor: ms
© www.musikmarkt.de
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Zwei Arten, den Blues zu spielen
31.08.2005

Schon immer verkörperten sie Gegensätze, doch noch nie sangen und klangen sie so verschieden: Paul McCartney und Mick Jagger veröffentlichen Anfang September neue CDs; der eine im leisen Alleingang, der andere mit den lärmenden Rolling Stones. Ein erstes Reinhören.

«Mhm-m-mmm / I see love / and I see misery» und natürlich viel, viel «tschobaaalll», will heissen: «trouble». Er dehnt die Vokale wie Kautschuk, kaut die Konsonanten, um sie gleich wieder verächtlich auszuspeien; er raspelt seine Stimmbänder ab, bis die Töne nur noch an einem Faden hängen, holt Luft wie ein Asthmakranker und röhrt im nächsten Moment wieder, als wär’ er ein Hirsch in seiner ersten, besten Brunst: Mick Jagger, der bleiche, dürre Engländer, ist ein Schwergewicht des Blues. Wer das vergessen hat, hat von den Stones keine Ahnung. Davon, dass Jagger 1962 Alexis Korner, den ersten weissen Blueser Europas, im Londoner Marquee Club vertreten hatte, und dies so überzeugend, dass sich Gitarrist Keith Richards und Drummer Charlie Watts gleich mit ihm von Korners Kollektiv Blues Incorporated abspalteten. Dann gründeten sie eine neue Band: die Rolling Stones, inspiriert von Muddy Waters’ «Rolling Stone Blues».

Reduziert bis schwülstig
«Back Of My Hand», das sechste und beim ersten Durchhören herausragendste Stück auf der neuen Rolling-Stones-Platte «A Bigger Bang», haben die drei Ur-Stones denn auch zu dritt eingespielt – ohne die zweite Gitarre von Ron Wood und ohne den virtuosen Gastbassisten Darryl Jones, der sie auf der eben gestarteten Tournee begleitet. Es ist ein radikal reduzierter Blues, zeitlos und doch oder gerade deswegen geerdet in elementaren menschlichen Nöten. Daneben sticht ein weiterer Song aus der allgemein roots-orientierten Platte heraus: «Rain Fall Down», ein intimes Zwiegespräch zwischen Jaggers zähflüssigem Gesang und Richards’ aufreizend perkussiven Gitarrenlicks.

Die mit schwülstigen Chören ausstaffierte Single «Streets Of Love» hingegen, die seit einer Woche am Radio durchsichtig gespielt wird, war ein Missgriff, der nur von fern an «Angie» erinnert und diese sehnsüchtig vermissen lässt. Weitere eindimensionale Selbstläufer, durch die die Band mit Autopilot blindlings vergnügt brettert, bleiben ebenfalls nur dank Reminiszenen an frühere Hits haften – und das nicht besonders lange.

«Politisch» und privat
Dass die Uptempo-Nummer «Sweet Neo Con» in den USA für Furore sorgte, liegt weniger an der musikalischen Raffinesse als am Bush-kritischen Text: «You call yourself a christian / I call you a hypocrite», singt Jagger da, «you call yourself a patriot / well I think you’re full of shit». Das war der windschnittig im Zeitgeist ihres Zielpublikums liegende Marketing-Gag einer Band, die sich in ihrer über 40-jährigen Karriere nicht besonders oft an der Politfront gezeigt hat.

Politisch gibt sich auch Paul McCartney auf seinem 20. Studioalbum seit der Auflösung der Beatles nicht. «Chaos And Creation in The Backyard» markiert vielmehr den Rückzug ins Private – genauer in den privaten Hinterhof, wie der Albumtitel sagt. Dort räumt der Mann auf, erinnert sich, stellt sich seiner Vergangenheit, seinen Lieben und dem Blues, der ihn im Herbst des Lebens erfasst zu haben scheint. McCartney begegnet ihm «With A Certain Softness» – so der Titel eines fürs ganze Opus programmatischen Stücks – und versinkt in einer Art Selbstgespräch, einer langen Kette von Songs.

Es sind Parabeln, Geschichten voller Güte und Weisheit – Tugenden des Alters. Kitschig? Keinesfalls: Zu hoch ist das Niveau des Songwritings, zu hintergründig – und abgründig – sind die Texte, zu geschmackvoll die musikalischen Arrangements, auf die sich die Produzenten Sir George Martin (Beatles) und Nigel Godrich (Radiohead, Travis, Beck) erstaunlicherweise geeinigt haben. Die pianolastigen Stücke, mal von schwermütiger Melodica und dunkler Orgel akzentuiert, dann wieder von leichtfüssigen Gitarren und luftigem Flügelhorn, bilden einen Spannungsbogen, in dem auch das wunderbare Hühnerhautstück «Jenny Wren» aufgehoben ist, das McCartney als «Tochter von ‹Blackbird›» bezeichnet.

Er hat sich viel Zeit gelassen für dieses Opus, das nach dem extrovertiert rockenden Album «Driving Rain» von 2001 erstaunt – und überzeugt. Nicht zuletzt wegen McCartneys altersloser Stimme, die auf jegliche Eskapaden verzichtet und einen hypnoti- schen Sog entwickelt, der neben Kollege Jaggers Zentrifugal-Kraftakten unaufgeregt seine Wirkung entfaltet. Dieselbe Polarität besteht zwischen den beiden Alben, von denen das eine wild durcheinander alle Register einer Jukebox zieht, während das andere sich an die bewusst gestaltete Dramaturgie der Klassik anlehnt.

CDs: The Rollings Stones, «A Bigger Bang», erscheint am 5.9.; Paul McCartney, «Chaos And Creation In The Back Yard», erscheint am 12.9., beide bei EMI.


Rock’n’Roll mit Hochfrequenz-Schutz
Aus Angst vor Internetpiraten kontrolliert die Musikindustrie ihre Leute mit Hightech und hält die Medien kurz.

«Watermark» heisst das Zauberwort, «Wasserzeichen». Doch ganz so harmlos, wie das klingt, ist die Sache nicht. Die Tonträger mit den neuen Songs von Rolling Stones und Paul McCartney, die den Medienleuten letzte Woche im Hause EMI in Zürich einmalig abgespielt wurden, sind mit einem Hochfrequenzton gesichert, der sie als persönliches Exemplar eines ganz bestimmten EMI-Mitarbeiters definiert. Dieser – im vorliegendem Fall Promotion-Chef Carlo Pozzi – haftet mit Haut und Haaren und vor allem mit seinem Job dafür, dass das Werk nicht unrechtmässig verbreitet wird. Taucht auch nur ein Song vor der offiziellen Veröffentlichung im Internet auf – womöglich zum Downloaden für die Fans –, ist mit Hilfe des Hochfreuqenz-«Watermark» zurückzuverfolgen, wer das auf dem Gewissen und also zu büssen hat.

Vorab-Exemplare, wie sie den Medien bisher zur Verfügung gestellt wurden, damit eine Platte termingerecht besprochen werden konnte, gibt es bei wichtigen «Releases» wie den Stones nicht mehr. «Eine ungünstige Situation für alle», findet Pozzi. Für ihn, der früher selbst als Musikjournalist gearbeitet hat, ist klar, dass Medienleute nicht für jede Platte zu EMI oder zu einer andere Platten- firma reisen können und dass es nicht eben zur seriösen Rezensionspraxis beiträgt, wenn sie ein Werk nur ein Mal anhören können, bevor sie schreiben; dass in solchen Fällen jede Zeitung die erste und ganz sicher nicht die letzte sein will, verschärft das Problem.

Wochen lang hat Pozzi die Journaille nun in Bezug auf die neue Stones-Platte vertröstet, sich schliesslich mit der erwähnten «Listening Session» aus der Affäre gezogen und zwei Fliegen mit einem Schlag erledigt, indem er die neue McCartney-Scheibe, die erst eine Woche später erscheint, ebenfalls erklingen liess – watermarked auch sie, versteht sich.

«Auf Dauer kann das nicht die Lösung sein», meint Pozzi und spricht von technischen Möglichkeiten der Zukunft. Bisher können es die Plattenfirmen jedoch nicht verhindern, dass immer wieder unveröffentlichtes Material auf dem Netz greifbar wird und so ihr Geschäft schädigt, bevor es offiziell begonnen hat. Schon auf dem Weg vom Studio zur Plattenfirma machen sich die ungeduldig erwarteten Songs immer wieder «selbständig». «Das nächste Problem», stöhnt Pozzi, schon jetzt entnervt, «wird die neue Robbie-Williams-CD sein». tu

© Berner Zeitung, Tina Uhlmann
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Lebensgefährlicher Crash
31.08.2005

LONDON – Charlie Watts Schutzengel haben ganze Arbeit geleistet: Der Rolling Stone ist bei einem Autounfall anfangs Jahr nur knapp dem Tod entronnen.

Nicht genug, dass er die letzten 12 Monate eine intensive – aber auch erfolgreiche – Strahlenbehandlung wegen seinem Kehlkopfkrebs über sich ergehen lassen musste. Jetzt wird bekannt, dass Rolling Stone Charlie Watts bei einem Autounfall anfangs Jahr dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen ist.

Der Schlagzeuger war mit seiner Frau Shirley auf dem Weg zu seinem Haus in Nizza, als ihr Chauffeur einschlief und es daraufhin zu einer Frontalkollision kam. Glück im Unglück: Charlie hatte «nur» ein paar angeknackste Rippen und ein gebrochenes Brustbein zu beklagen. Nach sechs Genesungswochen fühlte sich der 63-Jährige aber schon wieder fit genug, mit den anderen Stones für die zurzeit laufende Tour zu proben.

«Der Sicherheitsgurt hat mir das Leben gerettet», wird Watts vom Onlinedienst «Femalefirst.co.uk» zitiert. «Bis vor kurzem war ich nie in einem Krankenhaus, aber dieses Jahr gleich vier Mal», so der Drummer.

© Blick Online
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Höchste Sicherheitsstufe für die Rolling Stones
31.08.2005

Plattenfirmen verschärfen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Raubkopierern

Berlin (ddp). Die schwarze Stretchlimousine wartet auf einem kleinen Parkplatz hinter einem Berliner Bürogebäude. Zwei Männer in dunklen Anzügen stehen daneben. Sie nehmen den geladenen Gästen Taschen, Jacken, Handys ab. Dann folgt die elektronische Abtastung. Für das, was sich später im Inneren der Limousine abspielen soll, gilt höchste Sicherheitsstufe: Journalisten wird bei einer so genannten Pre-Listening-Session erstmals das am 5. September erscheinende neue Album der Rolling Stones, «A Bigger Bang», vorgespielt.

In das Auto einsteigen darf nur, wer eine «Vertraulichkeitserklärung» unterschreibt. Darin heißt es: «Der Teilnehmer verpflichtet sich hiermit, dass er keine unautorisierten Mitschnitte, Kopien oder Aufzeichnungen der Tonaufnahmen im Rahmen der vorbezeichneten ´Pre-Listening-Session´, gleich in welchen Medien herstellen wird, die Tonaufnahmen Dritten in keiner Weise zugänglich machen und die Tonaufnahmen nicht drahtlos beziehungsweise in sonstiger, unkörperlicher Weise verbreiten wird.» Bei Zuwiderhandlung droht eine Geldstrafe von mindestens 5000 Euro.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ist empört. Journalisten würden «kriminalisiert und in eine Ecke mit Raubkopierern gestellt», sagt DJV-Sprecher Hendrik Zörner im ddp-Gespräch. Der Sprecher der deutschen Phonoverbände, Hartmut Spiesecke, zeigt dagegen Verständnis für solche Sicherheitsvorkehrungen. Es sei «schon heftig», in welch großem Ausmaß inzwischen Promotion-Alben verbreitet würden und wo diese überall auftauchten, sagt er.

Der Promotion-Chef der internationalen Divison bei der Plattenfirma Universal Music, Sven Kilthau-Lander, betont: «Wenn irgendwo ein Leck entsteht, ist ein Song oder ein Album sofort im Internet." Dies passiere leider immer noch zu häufig - zuletzt zum Beispiel bei 50 Cent und Jay-Z. In den vergangenen Jahren seien den Plattenfirmen so Schäden in Milliardenhöhe entstanden.

Höchste Sicherheitsstufe gilt bei Universal zum Beispiel für Bon Jovi, U2, Eminem, Mariah Carey, Shania Twain und Kanye West. Wenn Alben dieser Musiker fertig aus dem Studio kommen, reisen Band- und Labelmanager persönlich mit der CD im verschlossenen Koffer um den Globus, wie Kilthau-Lander sagt. Promotion-Exemplare gebe es bei Top Acts mit Millionen Fans weltweit meist nicht mehr. Dies sei aus Sicherheitsgründen oft Wunsch der Künstler. Stattdessen gebe es Listening-Sessions, bei denen das Album der Presse vorgespielt wird.

Nach Aussage des Chefs der internationalen Abteilung bei Sony BMG, Willy Ehmann, haben alle Neuerscheinungen großer Künstler eine so genannte Watermark-Kennung. Landet ein solches Album unerlaubt im Netz, ist anhand dieses Zeichens erkennbar, von welchem Nutzer die CD stammt. Sony BMG trifft höchste Sicherheitsvorkehrungen zum Beispiel für Künstler wie Oasis, Bruce Springsteen und Santana. In der Vergangenheit seien Unmengen von Promotion-Scheiben herausgegeben worden, dies werde nun deutlich selektiver gehandhabt. (ddp)

© ddp Nachrichtenagentur GmbH
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Bauplan 1978
01.09.2005

Mit sicherem Instinkt haben die Rolling Stones das neue Album "A Bigger Bang" gefertigt

von Matthias Heine

Ich gestehe: Die letzte Rolling-Stones-Platte habe ich mir gekauft, bevor die CD erfunden wurde. Das war "Emotional Rescue" im Jahre 1980. Deshalb mag einer der Haupteinwände gegen das neue Werk der vier alten Herrn Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ron Wood durchaus subjektiv sein. Dieses aufgeblasene CD-Monster "A Bigger Bang" ist einfach viel zu lang. Jedes der 16 Lieder dehnt sich, und die ganze Platte dehnt sich. Der kürzeste Song "Rough Justice" dauert drei Minuten und elf Sekunden. Darunter fassen die Stones keine Gitarre mehr an.

Denn heutzutage erwartet der Käufer, daß das CD-Format von etwa 80 Minuten auch restlos mit Klängen gefüllt wird. Rapper haben es leicht: Sie können ihre Platten mit Polizeisirenen, Werbejingles und kleinen Hörspielen auffüllen. Das wäre undenkbar bei Traditionspflegern wie den Stones. Um ihre wenigen Geistesblitze herum gruppieren sich deshalb etwa zehn gleich klingende Rocksongs im gehobenen Tempo. Das sind mindesten fünf zuviel. Früher verschrottete man solch überschüssiges Material auf den B-Seiten von Singles. Irgendwo haben sie wahrscheinlich eine Maschine herumstehen, die am Tag 100 derartige Kompositionen ausspuckt, während sich Jagger und Richards auf Golfplätzen oder in den Bibliotheken ihrer Schlösser entspannen.

Die Stones haben versucht, die Not zur Tugend umzulügen. In Interviews behauptet Mick Jagger, die neue Platte sei rockiger als die vorigen und die Band sei zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Seit Menschengedenken gehört das Gefasel, die Stones würden endlich wieder klingen wie die Stones, zum Begleitritual jeder Veröffentlichung. Wenn die Band tatsächlich schon so oft zu den Wurzeln zurückkehrt wäre, dann hätte sie sich längst schon zum Mittelpunkt der Erde durchgegraben.

Man hat nicht das Gefühl, in den letzten 25 Jahren irgendeine auch noch so klitzekleine Entwicklung verpaßt zu haben. Für denjenigen, der bis "Emotional Rescue" jede Stones-Platte auswendig konnte, ist auch das allerneueste Spätwerk von einer geradezu geologischen Vorhersagbarkeit. Denn die "Wurzeln" von "A Bigger Bang" liegen im Jahre 1978. Damals wurde mit "Some Girls", dem letzten Meisterstück der Band, der Bauplan für alle folgenden Alben festgelegt.

Es gibt mit "Rain Fall Down" auch wieder eine Disconummer wie einst "Miss You".

Und es gibt wie fast immer einen echten Blues: "Back Of My Hand", auf dem Jagger in altbekannter Weise "haind" statt "hand" intoniert. Es gibt wehmütige Halbballaden im Tempo eines dahinstolpernden einsamen Betrunkenen wie "The Biggest Mistake" oder das vorab als Single ausgekoppelte "Streets Of Love". Es gibt das obligatorische vom dafür unbegabten Gitarristen Keith Richards gesungene Lied leider gleich zweimal - Fluch der CD-Länge!

Wie immer jammern die Stones entweder darüber, daß die Frauen sie nicht in Ruhe lassen wollen ("Oh No Not You Again") oder wie gemein die Weiber sind ("Dangerous Beauty", "Infamy"). Nur das eigentlich erwartbare Country-Stück fehlt, dafür hat "Let Me Down Slow" wenigstens ein Gitarrensolo im Nashville-Stil.

Ebenfalls unvermeidlich ist bereits seit den Siebzigern ein Reggae. Diesmal heißt er "Sweet Neo Con", und das hat schon bei den ersten Auftritten der derzeitigen Welttournee in den USA angeblich für einen "Skandal" gesorgt, weil Jagger darin mit dem Amerika des George W. Bush abrechnet. Alte Stones-Kenner gähnen da nur. Die Pose des reichen Rebellen, der sein Unbehagen am Konservativismus seiner Standesgenossen artikuliert, nahm der Sänger schon 1978 mit "Respectable" ein.

Trotzdem ist "A Bigger Bang" keine schreckliche Platte. Sie ist sogar besser als die jüngsten Produkte anderer Rock-Großkonzerne wie U2 oder R.E.M. Sie hat mit der Funknummer "Laugh, I Nearly Died" mindestens ein richtig gutes Stück, und das Gitarrenmotiv von "Look What The Cat Dragged In" klingt auch ganz originell. Selbst die in der Masse so anödenden Tempo-Rocknummern hätte man auch portionsweise an die ganzen jüngeren "The"-Bands verkaufen können, und in deren Repertoire wären sie nicht unangenehm aufgefallen.

Wer sich nicht schon vor 25 Jahren von den Stones verabschiedet hat, wird also wahrscheinlich froh sein, daß die Firma auch diesmal wieder zuverlässig bewährte Qualität liefert - so wie man sich immer wieder freut, daß im Nutella-Glas tatsächlich Nutella ist und keine Teewurst. Und in zehntausenden Kneipen auf der ganzen Welt werden Fans tränenden Auges darüber fachsimpeln, wie schön es doch ist, daß die Stones "sich treu bleiben" und "ihr Ding durchziehen". Treu bleibt sich ja auch der von Jagger kritisierte Bush, und im Irak hat er ganz unbeirrt sein Ding durchgezogen. Aber bei dem finden das alle irgendwie nicht ganz so gut.

Nur eine kleine radikale Minderheit wünscht sich, daß die Stones endlich mal wieder eine schreckliche Platte machen. Zum letzten Mal ist ihnen das 1967 geglückt. Damals wurde das psychedelische Experiment "Their Satanic Majesties Request" von den Hohepriestern der wahren Stones-Lehre als Religionsfrevel verdammt. Heute geben auch die damaligen Eiferer gerne zu, daß es eines der interessantesten Werke der Bandgeschichte war. Doch erschrocken von der Kritik zogen sich Jagger & Co wieder auf den Pfad des reinen Rock zurück, der über die Meilensteine um 1970 ganz allmählich auf jenes Fitneßstudio-Laufband führte, wo sie nunmehr seit Jahrzehnten auf der Stelle treten.

The Rolling Stones: A Bigger Bang (Virgin) erscheint am Montag.

© www.welt.de
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Kinder halten Mick Jagger auf Trab
01.09.2005

Altrocker Mick Jagger, der sieben Kinder von vier Frauen hat, findet es «sehr belebend», Nachwuchs zu haben. Dies gelte sowohl für ältere als auch für jüngere Kinder, sagte der Frontmann der Rolling Stones dem deutschen Magazin «Stern».

Kinder hielten ihn «nicht jung, aber interessiert». Durch sie entdecke er Dinge, die er sonst nie entdeckt hätte. Als positiven Nebeneffekt sieht Jagger, dass er durch sie fit bleibe: «Du musst in guter Form sein, denn die machen ständig wilde Sachen. «

Für seine Kinder sei es wiederum «schon ein bisschen komisch», ihren alten Vater auf der Bühne zu sehen, berichtete der 62-Jährige weiter. «Aber sie gewöhnen sich daran.» Seine Kinder gäben ihm sogar manchmal Tipps für seine Kleidung.

© www.espace.ch
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Wir sind ein kleiner Familienbetrieb
01.09.2005

Die Rolling Stones lassen mit »A Bigger Bang« die Alten jung aussehen

Keith Richards ist 61, Mick Jagger 62, Charlie Watts 64, Ron Wood 58, Mick Taylor hängt irgendwo am Blues, Bill Wyman hat sich selbst pensioniert, Brian Jones ist im Pool ertrunken – die größte Rock-’n’-Roll-Band der Welt ist nicht nur ein musikalisches Phänomen, sie besitzt jenen geriatrischen Aspekt und das rockgeschichtliche Potenzial, an denen sich auch musikunbedarfte Menschen spontan erregen: Unfassbar, peinlich, faltig, großartig, noch immer? Alle Fantasien sind inzwischen abgehakt, vom Betreuten Wohnen auf der Bühne bis zu den Rollstuhlwitzen – Jay-Leno nannte in seiner Tonight Show die eben beginnende Welttournee die We’re-Grateful-We’re-Not-Dead-Tour –, darf und soll man denn noch im diesem Alter?

Mit A Bigger Bang, ihrem ersten Studio-Album seit 1997, beginnen die Rolling Stones nun das definitive Roll-back, das Alter wird zum Problem der Jungen, mit vielem Dank zurück. Die Rolling Stones haben die dumpf und ständig wiederholte Losung vom Rock ’n’ Roll, der ewig jung bleibe, während die Musiker alt würden, endgültig widerlegt: Sie bleiben ewig jung, der Rock ’n’ Roll ist alt. Keine Frage, frisch geschlüpfte Bands wie Hives, Libertines oder Kaiser Chiefs sind klingender Klon, beliebig abzuleiten aus der Erbsubstanz. Die Rolling Stones erweisen sich als die DNA des Rock ’n’ Roll. Bisher galt in der Rockmusik das Gesetz Pop sei Jugend, ein Diktat der ständigen Verjüngung, während in der klassischen Musik Alter als Guthaben und Schatz geehrt wurde, im Jazz Spätwerke vom Duft der gut gelagerten Reife umweht sind. Damit ist es vorbei, A Bigger Bang klingt weder alt noch jung, er tut so gut, wie man sich fühlt.

Es war wieder so weit, geht die Geschichte. Mick Jagger saß in seinem Schloss an der Loire, Keith Richards in seiner Bibliothek in Connecticut, beide griffen förmlich gleichzeitig zum Telefon, es musste sein. Acht Jahre nach dem belanglosen Bridges To Babylon, nach zahlreichen Hindernissen wie Ron Woods Entziehungskur und Greatest-Hits-Samplern zu periodischen Welttourneen, setzten die Glimmer-Twins sich wieder zusammen, heckten Texte aus, komponierten zu französischem Rotwein, Gitarren und zwei Laptops, schickten die Rohfassungen an Charlie Watts, der in England (erfolgreich) gegen seinen Kehlkopfkrebs kämpfte, und es wurde gut. Sechzehn Songs blieben hängen, sechzehn Riffs, sechzehnmal Emotional Intelligence. Diese Lieder kauft man seit 40 Jahren, kennt sie alle, sie erinnern an Brown Sugar, an Shattered, an Gotta Move, an Fool To Cry, das heißt, sie sind die pure Rolling-Stones-Essenz: Wie selbstverständlich das Schlagzeug ins Gitarrenriff einfällt, die affektierte Stimme zu pressen beginnt, ohne jede falsche Bewegung die Slide-Gitarre sich zurücklehnt, das Grummeln und Granteln mit einem Schlag in Wut verwandelt wird.

Und, haben sie sich diesmal weiterentwickelt? Gott sei Dank nicht. Kein Rap, kein Disco, keine Experimente und modischen Anleihen, dafür das Blues-Skelett und der starke Rocker-Mix, getrommelt und geschleudert, zum Mitbrüllen und innerlichen Faustballen. Selbst Bass und Klavier, selbst Bläser und Damenchor sind in den Hintergrund geschoben. »Kein Marzipan und keine Kerzen«, lächelt Keith Richards im TV-Interview mit dem sympathischen Tom Buhrow und hebt die knöcherne Klaue: »Wir sind ein kleiner Familienbetrieb.« Seit Jahrzehnten spielt er den good guy, das Symbol des ewigen Rock ’n’ Rollers mit der Jedermann-Stimme; jeder liebt den Bluesgitarristen im Schaukelstuhl auf der Holzveranda. Ebenso wie den weißhaarigen Charlie Watts, cool cat am Schlagzeug, intellektuelle Konstante im Sex-’n’-Drug-Geschäft der Rockmusik, jazziges Alibi im Neverland der Eins- und Drei-Betonungen. Dem Dritten im Bunde bleibt da nur die Rolle des bad boy, des kalten Geschäftsmannes, des Sex- und Body-Besessenen. Überdeutlich differieren inzwischen Mick Jaggers Körper und Kopf, die beiden Antipoden präsentieren ihr getrenntes Wesen unübersehbar äußerlich. Er muss laufen, muss schwitzen, muss sexen und seinen Waschbrettbauch zeigen, darf sich nicht verletzen. Also gibt Mick den Körper, Charlie ist Kopf, Keith das Herz: Der Organismus Rolling Stones präsentiert seine Teile, und wer das Ganze mit der Realität verwechselt, ist selber schuld.

