Stones-News 2006

02.01.2006 USA: Rolling-Stones-Tournee spielt brutto 162 Millionen US-Dollar ein
05.01.2006 Großbritannien: Rolling Stones wegen exklusiven Pre-Sales kritisiert
06.01.2006 Rolling Stones zu alt für eigenes Konzert
10.01.2006 "Super Bowl": Altersbeschränkung für Stones-Show aufgehoben
20.01.2006

Rolling Stone wünschen sich Lilien und schauen Kricket

06.02.2006 Maulkorb für Mick Jagger
08.02.2006 Stones empört über Super-Bowl-Zensur
14.02.2006 Rolling Stones in Rio: 2 Millionen Zuschauer erwartet
16.02.2006

Rolling Stones sind auf US-Musikmarkt die Spitzenverdiener

17.02.2006 Rolling Stones - Rarities 1971-2003
20.02.2006

Älter, höher, breiter

21.02.2006

Mick Jagger als vorbildlicher Papa

21.02.2006

Rolling Stones kommen ins Olympiastadion von Athen

24.02.2006

Ausschreitungen vor Konzert der Rolling Stones in Buenos Aires - Verletzte und Verhaftete

28.02.2006

Rolling Stones beugen sich Zensur Chinas

06.03.2006

Jagger erobert 18-Jährige

06.03.2006 Zwischen Sean Lennon und Elizabeth Jagger knistert es noch
01.04.2006

Stones spielen in Petersburg

08.04.2006

Auf die zahme Tour: Rolling Stones rockten in China

10.04.2006 Die Stones in Shanghai
29.04.2006

Keith Richards stürzt von einer Palme

03.05.2006 Keith Richards hat Klinik wieder verlassen
05.05.2006

Rolling Stones trotz Kopfverletzung von Keith Richards auf Tour

05.05.2006 Rolling Stones geben zwei Konzerte gemeinsam mit Guns´N´Roses
08.05.2006

Keith Richards wegen Hirnblutung operiert

15.05.2006 Keith Richards bereitet sich schon auf Europa-Tournee vor
23.05.2006 Rolling Stones sagen Pariser Konzerte ab
24.05.2006 Rolling Stones verschieben Start der Europa-Tournee - Auftakt in Deutschland?
25.05.2006 Tourauftakt im Juli: 15 Konzerte der Rolling Stones verschoben
27.05.2006 Wirtschaftsmagazin kürt die Stones zur profitabelsten Band aller Zeiten
27.05.2006

Musikexpress News: Vor TV-Kameras trat unlängst Mick Jagger.

02.06.2006

NEUE TOURDATEN DER ROLLING STONES JETZT BESTÄTIGT!

02.06.2006

Stones-Drummer Charlie Watts wird 65

02.06.2006 Charlie Watts wird 65
14.06.2006

Zuviel Alkohol: Ron Wood in der Klinik

21.06.2006

Starsailor, Razorlight, Feeder und die Simple Minds als opening acts bestätigt

03.07.2006

Richards will wieder rocken

06.07.2006 Keith Richards bestätigt "Fluch der Karibik 3"
10.07.2006

Mit großem Bang durch Europa

11.07.2006

60 000 Fans bejubeln Rolling Stones in Mailand

12.07.2006

Mick Jagger neckt Keith Richards und Marco Materazzi

15.07.2006

Rolling Stones "rockten" im Wiener Prater

18.07.2006

Die Stones auf Tour - Die unzertrümmerbaren Steine

20.07.2006 Rolling Stones sehnsüchtig in Köln erwartet
20.07.2006

Der süße Traum von der ewigen Jugend

20.07.2006 Keith Richards wird begnadigt
21.07.2006 Im Steinmuseum
23.07.2006 Fans feiern Weltmeister des Rock
24.07.2006

Rolling Stones sorgen für eine „Jeile Zick”

24.07.2006 Rolling Stones rocken in Köln
25.07.2006 Starker Abgang mit Flammenwerfer
24.07.2006 Stones in Köln: So schwer ist es, den richtigen Ton zu treffen
25.07.2006 Rolling Stones: Einnahmen-Weltrekord mit 'Bigger Bang'-Tour
06.08.2006

65 000 hören Stones in Zürich

14.08.2006

Rolling Stones sagen Konzert in Spanien ab - Mick Jagger erkrankt

16.08.2006 Rolling Stones: Spanien-Konzerte wegen Mick Jagger gecancelt
22.08.2006 Lachgas statt Drinks für Ron Wood
28.08.2006 Keith Richards kommt um Strafe wegen Rauchens herum
30.09.2006

Rolling Stones rocken auf Kentucky-Derby-Pferderennbahn

23.10.2006

Den Abschied nie bereut: Bill Wyman zum 70.

30.10.2006 Keith Richards: Piraten-Bild wird erstmals gezeigt
31.10.2006 "Rolling Stones"-Frontmann Mick Jagger hat immer noch Probleme mit der Stimme
02.11.2006

London (dpa) - Der US-Regisseur Martin Scorsese dreht einen neuen Dokumentarfilm über die Rolling Stones.

02.11.2006 Rolling Stones: Fans fordern 51 Millionen Dollar
12.11.2006

Vater von Mick Jagger mit 93 Jahren gestorben

20.11.2006

Stones-Gitarrist Ronnie Wood malt Bill Clinton

26.11.2006

Rolling Stones erfolgreichste Tournee-Band vor U2

06.12.2006 Ronnie Wood bekommt Rolle in "CSI: Miami"

 

 

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updated: 02.06.2007




USA: Rolling-Stones-Tournee spielt brutto 162 Millionen US-Dollar ein
02.01.2006

Los Angeles - Die Rolling Stones haben für den ersten US-Abschnitt ihrer "A Bigger Bang"-Tournee, der am 3. Dezember 2005 im Memphis abgeschlossen wurde, für 42 Konzerte etwa 1,2 Millionen Tickets verkauft. Daraus ergeben sich Bruttoeinnahmen von 162 Millionen US-Dollar, meldet das Branchenmagazin "Billboard".

Damit können die Stones U2s "Vertigo"-Tour, die im "Billboard Boxscore" als Topverdiener 2005 gekürt wurde, vorerst nicht übertrumpfen. Die "Vertigo"-Tour hatte mehr als drei Millionen Menschen in 90 ausverkaufte Konzerte gelockt. Die Bruttoeinnahmen lagen bei etwa 260 Millionen US-Dollar ("www.musikmarkt-live.de" berichtete). Da die Rolling Stones 2006 unter anderem jedoch durch Europas Stadien touren, könne "A Bigger Bang" nach Abschluss, so "Billboard", zur bislang bestverdienenden Tournee werden.
Autor: ml

© musikmarkt.de
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Großbritannien: Rolling Stones wegen exklusiven Pre-Sales kritisiert
05.01.2006

London - Eine Komponente der Kooperation der Rolling Stones mit dem Kreditkartenunternehmen American Express ist bei der britischen Presse auf Unmut gestoßen. Die Tageszeitung "The Independent" kritisierte die Band wegen der viertägigen, exklusiven Pre-Sales für American-Express-Karteninhaber, meldet das Branchenmagazin "Pollstar".

Dass die Band den Vorverkauf erlaubt habe, war Kernpunkt der Kritik. In seinem Artikel "No Satisfaction für Fans ohne passendem Plastik" habe Martin Hickman, zuständig für Verbraucherfragen, bemängelt, dass "normale" Fans vier Tage lang von der Ticketbestellung ausgeschlossen wurden, während American-Express-Karteninhaber bis zu zwölf Tickets pro Kartenbesitzer ordern konnten. Mitglieder des offiziellen Stones-Fanclubs konnten bis zu vier Tickets bestellen.

Auch Norman Baker, Mitglied des Parlaments für die liberal-demokratische Partei, kam in dem Artikel zu Wort: "Wenn sie herüberkommen und Geld machen wollen - okay, aber man bekommt den Eindruck, dass es zuallererst ums Geschäft geht und in zweiter Linie um Musik."