»Oh no, not you again / Fucking up my life / It was bad the first time / I can’t stand it twice«, bellt Mick Jagger mit seiner Hau-bloß-ab-Stimme, und Miss Model Brasilia darf das ebenso auf sich beziehen, wie Mrs Jerry Hall das grandios zwiespältige It Won’t Take Long für sich reservieren könnte. Sie zählen zum großen Pop-Spiel, diese dubiosen Frauenlieder, mit der Arschwackel-Stimme gebalzt, die reuigen Balladen, in denen der Regen fällt, der Blues des einsamen Mannes ebenso wie die Rache- und Hasslieder des ewigen Gockels. Wer will da widerstehen, wenn er Streets Of Love buchstabiert und schmachtet, wenn er affektiert den Bottleneck-Blues Back Of My Hand dehnt, zu She Saw Me Coming tänzelt oder er in Laugh I Nearly Died alle Register vom Märchenerzähler bis zum Gefangenenchor zieht? Sie spielen ihre Rollen perfekt, diesmal ist es wieder großes Rocktheater. Der oft gehörte Vorwurf »unglaubwürdig« setzt voraus, es gebe da irgendwelche Realismusdefizite, während selbst der naivste Rolling-Stones-Fan die wilden Männer durchschaut und trotzdem seine diebische Freude hat. Das Vergnügen ist auf unserer Seite. Ungläubiges Kopfschütteln eingeschlossen.

Wir spielen mit, und so löst A Bigger Bang auch die üblichen medialen Reflexe aus: den Alles-nichts-Neues-Artikel, den popanalytischen Quer- und Rundumschlag, die Lifestyle-Reportage, das süffige Interview und gar das muffige Pamphlet, das dem Popstar sein Millionärsdasein vorhält und ihm politische Abstinenz empfiehlt. Die »Moral von Handtaschendieben und Sparkassenräubern« entdeckt die FAZ wieder bei den rich kids, »die sich angesichts des Zynismus der Mächtigen als soziale Aufrührer fühlen dürfen«. »Schlecht« rede Mick von George W. Bush und lebe »gut davon«, schreibt das Blatt und meint damit Sir Jagger, der den Song Sweet Neo Con als Angelhaken im Köder platziert hat. Das Ziel ist richtig, es ist eher die poetische Substanz, der es ermangelt: »You say you are a patriot / I think you are a crock of shit.« Politische Songs wie Highwire oder Sweet Black Angel waren noch nie Mick Jaggers Stärke. »Er wollte es unbedingt«, kommentiert Keith Richards, »also habe ich mitgemacht.« Und rückt geschichtsklug die Verhältnisse zurecht: »Politiker sind keinen einzigen Song der Rolling Stones wert. Wir tun ihnen damit zu viel Ehre an.«

Um ehrlich zu sein, kein Mensch braucht diese Platte, der Between The Buttons, Beggars Banquet, Let It Bleed, Sticky Fingers oder Exile On Main Street besitzt. Dieses große Comeback-Album spiegelt weder den kalten Weltgeist wider, noch ist es am kommenden 5. September 2005 lebensnotwendig. Doch wer an den alten Rock ’n’ Roll glaubt und auf die ewige Jugend der Rolling Stones wettet… »Das Experiment läuft noch«, spricht Keith Richards.

© DIE ZEIT 01.09.2005 Nr.36
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Jerry Hall führt halb nackte Männer an der Leine
01.09.2005

Jerry Hall, Fotomodel und Ex-Frau von Mick Jagger, hat Probleme im Untergrund. Die Werbung für ihre Reality-Show "Kept" wurde gestern wegen obszöner Darstellungen aus den Londoner U-Bahnen verbannt. Auf den Plakaten steht Hall von halb nackten Männern umgeben, die sie an Hundeleinen führt.

Die Firma London Underground erklärte, vier der Poster seien ohne Erlaubnis an Bahnhöfen ausgestellt worden. "Die Werbung verstößt gegen unsere Regeln, wonach Männer, Frauen und Kinder nicht als Sexobjekte dargestellt werden dürfen", sagte ein Sprecher.

TV-Suche nach Liebhaber

"Kept" kommt in der kommenden Woche ins britische Fernsehen. In der Sendung macht sich die 49-jährige Hall auf die Suche nach einem jüngeren Liebhaber. Zwölf Kandidaten treten an. Dem Gewinner winkt ein sechsstelliger Betrag.

© ORF.at
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Neues von den Rolling Stones
01.09.2005

Die Rolling Stones beglücken uns mit ihrem ca. 567. Studioalbum "A bigger bang", immerhin dem ersten wirklich neuen Stones-Material in diesem Jahrtausend. Und obwohl sich die neue CD wohltuend von den letzten Versuchen wie "Bridges to Babylon" abhebt, ist und bleibt "A bigger bang" doch einfach nur eine gute Entschuldigung für Mick, Keith & Co., um wieder auf Tour zu gehen.

Gleich vorweg: Keith Richards hat seine drei ewig gleichen Riffs vollauf verinnerlicht und kann sie mittlerweile selbst im trunkensten Zustand souverän runterklampfen. Dazu haben sich auch noch einige neue Riffs gesellt, die Richards offensichtlich beim Durchhören alter INXS-Alben so gut gefallen hat, dass er sie fast 1:1 kopiert hat...

Jagger singt (?) wie eh und je, allerdings hat man manchmal den Eindruck, dass er doch lieber die hundertste Neuaufnahme von Angie, Satisfaction oder Honky Tonk Woman einspielen würde, als sich mit neuem Material herum zu quälen, dass eh nur als Vorwand für eine neue Weltournee herhalten muss.

Wobei man den Stones auf "A bigger bang" doch etwas Abbitte leisten muss: anstatt durchwegs faden Rock-Pop ohne großartigen Erinnerungswert abzuliefern hat man sich ein wenig an die Beginne erinnert und ein möglichst großes Maß an Blues-Rock Einflüssen geltend gemacht. Enttäuschend dagegen die großartig angekündigte Anti-Bush-Nummer "Sweet Neo Con", die nicht nur plakativ ist, sondern einfach schlicht und ergreifend schlecht, fad, aufgesetzt, konstruiert usw...

Ansonsten ist "A bigger bang" aber durchaus gelungen, auch wenn wahrscheinlich kaum jemand das Album kaufen würde, wenn nicht "Rolling Stones" draufstünde. Ach ja, und auch wenn eingefleischte Stones-Fans jetzt aufschreien werden, aber bitte: Keith Richards sollte das Singen trotzdem besser lassen. Nicht immer heißt älter auch besser.

Wir freuen uns trotzdem schon auf das nächste Stones-Konzert, weil Greatest Hits immer Greatest Hits bleiben...

Fazit: 7 von 10 bandinternen Retrospektiven

Von Christian Schleifer

© krone.at
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Jerry Hall checkte neue Freundin von Mick Jagger ab
05.09.2005

London (dpa) - Die Ex-Frau von Sir Mick Jagger (62), Jerry Hall, zeigte großes Interesse an dessen neuer Freundin, L'Wren Scott (37).

Das 49-jährige texanische Supermodel lud Scott zu Beginn deren Beziehung zum Tee ein, so der Internetdienst «Contactmusic».

«Ich dachte, ich sollte sie kennen lernen, weil sie Zeit mit meinen Kindern verbringen wird,» erklärte Hall. Sie und der Rolling-Stones- Sänger haben vier gemeinsame Kinder. «Ich war freundlich zu ihr. L'Wren ist ein nettes Mädchen, deshalb fiel mir das auch nicht schwer.»

© mainpost.de
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Neues Stones-Album, alte Ideen
05.ß9.2005

Das neue Album der Rolling Stones, "A Bigger Bang" (EMI) betitelt, kam heute, Montag, in den Handel. Die erste Studioplatte der Briten seit 1997 ("Bridges To Babylon") ist kein perfektes Altersmeisterwerk, enthält aber ein paar sehr gute Songs wie "Let Me Down Slow" und "This Place Is Empty".

Vertrautheit

"A Bigger Bang" beinhaltet 16 Lieder und ist durchwachsen. Die Stones bedienen sich im eigenen Fundus und verarbeiten Ideen aus der Vergangenheit zu einigen besseren und zu einigen durchschnittlicheren Songs. Gleich der Hau-Ruck-Opener "Rough Justice" kommt dem Fan mehr als bekannt vor ("You Got Me Rockin" von 1994). Da jüngere Generationen die Stones zitieren (und manchmal schamlos kopieren), ist es durchaus legitim, dass sich neue Stücke des Originals (wie "Driving Too Fast" oder "It Won't Take Long") vertraut anhören.

Wenn Keith Richards knochentrockene Riffs einstreut, Jagger so hemmungslos wie schon lange nicht mehr röhrt und sogar zur Slide-Gitarre greift, Ron Wood ein filigranes Solo beisteuert und Charlie Watts nur scheinbar minimalistisch den Rhythmus vorgibt, ist die Rockwelt in Ordnung. Leider hat Don Was stellenweise zu glatt und zu sehr auf den US-Markt produziert. Außerdem springen die Briten trotz der beachtlichen Spielzeit von 65 Minuten nur selten über ihre Schatten, vertrauen lieber der erprobten Formel, statt Experimente zu wagen.

Pop

Aber Höhepunkte wie "Back Of My Hand" (könnte von einer Siebziger-Platte der Stones stammen), "Laugh, I Nearly Died" (intensiver Blues & Soul) und eben "This Palce Is Empty" (mit Richards als erste Stimme) retten "A Bigger Bang" vor dem Abdriften in die Belanglosigkeit von "Bridges Of Babylon". Das viel diskutierte "Sweet Neo Con" mit der werbewirksamen Kritik an den Republikanern klingt rasch zusammengezimmert und wenig ausgereift, die erste Single "Streets Of Love" viel zu poppig. Aber dann krachen die Gitarren auf "Oh No, Not You Again", und alles ist verziehen.

Artikel vom 05.09.2005 |apa |grü
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Die letzten Dinosaurier fressen kein Gras
05.09.2005
 
Heute erscheint "A bigger Bang", das neue Album der Rolling Stones
 
Von Jan Ulrich Welke
 
Acht Jahre sind ohnehin schon eine lange Zeit. Im Rock "n" Roll sind sie eine Ewigkeit. Wer in diesem Geschäft acht Jahre lang kein Album veröffentlicht, muss entweder künstlerisch ausgebrannt sein, als Band aufgehört haben zu existieren, von allen Plattenfirmen zur Hölle gejagt worden sein, einfach keine Lust mehr auf Musik haben . . . oder The Rolling Stones heißen.

Diese Band kann sich in jeder Hinsicht den Luxus leisten. Die blutjunge Truppe um den Gitarristen Ron Wood (58), den Gitarristen Keith Richards (61), den Sänger Mick Jagger (62) und den Schlagzeuger Charlie Watts (64) hat sich nach 43 Jahren gemeinsamer Bandgeschichte und 21 Alben (Live-Platten und Zusammenstellungen nicht mitgezählt) längst souverän der Pflicht entledigt, ihre Existenzberechtigung beweisen zu müssen. Sie kann überdies auch darauf verzichten, Rücksichten auf die sich wandelnden Mechanismen ihrer Branche zu nehmen. Die Rolling Stones können etwa erst einmal zu einer 18 Monate währenden Welttournee aufbrechen, die sie, so Gott will und sich die nicht eben unbescheidenen Honorarforderungen irgendwie erfüllen lassen, im kommenden Jahr auch nach Deutschland führen wird. Und erst dann zwischendurch ihr neues Album "A bigger Bang" veröffentlichen, das am heutigen Montag in die Läden kommt.

"Das Monument Valley des Rock "n" Roll" seien sie, brüstet sich die Plattenfirma. Die "We"re Grateful we"re not Dead Tour" nähmen sie gerade in Angriff, spöttelt hingegen der US-Talkmaster Jay Leno in seiner "Tonight Show". Womit natürlich beide Recht haben. Nach einem an Eskapaden nicht gerade armen Leben können sowohl die Bandmitglieder als auch das Publikum froh sein, dass die Rolling Stones überhaupt noch unter uns weilen. Gleichwohl ist es bisher keiner anderen Combo gelungen, ihnen den Status als größte Rock-"n"-Roll-Band der Welt streitig zu machen.

Wie zum Beleg dafür legen die letzten Dinosaurier nun, acht Jahre nach ihrem enttäuschenden Werk "Bridges to Babylon", eine pralle Wundertüte von Album vor. Mit 16 Songs ist die CD fast bis zum Anschlag gefüllt, mehr Songs fanden sich zuletzt auf "Exile on Main Street", erschienen 1972, vor mithin 33 Jahren. Sie war eine der stärksten Scheiben, welche die Rolling Stones je gemacht haben; von ihr könnte man neben "Beggars Banquet", "Let it bleed" und "Sticky Fingers" sagen: Wer diese vier Alben besitzt, braucht kein weiteres Stones-Album.

Könnte man sagen. Denn Alter schützt vor Freiheit nicht. Jener Freiheit, den Stammkunden eine Handvoll original Rolling-Stones-Songs hinzurotzen, die nichts mehr mit dem matten Abglanz ihrer selbst bei "Bridges to Babylon" zu tun haben. Und zugleich ein paar verblüffend frisch und zeitgemäß daherkommende Stücke einzuspielen, die in der Summe ein Album ergeben, von dem jemand (zugegeben: schwer zu glauben, dass es ihn geben könnte), der noch nie ein Rolling-Stones-Album gehört hätte, sagen würde: Hut ab, das nenne ich mal eine interessante Band.

Es gibt im Grunde genommen nur ein einziges schwaches Stück auf diesem Album: es ist "Sweet Neo Con", Mick Jaggers für Aufregung im Vorfeld sorgende Abrechnung mit der amerikanischen Staatsführung. Eine Nummer, in der für Senioren so untypische Zeilen wie "You say you are a Patriot / I think that you"re a Crock of Shit" vorkommen, die Mick Jagger mit stillschweigender Duldung des an derlei Sachverhalten nur begrenzt interessierten und zudem in Amerika lebenden Keith Richards auf dem Album platzieren wollte. Es ist natürlich und ganz und gar nicht wegen der politischen Aussagen schlecht, sondern einfach eine musikalisch fade Nummer, der man in ihrem hölzernen Aufbau das Form-Follows-Function-Prinzip deutlich anmerkt, dass hier also eine Aussage auf Teufel komm raus in ein musikalisches Gewand gekleidet werden musste.

Ansonsten haben Richards und Jagger, die alle Songs geschrieben und ganz gemütlich im Keller von Jaggers Loire-Schloss in Frankreich eingespielt haben, von einem kleinen bisschen Füllmaterial abgesehen ganze Arbeit geleistet. Wir hören klassische Stones-Poltersongs wie den Opener "Rough Justice", das darauf folgende "Let me down slow", "Oh no not you again" und "Dangerous Beauty", bei denen sie zeigen, dass noch immer ein kleines bisschen Garagenklang in ihren Songs geblieben ist, auch wenn sie den Job nicht erst seit gestern machen. Und wir hören eingängige Nummern wie den Singlekandidaten Nummer zwei, "The biggest Mistake", ruhige Stücke wie das zu Piano und Gitarre vorgebrachte "This Place is empty" (eines der zwei Stücke, das Richards singt) sowie das sehr starke "Laughin" early died".

Doch die Stones können auch anders. Unvermittelt kommt zwischendurch der trockene, klassische Delta-Blues "Back of my Hand", der in seinem Überraschungsfaktor noch getoppt wird von zwei - tatsächlich! - Southern-Funk-Nummern: "Look what the Cat dragged in", das wie ein munterer So-wird"s-gemacht-Gruß an Nachfahren wie die Combo Franz Ferdinand klingt. Und das großartige "Rain fall down", das an die Band Inxs in ihren besten Tagen erinnert.

Jagger bellt, gockelt und presst die Verse noch immer famos heraus, Richards und Wood schütteln lässige Riffs aus dem Ärmel und in die Songs hinein, souverän und dezent legt Watts dazu das Fellfundament. Mit der Weisheit des Alters dieser Fahrensmänner und frei von jeglichen Sachzwängen zeigen die Stones, dass sie noch längst nicht an die Rente denken. Ein "Spätwerk" sei "a bigger Bang", behauptet kurioserweise die Plattenfirma. Na, da seid euch mal nicht zu sicher. In acht Jahren sind die Jungs ja erst siebzig!

The Rolling Stones: A bigger Bang. Virgin/Emi 0094633799424
 

© Stuttgarter Zeitung
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Aufs Wesentliche reduziert
06.09.05

Nach acht Jahren ein neues Album: The Rolling Stones – »A Bigger Bang« 
 
Von Peter Radszuhn 
 
Braucht die Welt ein neues Rolling Stones-Album? Acht Jahre nach »Bridges To Babylon«, der letzten Studioproduktion der größten Rockband aller Zeiten? Die Frage erübrigt sich, denn die Welt wird einfach nicht gefragt. Einzig und allein die »Glimmer Twins«, Mick Jagger und Keith Richards, befinden darüber, und sie haben entschieden, dass es ein neues Album geben wird. Gestern wurde es veröffentlicht.
Aber der Reihe nach: Zwei Jahre ist es her, dass sich Jagger und Richards zusammengesetzt haben und sich darauf verständigten, eine neue Produktion anzugehen, das erste Stones-Album im neuen Jahrhundert im Geist entstehen zu lassen, zu planen, zu schreiben. Fast zwei Jahre lang war die Band mit ihrer »40-Licks«-Werkschau mit immensem Erfolg um die Welt getourt und beide hatten das sichere Gefühl, dass es Zeit wurde für eine neue Herausforderung. Dass fast zeitgleich bei Drummer Charlie Watts Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde, war wohl zusätzlicher Ansporn. »Time Waits For Noone«, die Zeit wartet auf niemanden, hatten die Stones schon 1974 gesungen. Jetzt wurde es also wirklich Zeit für ein neues Album. Songs wurden geschrieben, Vorbereitungen getroffen, die Zusammenarbeit mit dem Top-Produzenten Don Was erneuert und ein Studio in Paris gebucht. Als die Aufnahmen begannen, war Charlie Watts kuriert und die Band ging erleichtert und mit Verve an die Arbeit.
Das Ergebnis ist »A Bigger Bang«. Der Titel lehnt sich an die Urknall-Theorie an, und wie ein musikalischer Urknall kommt das Album dann auch in weiten Teilen daher. Keine Kompromisse an den Zeitgeist, kein modernistischer Schnick-Schnack, keine Fisimatenten und keine monatelangen Studio-Sessions mit Dutzenden von Gastmusikern. Hier haben wir »nur« die Stones, dazu ein paar Freunde und Weggefährten wie Chuck Leavell an Piano und Orgel oder Bassist Darryl Jones, der auf Tourneen seit vielen Jahren Bill Wyman ersetzt. Auf »A Bigger Bang« kommt der freilich selten zum Einsatz, denn meist übernimmt Mick Jagger diesen Part, und das ganz hervorragend. Überhaupt Jagger. In weiten Teilen ist das »seine« Stones-LP. Natürlich ist er der Sänger, der mal nölende, mal wispernde, immer verführerische und oft manische Interpret der Songs, die er gemeinsam mit Keith Richards geschrieben hat.
Dass Jagger ganz hervorragend Mundharmonika spielen kann, wissen wir seit Jahrzehnten, auch, dass er diverse Percussion-Instrumente beherrscht und an verschiedenen Tasteninstrumenten keine schlechte Figur macht, aber hier bietet er mehr. Kaum ein Stück, auf dem er nicht Gitarre spielt, mal akustisch, mal elektrisch und dann auch, gewissermaßen als Kür, die wunderbare Slide-Gitarre auf »Back Of My Hands«, einem der Höhepunkte dieser LP. Jagger nicht nur als Sprachrohr, sondern auch als Instrumentalist, als wichtiger und wertvoller Teil einer großen Rockband, das gab es zwar schon immer, aber selten wurde es so deutlich wie hier. Keith Richards steht dem als kongenialer Partner nicht nach, seine Gitarrenriffs sind immer das wesentliche Markenzeichen der Rolling Stones. Zwei der 16 Songs singt er, immer in Gefahr, den Ton nicht zu treffen und doch charmant und liebenswert. Charlie Watts trommelt souverän und Ronnie Wood nutzt die Lücken, die Keith Richards lässt, für feinste Licks und Fills und das eine oder andere bemerkenswerte Solo auf diesem bemerkenswerten Album.
»A Bigger Bang« ist klar, eindeutig, reduziert auf das Wesentliche, auf den harten Kern dessen, was man Rock nennt, ohne dabei unfertig oder spartanisch zu wirken. Bass, Schlagzeug, zwei, drei Gitarren, Micks Gesang, ein paar Farbtupfer hier und da, das war’s. Die Hälfte der Songs sind harte Rocker, wie sie nur den Stones gelingen, direkt, unmittelbar, ungeschminkt. Die andere Hälfte, die wenigen Balladen, die Blues-Nummern, die Südstaaten-, Funk- und Americana-Songs, werten dieses Album nochmals auf. Vom rauen ersten Titel »Rough Justice« (Der Name ist Programm) über das laszive, atmosphärisch dichte »Rain Fall Down«, von »She Saw Me Coming«, das wie ein verloren gegangener Track vom legendären »Exile-On-Mainstreet«-Doppelalbum wirkt, bis zum bösen »Look What The Cat Dragged In« setzen die Stones einen Standard, der schwer zu übertreffen ist.
Ein gutes Dutzend Songs über gute und böse Mädchen, echte und falsche Freunde, Rückblicke und Einsichten. Höhepunkte sind dabei das großartige »Laugh I Nearly Died«, ein weises Alterswerk, und dann das zumindest textlich spektakuläre »Sweet Neo Con«, eine bittere Abrechnung mit dem Neo-Konservatismus in den USA. Nein, kein Song direkt über Präsident Bush, wie Jagger in Interviews richtig stellt, aber ein Song über politische Zustände, Verantwortung, Versäumnisse und Fehler. Jagger nimmt jedenfalls kein Blatt vor den Mund.
»A Bigger Bang« ist ein Album, das wachsen wird, über dessen Qualität man endgültig erst in Jahren entscheiden kann. Aber schon jetzt steht fest, das nach wie vor auf das Entschiedenste mit den Rolling Stones gerechnet werden muss. Und damit steht fest: Ja, die Welt braucht ein neues, eben dieses, Stones-Album. Auch wenn uns Mick und Keith nicht gefragt haben.

The Rolling Stones: A Bigger Bang (Virgin UK/EMI)

© nd-online.de
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Die rollenden Knochen der Rolling Stones
06.09.2005

Von Sophie Albers

Was will man eigentlich von Popmusik? Unterhalten werden, fällt einem da spontan ein. Popsongs sollen eine bestimmte Stimmung erzeugen, den Hörer auf Gedanken bringen, die er vorher nicht hatte, herausreißen aus dem Alltag. Das Gefühl geben, dass es da draußen Leute gibt, denen es genauso gut oder schlecht geht wie einem selbst.

Schriebe man diese Anforderungen in eine Liste und machte dann Haken hinter die erfüllten Punkte und Striche hinter die nicht erfüllten, das neue Album der Rolling Stones - "A Bigger Bang" - fiele fast schon nicht mehr in die Kategorie Popmusik.

Und das hat nichts mit dem Alter der Bandmitglieder zu tun, die gerade auf Tour sind und sich mitunter "Rolling Bones" (Rollende Knochen) schimpfen lassen müssen. Es ist etwas anderes, viel Grundlegenderes:

Retro, verzeifelt gesucht

Nämlich was diese Musik eigentlich noch zu sagen hat. Abgesehen vom Aspekt der Nostalgie, dass es einmal eine Zeit gab, in der die Rolling Stones progressiv waren, und dass es eben Menschen gibt, die sich an diese Zeit - aus welchen Gründen auch immer - gerne erinnern. Für die taugen die sauber produzierten und vorgetragenen Rockklassiker vom neuen Album genauso gut wie die immer wieder ausverkauften Live-Shows: das ziehende "Look What The Cat Dragged In", gerader Rock à la "Rough Justice", verregnete Balladen wie "Streets Of Love" oder gerne auch "This Place Is Empty", für das die singende Whiskeyflasche Keith Richards ans Mikrofon durfte.

Doch sonst? Außer Nostalgie lässt sich vielleicht so etwas wie Retro ausmachen, doch wirken die Songs selbst dafür zu altbacken, abgehangen. Irgendwie belanglos, wenn man doch genauso gut Bands wie The White Stripes hören kann. Das rockt auch, und irgendwie scheint Jack White trotz aller Allüren dem Hörer deutlich näher zu stehen als ein Mick Jagger. Denn: Nimmt diesem Mann noch irgendjemand Liebeskummer ab? Interessiert es Automechaniker oder Bankangestellte wirklich, wie sich die Sonntagsdepression eines Multimillionärs anfühlen, der Montagmorgen nicht zur Arbeit muss, sondern gegen Mittag von brasilianischen Models mit Kaviarhäppchen geweckt wird?

Gruselige Sexprotzerei

Zur PR des Albums gehörte unter anderem, dass Richards Böses über das Gemächt von Jagger sagte. Und hier kommt dann vielleicht doch mal das Alter ins Spiel. Bei einem 62-Jährigen ist Sexprotzerei hauptsächlich gruselig, wenn er nicht Hugh Hefner heißt und gerne über sich selbst lacht. Für den anspruchsvolleren Rest des entweder auf dem Kopf oder im Herzen grau gewordenen Publikums sollte der neue politische Anspruch des einen Songs "Sweet Neo Con" herhalten. Doch war der nur genau so lange wild, bis Jagger seine Aussagen relativierte. Schließlich fand das erste Konzert der Tour in Boston statt.

Aber vielleicht ist diese ewige Wiederholung alter Muster - nicht ein Song auf "A Bigger Bang" klingt anders als die Songs, die man eh schon von den Stones kennt - eine neue Marketingstrategie. Schließlich beginnen die Werber wegen der Überalterung der Gesellschaft ihre Kampagnen gerade auf die ab 60-Jährigen auszurichten. Und in diesem Alter hat man es bekanntermaßen nicht so gerne, wenn sich etwas verändert.

© N24.de, Netzeitung
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Rolling Stones präsentieren sich an der Spitze
07.09.05

Autor: Jochen Overbeck

München (rpo). "A Bigger Bang" heißt das neue Album von den Rolling Stones. Und mit diesem Titel platzieren sich die britischen Musiker dahin, wo sie hingehören: nach ganz oben. Auch nach satten 40 Jahren im Musikgeschäft sind Mick Jagger und Co nicht leise geworden. Sie präsentieren sich wichtiger, größer und lauter.

Betrachtet man ihren Erfolg aus einem rein finanziellen Blickwinkel, waren sie das auch schon mit den letzten Studioalben "Voodoo Lounge" (1994) und "Bridges To Babylon" (1997). Nimmt man die kreative Warte, so muss man sagen: So herzerfrischend hat die Band seit dem 1989er-Comeback "Steel Wheels" nicht mehr gerockt. Woran liegt's? Mick Jagger gibt selbst die Antwort: "Wir bemühen uns nicht selbst, cool zu sein oder so. Wir machen das aus Liebe zur Musik, wir spielen auch noch sehr gerne live", sagte er dem britischen Radiosender Virgin Radio. Das zeigt sich vor allem im herzhaft klingenden "Streets Of Love", der ersten Single aus dem Album: "Ein klassischer Stones-Song! Melodiös, und schnell entstanden. Es ist eine unserer typischen Balladen und besitzt eine schöne Dynamik."

Und Dynamik, das war immer das, worum es bei den Stones ging. Während die Beatles den Popsong suchten, die eingängigen, aber fein austarierten drei Minuten, suchten die Stones die Kraft. Der Blues war immer ihr Motor, was sich immer noch am besten in "Aftermath" (1966) zeigt. Die erste Platte, die ausschließlich aus Eigenkompositionen bestand, ist nach wie vor eines der aufregendsten britischen Alben aller Zeiten. "Paint It Black" oder "Under My Thumb" sind immer noch Rock-Klassiker, und nicht umsonst Bestand des Live-Sets der Band. Das zweite große Stones-Album war "Let It Bleed", das im unglaublichen "You Can't Always Get What You Want" gipfelte und Auftakt für einen im Popbusiness unerreichten Hattrick war. Auch die Nachfolger "Sticky Fingers" und "Exile On Main Street" erreichten in allen relevanten Musikmagazinen Bestnoten. Die Stones waren auf dem Höhepunkt ihres Erfolges.

Aber dann war da eben noch das Leben. Und das meinte es nicht nur gut mit Mick Jagger, Keith Richards und Co. Der zweite Gitarrist Brian Jones wurde 1969 tot im Swimmingpool aufgefunden, im selben Jahr wurde ein Fan bei einem riesigen Open-Air in Altamont bestialisch von einem Hells-Angels-Ordner umgebracht. Die Aufnahmen zu den oben genannten Schlüselmomenten der Band wurden von teilweise gravierenden Drogenproblemen begleitet, die besonders Keith Richards mehrere Jahre lang außer Gefecht setzten. In den 80er-Jahren folgte schließlich eine Periode der Ödnis, die erst 1994 mit Voodoo Lounge ihr Ende finden konnte.

Natürlich wirken die Rolling Stones knappe 45 Jahre nach ihrer Bandgründung manchmal etwas - nun ja, nennen wir es bemüht. Aber, und das ist der ganz große Unterschied zu vielen anderen Kapellen, die Magie, die Chemie, die blitzen durch. Zum Beispiel bei den Live-Konzerten. Nicht in diesen Pathos-Momenten, nicht bei den bombastischen Lightshows. Aber immer dann, wenn's etwas intimer wird. Zu sehen auf der letzten Tour. Da wurde alles dunkel, Jagger und Richards begaben sich auf eine kleine Extra-Bühne mitten in der Crowd und spielten um ihr Leben. Den Rock, den Blues. Eben wie die größte Band der Welt

© teleschau - der mediendienst
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„A Bigger Bang“ von „The Rolling Stones“
07.09.2005

Norbert Bartnik

Auf dem neuen Album gibt es solide Rocksongs ohne modische Mätzchen

Älter zu werden hat auch etwas Gutes. Man muss nicht mehr jedem musikalischen Trend hinterher hecheln, keine peinlichen Glitzerklamotten mehr tragen, niemandem mehr etwas beweisen. Und man kann sich auch mal ganz locker auf einen Barhocker setzen und einen klassischen Blues singen, nur begleitet von Gitarre, Klavier und Harmonika.

Der Blues heißt „Back of my hand“ und ist mit seiner Beschränkung auf die einfachsten Mittel meilenweit entfernt von dem bisweilen orchestralen Bombast, mit dem sich die Rolling Stones auf ihren Alben der neunziger Jahre umgaben. Da sorgten zu viele Begleitmusiker und Backgroundsängerinnen für einen Klangbrei, in dem der klassische Stones-Sound nur noch mit viel Mühe zu erkennen war.

Nun also die Rückkehr zum Echten, Guten und Wahren des Rock‘n‘Roll: Keith Richards sorgt für die satten, erdigen Gitarrenriffs, Ronnie Wood für ein paar Soloklänge und Charlie Watts für die solide gehämmerte Basis.

Dazu die Stimme Mick Jaggers, die nichts von ihrer Variationsbreite verloren hat: ruppig röhrend bei „Rough Justice“, „Let me down slow“ und „It won’t take long“, sanft säuselnd bei Balladen wie „Biggest Mistake“.

Natürlich ist das alles nicht neu: Immer wieder hört man Passagen, die einem irgendwie bekannt vorkommen: Da ein wenig „Brown Shugar“, da ein wenig „Gimme Shelter“, vor allem aber Klangmuster, die an die frühen siebziger Jahre erinnert.

Es ist die Zeit von „Exile on Main Street“ und „It’s only Rock‘n‘Roll“, die hier zum Leben erweckt wird, ergänzt durch ein paar funkige Einsprengsel aus späteren Jahren. Die Meister zitieren sich selbst, aber sie tun es so kraftvoll, dass die neuen Songs rasch zum Standardrepertoire zählen werden.

Eher melancholisch sind die beiden Stücke, in denen Keith Richards die Vocals übernommen hat: „This Place is empty“ und „Infamy“ bieten Verschnaufpausen im Power-Sound.

Angesichts von einer Stunde Stones in Hochform nimmt man es nicht übel, dass mit „Streets of Love“ auch eine klassische Schnulze auf dem Album ist, deren Weg an die Spitzen der Hitlisten schon vorgezeichnet ist.

Aber derlei Schmusepop zum Feuerzeug- und Handyschwingen ist unerlässlich, insbesondere für die Deutschland-Konzerte im kommenden Jahr: Da wird dringend ein Ersatz für das durch die CDU-Wahlkampfeinsätze stark strapazierte „Angie“ benötigt.

Wer sich von dem Album aufgrund der Single-Auskopplung allerdings weitere Seichtigkeiten erhofft, wird schon rasch den Lautstärkeregler zurückdrehen. Da brettern Gitarren-Breitseiten auf den Hörer ein, die kaum für den Wohlfühlkosmos der diversen Hitradios gemacht sind.

Verglichen mit Mick, Keith und Co. wirken die derzeit im Dudelfunk so beliebten Edel-Punks von „Green Day“ wie brave Chorknaben.

Nach langer Zeit haben sich die Stones mit dem Song „Neo-Con“ sogar mal wieder ein politisches Statement geleistet, was ihnen die nationalistische Szene in den USA sehr übel nimmt.

Die Aufregung ist freilich überflüssig, schließlich haben sich die Stones nie als Propagandisten verstanden – „Street Fighting Man“ wurde schon in den siebziger Jahren gründlich missverstanden.

Tatsächlich geht es um Musik, vielleicht auch – mit gebührendem Abstand betrachtet – um etwas mehr. „Als letzte große Spätlese eines Gesamtkunstwerks“ jubelt die Plattenfirma das Album hoch. Das ist dann doch etwas zu viel des Guten.

„A Bigger Bang“ bietet einfach nur schlichte, gute Rocksongs. Manche werden sie altbacken und nostalgisch finden, andere verglichen mit der derzeitigen Hitparadenkost geradezu erfrischend.

Aber es ist sicher keine Spätlese. Dergleichen fällt oft etwas süßlich aus. Eher könnte es ein lange verschollen geglaubtes Frühwerk sein, das jetzt ganz überraschend aus den Archiven aufgetaucht ist.

© echo-online.de
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Rolling Stones :: Etliche Streams zum reinhören
08.09.2005 

von ZYs-Service

245 Lebensjahre, die tiefe Furchen in ihre Gesichter gezogen haben. So sehen wahre Legenden aus. Allein, sich nach 43 Jahren Bandgeschichte noch immer eine Lebensgier bewahrt zu haben, die die Rolling Stones in den nächsten 18 Monaten rund um den Erdball jagt, verdient schon höchsten Respekt. Millionen Menschen lieben sie dafür. Und sie werden auch „A Bigger Bang“ lieben. Abgöttisch. Das als liebevolle Verbeugung vor dem Genius von Stephen Hawking betitelte Opus ist mit 16 Songs der umfangreichste Longplayer seit „Exile On Main Street“ aus dem Jahr 1972. Und die Prämissen, unter denen dieses prachtvolle Spätwerk in Frankreich entstand, hat Mick Jagger gegenüber dem Rolling Stone klar umrissen. „Concentrate on what you’re doing. No fucking about or jamming for days. I thought, ’We can’t do this album the way we’ve been doing them, spending months in a studio with hundreds of people. It’s difficult, expensive and not much fun’.”

Back To Basics. Das heißt, neben dem Kernquartett Jagger, Richards, Watts und Wood gehörten Bassist Darryl Jones, Keyboarder Chuck Leavell sowie Co-Produzent Don Was zur wesentlichen Besetzung, mit der die Aufnahmen bestritten wurden. Das heißt aber auch, dass sich das Autorenduo Jagger/Richards auf seine Stärken besonnen und konzentriert hat: auf den so unverkennbaren wie unverwüstlichen Old-School-Rooster-Rock von „Rough Justice“ und „Oh No Not You Again“ etwa, den kein anderer so archetypisch ins Mikro bellt und auf der Bühne balzt wie Mick Jagger; auf aus Southern-Funk herauskristallisierte Dancefloor-Smasher wie „Rain Fall Down“ und „Dangerous Beauty“; aber auch auf großflächige Stones-Balladen für die Ewigkeit wie „Streets Of Love“: ein neues Angie ohne Namen. Samt Schmelzchören und Feuerzeugsoli. Hinreißend. Und die Rückkehr zu den alten Blueswurzeln animierte den deutschen Rolling Stone gar zu einer poetischen Eloge: „Jetzt kriegt er uns am Ende wohl doch noch, der Blues, die alte Lederhand, die freilich wieder nur ein Handschuh ist, in dem die Knochenklaue von Keith Richards steckt. Man kann ja durchaus Stones-Freund sein, ohne größeres Interesse an langen Slide-Gitarren-Improvisationen und Harp-Gehoppel zu haben, doch hier kommt ’Back Of My Hand’: ein knirschendes, trödelndes Pseudo-Delta-Blues-Stück, im Rückgrat nur ein Maraca-Rascheln, Gitarren, die links und rechts grummeln und splittern. Mick Jagger quengelt und summt geil durch die Nase, die Harmonika flackert penetrant.“

Zweifellos haben sich die Rolling Stones schon vor Jahr und Tag ein Denkmal gesetzt. Nie würden sie live auf all die Klassiker aus den ersten zwei Schaffensdekaden verzichten, auf „Midnight Rambler“, „Sympathy For The Devil“ oder „Satisfaction“, um nur drei beliebige aus dem Olymp ihrer Evergreens zu nennen. Gleichwohl könnten sich in die Top 100 der besten Stones-Songs aller Zeiten demnächst gut und gerne einige neue mischen. „Let Me Down Slow“ oder „It Won’t Take Long“, zwei dieser unverwechselbaren Jagger-Richards-Perlen, mit denen man so schnell vertraut ist, dass der Schritt zum kollektiven Bewusstsein, in das sich solche Songs verankern, denkbar kurz ist. Aber auch Keith Richards’ fahrig intoniertes „This Place Is Empty“, traurigster Song eines ansonsten das Leben in Rausch und Bogen feiernden Albums, ist ein Anwärter auf langfristigen Genuss. Einen so streitbaren Song wie „Sweet Neo-Con“, Mick Jaggers harsche Abrechnung mit den Neokonservativen in der US-Regierung, hat es allerdings schon lange nicht mehr gegeben. Dass die Washington Post mit der Schlagzeile „Stones Paint White House Black“ den Nagel auf den Kopf traf, zeigt aber auch, dass bei aller Brisanz, die diesem politischen Song innewohnt, durchaus noch Platz für Humor ist. Am Ende des Tages gilt ohnehin die Devise: It’s only rock’n’roll…

Und einem Mick Jagger, der es in einer so feucht verschwitzten Nummer wie „She Saw Me Coming“ tatsächlich mit bewundernswertem verbalen Minimalismus schafft, Männchen und Weibchen gleichermaßen aufzugeilen, ist den Fans allemal wichtiger. „A Bigger Bang“ wird in die Stones-Geschichte vielleicht als letzte große Spätlese eines Gesamtkunstwerks eingehen, das Generationen geprägt hat und Millionen von Menschen tief in ihrem Inneren verändert hat. Ihre „A Bigger Bang“-Welttournee haben die Stones unlängst mit einem Stadionkonzert in Boston begonnen. Natürlich mit „Start Me Up“, dem älteren Bruder von Robbie Williams’ „Let Me Entertain You“, wenn man so will. Und die Stones wären nicht die Stones, wenn sie nicht alles geben würden. A Bigger Bang, schon die Bühne: eine 300.000-Tonnen-Konstruktion, 100 Meter breit und 30 Meter hoch. Ein Tour-Koloss, der nach den USA nach Südamerika, Australien, Asien zieht und im Sommer nächsten Jahres Europa erreichen wird. Ganz gleich, wer dann auf dem Fußballrasen Weltmeister wird, die Rolling Stones kommen als amtierende Weltmeister des Rock’n’Roll.

© www.promoshow.de
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Rolling Stones - Die Kardinalswürde steht älteren Herren einfach am besten
09.09.2005

Von Edo Reents


09. September 2005 Dieses würde die beste Platte seit acht Jahren werden - das stand schon deswegen vorher fest, weil es seit „Bridges To Babylon” von 1997 kein Studioalbum mehr gab. Wenn man nun „A Bigger Bang” auflegt, merkt man schon beim ersten Lied, daß der Titel nicht zuviel verspricht: Es ist die beste „Rolling Stones”-Platte seit, sagen wir: „Tattoo You”, jenem letzen Meisterwerk von 1981, das mit dem Song „Start Me Up” der Diskoära den finalen Tritt in den Hintern versetzte und auch insgesamt, mit letztmalig gekonnten Anleihen an Blues, Country und Soul, überzeugte.

Diese Bandbreite erreichten die „Rolling Stones”, die damals auf die vierzig zugingen, nachher nie wieder, und sie wurde von ihnen auch gar nicht mehr erwartet. Auch das neue Werk (das wievielte eigentlich?) kommt da kaum heran; dafür überzeugt es mit einem druckvollen, homogenen Klang, der in seiner körnigen, dicht arrangierten Gedrängtheit an die musikalisch überraschungsfreie, aber attraktive Übersuperstarzeit zwischen „It's Only Rock'n'Roll” und „Some Girls” erinnert, eine Phase, in der sich die Musiker in einem bequemen Muckertum eingerichtet hatten. Es hat sich jedenfalls ausgezahlt, daß Jack Joseph Puig die meisten Titel noch einmal abgemischt hat. Produziert wurde das Ganze von dem bewährten Don Was sowie von den Glimmer Twins persönlich.

Sie röhren wieder los

Wenn der CD-Display sechzehn Titel und eine Gesamtdauer von vierundsechzig Minuten und zwanzig Sekunden anzeigt, dann möchte man die Scheibe am liebsten gleich wieder herausnehmen: Muß das denn immer so lange dauern, soviel Zeit hat doch kein Mensch, sich das alles anzuhören!? Doch dann röhren sie in guter alter und überhaupt nicht peinlicher Manier los: „Rough Justice”. Es ist ein rohes, primitives Lied, also bestes „Stones”-Material. Keith Richards' Akkorde klingen auf völlig unkünstliche Weise dreckig, Ron Wood setzt seine Soli dagegen, als träte er gerade zum Vorstellungsgespräch an. Das ist nun auch schon wieder dreißig Jahre her, dabei gilt er noch immer als der Neue, aber besser der Neue bei den „Rolling Stones” als gar keiner, wie Darryl Jones, der sich als Bill-Wyman-Ersatz treu und unauffällig in den Bandkörper einfügt, aber wohl nie festes Mitglied werden wird.

„Let Me Down Slow” ist eine Uptemponummer, wie sie auch auf „Some Girls” nicht weiter aufgefallen wäre. Nur macht sich hier der manirierte Gesang schon etwas störend bemerkbar, den Jagger auf seinen Soloplatten zum Einsatz bringt. Man kann sich gut vorstellen, wie Richards im Studio versucht hat, diese Unart in Schach zu halten, und muß zugestehen, daß ihm das die meiste Zeit auch gelungen ist. Dafür singt er selbst immer schlechter und wird es auch nicht mehr lernen. Zu den ganz großen Zeiten durfte er höchstens alle drei Platten ein Lied singen und machte das auch ganz ordentlich, weil er von Mick Jagger fast nicht zu unterscheiden war, bei „You Got The Silver” beispielsweise oder „Happy”. Das riß dann allerdings so stark ein, daß er auf jeder Platte mittlerweile mit zwei Darbietungen vertreten ist. Die beiden Lieder, die er diesmal beisteuert, mögen musikalisch in Ordnung gehen, stimmlich sind sie eine Zumutung: „This Place Is Empty” ist eine Altherrenballade; „Infamy”, mit dem das Album schließt, langweilt mit Indifferenz.

Abgaben an den Zeitgeschmack

Einer der sehr guten, weil typischsten Titel ist der elastisch groovende Rocker „It Won't Take Long”, der die Gospellastigkeit von „Exile On Main St.” angenehm in Erinnerung ruft und dabei so zeitlos klingt, wie es die Musik dieses letzten absoluten Meisterwerks insgesamt tat. Danach, nach 1972, sahen sich die „Rolling Stones” veranlaßt, ihre ganz eigenen Abgaben an den Zeitgeschmack 

abzuführen, womit sich insbesondere Mick Jagger hervortat, der mit tuntig-schwülen, Reggaetiteln wie „Hey, Negrita” oder „Emotional Rescue” sein androgynes Image in Grund und Boden parodierte und später, auf seinen Sololiedern, dem Zeitgeschmack bisweilen wieder recht nahekam.

Zu all diesen Manierismen kehrt er nun souverän zurück. „Oh No Not You Again” bietet die aufgeregte Teenagerlyrik des geplagten Liebhabers, die sich den aufgekratzten Klängen passend anschmiegt; „She Saw Me Coming” ist ein verkappter Reggae, ein schwer lastender Song, angestrengt gesungen. Der Funktitel „Rain Fall Down” offenbart, daß die „Rolling Stones” oder zumindest Jagger und Richards den Rap ernst nehmen, und mutet in seiner frechen Gimmickhaftigkeit an wie „Sweet Thing” , Jaggers verblüffend moderner Hit von 1993.

Am Ende drehen sie nochmal auf

„A Bigger Bang” besticht vor allem mit seinen Bluesanteilen. Das heult und knarzt zuweilen ganz wie 1969 oder noch früher, als die Band dem Deltablues so nahe war. „Back Of My Hand” klingt fast wie „Little Red Rooster”; „Dangerous Beauty” vergegenwärtigt die späten Stärken der Band und ruft die besten Momente der vorletzten Studioplatte „Voodoo Lounge” in Erinnerung. Gegen Ende drehen sie nochmal auf, ruppigen Rhythm&Blues gibt es da, der freilich recht breitbeinig daherkommt.

Schließlich der wahrscheinlich beste Song dieses neuen Albums: „Laughin Early Died” ist eine Ballade, wie sie nur Jagger und Richards hinbekommen, mit introspektivem, grübelnd-klagendem Beginn und sich dann in eine behutsame Verzweiflungsorgie steigernd. Man mag so etwas lächerlich finden, und vielleicht ist Mick Jagger dafür auch zu alt; aber gesanglich macht ihm das keiner nach. Seine Stimme klingt hier, wie überhaupt über weite Strecken der Platte, verjüngt, nicht mehr so angestrengt rotzig wie Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre.

Mediokre Bush-Kritik

Den meisten Wirbel hat vorab allerdings der mediokre Song „Sweet Neo Con” gemacht, in dem Mick Jagger recht ist, was doch jedem Landesminister und Stadttheaterindentanten billig ist: Allerweltssprüche über den so bomben- wie ölversessenen amerikanischen Präsidenten von sich zu geben, bei denen man gar nicht wissen will, ob es sich dabei um richtige Erkenntnisse oder um Ressentiment handelt. Anti-Amerikanismus dürfte Jagger jedenfalls schwer nachzuweisen sein. Überhaupt hatte man den Eindruck, die vor Erscheinen losgetretenene und völlig lächerliche Debatte, ob die „Rolling Stones” plötzlich „politisch” geworden seien, verdankte sich hauptsächlich der Erleichterung darüber, daß es endlich wieder einen Anlaß gab, über die Band zu schreiben.

Die Wahrheit liegt in der Rille, und man muß sagen, daß die „Rolling Stones” dieses Heimspiel doch recht hoch gewinnen. „A Bigger Bang” knallt rein in die katholische Kreationismusdiskussion, als hätte sie der Kardinal Schönborn persönlich gerufen. Es ist eine Platte geworden, der man Achtung entgegenbringen muß und die sich von den psychedelischen Mätzchen der letzten vorteilhaft unterscheidet: durch und durch wertkonservativ, frei von Schwachstellen, frei aber auch von wirklich zündenden Songideen, mit denen die „Rolling Stones” einst die Welt oder zumindest unser Bewußtsein veränderten. Das war einmal. Die Kardinalswürde steht ihnen jedenfalls.

The Rolling Stones, A Bigger Bang. Virgin 337994 (EMI)

© Text: F.A.Z., 10.09.2005, Nr. 211 / Seite 46
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1965 erster Stones-Auftritt in Deutschland
09.09.2005


Münster (dpa) - Zum 32. Mal sind die Rolling Stones jetzt auf Welttournee - in den großen Metropolen. Wenn sie heute auftreten, bringen sie riesige Stadien mit zehntausenden Fans zum Kochen.

Als die mittlerweile legendäre Rock'n'Roll-Band am 11. September 1965 zum ersten Mal in Deutschland spielte, ging es beschaulicher zu: mit Fans in Krawatten und geordneten Sitzreihen. Nicht in Berlin oder Hamburg, sondern in Münster.

Damals hatten die Rolling Stones gerade ihren großen Erfolg gelandet: «Satisfaction» war der Hit des Sommers 1965. Der erste Deutschland-Auftritt der «bösen Jungs aus England», wie die Presse sie nannte, war eine Sensation. Rund 10 000 Fans pilgerten zur Halle Münsterland, dazu unzählige Fernsehsender und Zeitungen.