Autor: ml

© musikmarkt.de
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Rolling Stones zu alt für eigenes Konzert
06.01.2006


Die Rolling Stones spielen beim diesjährigen Super Bowl. Ins Publikum dürften sie allerdings nicht - der Veranstalter verhängte eine Altersgrenze.

Die Rolling Stones bestreiten die Halbzeit-Show beim diesjährigen Super-Bowl-Finale am 5. Februar. Allerdings würden sie die Veranstalter nicht ins Publikum ihres eigenen Konzertes lassen - sie sind zu alt.

Zugelassen im Innenraum des Football-Stadions seien nur Menschen bis maximal 45 Jahre, melden US-Medien. Älteren traue man offenbar nicht zu, für die passende Konzert-Stimmung zu sorgen . mit ihrem Gesamtalter von biblischen 245 Jahren kann die Rockband also froh sein, dass sich für sie noch ein Plätzchen auf der Bühne gefunden hat.

"Es ist schon ironisch, dass die Organisatoren eines Rolling-Stones-Konzerts so unfassbar altersfeindlich ist, wenn die Bandmitglieder selbst deutlich über 45 Jahre alt sind", so Adrian Thomas von der britischen Altenhilfe zur "Sun", die die Geschichte ebenfalls aufgriff. "Die Gruppe hat durch ihren lang anhaltenden Erfolg bewiesen, dass einen das Alter definitiv nicht daran hindert zu feiern."

Die National Football League verteidigte ihre Entscheidung dagegen. Schließlich müssten die Zuschauer vorher Proben mitmachen und mit 2000 anderen Fans in der Pause auf den Platz rennen.

© N24.de, Netzeitung
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"Super Bowl": Altersbeschränkung für Stones-Show aufgehoben
10.01.2006

Detroit - Das laute und nicht gerade freundliche Medienecho hat gewirkt: Die Organisatoren des "Super Bowl" haben die Altersbeschränkung für das Publikum bei der Halbzeit-Show des NFL-Finales aufgehoben, meldet "gigwise.com".

Die Organisatoren hatten Weisung erlassen, dass nur unter 45-Jährige bei dem Auftritt der Rolling Stones vor der Bühne stehen dürften ("www.musikmarkt-live.de" berichtete). Als Begründung wurde angegeben, dass Personen jenseits der angegebenen Altersgrenze nicht mehr die nötige Agilität hätten, um über längere Zeit vor der Bühne zu stehen oder in den Umbaubpausen schnell genug auf das Feld zu gelangen.

Nach Aufhebung der Anweisung sind alle Altergruppen zugelassen. Aufregung hatte die Tatsache verursacht, dass die Rolling Stones nach der Anweisung der Organisatoren für ihr eigenes Konzert quasi zu alt gewesen wären. Das Alter der Stones liegt durchschnittlich bei 61,5 Jahren.

Autor: ml

© musikmarkt.de
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Rolling Stone wünschen sich Lilien und schauen Kricket
20.01.2006

London (dpa) - Die Rolling-Stones, derzeit auf US-Tournee, wünschen sich hinter der Bühne weiße Lilien und schauen gerne Kricket. Mick Jagger (62) brauche stets eine große Halle, um sich mit Dauerlauf für seine Showeinlagen aufzuwärmen, berichtet die britische Nachrichtenagentur PA.

Auch der eigene Billiard-Tisch sei für die Altrocker unentbehrlich. Jagger verzichte anders als seine Kollegen auf Blumen, aber der leidenschaftliche Kricket-Fan brauche seinen eigenen Fernseher und Videorekorder. Einige Bandmitglieder geben ihrem Umkleideraum zudem eigenartige Spitznamen: Keith Richards nennt sein Zimmer danach «Röntgencamp», unter Anspielung auf das US- Gefangenencamp Guantanamo.

© merkur-online.de
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Maulkorb für Mick Jagger
06.02.2006

Die Moralhüter der Super-Bowl-Show kannten kein Pardon. Gerade mal drei Lieder spielten die Rolling Stones bei ihrem Halbzeitauftritt in Detroit, zwei davon wurden wegen sexueller Anspielungen zensiert. Nur "Satisfaction" kam durch.