In ihrer Heimat hatten die Stones da bereits mehrfach für Aufruhr gesorgt. Dort endeten ihre Konzerte regelmäßig mit Ausschreitungen und Straßenschlachten. Münster wappnete sich fürs Äußerste mit Hunderten Polizisten, Ordnern, sogar einem Wasserwerfer und Nebelgranaten - völlig umsonst.

Es ging gesittet zu im Westfälischen. Brav ließen sich die Jugendlichen von weiß gekleideten Ordnern zu ihren Sitzplätzen begleiten. Viele trugen Anzug, Hemd, dunkle Krawatte. «Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Die sahen zum Teil aus, als gingen sie zu einer Beerdigung oder zur eigenen Konfirmation», beschreibt der stellvertretende Leiter des Stadtmuseums Münster, Axel Schollmeier, die damalige Szenerie. Er hat in der Sammlung des damaligen Pressefotografen Willi Hänscheid Fotos vom Stones-Konzert gefunden. Ab Ende September sind die rund 80 Bilder in einer Ausstellung im Stadtmuseum zu sehen.

«Erst als die Rolling Stones damals auf die Bühne kamen, begannen die Leute auf die Stühle zu steigen und zu kreischen», erzählt Wolfgang Hänscheid, der damals zusammen mit seinem Vater Willi die Pressefotos auf dem Konzert schoss - als 18-Jähriger. «Als ich da raus kam, war ich hörgeschädigt», sagt er. Dennoch: Nur ein paar kaputte Sitze waren am Ende der Höhepunkt der Eskalation.

www.muenster.de/stadt/museum

© Von Christiane Jacke, dpa
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It's only Rock 'n' Roll: Rückkehr mit Urknall
09.09.2005

Was braucht der Rock? Zwei, drei Gitarren, ein Schlagzeug und eine Stimme. So einfach ist das. So verdammt simpel. Rock braucht keinen Bombast. Keinen Studioglimmer. Keine Techniktricks. Kein Herumgespiele. Kein Klangblankgewiener. Rock ist schmutzig. Rock ist ungeschliffen.

Endlich haben sich die letzten aktiven Dinos des swinging London der 60er genau darauf besonnen. Auf eine Reise zurück zu den Wurzeln. In die Ära des Urknalls in Rock. "A Bigger Bang" (so was wie: größer als der Urknall) heißt die CD, mit der ein achtjähriges Schweigen endet. Die "Stones" sind zurück - und wie!

Vergessen "Voodoo Lounge" und "Bridges To Babylon", die zuletzt doch eher im fahlen Abglanz der großen Jahre schwammen. "A Bigger Bang" ist anders. Ganz anders. "A Bigger Bang" ist roh, rau, robust, rebellisch. "A BiggerBang" knickt nicht weg vor weichgespülten Charttrends. "A Bigger Bang" ist "Stones" pur. Die harten Riffs von Keith Richards, der knochentrocken, gnadenlos treibende Schlag von Charlie Watts, ein paar Fills von Ron Wood - und Mick Jagger. Eine Stimme, die schleppt, die nölt, die fistelt, die knarzt und flüstert, die ruppig ist und - Überraschung - melancholisch ("Streets Of Love") einer Liebe hinterher trauert.

Das Geheimnis hinter "A Bigger Bang" ist wohl die wiedergefundene Harmonie zwischen Mick Jagger und Keith Richards. Die Glimmer Twins haben alle 16 Songs geschrieben. Richtige "Stones"-Songs, mit Schweiß und Schwielen, Zorn und Zärtlichkeit. Es rollt jedenfalls mächtig. Einziger wirklicher Durchhänger: das verblueste "Back Of My Hand". Nerv- und stimmungstötend, aber gottlob nicht überlang. Die beiden Gesangsversuche von Keith Richards ("This Place Is Empty", "Infamy") sind rührend und nett, aber verzichtbar.

Was womöglich daran liegt, dass "A Bigger Bang" eine richtige Jagger-Scheibe ist. Er ist der Anheizer, der Verführer, der manierierte Vokalartist und der Gitarrero. Mick fehlt bei kaum einem Lied an der Gitarre. Da entsteht unter den monoton geschlagenen Richards-Riffs (Klangzeichen der "Stones") eine ganz eigene Farbe.

Aber alles auf "A Bigger Bang" bleibt immer "Stones". Wunderbar die ungeschminkten Treibhausnummern ("Rough Justice", Let Me Down Slow", "It Wont Take Long", Oh No, Not You Again"). Erstklassig das angefunkte "She Saw Me Coming", das ruhige "Biggest Mistake", die traurige Stimmungsmalerei in "Streets Of Love". Gitarren, Drums, eine Stimme. Und Songs, die rocken und rollen. So einfach ist das. "A Bigger Bang" knallt richtig rein.

Norbert Wehrstedt

© Leipziger Volkszeitung
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Ein Urknall von den Urgesteinen
10.09.2005

Die Rolling Stones pfeifen mit „A Bigger Bang“ auf Trends, Singles und Modernismen

Von unserem Redakteur
Michael Kraft


FULDA Kein Mensch würde dem Mond vorwerfen, dass er sich immer noch um die Erde dreht. Nicht einer käme auf die Idee, sich über die Flüsse aufzuregen, weil sie immer nur bergab und immer bloß ins Meer fließen. Und niemand würde es wagen, über die Rolling Stones zu meckern, weil sie eine Platte mit genau der Musik aufgenommen haben, die sie schon vor 40 Jahren machten.
Man muss sich dieser Zeitspanne einmal klar werden: Als Mick Jagger, Keith Richards und Mick Jones anfingen, gemeinsam Musik zu machen, war die Berliner Mauer noch nicht gebaut. Bayern München hatte gerade erst eine einzige deutsche Meisterschaft gewonnen. Und Bono war noch nicht einmal geboren. So lange ist das her. Allerdings: Dass die rollenden Urgesteine immer noch auf der Bühne stehen, ist zwar ein Wunder, aber kein Verdienst. Einen Bonus als historisches Relikt, popkulturelles Unikum und medizinisches Phänomen haben die Stones deshalb nicht. Im Gegenteil: Gerade weil sie so lange auf so hohem Level agierten, erwartet man auch von den alten Herren eine gute Platte.
Und die bekommt man. „A Bigger Bang“ (Virgin), das erste Werk mit komplett neuen Songs seit acht Jahren, ist in der Tat ein kleiner Urknall. Denn Jagger und Richards, die fast alles an diesen 16 Liedern gemacht haben, kümmern sich diesmal einen Dreck um Radiotauglichkeit, Singles, Trends oder Modernismen. Hatten zuletzt, auf „Bridges To Babylon“, noch die angesagten Dust Brothers für einen aktuellen Sound sorgen sollen, klingt die neue Platte nun eher staubig-historisch und sehr nach den Stones-Glanztaten. Vor allem „Exile On Main Street“ muss als Bezugspunkt genannt werden – auch, weil wieder in einem Keller aufgenommen wurde. Freilich fehlt (neben dem Heroin und der Steuerflucht) hier das Existenzielle und Kaputte. Trotzdem waren die Stones schon lange nicht mehr so nackt und nah.
Das ist die nächste Assoziation: Wer die Band in letzter Zeit live gesehen hat, wird bei vielen Songs auf „A Bigger Bang“ sofort an den Teil der Show denken, wenn sich Jagger, Richards, Wood und Watts auf die kleine Bühne begeben und dort meist akustische Stücke spielen. Beinahe glaubt man dann, dass die Stones eigentlich bloß eine Kneipenband sind, die allerdings die Chuzpe hat, sich auf Stadionbühnen mit Pyrotechnik und Videoleinwänden zu wagen. So klingt die neue Platte: intim und echt, spontan und erdig.
Es ist keineswegs (noch) ein Album, das Jagger und Richards auf Autopilot geschrieben haben, trotzdem ist alles da, was man von den Stones will. Der trockene Bumms des wieder genesenen Charlie, Keiths inspirierte Riffs und Micks Gesang. Ob auf „Streets Of Love“, „Let Me Down Slow“ oder „She Saw Me Coming“: So gut wie Jagger gibt nach wie vor keiner den geilen Bock, das dankbare Opfer oder den grandiosen Trottel, der nichts gelernt hat und noch immer in jede (Venus-)Falle tappt.
Ausgerechnet der Song, um den es reichlich Wirbel gab, weil er die Heuchelei und Blindheit der Amerikaner und ihres Präsidenten aufs Korn nimmt („Sweet Neo Con“), wirkt musikalisch eher etwas schwach auf der Brust. Sonst überzeugt alles. Zweimal darf Keith Richards singen (den Schmachtfetzen „This Place Is Empty“ und den Rausschmeißer „Infamy“). Das famose „Oh No, Not You Again“ (was natürlich der bessere Titel für das Album gewesen wäre) zwinkert kurz mit den Augen, der Rest sind pure Stones.
Kurze Verwirrung kommt bloß bei „Look What The Cat Dragged In“ auf. Das Riff erinnert sehr stark an „Need You Tonight“ von INXS, und dann singt Jagger auch noch, als würde er Michael Hutchence imitieren. Aber natürlich war es umgekehrt.

© Fuldaer Zeitung
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Sir Mick ist verschnupft
11.09.2005

Mick Jagger mag es nicht, wenn man ihn nach seinem Verhältnis zu George W. Bush, brasilianischen Models oder Ärger mit Keith Richards fragt. Wir haben es trotzdem getan.

Wie spricht man Sie jetzt korrekt an? Sir Michael Jagger?
Mick ist okay. Keiner nennt mich Sir. Nur sehr merkwürdige Leute.

Bedeutet Ihnen die Ritterwürde etwas?
Es ist schon eine Ehre. Manche Leute machen sich dann neue Briefköpfe und wollen, dass jeder sie so nennt. Für mich ist das nur ein Kompliment. Ich nehme das nicht allzu ernst.

Keith Richards sagte, er würde die Ritterwürde von der Queen nie annehmen. Er würde sie sich in den Arsch schieben.
Er würde sie auch nie bekommen. Er hat sich so darüber ausgekotzt, dass keiner ihm die Ehre je zukommen lassen würde.

Richards sagte...
Mich interessiert nicht, was er sagt. Danke schön.

Richards sagte gerade wieder: "Oft wollten wir uns gegenseitig umbringen."
Ich will nicht darüber sprechen.

Immerhin haben Sie die Songs für das neue Album wieder gemeinsam geschrieben. Ganz wie früher?
Nein, auf sehr unterschiedliche Weise. Ich habe erst viele der Texte geschrieben und dann die Melodien. Oft habe ich sogar zuerst den Titel gesucht und danach die Songs geschrieben. Dann habe ich Demotapes gemacht und sie Freunden vorgespielt. Du denkst immer, alles, was du schreibst, ist gut, aber nicht alle sehen das so. Ich habe also viele Songs geschrieben, bevor ich Keith traf. Er hat dann noch einige beigetragen, und ich habe ihm dabei geholfen.

Klingt so, als hätten Sie die Hauptarbeit geleistet.
Das habe ich nicht gesagt. Wir haben uns zusammengesetzt, meist in meinem Haus in Frankreich, und die Ideen dann weiterentwickelt. Aber es ist gut, vorbereitet zu sein. Wir treffen uns nicht und schreiben gemeinsam 20 Songs. Der Druck wäre zu groß. Irgendwann kam Charlie dazu. Dann haben wir zu dritt gearbeitet und daraus die Platte gemacht. Wir haben die Zahl der beteiligten Leute sehr begrenzt.

Sagen Sie Keith Richards offen: Das ist ein furchtbarer Song, den du da geschrieben hast?
Nein, da musst du diplomatischer sein.

Selbst unter guten Freunden? Sie kennen sich seit fast 60 Jahren.
Ja, ich glaube, man sollte immer nett sein. So wie meine Mutter sagen würde: Wenn du nichts Gutes sagen kannst, sag lieber gar nichts.

Aber der andere weiß Bescheid.
Klar. Einmal sage ich: Der Song ist super, fantastisch. Bei einem anderen sage ich: hmmm. Dann weiß er Bescheid.

Ist die Rivalität zwischen Ihnen nicht Teil einer großen Inszenierung?
Die Medien schreiben darüber ohne Ende.

Es ist also nicht wahr?
Nicht wirklich. Wir verstehen uns gut, 99 Prozent der Zeit. Du kannst nicht erwarten, dass Leute immer einer Meinung sind. Wir arbeiten hart zusammen. Aber ich arbeite auch hart mit Charlie an allem Visuellen, am Bühnendesign. Charlie und ich streiten uns häufiger als Keith und ich. Und niemand schreibt darüber. Ist das nicht interessant?

Dreht sich heute im Showbusiness nicht alles nur noch ums Verkaufen, ums Promoten?
Ja.

Ist nicht auch die Kontroverse um den Text Ihres Songs "Sweet Neo Con" über die Kriegspolitik der Bush-Regierung Teil einer Strategie, um Schlagzeilen zu machen?
Nein, ich habe das doch nicht aus strategischen Gründen geschrieben. Im Gegenteil. Wir haben den Song lange zurückgehalten und Kritikern zunächst nicht zugänglich gemacht. Wir wussten, irgendwann werden die Medien darüber schreiben, aber wir wollten, dass es nicht schon am Anfang der Publicity-Hit wird.

Wie nahe geht Ihnen der Irak-Krieg wirklich?
Es geht in dem Song nicht nur um den Krieg. Ich will eigentlich nicht darüber sprechen. Der Song existiert. Er sagt, was er sagt. Er ist keine persönliche Attacke gegen Präsident Bush. Aber er enthält Kritik an der Politik, die er verfolgt.

Warum fällt es Ihnen so schwer, darüber zu sprechen?
Es ist nicht schwer, es ist nur sehr komplex für ein so kurzes Interview, und ich weiß nicht, wie seriös der stern ist.

Schon seriös.
Okay. Hatte ich vergessen. Deutsche Magazine sind nicht gerade bekannt für ihre Seriosität. Also, es ist ein direkter Song. Als ich ihn schrieb, dachte ich: Wow, das ist ziemlich starker Tobak. Manchmal schreibst du einen Song und weißt nicht, woher er kommt. Es ging sehr schnell. Ich schrieb ihn. Spielte den Bass ein und schnell Gitarre, dann schnell den Gesang, alles in einer Stunde. Wenn du dann einen Schritt zurückmachst, denkst du: Das ist ziemlich heftig. Habe ich das wirklich so gemeint?

Und?
Ja, habe ich.

In dem Song heißt es: "Du nennst dich Christ. Ich nenn dich Heuchler. Du nennst dich Patriot. Ich denke, du bist voller Scheiße." Damit können Sie doch nur Bush gemeint haben. Den wiedergeborenen Christen.
Alle Neokonservativen sind Christen.

Nein. Scooter Libby nicht. Richard Perle nicht. Paul Wolfowitz nicht.
Aber die meisten sind es. Gestatten Sie mir wenigstens das.

Der Sweet Neo Con ist also doch Bush.
Nein, ist er nicht. Nichts bezieht sich direkt auf ihn.

Es wirkt so, als wollten Sie nicht darüber sprechen, weil Sie in den USA einen Backlash fürchten, einen Boykott durch die Rechten, wie Bruce Springsteen und die Dixie Chicks das erleben mussten.
Ach, ich will darüber nicht zu viel sprechen. Ich will nicht, dass diese Geschichte alles andere überstrahlt, verstanden. Ich kann es Ihnen, der Sie von einem deutschen Magazin kommen, ja sagen: In Amerika sind sie nicht sehr tolerant anderen Meinungen gegenüber. Amerika ist zu Recht sehr stolz auf seine Tradition der freien Meinungsäußerung - aber das gilt nur so lange, bis du etwas sagst. Sie sind sehr empfindlich. Wenn du irgendwas kritisierst in Amerika, musst du sehr vorsichtig sein. Äußere solche Dinge in Europa, und die Leute sagen nur: Na und?

Ich frage mich, in welchen Zeiten wir eigentlich leben, wenn die Stones, die mal als Rebellen galten, sich so verteidigen müssen für einen politischen Song.
Das sage ich doch. In dem Song heißt es. "It's liberty for all, democracy's our style, unless you are against us, then it's prison without a trial." Aber letztendlich war die Reaktion in Amerika doch vernünftig. Vor zwei Jahren wäre sie hysterischer ausgefallen.

Kommen wir zur Musik des neuen Albums. Die Songs erscheinen wieder etwas rauer, mit mehr Ecken und Kanten.
Rau, aber anspruchsvoll und sehr unterschiedlich. Im Kern viel Rock'n'Roll, aber um diesen Kern herum gibt es viele andere Dinge, ausgefeilte Balladen wie "Streets Of Love". "Back Of My Hand" ist ein schneidiger Blues, vielleicht wie in den 40er Jahren. Das Album ist sehr vielseitig und lang.

Aber letztlich doch typisch Stones.
Ja, sehr. Sie haben sich nicht gerade weiterentwickelt in diesen vergangenen 20 Jahren.

Sie mögen keine Risiken?
Ich finde, wir riskieren viel auf dieser Platte. In der Rockmusik begibst du dich nicht auf gänzlich unbekannte Gebiete wie atonale Musik. Rock ist sehr konservativ, mit vielen Konventionen.

Und Sie wollen nicht mit ihnen brechen?
Ich mag die Vielfalt dieses Albums. Es hat Country Rock. Blues. Tanzbare Grooves. Unterschiedliche Beats. Wir wollen keine Elektromusik machen. Ich kann das allein machen. Ich kann ein Country-Album machen, aber dann ohne die Stones. Du bleibst bei dem, was du kannst.

Sie hatten kein Nummer-eins-Album mehr seit "Tattoo You". Das war vor 24 Jahren.
Keine Ahnung. Radiosender sind heute so in Sparten aufgeteilt. Aber wenn das Album gemocht wird, da bin ich sicher, kann was daraus werden.

Ist Rock'n'Roll nicht längst am Ende? Viele Rock-Radiosender in den USA geben auf. In die Charts gelangen heute nur noch HipHop, R & B, jetzt kommt Reggaeton auf.
Ich glaube, Rock ist in einem sehr gesunden Zustand. Es gibt eben viele verschiedene Musikrichtungen, so wie es auch viele Sportarten gibt. Ich selbst mag auch nicht nur Rock. Das wäre wirklich langweilig. Aber wo lebt Rock'n'Roll heute noch so richtig? Es gibt viele Bands, die ziemlich gute Musik machen. Die Jungs von Green Day haben uns gerade hier in Toronto besucht. Ich mochte ihr letztes Album wirklich sehr. Sie sind nicht besonders jung, aber auch noch nicht sehr alt. Sie verkaufen viele Alben, haben gute Sounds und existieren schon seit zehn Jahren.

Das ist gerade mal eine Band.
Wie viele wollen Sie? Ich kann Ihnen andere nennen. Foo Fighters verkaufen sehr viele Alben. Eine sehr traditionelle Rockband.

Viele der Songs auf Ihrem neuen Album drehen sich wieder mal um die Liebe.
Yeah. In "Rain Fall Down" machen Sie Liebe in einer verdreckten Gegend ... Es geht eher um London, um die Probleme, da zu leben, wie befremdlich das alles ist. Ich beschreibe, wie ich eine Freundin besuche.

Sie machen Liebe mit der Freundin, den Gestank von Müll in der Nase. In anderen Songs haben Sie starken Liebeskummer.
Yeah.

Die Liebe ist immer noch ein großer Teil ihres Lebens.
Liebe ist die Währung der Popmusik. Beziehungen, sich verlieben, sich trennen - das sind die Konventionen im Pop. Du schreibst darüber, weil jeder das kennt.

Erleben Sie diese großen Gefühle selber noch?
Natürlich. Liebe, Emotionen, Freundschaft sind ein großer Teil meines Lebens. Ich könnte sonst nicht darüber schreiben.

In dem Song "Biggest Mistake" schreiben Sie über den größten Fehler Ihres Lebens.
Es ist ein Song über einen Kerl, der verliebt war und sich daran gewöhnte. Dann schmiss er sie raus und bedauerte es sehr.

Ist das eine Anspielung auf Ihr Verhältnis mit dem brasilianischen Model Luciana Morad, dem ein Kind entsprang.
Sind Sie ein seriöses Magazin?

Ja.
Was für ein brasilianisches Model?

Gab es etwa keines?
Es gibt keines.

Ach so. Sie sind jetzt 62. Müssen Sie da eigentlich immer noch diesen Helden abgeben, das Sexidol?
So fühle ich nicht. Wenn du so denkst, bist du als Mensch am Ende.

Aber im Publikum kreischen die Frauen immer noch.
Aber doch nur für die zwei Stunden. Das ist wie in einem Sportteam, als würdest du für Bayern München spielen. Für die zwei Stunden ist es fantastisch, man guckt dem Spieler zu und sagt: Ist er nicht super!

Aber Sie haben so viele Fans, Frauen, die Sie anbeten, gerade wieder bei dem Gig in Toronto.
Sie verstehen nicht. Ich bin nur ein einfacher Kerl, aber auf der Bühne werde ich zu einer anderen Figur. Einige Leute kommen nur für einen netten Nachmittag. Die nehmen das nicht allzu ernst. Die wollen Spaß haben, einen Drink nehmen, und ich bin ihre Entschuldigung. Und andere sind wirklich leidenschaftlich.

Also stimmt dieses Image nicht mehr von all den Groupies, die nach dem "Abenteuerland hinter dem Reißverschluss Ihrer Hose" gieren, wie Sie das mal genannt haben?
Come on. Alles im Showbusiness zieht Frauen an. Natürlich. Das ist wie im Sport. Sicher auch im Journalismus.

Ist dieses Feedback für Sie noch wichtig: Ich bin sexy. Ich bin begehrt.
Für mich ist das nicht wichtig. Das ist nichts, worüber ich mir Gedanken mache.

"What a drag it is getting old", schrieben Sie einst in "Mother's Little Helper". Es ist Scheiße, alt zu werden.
Ihr Interview ist sehr negativ.

Sorry.
Ist schon okay, aber ...

Ich wollte gerade was Nettes sagen.
Okay. Legen Sie los.

Sie haben sieben Kinder von vier Frauen. Der Jüngste, von der Brasilianerin, ist gerade mal sechs. Hält Sie das jung?
Die Kinder halten dich nicht jung, aber interessiert. Du entdeckst ständig Dinge, die du nie entdeckt hast. Es erfrischt dich. Kinder zu haben, alte und junge, ist sehr belebend. Es hält dich fit, ganz wörtlich genommen, du musst in guter Form sein, denn die machen ständig wilde Sachen.

Sie werden jetzt anderthalb Jahre auf Tour gehen. Wie können Sie da ein guter Vater sein?
Es ist schwer. Aber du gibst dein Bestes. Die Kinder besuchen mich. Einige sind gerade hier. Das macht Spaß. Sie lieben es, auf Tour zu sein und von einer Stadt zur nächsten zu reisen.

Mögen die Kinder Sie als dürren, herumhüpfenden Entertainer auf der Bühne?
Die finden das ziemlich lustig.

Lustig?
Na ja, das hängt davon ab, wie alt sie sind.

Muss doch komisch sein, den Alten auf der Bühne zu sehen.
Ist schon ein bisschen komisch, aber sie gewöhnen sich daran.

Sagen die nicht: Papa, du siehst albern aus. Zieh diese hautengen Hosen lieber nicht an.
Manchmal geben sie mir Tipps für meine Kleidung. Aber die Tipps sind nicht immer gut.

Und was sagen sie über die Songs, die Texte über junge Liebe, gebrochene Herzen?
Manchmal sagen sie: Hey, das ist wirklich ein guter Song. Aber sie sind taktvoll. Über die Songs, die sie nicht mögen, reden sie nicht.

Der Ablauf bei den Stones ist immer gleich: neues Album, dann die Tour, danach das Live-Album zur Tour. Wird diesmal irgendetwas anders sein?
Wir treten sowohl in großen Stadien als auch in kleineren Arenen auf. Ich habe mir Bilder des Theaters in der elisabethanischen Zeit angeschaut. Über der Bühne hatten sie damals diese hohen Gebäude, wo sie die Balkonszenen gespielt haben. Und darüber saßen Zuschauer, die hinunterblickten. Es sieht wirklich toll aus. So habe ich jetzt auch die Türme hinter unserer Bühne kreiert. Ich dachte, es muss toll sein, von dort auf die Bühne zu blicken. Balkone mit Leuten drin. Wir haben also zwei schön geformte Türme, wo wir 300 bis 400 Leute unterbringen.

Die Tour in den USA ist zu 97 Prozent ausverkauft. Mehr als 50 Konzerte. Bis zu 80 000 Leute pro Konzert.
Nicht schlecht, oder? Ja, wir haben gut verkauft.

Sind Sie nervös?
Vor der ersten Show hast du immer Sorgen. Es kann so viel schief gehen. Wären wir eine Theaterproduktion, hätten wir zwei Wochen lang Generalproben. Wir aber werden gleich ins kalte Wasser geschmissen.

Die wichtigste Frage zum Schluss: Wer gewinnt die Fußball-WM?
Oh je. Deutschland? Mit dem Vorteil als Gastgeber.

Ich dachte, Sie sagen England.
Die packen es doch nie bei diesen großen Turnieren. Was denken Sie?

England schlägt Brasilien im Halbfinale und trifft dann im Endspiel auf Italien.
Klingt gut. Ich werde mich bei meinen Wetten dran erinnern.

Interwiew: Jan Christoph Wiechmann

© stern.de
stern-Artikel aus Heft 36/2005
URL: http://www.stern.de/unterhaltung/musik/545508.html?nv=cb
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"Ohne mir können Kumpels nix kreischen"
11.09.2005

Erste Deutschland-Tour der Stones startete 1965 in Münster

Von Ralf Czichowski

Münster in Aufregung. Seit Anfang September 1965 ist klar: Die härteste Rockband der Welt wird hier spielen. Die Fans sind in Ekstase, das Bürgertum ist beunruhigt, die Polizei in Alarmbereitschaft. Die Rolling Stones kommen.

Darauf haben alle gewartet: "I can get no Satisfaction!" - Der junge Mick Jagger singt und schreit den ersten großen Hit der Stones ins Publikum und das Publikum in der Halle Münsterland schreit und singt mit. Dann wackelt Herr Jagger auch noch heftig mit dem Hintern. Vor 40 Jahren ein Schock für den braven Bürger. Ein Fest für die Jugendlichen. Von "Mick Jagger und seinen jugendlichen Opfern" spricht die Wochenschau nach den zwei Konzerten in Münster.

Das Programm: kurz, dafür doppelt

"Die Stones haben nur etwa 22 Minuten auf der Bühne gestanden. Ein Journalist hat das mitgestoppt. Die Kürze erklärt sich aus der damaligen Klubszene: Da gab es oft viele Bands an einem Abend. Und so konnten sie auch zwei Konzerte an einem Tag spielen", erzählt Axel Schollmeier, der für das Stadtmuseum Münster ab dem 30. September 2005 eine Ausstellung zu diesem denkwürdigen Tag organisiert. "Damals durften auch noch Fotografen von kleinen Zeitungen nah an die Stones heran. In Münster war das Willi Hänscheid. Er hat wirklich tolle Bilder gemacht, die wir zeigen." Die Stones machten 1965 einen raketenhaften Aufstieg obwohl sie nur wenige eigene Stücke vorspielen konnten. Von den acht Stücken waren nur zwei von den Stones: "Satisfaction" und "Last Time" - der Rest waren Coverversionen.

Mit Krawatte zum Konzert

Im Publikum sind am 11. September 1965 nicht nur freudig erregte Jugendliche, sondern auch sechs Polizeipräsidenten - die obersten Ordnungshüter der Städte, in denen die Stones auf ihrer ersten Deutschland-Tournee spielen: Münster, Essen, Hannover, Hamburg, Berlin und München. Zertrümmerte Stühle, demolierte Autos, Schlägereien? In Münster Fehlanzeige. Die Wasserwerfer vor der Tür waren vergeblich aus Dortmund gekommen, die Polizeichefs fuhren beruhigt nach Hause.

"Zu den Konzerten, da sind wir mit Krawatte hingegangen. Das war absolut selbstverständlich. Die Haare ein bisschen länger. Man hat auch artig gewartet, bis die Stücke zu Ende waren, und dann geklatscht", erinnert sich Martin Zeitz aus Tecklenburg an das Konzert in Münster. Erst in Berlin zeigt sich, dass die härteste Rockband der Welt wohl auch die härtesten Fans hat: Nach dem Konzert geht einiges zu Bruch. Es gibt fast 90 Verletzte und zahlreiche Festnahmen.

Autopanne am Kamener Kreuz

Ausschreitungen beim Stones Konzert sind heutzutage nicht mehr zu erwarten. Auch nicht, dass die Stones mit solch klapprigen Autos zu den Konzerten kommen wie 1965. Damals ging es nach der Ankunft am Flughafen Düsseldorf in der Kolonne nach Münster. Bassist Bill Wyman blieb am Kamener Kreuz mit seinem Wagen liegen. Wyman hatte aber seinen Militärdienst in Deutschland geleistet und verfügte über sachdienliche Sprachkenntnisse: "Ohne mir können Kumpels nix kreischen", soll er die Beamten dazu überredet haben, ihm zu helfen. So zumindest vermeldete es die "Bild"-Zeitung im September 1965. Auf den letzten Drücker kam der Bassist dann mit Polizei-Eskorte zum ersten - ja, legendären - Stones-Konzert in Münster an.

© wdr.de
URL: http://www.wdr.de/themen/kultur/musik/rolling_stones/050909.jhtml?rubrikenstyle=kultur
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Keith Richards: Groupies sind Teil des Jobs
13.09.2005

Rechtzeitig zu Album und Tour hat sich Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards im reiferen Alter noch einmal mit seiner Rolle als Groupie-Magnet auseinandergesetzt. "Ich gehe einfach rüber und sage: ,Liebe mich!’" erklärte er dem Onlinedienst "Ireland Online". Seine Frauengeschichten seien einfach Teil seiner Pflicht als Rockstar - sein Kultstatus sei es, der seine Gefährtinnen wirklich anmache.

"Ich bin ein hässlicher Hurensohn, aber ich habe mit einigen schönen Frauen zusammengelebt", freute sich Richards. "Ich habe nicht mit der Musik angefangen, um mit jemandem im Bett zu landen. Aber es ist Teil von meinem Job."

Seinen Auftritt als Vater von Johnny Depp in der Fortsetzung von "Piraten der Karibik" sagte der 62-Jährige dagegen fürs Erste ab - vielleicht auch aus Sorge, neben dem anderen Frauenschwarm schlecht auszusehen. Offiziell begründete er: "Sie drehen, während ich auf Tour bin. Ich würde gerne mitspielen, wenn es dabei keinen Stress gäbe, aber es wäre eine Sache für nebenbei. Ich weiß, was mein Hauptjob ist", zitiert "Female First" Richards.

Dabei hatten sich der Gitarrist und Depp bereits getroffen, um gemeinsam Kostüme für die Fortsetzung anzuprobieren: "Johnny und ich haben einen großartigen Nachmittag damit verbracht, zu versuchen, diese Dinger anzuziehen. Aber das heißt nicht, dass ich die Sache mache. Für den Moment habe ich die Sache zur Seite gelegt."

Dazu hat Richards offenbar ein Problem mit dem Image seines potentiellen Arbeitgebers: "Bei dem Gedanken, für Disney zu arbeiten, schüttelt es mich in erster Linie."

© N24.de, Netzeitung
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Mick Jagger: Monsieur Micks Leben auf dem Lande
14.09.2005

Von unserem Korrespondenten REINHOLD SMONIG

Paris. Dass es im Schloss "Château de Fourchette" spukt, behauptet nur die Tochter von Mick Jagger, Elizabeth, gelegentlich. Denn der Bandleader der "Rolling Stones" schätzt seinen vor 25 Jahren erworbenen französischen Herrschaftssitz an der Loire überaus - vor allem als Rückzugsdomizil. "A Bigger Bang", das jüngste Album der legendären Alt-Rocker, ist in dem Aufnahmestudio entstanden, das im Schloss eigens eingerichtet wurde. Die Musiker hatten in dem Anwesen aus dem 18. Jahrhundert, das von einem 20-Hektar-Park umgeben ist, vor zudringlichen Fans Ruhe.

In der bäuerlichen Umgebung genießt "Sir Mick" sogar etwas für ihn ganz Seltenes: Anonymität. Beim morgendlichen Jogging in den umliegenden Weingärten wird der prominente Rock-Star ebenso wenig gestört, wie wenn er in einem alten Peugeot im nächstgelegenen Baumarkt Besorgungen macht. Sogar auf Dorffesten kann der illustre Brite aufkreuzen, ohne belästigt zu werden.

"Wir haben immer darauf geachtet, Monsieur Jagger nicht zu stören", sagt denn auch Claude Courgeau, Bürgermeister der Ortschaft Poce-sur-Cisse, auf dessen Gemeindegebiet Schloss Fourchette liegt. "Er will seine Ruhe, und wir respektieren das." Ein Nachbar geht noch weiter: "Wenn Neugierige nach dem Schloss fragen, dann schicke ich sie in die entgegengesetzte Richtung."

Diese Rücksichtnahme beruht ganz offensichtlich auf Gegenseitigkeit. Hatte man im Dorf befürchtet, es wäre um die Ruhe geschehen, als 1980 bekannt wurde, dass sich der Anführer der englischen Skandalband in der Region eingekauft habe, so belehrte sie der "Herr von Fourchette" bald eines Besseren. Schon insgesamt rund drei Millionen Euro hat Mick Jagger in die Renovierung des Anwesens gesteckt und dabei stets die Handwerker aus dem Ort bevorzugt, die nur Gutes über den Schlossherrn zu berichten haben.

Mit den Adeligen in der an Herrschaftssitzen reichen Umgebung pflegt der Musik-Star, der selbst von der britischen Königin im Jahr 2002 geadelt wurde, gesellschaftlichen Umgang. "Er schätzt gebildete Menschen mit Umgangsformen, die sich für historische Gebäude interessieren", vertraute nun ein Landadeligen-Paar der Pariser Zeitung "Le Monde" an: "Das ist nicht Snobismus. Er mag halt Umgang mit Leuten, die ihm gegenüber nicht als Fans reagieren. Denn das verträgt er gar nicht, da kann er ganz abweisend werden."

Bei einem Abendessen bei der Marquise de Brantes in deren Schloss im nahen Authon widerfuhr dem 62-jährigen "Rolling Stone", was ihm woanders wohl kaum jemals passieren würde.

Da fragte ihn einer der Gäste, der mit Rock wohl wenig am Hut zu haben schien, ganz unvermittelt: "Und was machen Sie so, junger Mann?" Mick Jagger war angeblich ganz angetan von dieser Szene. So soll er sich in einem seiner Lieblings-Teesalons im nahen Amboise auch immer mit den Worten vorgestellt haben: "Ich bin Mick. Von Fourchette."

Die französische Presse schwärmt jedenfalls von einer "gelungenen Integration", zumal der Brite inzwischen auch leidlich Französisch parliert. Schon als Kind habe Michael Philip - der spätere Mick - mit seinen Eltern in der Region campiert und bei der Besichtigung die Loire-Schlösser ins Herz geschlossen.

Jenes, das Mick Jagger nun sein eigen nennt, prangt auf Ansichtskarten, die der Schlossherr vor allem selbst als Visitenkarten verwendet. Doch zugleich hängen sie auch in der Trafik von Poce-sur-Cisse zum Verkauf aus - zumindest eine kleine Konzession an "Rolling Stones"-Fans, die in den kleinen Ort pilgern. Aber keine weiteren Devotionalien der Band verunzieren den kleinen Shop. "Natürlich könnte ich hier auch einschlägige T-Shirts und andere Nippsachen anbieten", sagt der Trafikant, "die würden sich sicher gut verkaufen. Aber ich will ihn nicht belästigen."

Als vor ein paar Jahren die Troubles Jaggers mit seiner Ehefrau Jerry Hall von Tratsch-Postillen auf Seite Eins ausgebreitet wurden, vermied es der Trafikant sogar, die diversen Balkenletter-Ankündigungen auszuhängen. Für so viel Takt revanchiert sich der prominente Gemeindebürger auf seine Art: Auch bei seinem letzten Aufenthalt in Poce-sur-Cisse kehrte er in der Dorf-Pizzeria ein.

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Rolling Stones führen die deutschen Album-Charts an
14.09.2005

Hamburg (dpa) - Altmeister an der Spitze: Die Rolling Stones haben es mit ihrem neuen Album «A Bigger Bang» auf Anhieb auf den ersten Platz der deutschen Charts geschafft. Auch die nächsten Plätze sind mit neuen Alben besetzt: Der britische Ex-Soldat James Blunt kam mit «Back To Badlam» auf Platz zwei und der Mannheimer Sänger Laith Al-Deen erreichte mit «Die Frage Wie» den dritten Platz. Abgestürzt ist dagegen der britische Gitarren-Altmeister Eric Clapton. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Media Control vom Mittwoch fiel der 60-Jährige mit seinem neuen Album «Back Home» vom zweiten auf den sechsten Platz. Der kolumbianische Sänger Juanes, der sich seit Wochen an der Spitze der Charts behaupten konnte, belegt mit «Mi Sangre» nun den vierten Rang. Der einstige «King of Pop», Michael Jackson, liegt mit seiner neuerlichen Best-Of-Zusammenstellung «Essential», die in den USA seit längerem auf dem Markt ist, weiterhin auf Platz zehn.

Die Top Ten der deutschen Single-Charts führt wie in der Vorwoche die Teenie-Band Tokio Hotel mit «Durch den Monsun» an. Auf Platz drei liegt weiterhin Sarah-Connor-Ehemann Marc Terenzi mit «Love To Be Loved By You». Bester Neueinsteiger der Woche ist das Gesang-und-Tanzensemble Pussycat Dolls.
 

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Richards ist Chaot Nummer 1
16.09.2005

Sex, Drugs and Rock'n'Roll: Niemand lebt dieses Motto besser als Keith Richards. Das bestätigte zum wiederholten Male eine Umfrage.

Zur Stimmabgabe aufgerufen waren die Zuschauer des britischen Musiksenders VH1: Der wollte nämlich wissen, wer in den Augen der Öffentlichkeit der "Biggest Living Rock Hellraiser" ist. Unangefochten auf der Nummer 1 der Top-10-Liste landete Keith Richards, der Grandseigneur des Rock'n'Roll-Lifestyles.

Die legendären Drogeneskapaden des Rolling Stones-Gitarristen sind aber auch nur schwerlich zu toppen. Mit seinen nunmehr 61 Jahren hat Richards dem Zweitältesten in der Rangliste, Debilitäts-Ikone Ozzy Osbourne, immerhin fünf Jahre Lebenserfahrung voraus. Der Black Sabbath-Frontmann mit dem Faible für Fledermausköpfe ergatterte einen respektablen dritten Platz. Zwischen ihn und Richards drängte sich eine mit 41 Jahren verhältnismäßig junge Zweitplazierte: Courtney Love, Ex-Stripperin, Witwe von Kurt Cobain und Trash-Braut schlechthin.

Jung und ungestüm

Gefährlich nah auf ihren Spuren wandelt bereits das Küken in der Runde, die nur 19 Lenze zählende Charlotte Church. Hier zu Lande noch relativ unbekannt, produziert der Teenager in seinem Heimatland fast täglich Schlagzeilen aufgrund ausgiebiger Alkoholexzesse. Liam Gallagher, der sich mit seinem Bruder Noel den zehnten Platz teilt, erwies der einen Platz besseren Konkurrentin seinen Respekt, als er sagte: "Sie könnte der nächste Liam werden."

Die Plätze vier bis acht teilen sich wie folgt auf: Ex-Libertines-Frontmann und Kate Moss-Lover Pete Doherty, Ex-Happy Mondays-Sänger Shaun Ryder (momentan im aktuellen Gorillaz-Video "Dare" zu sehen), Moetley-Crue-Drummer Tommy Lee, Sex Pistol Johnny Rotten und - last but not least - Robbie Williams.

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Mick Jagger plant Film über Vaclav Havel
18.09.2005

Mick Jagger erwägt einen Film über das Leben von Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Havel. Erste Gespräche hätten beide vor einem Jahr geführt, sagte Havel der Prager Zeitung «Lidove noviny».

Der 68-Jährige Havel ist mit dem 62-jährigen Sänger der Rolling Stones befreundet, der zugleich Mitbetreiber der Produktionsfirma Jagged Films ist.

Schon 1990 sei Hollywood-Star Jane Fonda mit einer ähnlichen Idee an ihn herangetreten, sagte Havel: «Sie wollte das Leben meiner damaligen Frau Olga und mir verfilmen, wobei sie selbst Olgas Rolle übernehmen wollte. Vermutlich ist es nicht schade, dass daraus nichts geworden ist.» (nz)

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Rolling Stones "A Bigger Bang" auf Platz Eins in Europa
19.09.2005

London - Das neue Rolling Stones Album "A Bigger Bang" verdrängt "X&Y" von Coldplay vom ersten Platz der Europäischen Top 100 Alben-Charts. 13 Wochen verweilte "X&Y" auf Platz eins.

Auch die Stones-Compilation "Forty Licks" von 2002 ist nach einer dreiwöchigen Verweildauer auf dem zweiten Platz an der Spitze der Chartplatzierungen angekommen, meldet "Billboard". Nicht nur in Deutschland, auch in Italien, Holland, Schweden, Dänemark, in der Schweiz und in Österreich ist "A Bigger Bang" auf Platz eins. In Italien ist es das erste Mal, dass ein Rolling-Stones-Album den ersten Platz erreicht, weiß Lucie Avery, Vizepräsidentin für internationales Marketing bei Virgin (U.K.), zu berichten.

Autor: Daniela Steinmacher

© musikmarkt.de
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The Rolling Stones - A Bigger Bang
20.09.2005

Die dienstälteste Bund der Weit mit ihrem 22. Studio-Album und einem netten Seitenhieb auf Mr. President.

Was darf man überhaupt von einem neuen Stones-Album erwarten? Schließlich sind die Herren seit 43 Jahren im Geschäft, mittlerweile im Rentenalter, gesundheitlich leicht lädiert und seit 1997 ohne neues Produkt. Aber - Überraschung - sie bringen es immer noch. Zumindest, wenn es um den bewährten Stiefel aus Blues, Rock und Pop geht, den sie in den immer gleichen Varianten servieren: straight und rockig, als Midtempo und schmachtende Ballade. Natürlich mit den üblichen Zutaten: Schrammelgitarre, hölzerne Drums und Jaggers Nölgesang, So könnte das von Don Was betreute Werk auch jeden anderen Titel tragen bzw. aus jeder Epoche stammen. Mit kleinen Unterschieden: 16 Songs am Stück haben sie zuletzt auf EXILE ON MAIN ST. abgeliefert - damals waren es 18. Und: So frech, frisch und vor allem vielseitig klangen sie seit TATTOO You nicht mehr. Obwohl: Es ist natürlich auch nichts Neues - eher der Jack-Daniels-konservierte Status quo. Denn bei jedem Stück lassen sich Querverweise zu früheren Ergüssen ziehen. So bemüht "Let Me Down Slow'' das "Brown Sugar" -Riff, Rain Falls Down" erinnert an den "Harlem Shuffle" und "Oh No Not You Again" an "When The Whip Comes Down". Alles 1.000 Mal gehört. Weshalb die Songs immer dann am stärksten sind, wenn sie sich von allzu vertrauten Bahnen lösen. Und das sind leider nur wenige. Etwa das trockene "Back Of My Hand", in dem sich die vier als veritable Blueser outen und Jagger einen brauchbaren Harmonika-Spieler gibt. Absolutes Highlight ist jedoch die Soloeinlage von Keith Richards. In "This Place Is Empty" besingt er die primären Geschlechtsmerkmale von Gattin Patti Hansen: "Come an honey, bare your breasts and make me feel at horne." Das hat Klasse, zumal der Reibeisengesang echte Leidenschaft transportiert. Genau wie "Sweet Neo Con". Eigentlich ein durchschnittlicher Rocker, aber mit dem provokantesten Text seit "Street Fighting Man": "You sag that you're a patriot. 1 think you're a crock of shit." Wie erste Reaktionen aus den USA zeigen, sind Mr. Bush und seine Medien-Posse not amused. Was A BIGGER BANG Pluspunkte bringt. Trotzdem ist es letztlich ein typisches Stones-Album - mit wenigen Schwächen, aber auch wenigen Höhepunkten. Nur: Wer hätte wirklich mehr erwartet?

* * * MARCEL ANDERS

© Musikexpress 
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Interview Forever Young
22.09.2005

Keith Richards offenbart im Interview wie die Stones wieder die Welt überrollen wollen.

Erst mal ‘ne Kippe. "Wenn Sie Bier oder Wodka brauchen, bedienen Sie sich! Es ist alles da." Das ist wörtlich zu nehmen. Keith Richards’ persönlicher Hospitality Room in den Katakomben der Green-Wood-Schule von Toronto, wo sich die Stones auf ihre Welttournee einstimmen, hat schummrige Bar-Atmosphäre. Schwarzrote Deko, Räucherstäbchen, Kerzen, Kippen, eine stattliche Auswahl an Alkoholika. Unnötig zu sagen, dass der Hausherr auch mit stolzen 61 immer noch alles auf einmal konsumiert.

AUDIO: „A Bigger Bang“ (erschienen bei Virgin/EMI) ist das erste Studioalbum seit „Bridges To Babylon“. Das ist acht Jahre her!

Keith Richards: Es wurde wirklich langsam Zeit, oder? (lacht) Bei uns geht jede Tour mit einem Album einher. Weil wir so viel unterwegs sind, merkst du gar nicht, dass plötzlich acht Jahre rum sind. Verrückt, oder? Dabei war die letzte Tour großartig, aber ziemlich retro. Darum ging’s auf „40 Licks“ – um die alten Kamellen. Das hat ziemlichen Spaß gemacht. Aber wir haben es eben auch vermisst, Neues zu spielen. Diesmal liegt viel Spannung in der Luft. Denn es gibt wieder neuen Stoff – ein paar neue Magazine zum Lesen. (lacht)

AUDIO: Sie können selbst ohne Album jedes Stadion füllen. Wann war klar, dass es Zeit für eine neue CD ist?

Keith Richards: Mick rief mich letztes Jahr an, und irgendwie hatte ich zu genau der Zeit damit gerechnet – es waren wieder die berühmten 18 Monate nach Ende einer Tour, wenn man langsam anfängt, darüber nachzudenken. Allen war klar, wir brauchen erst eine neue Platte. Es ist wie Ying und Yang.

AUDIO: Vier Live-Mitschnitte in zehn Jahren – ist das nicht ein bisschen viel?

Keith Richards: Doch, das ist es. Aber Live-Alben der Stones sind schon deshalb interessant, weil wir einen viel besseren Sound haben. Das ist eine Tatsache. (lacht) Natürlich darf man’s nicht übertreiben. Wir nehmen alles auf, jede Show, jeden Soundcheck. Da sind wir wie Frank Zappa. (lacht)

AUDIO: Merkwürdig, dass die Stones live immer besser zu werden scheinen.

Keith Richards: Das sehe ich auch so. Das ist das Entscheidende: In der Band herrscht immer noch Ehrgeiz. Nach dem Motto: „Oh, das ist zwar gut, aber das kann ich noch viel besser.“ Wenn es losgeht, klammerst du dich am Mantelsaum fest und schaust, wohin die Reise geht. Es ist ein Abenteuer.

AUDIO: Viele Bands verlieren mit dem Alter an Power und Biss. Was macht die Stones zur großen Ausnahme?

Keith Richards: Keine Ahnung. Ich muss gestehen, ich habe nie darüber nachgedacht. (lacht) Für Count Basie oder Duke Ellington galt das garantiert nicht. Bei Rock’n’Roll-Bands machen wirklich viele frühzeitig schlapp. Die haben einfach nicht dieselbe Kondition wie wir. (lacht)

AUDIO: Der Albumtitel rührt vom Stones-Faible für die Urknalltheorie?

Keith Richards: Das spielt sicher mit rein. Aber das war nicht meine Idee. Irgendwann hieß es, dass sie die Tour so nennen wollten. Weil wir in sehr großen Arenen spielen und etwas richtig Monströses auffahren, schien es angemessen. Dann hieß es plötzlich, dass das Album genauso heißen soll. Es ist sicher nicht der beste Titel, in Zusammenhang mit der Tour macht er schon Sinn. Es ist ja nicht entscheidend, was auf der Platte steht, sondern was drin ist.

AUDIO: 16 Tracks – so viele haben Sie zuletzt auf „Exile On Main St.“ veröffentlicht. Hatten Sie einen Lauf?

Keith Richards: Das stimmt. Es gibt keinen besonderen Grund, außer, dass es alles Songs waren, die wir an einem gewissen Punkt geschrieben und aufgenommen hatten. Als es darum ging, welche wir nehmen, kam die moderne Technik ins Spiel. Da kannst du 16 Stücke auf eine CD pressen, was früher auf einem Album unmöglich gewesen wäre. Allein wegen der
Sound-Qualität. Wir verfuhren nach der Maxime: Das haben wir gemacht, also lasst es uns veröffentlichen – lasst uns sehen, was davon fliegt. Wie Pfannkuchen.

AUDIO: Die Vielfalt wirkt wie eine Art Bestandsaufnahme – ein Zeugnis dessen, wer Sie sind, was Sie können.

Keith Richards: Das ist mir auch erst vor einer Woche oder so klar geworden. Als ich mit Mick das ganze Ding angehört habe. Obwohl das nie unsere Absicht war, wir keinen cleveren Plan verfolgten, deckt es wirklich alles ab, was wir so machen. Wir haben uns nicht hingesetzt: "Oh, jetzt brauchen wir eine schnelle Nummer, eine langsame, einen Rocker" oder was immer. Wir nahmen auf, was wir hatten. Ein Riesenspaß. Ich liebe es, wenn sich Dinge fügen, ohne dass man sie groß geplant hat.