Los Angeles - Die Halbzeitshow des NFL-Finales am 1. Februar 2004 schrieb Pop- und Mediengeschichte. Justin Timberlake sang im Duett mit Janet Jackson seinen Hit "Rock Your Body". Bei der Zeile "I'm gonna have you naked by the end of this song" geschah das Unerhörte: Timberlake riss an Jacksons Oberteil und entblößte ihre rechte Brust.

Zwar schnitt die Regie schnell auf ein Luftbild des Stadions, doch das Unglück war geschehen: Jacksons Busen, gekrönt von einem sonnenförmigen Piercing, war deutlich zu sehen. Empörte Zuschauer überhäuften daraufhin die US-Medienaufsicht mit Beschwerdebriefen; Timberlake und Jackson entschuldigten sich unter Tränen bei den Fernsehzuschauern. Das Medienunternehmen Viacom, zu dem der ausstrahlende TV-Sender CBS gehört, musste 550.000 Dollar Strafe zahlen.

Beim diesjährigen Super Bowl in Detroit traten die Rolling Stones auf. Ein Eklat stand nicht auf dem Programm, zumal der Sender ABC den zwölfminütigen Auftritt mit der mittlerweile üblichen Zeitverzögerung von fünf Sekunden übertrug. Hinzu kamen zwei Textzensuren: Im Song "Start Me Up" wurde die Zeile "You make a dead man come" ("Du sorgst dafür, dass selbst ein Toter kommt") verkürzt; in dem neuen Stück "Rough Justice" verschwand eine Anspielung auf "cocks" ("Schwänze").

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ist bislang unklar, ob Stones-Sänger Mick Jagger die "Start Me Up"-Zeile aus Vorsicht selber variierte oder ob ängstliche Regisseure am Werk gewesen waren. Laut BBC hat sich der Sender allerdings gegen Vorwürfe verwahrt: Die Änderungen habe die amerikanische Football-Liga (NFL) zu verantworten.

Die Rock- und Medienveteranen werden es sportlich nehmen, zumal sie sich in bester Gesellschaft befinden. Popstars werden in Amerika zensiert, seit Elvis Presley 1957 in der Ed-Sullivan-Show die Hüften kreisen ließ. Nach einem Proteststurm der Presse wurde damals ein Gesetz für Kameramänner erlassen: Only up from the waist - nur von der Hüfte aufwärts durfte der King of Rock 'n' Roll und seine Nachfolger gezeigt werden.

© dan/Reuters
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Stones empört über Super-Bowl-Zensur
08.02.2006

Wegen zwei angeblich zu pornographischer Textzeilen hat der US-Sender "ABC" den Gesang der Rolling Stones in der Halbzeitpause des Superbowl am Sonntagabend kurzzeitig ausgeblendet. Laut Sprechern des Fernsehsenders und der amerikanischen Football-Liga NFL war die Band darüber im Vorfeld informiert worden und hatte sich einverstanden erklärt.

Stones-Sprecherin Fran Curtis sagte jetzt allerdings gegenüber der britischen Presse, die Band ärgere sich über diese Behauptung und fände die Zensur "absolut lächerlich und komplett unnötig". Mick Jagger und seine Kollegen seien alles andere als einverstanden mit der Entscheidung gewesen, die Textzeilen auszublenden. Es habe im Vorfeld sehr viele Diskussionen darüber gegeben und die Band sei darüber nicht glücklich.

In den Songs "Rough Justice" und "Start me up" wurden sexuelle Anzüglichkeiten zensiert, nachdem vor zwei Jahren Janet Jackson mit der Entblößung ihrer Brust für einen Skandal sorgte. Seitdem laufen die Bilder der Veranstaltung mit einer Zeitverzögerung von fünf Sekunden über die Bildschirme, um jugendgefährdende Bilder oder Textzeilen ausblenden zu können.

1967 war schon mal ein Stones-Song in einer Fernsehsendung zensiert worden: Um in der "Ed Sullivan Show" auftreten zu können, änderte die Band den Titel ihres Songs "Let´s Spend the Night Together" in "Let´s Spend Some Time Together".

© N24.de, Netzeitung
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Rolling Stones in Rio: 2 Millionen Zuschauer erwartet
14.02.2006

Hamburg (dpa) Das könnte groß werden, sehr, sehr groß: Rund zwei Millionen Zuschauer werden zum Konzert der Rolling Stones in Rio de Janeiro erwartet, wenn die «Britrocker» am Samstag (18. Februar) am Copacabana Beach spielen, meldet «Gigwise.com»
Damit würden die Stones glatt ins Guinness Buch der Rekorde kommen: Den momentanen Zuschauerrekord hält Rod Stewart, der Silvester 1994 - ebenfalls in Rio - vor 1,5 Millionen Besuchern spielte.

© szon.de
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Rolling Stones sind auf US-Musikmarkt die Spitzenverdiener
16.02.2006

LOS ANGELES - Auf dem Musikmarkt in den USA sind die Rolling Stones die Spitzenverdiener. Die Stones spielten im vergangenen Jahr mit Konzerten und Tonträgern insgesamt 168 Millionen Dollarein, wie die Zeitschrift "Forbes" meldete.

Zu den Rekord-Einnahmen trug massgeblich das neue Album "A bigger bang" bei, das die vor 44 Jahren gegründete Band 2005 herausbrachte. Auch die Tickets für die US-Tournee der Rolling Stones gingen bestens weg, obwohl sie im Schnitt 200 Dollar kosteten.

Auf Platz zwei der Spitzenverdiener folgt die irische Rockband U2. Mit dem Album "How to dismantle an atomic bomb" und der dazugehörigen Tournee spielte U2 in den USA rund 150 Millionen Dollar ein.

Den dritten Platz belegt der im Ausland weniger bekannte Country-Sänger und Kurz-Ehemann von Renée Zellweger, Kenny Chesney, mit 110 Millionen Dollar. Satte Einnahmen verzeichneten auch die Punk-Rock-Band Green Day mit 99 Millionen Dollar und die Eagles mit 84 Millionen Dollar.

Direkt dahinter liegt der Ex-Beatle Paul McCartney mit 83 Millionen Dollar, gefolgt von der kanadischen Pop-Sängerin Céline Dion mit 81 Millionen Dollar.

© swissinfo
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Rolling Stones - Rarities 1971-2003
17.02.2006


Früher stritten sich die Beatles mit den Stones-Fans, welche von beiden wohl die bessere Band sei. Heute kabbeln sich die Anhänger der Rolling Stones untereinander, welche Schaffensperiode, um es mal in klassischen Dimensionen auszudrücken, man denn der anderen, besser: den anderen, vorziehen sollte. Bei Lichte betrachtet führt das ins Leere, denn die Band ist unteilbar, weil ihre Mitglieder unteilbar sind. Erstaunlich ist wohl ein zu profanes Wort, um auszudrücken, wie wandelbar die Musik einer der Gruppen sein kann, die von Anfang an dabei waren.
 
Auf der vorliegenden CD sind Songs vereint, die eben dies widerspiegeln. Handverlesen von den Herren selbst. Kein "Best of " - vielmehr Schlaglichter aus unterschiedlichen Zeiten, und so angenehm jenseits des Kommerz. Da mag man sogar die "dance version" des Missgriffs "Miss You" nicht missen, um mal mit dem weniger Erfreulichen anzufangen. Aber damit beginnt die Scheibe ja zum Glück nicht, sondern mit dem "Fancy Man Blues", ein wundervoller "rockin’ blues", als Flipside von "Mixed Emotions" bislang nur auf Single zu haben. Die A-Seite ist auch vertreten, in einer Maxiversion mit ein paar netten Overdubs dazu. Auch "Anyway You Look At It" war B-Seite, von "Saint Of Me" einer nicht so überzeugenden Nummer von "Bridges Of Babylon", das 1997 erschienen war. Aber wer die "kleine" Scheibe nicht kannte, dem ist bisher eines der schönsten Liebeslieder der Stones entgangen.
 