AUDIO: Sie haben zwei Solo-Auftritte, die sich im positiven Sinn abheben.

Keith Richards: Oh, danke! Es war ‘ne sehr interessante Sache. Ich mag es, meinen Anteil beizutragen. „This Room Is Empty“ ist echt ein netter Song.

AUDIO: Forderten Sie den Platz dafür ein?

Keith Richards: Ich muss gar nichts verlangen. Die Frage war nur, welche Songs ich nehmen sollte. Und es kommt immer wieder vor, dass sich Mick zu mir umdreht: „Also, den Song solltest besser Du singen. Denn das bist Du.“ Dabei schreibe ich ja eigentlich alle für ihn, die Frage ist halt nur, was rauskommt. Und welche er machen will. (lacht) Wenn er nicht will, mache ich es. Dann bin ich der Pausenclown.

AUDIO: Wie steht’s mit der Zeile „Honey, if you bare your breasts, you make me feel home“?

Keith Richards: Nackte Brüste sind doch eine wunderbare Sache, oder? Sagt man das nicht zu allen Frauen? Eben: Komm schon, Baby … (lacht) Was ist so schlimm, wenn ich’s in einem Song sage? Wäre das ein Gemälde, würde sich niemand daran stören. Die malen doch ständig Nackte. Und „Baby, bare your breasts“ heißt ja nicht gleich „Mädel, hol die Titten raus.“ Es steht eher für Harmonie und Geborgenheit, einem das Gefühl von Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Wärme zu vermitteln.

AUDIO: Die Stones sind seit über vier Dekaden im Geschäft. Erschreckt Sie das?

Keith Richards: Kein Stück! Ich bin sogar dankbar dafür – allein für die Tatsache, dass ich immer noch hier bin (lacht). Und ich mache immer noch, was ich am liebsten tue. Es hat eher was Abenteuerliches.

AUDIO: Ist der Lifestyle des rastlosen Rock-Nomaden eine Sucht?

Keith Richards: Für mich ist es das, was ich schon immer getan habe. Was Sucht betrifft, so habe ich eigentlich nur eine gehabt – und die habe ich zum Glück überwunden. Der Rest ist eher das, was ich als gute alte Gewohnheiten bezeichnen würde. (lacht)

AUDIO: Gehören Sie zu den Typen, die auf der Bühne stehen, bis man sie im Sarg nach Hause fährt?

Keith Richards: Warum nicht? Den eigenen Tod zu planen, wäre ja kindisch. Ich werde einfach so lang spielen, wie ich Spaß habe. Von daher könnten Sie Recht haben. Auf der Bühne abzunippeln – das wäre das definitive Ende, oder? Aber ich habe nicht vor, aus diesem Bus auszusteigen, ehe er das endgültige Ziel erreicht. (lacht)

AUDIO: Also kein Grübeln übers Alter?

Keith Richards: Mann, ich bin doch kein Weichei! Ich habe die beste Zeit meines Lebens, tue nur noch, was mir Spaß macht. Klar gibt es Leute, die ihren Enthusiasmus verlieren. Dazu habe ich gar keinen Grund.

AUDIO: Charlie Watts hatte 2004 Kehlkopfkrebs, Ron Wood hat ein Lungenproblem. Gibt das nicht zu denken?

Keith Richards: Natürlich denke ich darüber nach. Aber Charlie ist in absoluter Topform. Als ihm das passierte, war mein Gedanke: Wie fühlt er sich nachher? Ich hatte keinen Zweifel, dass er sich erholen würde. Aber ich sorgte mich, ob er noch Lust auf die Band hat. Aber Charlie ist wiedergekommen wie ein richtiger Tornado! Was Ronnie betrifft – der ist doch ein echter Hypochonder. (lacht) Er muss nur ein paar Dinge aufgeben. Er sollte nicht mehr so viel rauchen und trinken. Das kann doch nicht so schwer sein.

AUDIO: Und wie steht’s um Mick und Keith?

Keith Richards: Wie bei alten Freunden so üblich. Eher verbale Schlagabtausche statt Kämpfe. Ich habe jedenfalls schon lange keinen mehr auf die Nase bekommen. (lacht) Im Ernst, wir haben eine sehr gute Beziehung. Ich kenne den Mann, seit er vier Jahre alt ist. Es ist wie bei Streit unter Geschwistern. Und es gibt immer eine große Versöhnung. Aber weil wir die Rolling Stones sind, kriegen die Leute nicht genug davon. Haben die keine anderen Probleme?

Marcel Anders

© audio.de
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Rolling Stones auch in der zweiten Woche an der Spitze der European Top 100
23.09.2005

London/England - Das neue Album "A Bigger Bang" der Rolling Stones kann sich auch in der zweiten Woche auf dem ersten Platz der europäischen Top-100-Alben-Charts bewähren, meldet "Billboard".

Das Album erreichte bereits in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Holland und Italien Platz eins und konnte in Polen von einem 17 auf den zweiten Platz springen. Dagegen hielt sich "Forty Licks", die Compilation aus 2002 der Stones, nur eine Woche auf dem Spitzenplatz, während das letzte Studio-Album, "Bridges To Babylon", insgesamt drei Wochen im Oktober und November 1997 die Nummer eins war. Dieser Erfolg trägt dazu bei, dass die EMI Group insgesamt 24 Wochen in diesem Jahr - und damit länger als jedes andere Musik-Label - an der Spitze der europäischen Top-100-Alben-Charts steht. Mitverantwortlich dafür ist auch "X&Y" von Coldplay (Parlophone), dass 13 Wochen lang auf Platz eins verweilte, Robbie Williams "Greatest Hits"-Album (Chrysalis) war fünf Wochen auf dem ersten Platz, die dreiwöchige Spitzenposition von Moby mit "Hotel" (Mute) sowie eine Woche für "Demon Days" von den Gorillaz (Parlaphone).

Darüber hinaus wird sich EMIs Erfolg in den Top-100-Alben-Charts auch nach den Stones, mit vier Songs in den Top Ten sowie sechs Songs in den Top 20, fortführen, heißt es dazu weiter. "Chaos and Creation in the Backyard" von Maul McCartney (MPL/Parlophone) startete auf dem dritten Platz, nachdem es bereits in Italien und Frankreich auf Platz drei, in Deutschland auf Platz vier, in Spanien auf Platz neun und in Groß Britannien auf dem 10. Platz landen konnte.

Autor: Daniela Steinmacher

© musikmarkt.de
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Bill Wymans Rhythm Kings im Steintor Halle
25.09.2005

Halle/MZ. Rentner in Rudeln nerven, singt Norbert Leisegang auf dem neuen Keimzeit-Album - eine Zeile, die glücklicherweise auch gern widerlegt wird. Am Samstag im Steintor zum Beispiel, als der lebendigste Jump'n'Jive-Rentnerdampfer aller Zeiten an der Saale eine Truppe abkippte, die man so seit dem legendären Ausflug im Film "Einer flog übers Kuckucksnest" nicht mehr gesehen hatte.

Heiner Müllers Mutter

Unter der Ägide eines Reiseleiters, der schon lange so aussieht wie die Mutter von Heiner Müller und der die Hälfte seines Lebens bei den Rolling Stones am Fließband gestanden hat, kam eine energiegeladene Rock'n'Roll-Reisegruppe auf die Bühne, die zwei Stunden lang demonstrierte, wie man den Geist von Rhythm'N'Blues bewahren kann, indem man ihn spielt. Bill Wyman trug, wie schon auf der letzten Tour, wieder eine rote Windjacke, die den Eindruck verstärkte, er sei mal eben los auf Landgang Richtung Rennbahn, um auf ein paar Pferde zu setzen: Eitelkeit war noch nie seine Schwäche.

Dabei ist er einer dieser Kapitäne, die ihr Schiff bescheiden durch den Wind steuern, während die anderen Angeln auswerfen und nicht im Maschinenraum schwitzen. Passionierte Pensionisten gab es zu hören, allen voran Andy Fairweather Low, der eine Gitarre spielte, die so schmutzig war, dass man sich fühlte wie in einer der kleinen Kakerlaken-Kaschemmen zwischen New York und New Orleans. Dazu gab es mit Albert Lee und Terry Taylor zwei weitere Gitarristen, Clapton-Tastenmann Chris Stainton (der ausgerechnet bei "Mystery Train" allen Zentralheizungs-Besitzern zeigte, was er für klasse Kohlen im Keller hat), außerdem Schlagzeuger Graham Broad, die wunderbaren Bläser Nick Payn (eine optische Mischung aus Bert Brecht und Uwe Johnson) und Frank Mead. Betreut wurde die Gruppe von der viel jüngeren Sängerin Beverley Skeete, als Special Guest reiste Soul-Crooner Eddie Floyd mit.

Wymans Kutter machte Station bei den wichtigsten Haltepunkten der beseelten handgemachten Musik - von Ray Charles' "Hit the Road Jack" bis zu Jimmy Reids "Bright Lights, Big City". Zwischendurch brachte Schwester und Stewardess Skeete Songs von Jackie Wilson oder die Ballade "Drown in my own tears", ganz selten sang der Käpt'n selbst. Einen Hit der Stones gab es auch, "Harlem Shuffle", einmal klang es nach "Paint it Black".

Vollwert statt Tüte

Ansonsten wurde die Farbpalette vorgeführt, bei der sich Wymans alte Band bedient hatte, bevor sie sich ein Instant-Song-Rezept patentieren ließ, um fortan Musik zu machen wie Tütensuppe. Bill Wyman, lange Jahre als der Langweiligste von den Rolling Stones verhöhnt, war scheinbar nur der Gelangweilteste, der schon Jahre vor dem Ausstieg über den Sound nachdachte, den er jetzt spielt. Beim großen Zugaben-Finale bewarf Eddie Floyd Albert Lee mit Konfetti und die Bläser spielten Luftgitarre. Das war nicht weniger als der Duft der Muttererde des Rock'n'Roll! In Halle!

Direkter Link zum Artikel: 'http://www.mz-web.de/artikel?id=1120742678553'

© mz-web.de
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Rolling Stones kommen in den Kartenleser
28.09.2005

'A bigger Bang' auf Flash-Memory erhältlich

'A bigger Bang', das aktuelle Album der Rolling Stones, wird jetzt auch als verschlüsselte Flash-Memory-Card auf dem Markt kommen, teilte das Label Virgin Records mit. Doch nicht nur die neue 'Scheibe' findet sich auf der Speicherkarte.

Vier andere Platten der Altväter des Rock 'n' Roll sind auf dem Speicher verschlüsselt. Nachdem der Käufer rund 40 Dollar für das neue Spielzeug auf den Ladentisch gelegt hat, kann er auch Hörproben älterer Werke genießen. Will er die restlichen LPs voll abspielen, wird er nochmals zur Kasse gebeten. Die Gebühr teilte Virgin bislang nicht mit. Bei Amazon ist 'A bigger Bang' regulär für 12,99 Euro zu haben.

Damit die Daten sich nicht in irgendwelchen ominösen Tauschbörsen wiederfinden, hat der Hersteller SanDisk die Karte mit einer Firmware auf der Karte gegen unerlaubte Kopien geschützt. "Man kann die Karte herausnehmen und sie an andere Geräte anschließen. Der Inhalt bleibt auf der Karte und lässt sich nicht im Gerät speichern", erklärte Ken Castle, Sprecher von SanDisk gegenüber der Agentur AP. So könnte der Konsument den Speicher auf verschiedenen Engeräten wie Handys oder Computer abspielen; Voraussetzung ist allerdings ein Kartenleser.

Link zum Artikel: http://www.silicon.de/cpo/news-storenet/detail.php?nr=23971

© silicon.de
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Jagger-Doppelgänger verwirrt New Yorker
29.09.2005

Eineinhalb Stunden lang hat ein Mann, der aussieht wie Mick Jagger, im New Yorker Club "Spirit" für Aufsehen gesorgt. Der Doppelgänger, der sich nicht als solcher zu erkennen gab, wurde schließlich so bedrängt, dass er das Sicherheitspersonal bat, ihn hinaus zu begleiten, zitiert die "New York Post" eine Sprecherin des Clubs.

Der Mann sollte über eine Hintertreppe hinaus gebracht werden, doch habe er auf dem Weg dorthin noch eine zehnminütige Pause mit drei jungen Frauen auf der Damentoilette eingelegt, so die Sprecherin weiter.

Den Club-Managern sei erst später aufgefallen, dass sie einem Hochstapler aufgesessen waren. Der Mann, der unter anderem mit Freigetränken versorgt wurde, war jünger und schwerer als Jagger. Fran Curtis, Sprecher des Rockstars, hat zudem bestätigt, dass Jagger am Wochenende gar nicht in New York war.

© N24.de, Netzeitung
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The Rolling Stones: Beat-Ekstase in Münster
30.09.2005

Stadtmuseum Münster präsentiert Fotos vom ersten Auftritt der "härtesten Band der Welt" in Deutschland vor 40 Jahren

(SMS) Am 11. September 1965 begann die erste Deutschlandtournee der Rolling Stones. Fünf Konzerte standen auf dem Tourplan. Ihre ersten Auftritte in Deutschland hatte die britische Band in Münster. Das Stadtmuseum Münster zeigt ab 1. Oktober bislang unveröffentlichte Fotos des münsterschen Pressefotografen Willi Hänscheid von diesem legendären Konzert in einer Ausstellung.

Neben den über 70 Fotos präsentiert die Ausstellung damalige Beiträge der Wochenschau und Berichte des Jugendmagazins "Bravo", das die Fans schon vor der Tour mächtig anheizte. Auch akustisch lässt das Stadtmuseum den Stones-Auftritt wieder aufleben: An einer Audiostation können die Besucherinnen und Besucher alle Stücke des Auftritts in Münster hören.

Der Andrang auf die Eintrittskarten war vor 40 Jahren so groß, dass die Rolling Stones gleich zwei Konzerte hintereinander spielten. Auf dem Schwarzmarkt wurden horrende Preise für die Tickets verlangt. Rund 80 Prozent der Besucher kamen von auswärts zu den etwa 20-minütigen Auftritten. "Ausgerechnet in Münster, bislang nicht als Mekka des Beat bekannt, betraten die Briten erstmals eine deutsche Bühne", wundert sich auch Dr. Axel Schollmeier, stellvertretender Leiter des Stadtmuseums Münster und Kurator der Ausstellung, über die Ortswahl zum Tourneestart.

Frenetisches Hüftwippen behaarter Wesen

Unverständnis für die neue Jugendkultur schwang in manchem Kommentar mit: "Wie ist es möglich, dass fünf lächerlich unmännlich gekleidete und behaarte Wesen Tausende junger Menschen zu frenetischem Hüftwippen und Kopfnicken bringen", hieß es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Längere Haare, gelockerte Krawatten und fünf vermeintlich harte Jungs auf der Bühne: Beat-Ekstase bedrohte die öffentliche Ordnung.

Die Sicherheitskräfte waren alarmiert. Sämtliche Polizeipräsidenten der weiteren Tour-Stationen waren angereist, um das Phänomen zu studieren. Ausschreitungen wurden befürchtet, doch in Münster blieb alles ruhig. Anders das Szenario wenige Tage später in Berlin: Dort ging die Waldbühne in Flammen auf.

Unmittelbare Nähe ermöglicht eindrucksvolle Bilder

Willi Hänscheid bewegte sich bei den Münster-Konzerten in einer heute nicht mehr vorstellbaren Nähe zu den Musikern auf der Bühne. Die Fotos halten nicht nur die Rolling Stones in eindrucksvollen Bildern fest, sondern geben auch die Atmosphäre der Konzerte wieder. Die Fans hielt es nicht mehr auf den Stühlen, und die Presse titelte später: "Zehntausend in Beat-Ekstase".

Aber auch die skeptische Haltung der angereisten Polizeipräsidenten und die Nervosität der Ordnungshüter hat Hänscheid dokumentiert. Das Medienecho war ähnlich überragend wie auf der aktuellen Tournee der Rolling Stones. Dieselben harten Jungs sind heute fast im Rentenalter und Ikonen ihrer Zunft.

"Diese Ausstellung zeigt nicht nur neue Entdeckungen aus unserem reichen Fotoarchiv, sondern zeugt auch von sehr viel Herzblut eines Fans", freut sich die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Barbara Rommé, über das große Engagement ihres Stellvertreters bei der Konzeption der Ausstellung. "The Rolling Stones in Münster" zeigt das Stadtmuseum vom 1. Oktober bis 5. Februar 2006. Der Begleitband zur Ausstellung mit rund 80 bisher unveröffentlichten Aufnahmen ist für 16,80 Euro im Museumsshop erhältlich. Zusätzlich gibt es für alle Fans T-Shirts mit dem Titel der Ausstellung zum Preis von 19,90 Euro im Shop

© Presse-Service der Stadt Münster
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Eddie Vedder besucht The Rolling Stones
01.10.2005

Überraschenden Bühnenbesuch bekamen die Rolling Stones am Mittwoch (28.September) in Pittsburgh, als der Sänger des Support-Act nochmal auf die Bühne kam. Da es sich dabei aber um Pearl Jams Eddie Vedder handelte, schritt nicht etwa die Security ein, sondern Mick Jagger persönlich! Vedder war nämlich bereits 1997 zu den Stones auf die Bühne gekommen und so gab ihm Jagger diesmal direkt ein Mikro und dann gab es den Stones-Klassiker "Wild Horses" als Duett.

Autor: Uraniumstaub

© www.whiskey-soda.de
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Zum Steine-Erweichen
04.10.2005

LONDON – Die anderen Jungs nennen sie nur noch die «neue Yoko Ono»: Mick Jaggers Freundin L’Wren Scott sorgt für dickere Luft im Hause «Rolling Stones», als die Kettenraucher Keith und Ronnie zusammen.

Nie ist es zufrieden, das schöne Geschlecht. Mick Jaggers Freundin L’Wren Scott (38) zum Beispiel bedrängt nicht nur ihren Liebsten mit Renovations-Bemühungen und Leb-gesünder-tipps, auch den Band-Kollegen von Sir Mick liegt die Stylistin ständig mit gutgemeinten Ratschlägen in den Ohren.

Insbesondere Keith Richards und Ronnie Wood haben unter der Perfektionistin Scott zu leiden. Die beiden sind nämlich Kettenraucher und dem Ex-Model somit ein Dorn im Auge.

Weil L’Wren derart Unfrieden in der Band stiftet, wird sie von den Jungs auch schon «Yoko Ono» genannt. Dir Frau von John Lennon wird nachgesagt, die Beatles auseinandergebracht zu haben.

«L’Wren markiert die starke Frau und versucht Keith und Ronnie vom rauchen abzubringen. Ausserdem findet sie, dass die Band sich besser kleiden sollte. Doch dabei stösst sie auf taube Ohren», so ein Insider zur britischen Boulevardzeitung «Daily Mail».

© Blick Online
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Kein "Ehekrach" bei den Stones
07.10.2005

LONDON. Stehen die Rolling Stones vor der Scheidung? Nein! Mick Jagger dementiert empört entsprechende Zeitungsberichte.

Denn wenn es um "seine" Stones geht, versteht Mick keinen Spaß. Mit einer scharfen Presseerklärung dementierte der 62-Jährige deshalb Berichte einer Londoner Zeitung, die ihre Seiten seit Tagen mit Berichten über ein angebliches Zerwürfnis der Stones füllt.

JaggersFreundin säe Unfrieden in der Band, hatte die "Daily Mail" behauptetund L'Wren Scott damit zur neuen Yoko Ono erklärt. Nach den Beatles müssten sich vielleicht auch die Rolling Stones trennen, weil eine Frau sich einmische. Immer wieder kritisiere das Model, das seit vier Jahren an der Seite von Mick Jagger lebt, die anderen Bandmitglieder. Keith Richards und Ronnie Wood soll sie sogar das Rauchen verboten haben, so die "Mail", und der Modestil mit "offener Brust und Kopftuch" gefalle ihr auch nicht.

"Alles Quatsch", teilte Jagger nun am Rande der Welttournee mit, die im kommenden Jahr auch nach Europa führen wird. L'Wren würde nicht im Traum daran denken, eine Band umzukrempeln, die seit mehr als vierzig Jahren zusammen ist. Es gäbe also keine Konflikte um Mode, Rauchen, was auch immer, und mit den Frauen der anderen Bandmitglieder pflege seine Freundin das herzlichste Verhältnis.

Woods Gattin wollte das gern bestätigen. Nichts sei wahr an den Gerüchten, erklärte Jo Wood im Londoner "Independent". Im Stones-Clan herrsche größte Harmonie und L'Wren habe den Burschen unlängst ein paar todschicke Jacken geschenkt. Und das Rauchen verbieten könne ihrem Mann nur einer: Ronnie selbst.

© nachrichten.at
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Dokumentarfilm über den Rolling-Stones-Promoter Michael Cohl geplant
07.10.2005

Toronto - Der kanadische Filmemacher Barry Avrich plant nach Angaben des Brachenmagazins "Pollstar" einen Dokumantarfilm über den Promoter Michael Cohl. Im Juni hat der Regisseur und Autor eine Dokumentation über den Hollywood-Mogul Lew Wasserman unter dem Titel "The Last Mogul: Life and Times of Lew Wasserman" veröffentlicht. Avrich ist außerdem President/COO einer Werbeagentur und Autor zweier Marketing-Bücher.

Autor: jk

© musikmarkt.de
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Bombendrohung bei The Rolling Stones
08.10.2005

Am 6.Oktober musste ein Konzert der Rolling Stones in Virginia/USA unterbrochen werden und zwar wegen einer Bombendrohung! Gegen 21 Uhr kam ein Anruf und warnte vor einer Bombe, welche "besonders die Bühne" bedrohen würde! Man überbrachte Mr. Jagger die "News" und er kündigte dem Publikum eine zehnminütige Pause an, aus der dann allerdings 45 Minuten wurden, so lange dauerte es nämlich, bis die Polizei die Bühne und den Backstage-Bereich durchsucht hatten. Nachdem nichts gefunden wurde kamen die Stones zurück und spielten bis nach Mitternacht!

© whiskey-soda.de
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Die Aufklärerin
13.10.2005

Bianca Jagger eröffnet die Berliner Lektionen

Für ihre Lebensaufgabe hat Bianca Jagger einen interessanten Begriff gefunden. "Fact Finding Missions" nennt sie ihre Reisen in die Krisengebiete dieser Welt, die sie in den vergangenen 25 Jahren unter anderem nach El Salvador, Indien, Bosnien, Nordirland oder in den Nahen Osten unternommen hat. Soll heißen: sie will mit eigenen Augen sehen, wo Unrecht geschieht, die Verbrechen dokumentieren und die Welt darauf aufmerksam machen. Schon als 16jährige hatte sich die in Nicaragua aufgewachsene Tochter einer alleinerziehenden Mutter vorgenommen, Mißstände nicht einfach so hinzunehmen. Das hochbegabte Mädchen erhielt ein Stipendium für ein Politikstudium in Paris. Dort geriet sie allerdings in die Wirren der Swinging Sixties und in die Hände von Mick Jagger. Viel wurde über die turbulente Ehe mit dem Rolling-Stones-Sänger zwischen 1971 und 1979 berichtet. Und noch mehr gemunkelt. Fakt ist, daß die Trennung aus Bianca Jagger einen besseren Menschen gemacht hat. Sie hat Auszeichnungen für ihren unerschrockenen Einsatz im Namen der Menschenrechte erhalten, darunter 2004 den Alternativen Nobelpreis. Zum Auftakt der "Berliner Lektionen" redet die EU-Sonderbotschafterin über den Krieg gegen Terror und Auswirkungen auf die Bürgerrechte.

© Berliner Morgenpost
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Die Rolling Stones lassen es krachen
14.10.2005

Viele Internet-User, die sich ab heute auf die Startseite von bild.de einwählen, werden verwundert auf ihren Bildschirm schauen. Aber keine Angst: Es sind lediglich die Rolling Stones, die bei bild.t-online.de einen "BIGGER BANG" verursachen.

Von Freitag bis Sonntag (14. - 16.10.)und in der kommenden Woche von Dienstag bis Freitag (18. - 21.10.)bringen die Urväter des Rock die Homepage richtig zum Beben. Im Rahmen einer Online Kampagne simuliert ein Flash-Layer eine Explosion, der die Teaser des Portals kräftig durcheinander rüttelt und quasi herunterregnen lässt. Hinter den Trümmern dieses "BIGGER BANGS" taucht die "Kult-Zunge" der Rolling Stones auf und lädt zum akustischen Kuss ein. In Kooperation mit dem führenden News- und Entertainmentportal Bild.T-Online.de werden die Rolling Stones zudem mit umfangreichem Bild-, Ton- und Infomaterial in den Channels Promis, Sport sowie Kino & Musik präsentiert. Das knallt!

zum Bigger Bang auf www.bild.de >>
Zur Homepage www.therollingstones.de >>

© www.therollingstones.de
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Rarities 1971-2003
24.10.2005

Format: Compact Disc
VÖ: 18.11.05


1. Fancy Man Blues
2. Tumbling Dice
3. Wild Horses
4. Beast Of Burden
5. Anyway You Look At
6. If I Was A Dancer
7. Miss You
8. Wish I've Never Met You
9. I Just Wanna Make Love To You
10. Mixed Emotions
11. Through The Lonley Nights
12. Live With Me
13. Let It Rock
14. Harlem Shuffle
15. Mannish Boy
16. Thru And Thru

Biografie geschrieben von Anthony de Curtis: Rolling Stones 2005

Die Bedeutung der Rolling Stones für die Geschichte des Rock'n'Roll kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Hatte die 1962 in London gegründete Band schon zu Beginn das perfekte Destillat populärmusikalischer Gegebenheiten geschaffen, befruchteten sie im Verlaufe ihrer Karriere etliche musikalische Strömungen und beeinflussten Generationen von Künstlern. Einen solchen Status erreichen in jedem Genre nur eine Hand voll Musiker, und die Stones stehen stolz mitten unter ihnen.

Jedes Album, das die Band bis in die frühen Siebziger veröffentlichte - von "The Rolling Stones" (1964) bis "Exile On Main Street" (1972) - ist nicht nur unentbehrlich, um die Musik jener Zeit zu verstehen, sondern um die Ära an sich zu begreifen. Mit ihrem ausgeprägten Interesse an Blues und R&B machten die Stones ein junges amerikanisches Publikum mit einer Art von Musik bekannt, die der Mehrheit der weißen Amerikaner bis dahin nicht geläufig war. Obwohl die Stones in ihren frühen Jahren nicht als ausgesprochen politisch galten, brachte ihre Begeisterung für afro-amerikanische Musik, von Robert Johnson, Muddy Waters und Howlin' Wolf bis hin zu Chuck Berry, Marvin Gaye und Don Covay, eine Saite zum klingen, die in den Zielen der Bürgerrechtsbewegung widerzuhallen schien. Selbst wenn die Stones nach 1965 kein Album mehr veröffentlicht hätten, wären sie heute Legenden.

Bald allerdings wurden die Rolling Stones - damals mit Mick Jagger als Sänger, Keith Richards und Brian Jones an den Gitarren, Bill Wyman am Bass und Charlie Watts am Schlagzeug - zum Synonym für die rebellische Attitüde jener Ära. Songs wie "(I Can't Get No) Satisfaction", "Street Fighting Man", "Sympathy For The Devil" und "Gimme Shelter" spiegeln die Gewalttätigkeit, Frustration und das Chaos jener Jahre wider. Für die Stones waren die Sixties keine Epoche von Love & Peace - in vielerlei Hinsicht fand die Band diese psychedelischen und blauäugig utopischen Ansätze wirr und albern. Die Stones waren schon immer - und sind es auch heute noch - Pragmatiker. Auf die haltlosen Versprechungen des Sixties-Idealismus antworteten die Stones mit "You Can't Always Get What You Want". Was heißt schon "Let It Be"? Warum nicht gleich "Let It Bleed"?

So entwickelten sich die Rolling Stones in der Übergangsphase der 60er zu den 70ern zu einer kreativen Kraft, die in der Welt der Popmusik ihresgleichen sucht. "Beggars Banquet" (1968), "Let It Bleed" (1969), "Sticky Fingers" (1971) und "Exile On Main Street" (1972) tauchen nach wie vor in den Hitlisten der besten Alben aller Zeiten auf, und zwar verdientermaßen. Allesamt wurden diese Alben mit dem amerikanischen Produzenten Jimmy Miller eingespielt - "an incredible rhythm-man", wie Richards ihn knapp beschreibt. Diese Alben vibrieren nicht minder wie die Kultur jener Zeit zu vibrieren schien.

Während der Arbeiten an "Let It Bleed" starb Brian Jones. Er wurde durch Mick Taylor ersetzt, einen Gitarristen, dessen lyrisches und melodiöses Spiel zu dem nachdrücklichen und intensiven Drive von Richards' Gitarrenspiel ein gutes Gegengewicht bildete. Für den Sound der Band war dies eine zusätzliche Bereicherung und öffnete den Weg in neue musikalische Richtungen.

Von nun an waren die Stones eine nicht zu bändigende Macht, und das sind sie bis zum heutigen Tag geblieben. Das Album "Some Girls" (1978) stellte sich den neuen Herausforderungen der Punkbewegung ("When The Whip Comes Down"), deren Energie und Attitüden die Stones schon zehn Jahre zuvor definiert hatten, doch das Album hatte mit "Miss You" auch Stücke, die den sinnlichen Groove der Discomusik adaptierten. Es ist noch heute eines der besten Alben jener Dekade. 1975 war Ron Wood als Ersatz für Mick Taylor zu der Band gestoßen und avancierte zu einer weiteren Schlüsselfigur der Rolling Stones, die nunmehr seit 30 Jahren umtriebig sind, ohne dass ein Ende in Sicht wäre.

"Tattoo You" (1981) fügte dem riesigen Repertoire der Stones die Klassiker "Start Me Up" und "Waiting On A Friend" hinzu und nimmt einen wichtigen Platz ein in der Liste der faszinierendsten und populärsten späteren Alben der Stones. "Dirty Work" (1986), möglicherweise das am meisten unterschätzte Album in der Karriere der Band, zeigte sie ungeschliffen und rhythmusgetrieben; in dem Album reflektieren sich auch die Unruhen, in denen die Band sich während der Aufnahmen befand. Wahre Stones-Fans betrachten es längst als Ehrensache, gerade für dieses Werk ihre besondere Wertschätzung zu bekunden.

Mit der Veröffentlichung von "Steel Wheels" (1989) gingen die Rolling Stones nach sieben Jahren zum ersten Mal wieder auf Tournee und eröffneten die bis dato letzte Phase ihrer schillernden Karriere. In dieser Zeit haben sie ebenso starke wie glaubwürdige Alben veröffentlicht - "Voodoo Lounge" (1994) und "Bridges To Babylon" (1997) - sowie das exzellente Livealbum "Stripped" (1995) und "Forty Licks" (2002), die äußerst gelungene und höchst amüsante Anthologie ihrer größten Hits.

Wichtiger jedoch ist, dass die Stones in dieser Zeit einen neuen Standard für gelungene Bühnenperformance gesetzt haben. Eine Errungenschaft, die durchaus in der Tradition der Band steht. Als die Stones während ihrer 1969er Tour als "beste Rock'n'Roll Band der Welt" angekündigt wurden, nahmen sie diesen Titel eben wegen ihrer unglaublichen Bühnenpräsenz in Anspruch. In jener Zeit war es schon fast zur Mode geworden, als Band nicht auf Tournee zu gehen, wie es etwa die Beatles und Bob Dylan taten. Aber die Stones hatten sich vorgenommen, zu beweisen, dass man tolle Songs schreiben und große Alben produzieren konnte, ohne sich zu schade zu sein, vor seinen Fans aufzutreten und zu rocken, bis allen die Knochen klappern. Die Stones hatten sich in frühen Jahren einen Ruf für ihre Shows erworben - gekrönt natürlich durch die faszinierend erotische Bühnenchoreographie von Mick Jagger - diesen Ruf galt es in den 90ern wieder unter Beweis zu stellen.

Nun sind fast 20 Jahre vergangen, und die Bühnenshows der Stones haben nichts an Faszination verloren. Seit 1989 sind die Stones regelmäßig alle paar Jahre auf Tour gegangen, und die Fans reagieren jedes Mal neu verzückt. 1994 verpflichteten die Stones als Ersatz für Bill Wyman den Bassisten Darryl Jones, der vorher bei Miles Davis gespielt hatte. Der Personalwechsel erwies sich als willkommene Verjüngungskur und brachte neue Energie. Die Konzerterfolge der Stones bemessen sich in diesen Jahren nicht an Einnahme- und Zuschauerrekorden, obwohl die Zahlen schon beeindruckend sind. Es ging eher darum, zu beweisen, dass die Stones nach wie vor eine bis in die Haarspitzen vitale Liveband sind und dass es ihrer Meinung nach genau das ist, was eine Band zusammenhält: It's only rock'n'roll but I like it.

In den vergangenen 40 Jahren kam bei jeder Tour der Stones die Frage auf, ob dies nun die letzte Tournee sein werde. Hier scheint ein fundamentales Missverständnis vorzuliegen. Es stimmt, dass die Rolling Stones über die Jahre immer wieder wegen vieler Geschichten Schlagzeilen machten, die nichts mit ihrer Musik zu tun hatten - Verhaftungen, provokante Äußerungen, Scheidungen, Affären, was so anfällt wenn man ein bewegtes Leben führt und stets im Blickpunkt der Öffentlichkeit ist. Zumal Mick Jagger zweifellos eine der bekanntesten Celebrities überhaupt ist.

Aber nichtsdestotrotz sind die Stones in erster Linie Musiker, und als solche haben sie sich auch stets verstanden - vielleicht ist das der Grund, warum sie einen so ausgesprochen langen Atem haben. Trotz aller Schlagzeilen in den Hochglanzblättern ist Mick Jagger eben eine der außergewöhnlichsten Galionsfiguren des Rock'n'Roll und der wohl mitreißendste Performer, gleich welchen Genres, der je auf der Bühne gestanden hat. Keith Richards ist der treibende Motor der Stones und sorgt dafür, dass ihre Musik unverkennbar bleibt. Ron Wood hat als Gitarrist eine rhythmische Blutsbrüderschaft mit Richards geschlossen, zugleich jedoch bringt er mit seinen Melodien Farbe und Textur in die Songs der Band. Charlie Watts, das braucht man eigentlich kaum zu erwähnen, ist einfach einer der besten Rockschlagzeuger schlechthin. Er ist für die Band sowohl Fels in der Brandung als auch die Macht, die für den Wellengang sorgt. In ihrer Schlichtheit sind seine Gesten elegant und zugleich haben sie einen alles durchdringenden Einfluss - hier ist keine Bewegung überflüssig. Er und Darryl Jones verleihen der oft monolithischen Vorstellung einer Rhythmusgruppe im Rock'n'Roll den unwiderstehlichen, unprätentiösen und an Jazz gemahnenden Feinsinn.

Musiker leben und arbeiten für den Moment, und das ist der Grund, warum die Fans die Rolling Stones nach wie vor live sehen wollen. Natürlich haben sie ein Repertoire an großartigen Songs, mit dem nur eine Hand voll anderer Künstler aufwarten kann. Sicherlich möchte man auch die Band sehen, die das, was wir heute unter Rock'n'Roll verstehen, entscheidend beeinflusst hat. Vor allem aber heißt die Rolling Stones live sehen, eine wirklich hart arbeitende Band zu sehen, für die ein letztes Mal noch in unerreichbarer Ferne zu liegen scheint.

Anthony de Curtis

© EMI Music Germany
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Wo Monsieur Jagger auch mal allein im Baumarkt einkauft
26.10.2005

Im französischen Loire-Tal besitzt Alt-Rocker Mick Jagger ein kleines Schloss. Er - und auch die Einwohner - bemühen sich, das unauffällig zu handhaben.

Wenn Mick Jagger, der inzwischen auch nicht mehr der Allerjüngste ist, der Trubel um seine Person zu groß wird, taucht er einfach ab. Und schon vor langer Zeit hat der Boss der "Rolling Stones" entdeckt, dass das am besten in einer besonders lauschigen und idyllischen Gegend Frankreichs geht. Bei Pocé-sur-Cisse, einem kleinen Dorf des Loire-Tals auf halbem Weg zwischen Amboise und Tours, erwarb der vermögende Brite vor 25 Jahren das heruntergekommene Château Fourchette samt weitläufigem Park. Auf die neugierige Frage, ob der 2002 von der Queen in den Adelsstand erhobene "Sir Mick" gerade in der Gegend sei, pflegen die Einwohner von Pocé-sur-Cisse mit einem Achselzucken zu antworten. Und wer sich dennoch hartnäckig zeigt und den Weg zum Schloss Fourchette wissen möchte, wird nicht selten gezielt in die Irre geschickt. Auf die Diskretion seiner Nachbarn kann sich der Rockstar blind verlassen. Die nämlich wissen ganz genau, dass "Monsieur Jagger" sein beinahe geheimes Refugium auf keinen Fall zur Pilgerstätte zahlloser Stones-Fans verkommen lassen will. Wenn Jagger den Schlossherrn auf Fourchette spielt, legt er eben besonderen Wert auf seine Ruhe. In Pocé-sur-Cisse respektiert man das. Aber natürlich ist nicht nur das Dorf, sondern die ganze Region mächtig stolz auf den berühmten Nachbarn. Sogar die jüngste CD der "Rolling Stones" ist auf dem Chateau Fourchette eingespielt worden. Nur fehlt auf dem CD-Deckblatt von "A Bigger Bang" jeder Hinweis auf Pocé-sur-Cisse oder die Region Tourraine. Château Fourchette, ein ehemaliger Besitz des Herzogs von Choiseul, hat Jagger damals relativ günstig für 2,2 Millionen Francs erworben. Rund zehnmal mehr freilich investierte er nach und nach in den Kauf antiker Möbel, in die komplette Renovierung des Schlosses und in die Anlage eines großzügig dimensionierten Gartens nach englischem Muster. Und selbstverständlich ist das nur zwei Autostunden von Paris entfernte Refugium gut abgeschirmt gegen die Teleobjektive der Paparazzi. Solche Vorsicht und die Diskretion der Einheimischen haben dafür gesorgt, dass sich Mick Jagger bis heute in Pocé-sur-Cisse ohne Bodyguards auf die Straße trauen kann. Manchmal sitzt er dann einfach in der örtlichen Pizzeria und auch im Baumarkt hat man ihn schon einkaufen gesehen. Den vorigen Dorffesten wohnte Sir Mick übrigens ebenso bei wie der Einweihung des neuen Gemeindesaals. Ein ganz normaler und unauffälliger Nachbar eben. Und damit ihm dieser Ruf vor Ort erhalten bleibt, fährt Monsieur Jagger zumeist in einem alten Peugeot-Kombi vor. Seine Ferraris oder Cadillacs aus den 30er Jahren jedenfalls lässt er ganz bescheiden in der Schlossgarage vor sich hinschlummern.
PETER HEUSCH, PARIS

© Pressehaus Heidenheim
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Sat.1 sendet Rolling Stones-Special
27.10.2005

Autor: Beelzebübchen

Am kommenden Sonntag, dem 30.Oktober, zeigt Sat.1 um 0.20 Uhr in der Reihe "music special" eine knapp 50-minütige Dokumentation zum neuen Rolling Stones-Album"A Bigger Bang" und ihrer derzeitigen Welttournee.

Gezeigt werden die vergangenen Monate der Stones im Bild – von der Presskonferenz in New York im Mai über die Aufnahmen im Studio in Los Angeles bis zum Tour Kick-Off in Boston vor wenigen Wochen. Das Ganze garniert mit vielen Statements und Interviews von Jagger und Co.

Außerdem widmet sich das Special den besten Rolling Stones-Songs, ausgewählt von der Rolling Stone-Magazin-Redaktion und den Songs des aktuellen Albums, kommentiert von Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood, Charlie Watts und Produzent Don Was.

News Quelle: Sat.1 (Offizielle Homepage) 

© whiskey-soda
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The Rolling Stones-CD bei Starbucks
27.10.2005

Autor: Uraniumstaub

The Rolling Stones bieten ab 22. November das Album "Rarities 1971-2003" in amerikanischen und kanadischen Filialen des Kaffee-Giganten Starbucks an!
Eine Praxis für die Alanis Morissette mit einer exklusiven Akkustik-Version von "Jagged Little Pill" extreme Probleme mit HMV bekam, die sich übergangen fühlten, um ähnlichen Ärger zu vermeiden, gibt es die Stones-CD nicht nur bei Starbucks, sondern auch im normalen Handel.
Enthalten sind 16 Songs - Live-Versionen, B-Seiten und Covers, Mick Jagger: "Bei jeder Session gibt es immer Songs, die es nicht aufs Album schaffen und das tut uns dann doch in einigen Fällen leid!"

© whiskey-soda
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Kommen jetzt auch die Rolling Stones?
11.11.2005

Das könnte ein heißer Konzert-Sommer werden: Nachdem Robbie Williams seine Zusage für mindestens ein Kölner Konzert gegeben hat, bekunden jetzt auch die Rolling Stones Interesse an einem Auftritt am Rhein. Nach Rundschau-Informationen gibt es eine Anfrage für das Rheinenergie-Stadion.

Die rockenden Senioren um Mick Jagger touren bereits seit dem 21. August durch die USA und Kanada. Im Sommer nächsten Jahres soll ihre Welttournee für drei Monate nach Europa führen. Dabei sind auch einige wenige Auftritte in Deutschland geplant.

Eine Entscheidung über die Spielorte wird bis Weihnachten fallen. Denn wie zu hören war, soll schon in der Adventszeit der Kartenvorverkauf für Europa beginnen. „Das ist für Fans wie für die Veranstalter ein schönes Weihnachtsgeschenk“, sagt ein Kenner der Branche.

Für Köln sprechen die zahlreichen Aufenthalte der Stones. Im Müngersdorfer Stadion gastierten sie zuletzt beim Weltwirtschaftsgipfel 1999, davor 1995 und 1982 vor jeweils 60 000 Fans. 2003, als das Stadion noch umgebaut wurde, wollte die Band auf den Jahnwiesen spielen. Doch weil die Behörden damals nicht schnell genug reagierten, entschieden sich Management und Veranstalter für ein Industriegebiet in Oberhausen. Sollten sich die Stones diesmal für das Rheinenergie-Stadion entscheiden, werden 40 000 bis 45 000 Zuschauer erwartet. Für mehr dürfte aufgrund der riesigen Bühnenaufbauten kein Platz sein.

© Kölnische Rundschau
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Peter Rieger holt die Rolling Stones
24.11.2005

Köln - Die Spatzen pfeifen es mittlerweile von den Dächern: Die Peter Rieger Konzertagentur wird die Konzerte der Rolling Stones in Deutschland im kommenden Sommer veranstalten. Eine offizielle Bestätigung aus Köln steht aber noch aus.

Wie "Musikmarkt LIVE!" aus informierten Kreisen erfahren hat, spielen die Rolling Stones im Juli acht Stadion-Shows in Deutschland, als Spielorte gesetzt gelten, wie aus Spielstättenkreisen bekannt wurde, das Rheinenergie-Stadion in Köln, das Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart, das Frankfurter Waldstadion und das Olympiastadion in München.

Das erste Konzert soll dem Vernehmen nach einen Tag nach dem WM-Finale stattfinden. Als Termin für den Start des Vorverkaufs steht der Zeitraum Anfang bis Mitte Dezember im Raum, es ist nicht ausgeschlossen, dass die Termine auch auf mehrere Tage verteilt in den Vorverkauf gehen.

Autor: ms

© musikmarkt.de
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Rolling Stones-Konzert 2006 erstmals in Brünn
25.11.2005

Tschechien bereits zum fünften Mal auf Tour-Kalender der Rolling Stones

Prag - Die Rolling Stones kommen nächstes Jahr erneut nach Tschechien.

Im Rahmen ihrer Welt-Tournee werden sie im Sommer ein Konzert in der mährischen Metropole Brünn geben. Dies berichten tschechische Medien heute.


Das genaue Datum wird die Konzertagentur Interkoncerts Ende November bekannt geben.

Die Rolling Stones haben ihre Welttournee mit dem Titel ihres neuesten Albums „A Bigger Bang“ dieses Jahr im August in Boston (USA) begonnen.

Nach Tschechien kommt die Band seit 1990 bereits zum fünften Mal. Zweimal spielten die Stones im Prager Strahov-Stadion, einmal in der Messe-Ausstellungshalle Výstaviště und zuletzt vor zwei Jahren auf der Letná-Ebene. Damals feierte Bandleader Mick Jagger im Anschluss an das Konzert seinen sechzigsten Geburtstag in einem Prager Club.

© Tschechien-online
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Zürich: Bauarbeiten im Stadion könnten Stones-Konzert verhindern
25.11.2005

Zürich - Am 28. Juli 2006 hätten die Rolling Stones ihre Europatournee im neuen Züricher Stadion Letzigrund abschließen sollen. Doch jetzt kann das Konzert möglicherweise dort nicht stattfinden. Grund dafür sind die derzeitigen Bauarbeiten im Stadion, die bis dahin nicht abgeschlossen sind. Baubeginn war am 15. November diesen Jahres.

Eine Rampe, die dem Gewicht der Bühnenkräne nicht standhalten, jedoch als einzige in der ersten Bauphase in den Stadionneubau führen wird, sei das Hauptproblem. Zudem sei die Umschlagsfläche für die Transporter zu klein, meldet Konzertveranstalter Good News auf seiner Website. Good-News-Chef André Béchir zeigte sich darüber verärgert: "Als das Konzert von der Stadt bewilligt wurde, war das noch kein Thema."

Andreas Bühler, stellvertretender Leiter des Sportamts der Stadt Zürich, gab zu, dass die Stadionbaustelle dem Konzertlayout nicht angepasst werden könne, zumal auch Termine für die Fußball-Europameisterschaft einzuhalten seien.
Nach Angaben von Béchir hat Zürichs Stadtpräsident Elmar Ledergerber nun zugesagt, eine Alternative zu finden. So käme etwa das vergleichsweise kleine Hallenstadion als Venue in Frage. Allerdings, so schätzt Béchir, würden Tickets für das Konzert 500 bis 1000 Franken, umgerechnet 320 bis 645 Euro, kosten. "Doch vor diesem Entscheid", so Béchir, "würde ich noch eine schlaflose Nacht durchmachen."

Autor: ml

© www.musikmarkt.de
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Europatournee Sommer 2006 bekannt gegeben!
29.09.2005

Die aufregendste und gewaltigste Rock’n’Roll Show der Welt kommt nächsten Sommer endlich auch in die europäischen Stadien. Der Startschuss für die Tournee durch über zwanzig europäische Länder fällt am 27. Mai 2006 im Olympiastadion Barcelona und wird die Rolling Stones durch die schönsten und bekanntesten Stadien und Konzertstätten der Welt führen. 

Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood & Charlie Watts haben heute bekannt gegeben, dass es mehr als 30 Konzerte in Europa geben wird. Bislang konnten Konzerte in Deutschland, Holland, Frankreich, Belgien, Italien, Spanien, Schweden, Norwegen, Großbritannien, Polen, Österreich und Tschechien bestätigt werden. Folgende Konzertdaten stehen für Deutschland auf dem Tourneeplan:  

10. Juli 2006 Nürnberg, Frankenstadion 
12. Juli 2006 Leipzig, Zentralstadion  
14. Juli 2006 Frankfurt, Commerzbank Arena
16. Juli 2006 München, Olympiastadion
19. Juli 2006 Hannover, AWD Arena
23. Juli 2006 Köln, RheinEnergie Stadion
03. August 2006 Stuttgart, Gottlieb-Daimler-Stadion

Der offizielle Vorverkauf für diese Konzerte beginnt am 05. Dezember 2005 um 09:00 Uhr.  

Weitere Konzerte in Russland, Griechenland, Kroatien, Serbien-Montenegro, Portugal, Dänemark, Irland und der Schweiz sind ebenfalls bestätigt, genaue Informationen zu den Veranstaltungsstätten folgen in Kürze. Der Philosophie der Band folgend, allen Fans dieses Konzerterlebnis ermöglichen zu können, werden die Tickets für die Stadienkonzerte in einem breit gefächerten Preis-Spektrum angeboten.

Die Vorfreude erreicht schon jetzt einen noch nie da gewesenen Höhepunkt, nachdem Kritiker und Fans gleichermaßen die Nordamerika Tour der Stones bejubelten. Die Welttournee ‘A Bigger Bang’ startete im August 2005, als die Rolling Stones das Bostoner Fenway Park Stadium mit ihrer atemberaubenden Show zum Krachen brachten. Einstimmig bewunderten die Kritiker die unübertroffene Überschwänglichkeit und den schieren Enthusiasmus, die für ein Live-Erlebnis der Rolling Stones maßstabgebend sind.

In Europa werden die Stones die wildesten Träume der Musikliebhaber rund um den Globus erfüllen, indem sie ihnen das Unfassbare bieten: einmal im Leben mit ihren Stars auf einer Bühne zu sein. Einige hundert Sitz sind in das Bühnendesign integriert und bietet den Fans damit das einmalige Erlebnis, den Adrenalin-Kick und die Spannung, auf der Bühne zu stehen, mit der Band zu teilen, wenn die Rolling Stones vor 50.000 Zuschauern und mehr spielen.  “Die Band definiert damit Konzerterlebnisse völlig neu – es gibt nichts, was dem gleich kommt, einmal im Leben mit den Rolling Stones auf einer Bühne zu sein und ein Stadion-Konzert aus ihrer Perspektive miterleben zu können” so Michael Cohl, Tourdirektor der Rolling Stones. “Für die Fans wird das die größte Show aller Zeiten.’’

"Es ist ganz klar – mit Sechzig ist nichts so leicht, wie es mit Zwanzig noch war. Nur für die Rolling Stones schon." (Boston Globe) “Sie sind immer noch der genialste Live Rock’n’Roll Act auf dem ganzen Planeten […] Am Ende des Abends war es unmöglich, einen unzufriedenen Kunden zu finden.” (Billboard) “Ein kolossaler, zweistündiger Auftritt vor gut 43.000 Zuschauern unter einem mondbeschienenen Himmel […] Das Resultat war ein Triumph für die Band, die ihren Titel “Beste Rockband der Welt”  immer noch wohl verdient hat [...]. Klassiker, die die Band vor mehr als vierzig Jahren aufgenommen hat, wurden so energiegeladen und frisch präsentiert, dass sie zu einem völlig neuen Leben erweckt wurden.” (San Diego Tribune) “Sie rufen immer noch immense Ehrfurcht und Erstaunen hervor, aber am verblüffendsten ist doch, dass sie sich auch nach vierzig Jahren anscheinend immer noch weiter steigern” (LA Times) “Letztendlich ist es ein ganz einfaches Ding, das sie immer weiter machen lässt – der anstachelnde Kick ihrer Riffs vermittelt eine Energie, die einfach nicht aufhören will.“ ( New York Daily News) – so die Pressestimmen.

Die Tournee der Rolling Stones rollt seit den Konzerten in Boston wie eine unaufhaltsame Lokomotive durch Nordamerika, und ihr Ruhm eilt ihnen gleichsam von Konzert zu Konzert voraus. Ergebene Fans und Kritiker bejubeln einstimming Mick Jaggers Aura als weltbesten Frontmann des Rock’n’Roll, Keith Richards bleibt mit seinem ehrfurchtgebietenden, überschäumenden Talent der ultimativen Gitarren-Altmeister, sie feiern Ronnie Woods brillante Gitarrenvirtuosität und würdigen die Respekt einflößende Energie von Charlie Watts als Antriebswerk des Ganzen.

Die Nachfrage nach dem heißesten Ticket Europas wird mit Sicherheit genau so groß sein wie diesen Sommer und Herbst in Nordamerika, wo alle Stadien- und Arenen-Konzerte innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren. “Superstars bleiben Superstars” schrieb Ray Waddell vom US-amerikanischen Billboard Magazine. “Die Rolling Stones aber bleiben eine Monster- Attraktion.” In Deutschland wird nur ein begrenztes Kartenkontingent zur Verfügung stehen, da die Shows im Gegensatz zur letzten Tournee ausschließlich in den Stadien stattfinden werden und somit eine gute Sicht von allen Plätzen sowie ein intimes Konzerterlebnis geboten wird.

Die Rolling Stones haben schon immer eine Messlatte für moderne Live- Konzertspektakel gelegt und sie selbst von Tour zu Tour beeindruckend höher gelegt. Noch immer halten sie mit der “Licks” und der „Bridges To

Babylon” Tournee den Rekord für die zwei best besuchten Tourneen in Nordamerika. Bei dieser Show werden sie eine noch ausgefeiltere Technik der mittlerweile aus ihren vorherigen Tourneen bekannten, so genannten “Zweiten Bühne” präsentieren. Und last but not least umfasst die scheinbar grenzenlose Setlist der Stones neben Dutzenden von Klassikern auch überraschende Ehrerweisungen an Legenden wie Ray Charles oder Bob Marley.

Die Rolling Stones A Bigger Bang Europa Tour wird von American Express präsentiert. “Es ist ein großes Privileg für American Express, Partner der Stones auf ihrer wegweisenden Europa-Tournee zu sein und wir schätzen uns sehr glücklich, dass wir dieses Privileg auch an unsere Karteninhaber weitergeben können, indem wir Ihnen eine einmalige Chance bieten können, bei diesen Legenden des Rock’n’Roll dabei zu sein“  so John Hayes, Marketingchef von American Express. American Express hat eine lange Tradition, seinen Kunden exklusive Angebote und besondere Erlebnisse zu bieten. Als Teil dieser andauernden Verpflichtung hat sich American Express mit den Rolling Stones zusammengetan, um den Karteninhabern von American Express die besondere Möglichkeit zu geben, noch vor Beginn des offiziellen Vorverkaufs die ersten Karten für das Konzerthighlight des Jahres zu erwerben. In Deutschland ist dies im Rahmen des Sondervorverkaufs für American Express Karteninhaber vom 29. November, 10:00 Uhr bis 03. Dezember, 17:00 Uhr,  unter der eventim-Tickethotline 01805 – 57 00 00 (12ct/Min) sowie online unter www.eventim.de möglich.

Auch Fans können sich online unter www.rollingstones.com über einen exklusiven Ticketvorverkauf vorab Tickets sichern, ebenso wie exklusives Merchandise der Band sowie die aktuellsten Neuigkeiten über und von der Tour. Die Konzertbesucher haben hier die Möglichkeit, sich die genaue Sitzposition und Preiskategorie ihrer Tickets auszuwählen, bevor sie diese und vieles mehr mit einer Platinum Mitgliedschaft des Fanclubs erwerben können. Jedes Ticket wird zudem eine virtuelle Karten-Mitgliedschaft des Rolling Stones Fanclubs beinhalten. Täglich wird dafür exklusives Insiderwissen über die gesamte Tournee für die Fans up-dated zur Verfügung gestellt. Von Informationen von den Proben und Vorbereitungen bis zu ständig neuen Audio- und Videostreams von der Tour, exklusiven Downloads, Setlists, aktuellen News und mehr werden die Fans alles geboten bekommen.

Die Rolling Stones World Tour 2005/2006 wird präsentiert von Concert Productions International und The Next Adventure und produziert von WPC Piecemeal Inc..

Offizielle Tourneeinformationen, Fan Club Mitgliedschaften, exklusives Merchandising und vieles mehr unter  www.rollingstones.com

‘A Bigger Bang’ Special Edition CD & DVD ab sofort bei Virgin Records erhältlich. VÖ der zweiten Singleauskopplung ‘Rain Fall Down’: 5. Dezember 2005

Köln, 29. November, 2005

THE ROLLING STONES - A BIGGER BANG   -EUROPA TOURNEE 2006

27.05.   Barcelona                     Spanien            Olympic Stadium

29.05.   Madrid                         Spanien            Vincente Calderon Stadium

 

01.06.   Brüssel                         Belgien             Stade Roi Baudouin

03.06.   Paris                           Frankreich        Stade de France                      

06.06.   Bergen                         Norwegen        *folgt

08.06.   *folgt                            Dänemark        *folgt

10.06.   Göteborg                      Schweden        Ullevi

13.06.   St. Petersburg                Russland          Petrovsky

16.06.   Brno                              Tschechien       Outdoor Exhibition Centre                    

18.06.   Warschau                     Polen                Flughafen Bemowo

20.06.   Wien                            Österreich        Ernst Happel Stadion               

22.06.   Mailand                        Italien   San Siro          

29.06.   Athen                           Griechenland    Olympic Stadium

 

02.07.   Belgrad                                    Serbien-Montenegro  *folgt

06.07.   Zagreb                         Kroatien           *folgt

10.07.   Nürnberg                      Deutschland     Frankenstadion

12.07.   Leipzig                         Deutschland     Zentralstadion

14.07.   Frankfurt                      Deutschland     Commerzbank Arena

16.07.   München                      Deutschland     Olympiastadion

19.07.   Hannover                     Deutschland     AWD-Arena

23.07.   Köln                             Deutschland     Rhein Energie Stadion

30.07.   Amsterdam                  Holland Arena Stadium

 

03.08.   Stuttgart                       Deutschland     Gottlieb-Daimler-Stadion          

05.08.   *folgt                            Schweiz           *folgt   

08.08.   Nizza                            Frankreich        Palais Nikaïa

12.08.   Porto                            Portugal           Estadio do Dragao       

14.08.   Valladolid                     Spanien            Estadio Zorrilla

18.08.   Dublin                          Irland   Phoenix Park

20.08.   London                         England            Wembley Stadium

25.08.   Glasgow                       Schottland        Hampden Park

27.08.   Sheffield                       England            Don Valley Stadium

29.08.   Cardiff                         Wales         Millennium Stadium

  *Stadt/Stadion wird noch bekannt gegeben

Exklusiver Sondervorverkauf für American Express Karteninhaber vom 29.11. (10:00 Uhr) – 03.12. (17:00 Uhr) unter 01805 – 57 00 00 (12ct/Min) oder www.eventim.de

 

!!!   Offizieller Vorverkaufsbeginn: 05.12.2005, 09:00 Uhr.

!!!   Karten unter der bundesweiten Tickethotline 01805 – 57 00 00  

!!!   (12ct/Min), unter www.eventim.de oder an allen bekannten

!!!   Vorverkaufsstellen.

Offizielle Informationen zur Tournee, Fanclub-Mitgliedschaften, exklusives Merchandising und vieles mehr unter: www.rollingstones.com.

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PETER RIEGER KONZERTAGENTUR GMBH & CO.KG
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D - 50937 Koeln
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USA: Rolling Stones treten in der Halbzeitpause des Super-Bowl-Finales auf
30.11.2005

Detroit - Die Rolling Stones werden in der Halbzeitpause des Finales der 40. Meisterschaft der National Football League, dem "Super Bowl", auftreten. Das Finale findet am 5. Februar 2006 im Detroiter Ford Field statt, meldet das Branchenmagazin "Pollstar".

Das Endspiel, das in seiner letzten Ausgabe von 133 Millionen TV-Zuschauern allein in den USA gesehen wurde, wird in mehr als 225 Ländern übertragen. Im Februar 2005 hatte Paul McCartney die Halbzeitshow gestaltet, im Jahr davor hatten Justin Timberlake und Janet Jackson mit einem skandalträchtigen Autritt für Empörung und in der Folge für eine zeitversetzte Übertragung von Live-Events im US-TV gesorgt.

Autor: ml

© musikmarkt.de
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Peinlich! Stones wollen in die Schweiz  -  Aber es ist kein Plätzchen frei
30.11.2005

DOMINIK HUG

ZÜRICH – No satisfaction für die Schweizer Fans der Rolling Stones? Jagger & Co. möchten uns am 5. August 2006 mit ihrer neuen Megashow «A Bigger Bang» beglücken. Steht auf ihrer Homepage. Peinlich nur: Niemand will sie hier.

Jagger&Co. sind zu gross für die Schweiz. Zumindest für die Deutschschweiz. «Es ist zum Verzweifeln», stöhnt André Béchir (56) vom Konzertveranstalter Good News. Seit Monaten verhandelt er mit dem Management der Rolling Stones um einen Termin für eine Show der Rockveteranen in der Schweiz.

Und jetzt, wo sie sich endlich auf den 5. August 2006 einigen konnten, bekommt Béchir für das Rockspektakel keinen Austragungsort bewilligt. «Niemand will die Stones», wettert er. «Ich könnte mir die Haare raufen, dass alle so unflexibel sind!»

Ursprünglich erteilte die Stadt Zürich Béchir grünes Licht für ein Konzert im Letzigrund-Stadion, wo die Stones bereits 2003 ihre Hits dröhnten. Doch dann schaltete Zürich plötzlich auf Rot. Ernst Hänni (58), Chef Sportamt Stadt Zürich, lapidar: «Wegen dem Stadionumbau hinsichtlich der Fussball-EM 2008 ist ein solches Mammutkonzert zu diesem Zeitpunkt bei uns schlicht nicht möglich.»

Veranstalter Béchir reagierte prompt und fragte beim Militärflugplatz Dübendorf ZH an. Doch auch dort holte er sich nur eine Abfuhr. «Das Gelände wird bei einem Konzert dieser Dimension zu stark in Mitleidenschaft gezogen», glaubt Jürg Nussbaum (48), Chef Kommunikation Luftwaffe.

Problematisch sei vor allem, dass die Wiesen der Bauern beschädigt würden. «Viele Bauern beliefern den Zürcher Zoo mit Gras», sagt Nussbaum, «und das könnten sie danach nicht mehr.» Ausserdem hätten nicht alle an den Flughafen grenzenden Gemeinden ihre Zustimmung gegeben. «Für sie ist die Lärm- und Verkehrsbelastung wohl zu gross.»

Und tatsächlich: Mit sage und schreibe 75 Sattelschleppern wollen die Stones vom 27. Mai bis 29. August durch Europa touren. Allein die Bühne ist 62 Meter breit und 27 Meter hoch. Für Mick Jagger soll ein Laufsteg quer durch das Publikum aufgestellt werden. «Die Produktion ist gigantisch», bestätigt Béchir.

Zu gigantisch für das Basler St.-Jakob-Stadion. Und zu gigantisch auch für das Stade de Suisse in Bern, wo 2006 Superstars wie Robbie Williams und Bon Jovi erwartet werden. Als Stadion kommt höchstens noch die Pontaise in Lausanne in Frage. Dort will Béchir als Nächstes antraben.

Sollte es in der Westschweiz ebenfalls nicht klappen, müssen die Schweizer Stones-Fans für ihre «Satisfaction» wohl oder übel nach München oder Mailand pilgern. «Und das wäre eine Schande», so Béchir.

© blick.ch
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Jerry Hall als Botschafterin der Liebe
30.11.2005

Leverkusen - Die Ex-Ehefrau von Mick Jagger, Jerry Hall, wird weltweite Botschafterin für ein gesundes Liebesleben. Für eine Kampagne eines großen Pharmakonzerns soll sie Männer und Frauen dazu auffordern, offen über das Thema zu reden, teilte die Firma am Dienstag mit. Das Credo der Botschafterin der Liebe ist einfach. "Ein gesundes Liebesleben ist nicht den 20- bis 40jährigen vorbehalten und soll es auch nicht sein, es ist in jedem Alter wichtig", begründete die 49jährige Texanerin ihr Engagement für die körperlichen Seiten der harmonischen Zweisamkeit. Oft helfe bei Problemen schon ein Gespräch mit dem Arzt oder der Partnerin. "Es ist auf jeden Fall nie zu spät, das Liebesleben bestmöglich zu gestalten", sagte die vierfache Mutter. Da ist zu merken, daß ein Pharmakonzern als Sponsor im Hintergrund wirkt. Denn Liebe im Alter ist natürlich auch häufiger Liebes- und Lendenkraft aus der Apotheke. Erst kürzlich machte Jerry Hall Schlagzeilen mit einem Plakat in der Londoner U-Bahn, auf dem sie zwölf halb nackte Männer an Hundeleinen führt. Die Fahrgäste der Londoner U-Bahn konnten sich jedoch nur wenige Stunden lang an dem Poster erfreuen, das für Halls Realityshow "Kept" eines amerikanischen Bezahlsenders warb. In der Sendung "Kept", die in den USA äußerst gemischte Reaktionen auslöste, macht sich die langhaarige Blondine auf die Suche nach einem jüngeren Liebhaber. Zwölf Kandidaten treten an, dem Gewinner winkt ein sechsstelliger Betrag - und die Gesellschaft von Lady Hall. Über Sex, Erotik und Liebe kann Jerry Hall ebenso mitreden wie über Liebesleid; schließlich war sie viele Jahre Gefährtin des nachtaktiven Rockstars Sir Mick Jagger. Dabei konnte sie ständig erleben, daß der ewige Gockel Sex & Liebe auch an Ehe-fernen Stätten suchte - und sogar beim Fremdgehen in Brasilien noch einmal Vater wurde. Einen Apotheker hat der virile ältere Herr dafür wohl kaum frequentiert... dpa

© dpa
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Alte Piraten auf Kaperfahrt
02.12.2005

(DK) Mit einem großen Knall sind sie in diesem Jahr wieder aus dem Privatleben aufgetaucht: "A Bigger Bang" heißt das erste Rolling-Stones-Album mit neuem Material seit acht Jahren. Und natürlich ist es kein neues "Exile On Main Street" geworden, kein neues "Beggar’s Banquet". Doch eines steht außer Zweifel: Mit dieser herrlich souveränen Platte haben Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Co. ihren Fans wieder Tränen der Freude in die Augen getrieben. Große Balladen, derbe Rocker, lässiger Blues: alles wieder da und alles wieder gut.

Und natürlich hilft "A Bigger Bang" auch, die Zeit bis zum nächsten Sommer zu überbrücken, wenn der Rolling- Stones-Tross im Rahmen seiner aktuellen Welttour, die im August diesen Jahres im Bostoner Fenway Park Hotel begonnen hat, endlich auch in Deutschland Station macht. "Es ist ganz klar: Mit 60 ist nichts so leicht, wie es mit 20 noch war – nur für die Rolling Stones schon", lobte der "Boston Globe" nach dem fulminanten Auftaktkonzert.

Rebellen sind da freilich nicht mehr am Werk, wenn diese gut geölte Rock-’n’-Roll-Maschinerie Fahrt aufnimmt. Gut, Mick Jagger gibt immer noch den Dorian Gray des Rock’n’ Roll, den exaltierten, ewig jugendlichen Front-mann. Doch die alten Fahrensleute dahinter, Ronnie Wood, Charlie Watts und vor allem Keith Richards, gäben mittlerweile ein prächtige, in Würde gealterte Piratenbande ab. Eine Bande vor allem, die riesige Truhen voller Song-Schätze ihr eigen nennt: "Paint It Black". "Jumpin’ Jack Flash". "Sympathy For The Devil". "Satisfaction". "Honky Tonk Women". "Brown Sugar". Etc., etc. In über 40 Jahren kommt halt einiges zusammen.

Viele dieser Schätze werden die vier Stones und ihre Mitmusiker auch wieder bei zwei Konzerten in Bayern präsentieren: am 10. Juli im Nürnberger Frankenstadion und am 16. Juli im Münchner Olympiastadion. Der offizielle Vorverkauf beginnt am kommenden Montag, 5. Dezember, um 9 Uhr. Tickets sind telefonisch unter (01805) 60 70 70, im Internet unter www.promoters- group-munich.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. ?Peter Felkel

© Donaukurier
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Rolling Stones kommen doch nach Berlin Termin wird nächste Woche bekannt gegeben
04.12.2005

Berliner Rockfans dürfen sich vermutlich auf ein Konzert der Rolling Stones im nächsten Sommer freuen: „Ich rechne fest damit, dass die Stones zu uns ins Stadion kommen“, sagt Peter von Löbbecke, Geschäftsführer der Olympiastadion Berlin GmbH. Der genaue Termin werde wahrscheinlich Mitte kommender Woche bekannt gegeben – „dann dürften die Verhandlungen abgeschlossen sein“. Dass sich auf der Homepage der Band bisher kein Hinweis auf ein Berlin-Konzert findet, dafür aber sieben andere, bereits offizielle Termine in deutschen Städten angekündigt werden, beunruhigt von Löbbecke nicht. „Die Stones haben öffentlich erklärt, dass sie nach Berlin kommen. Und sie werden Wort halten.“ Zudem telefoniere er täglich mit dem Management der Band, die Verhandlungen verliefen nach Plan.

Sicher ist, dass die Stones erst nach dem Finale der Fußballweltmeisterschaft am 9. Juli im Olympiastadion auftreten. „Das würde der Rasen sonst nicht aushalten, und die WM werden wir wegen der Stones wohl auch nicht verschieben“, sagt von Löbbecke. Da die Band aber bereits am 10. Juli ihre Deutschland-Tour im Nürnberger Frankenstadion beginnt und danach im straffen Zwei-Tages-Rhythmus durchs Land reist, kommen frühestens der 21. oder der 25. Juli als Termine für eine Berlin-Show in Frage. Letzterer ist aber eher unwahrscheinlich, weil zwei Tage später Robbie Williams im Olympiastadion auftritt – da bliebe für den Ab- und Aufbau der Bühnen wenig Zeit. Als dritter und letzter denkbarer Konzert-Termin gilt der 1. August, in den Tagen darauf muss bereits der neue Rasen für die kommende Bundesliga-Saison verlegt werden. Und der ist empfindlich, rhythmisch stampfende Stones-Fans wären da Gift. „Nur keine Panik, das klappt mit dem Auftritt“, sagt Fritz Rau, langjähriger Vertrauter der Band und bis Anfang der neunziger Jahre Veranstalter mehrerer Rolling-Stones-Tourneen. „Natürlich möchte die wichtigste Band der Welt in der wichtigsten Stadt Deutschlands spielen.“ Rau glaubt, dass die vier Bandmitglieder auch schon während der WM zumindest privat in Berlin vorbeischauen werden. „Mick Jagger ist ein Fußball-Verrückter, das lässt der sich nicht entgehen.“ Sebastian Leber

© Der Tagesspiegel
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Rolling Stones: Presale endet mit Ausverkauf erster Kategorien
05.12.2005

Köln/München - Der Presale für Kunden der Kreditkartenfirma American Express für Tickets der kommenden Deutschlandtournee der Rolling Stones war offenkundig erfolgreich: In einigen Städten sind erste Kategorien bereits ausverkauft.

Der offizielle und allgemein zugängliche Vorverkauf hat am 5. Dezember um 9.00 Uhr begonnen. Anders als bei Robbie-Williams lagen keine Berichte über lange Schlangen an den Vorverkaufsstellen vor. Branchenbeobachter rechnen aber mit einem guten Vorverkauf.

Gut eingekauft haben offenkundig auch die Besitzer von American-Express-Kreditkarten und Mitglieder des Fanclubs: Mit Stand vom 4. Dezember waren in sechs der sieben Spielorten die Tickets der Kategorie 4 - das sind die den beiden Bühnen am nähesten gelegenen Stehplätze - ausverkauft.

In Hannover und Köln gibt es auch keine Tickets der ersten Preiskategorie mehr, in München sind beide Stehplatz-Kategorien ausverkauft. Lediglich für die Show in Leipzig sind bei www.eventim.de noch Tickets in allen Kategorien erhältlich.

Autor: ms

© musikmarkt.de
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Die Stones spielen mit den Queens Of The Stone Age
19.12.2005

New York - Die Rolling Stones geben die ersten Vorbands ihrer Nordamerika-Tournee vom 10. Januar bis 6. März 2006 bekannt. Wie immer gibt es einen bunten Mix aus Altstars, Newcomern und angesagten Bands, darunter die Queens Of The Stone Age.

Weiter werden Künstler wie Anik Jean, Metric , Antigone Rising, Canucks Sloan und Brooks & Dunn das Publikum für die Stones aufheizen. Nach der Tournee durch Nordamerika starten die Altrocker am 27. Mai in Barcelona mit ihrer ausgedehnten Europatournee (www.musikmarkt-live.de berichtete).

Autor: sg

© musikmarkt-live.de
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Mick Jagger zieht um
28.12.2005

Eine Hotelrechnung von jährlich 3,4 Millionen Franken ist selbst für Mick Jagger hoch. Nun kauft er sich ein Häuschen mit 7 Schlaf- und 6 Badezimmern.

Bei der Suche nach einem neuen Domizil für sich und seine 38-jährige US-amerikanische Freundin L'Wren Scott sei der 62-jährige Sänger der Rolling Stones fündig geworden, berichtete die Zeitung «Daily Mail». Das Haus mit 7 Schlaf-, 5 Wohn- und 6 Badezimmern sowie mit Blick auf die Themse im Südwesten Londons soll ganze 14,7 Millionen Franken kosten.

Zur Ausstattung gehören auch eine grosse Dachterrasse und ein überdachter Swimming Pool. Für Jagger ist auch wichtig, dass er von der Garage direkt ins Haus gelangen kann, damit Paparazzi keine Chance haben, ihn zu fotografieren.

Scott und Jagger leben seit mehr als zwei Jahren in einer Penthouse-Suite des Edelhotels «Claridge's» in London. Die US-Amerikanerin soll dem Rolling Stone zugeredet haben, wieder in ein Eigenheim zu ziehen.

Ins Hotel war Jagger nach Angaben der Zeitung 2003 wegen seiner Ex-Frau Jerry Hall gezogen. Zuvor hatte er in einer Wohnung ganz in der Nähe jenes Hauses in Richmond bei London gewohnt, in dem Jerry Hall nach der Trennung geblieben war. Sie habe jedoch nicht ertragen können, dass Jagger in unmittelbarer Nachbarschaft seine Freundinnen empfing.

© Tamedia AG
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The Rolling Stones brechen Verkaufsrekord
31.12.2005

The Rolling Stones haben es geschafft und den Box-Office-Rekord in Nordamerika gebrochen - einfacher gesagt:
Ihre 2005er US-Tour ist die erfolgreichste Konzerttour, die Amerika je gesehen hat.
Damit hat die Band ihren elf Jahre alten Rekord erneut getoppt und Tickets im Wert von 162 Millionen US-Dollar verkauft und 42 Shows 1,2 Millionen Menschen gespielt!
Die Top-Five - Platz Zwei ist die "Vertigo"-Tour von U2 ($138.9m), Platz Drei Celine Dion ($81.3m) in Las Vegas, Platz Vier Sir Paul McCartney ($77.3m ) und schliesslich The Eagles mit immerhin auch noch $76.8m.

Autor: Uraniumstaub

© www.whiskey-soda.de
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