Die Geschichte von den fallenden Würfeln gibt es als halbakustische und reichlich gejammte Livefassung. Ob’s damals in 1972 so ein Hit geworden wäre? Mehr als fraglich. Aber verdammt echt ist "Tumbling Dice" auf der CD allemal. Highlights der Platte sind Live-Aufnahmen von "I Just Wanna Make Love To You" und "Mannish Boy”, beide aus der goldenen Feder von Muddy Waters, in den Londoner Frühzeiten einer der großen "inspirateurs" der Band. Sicher, "Wild Horses" gab’s auch schon auf der "Stripped"-LP von 1995, aber immer wieder gut, daran erinnert zu werden, dass die Stones sogar fähig sind, Country zu spielen. So gut immerhin, dass es die Byrds-Nachfolger von den Flying Burrito Brothers in den siebziger Jahren zu einer Coverversion inspirierte.
 
Die Stones sind in der Lage, trotz manch peinlicher Entgleisung, immer wieder zu ihren Wurzeln hinab-und zu wahrer Größe aufzusteigen. Das ist es wohl, was sie von den meisten anderen unterscheidet. So gesehen trägt die Combo den Titel "Größte Rock ‚n’ Roll-Band der Welt" nicht ganz zu Unrecht.

© n-tv.de
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Älter, höher, breiter
20.02.2006

Vor mehr als einer Million Fans spielen die Rolling Stones am Strand von Copacabana ausschließlich Bekanntes

VON WOLFGANG KUNATH

Dass die älteste Rockband der Welt ihre Fans in Rio de Janeiro nicht mit neuen, unbekannten Stücken behelligte, folgt der Logik des großen Geldes. Die Aufzeichnung der Zwei-Stunden-Show wird bald in den USA in die Kinos kommen und danach als DVD auf den Weltmusikmarkt geworfen - je klassischer das Repertoire, desto größer das Geschäft.

Und das Publikum am Strand von Copacabana - nach Polizeischätzung 1,2 Millionen Menschen, Weltrekord für ein Rockkonzert - störte es offenbar auch nicht, ausschließlich die Klassiker vorgesetzt zu bekommen, von "Jumpin' Jack Flash" bis "Satisfaction". Dabei hatten die Stones dieser Tage im Interview der New York Times zugeben, dass sie sich über ein neues Lied von Mick Jagger in die Haare geraten seien. Das Stück stellt US-Präsident George W. Bush als Heuchler dar - Keith Richards war zwar nicht anderer Meinung, fand aber, dass Politiker grundsätzlich eines Stones-Songs nicht würdig seien.

Jagger, der 62-jährige Sänger, machte den Zuhörern das Vergnügen, ein paar Sätze Portugiesisch zu sprechen, und dass er zum Finale - natürlich "Satisfaction" - ein T-Shirt mit der brasilianischen Fahne anzog, war der Zeitung O Globo eine Schlagzeile wert. Die meisten Zuschauer sahen die Stones nur als bunte Pünktchen ganz weit weg oder auf den elektronischen Leinwänden. Aber immerhin war die Bühne so konstruiert, dass eine kleine Plattform mit den vier Stars zeitweise 60 Meter auf Schienen nach vorne rutschen konnte, ins Publikum hinein.

Brasilianische und eingeflogene ausländische Montagetrupps hatten für die zwei Stunden Oldies die riesige bunte Bühnenkulisse, hoch wie ein siebenstöckiges Gebäude, in den Sand von Copacabana gesetzt. Die Behörden planten akribisch die Sicherheit für das Konzert, das von Sponsoren finanziert wurde und deshalb gratis war. 50 Polizisten geleiteten die Rolling Stones in einem 15 Autos und 30 Motorräder umfassenden Konvoi vom Flughafen ins Hotel.

Fans sollen im überfüllten Rio für Drei-Zimmer-Appartements bis zu 1100 Euro gezahlt haben - übers Wochenende. Der Stadtteil Copacabana war für den privaten Autoverkehr gesperrt, gut 10 000 Polizisten waren im Einsatz. Alles blieb friedlich: Die Polizei registrierte nur 33 Diebstähle. Die Zahl der Beklauten, die sich gar nicht erst bei der Polizei meldeten, dürfte erheblich höher liegen. Zehn Personen wurden wegen Drogenmissbrauchs festgenommen - auch nicht gerade viel, angesichts der Marihuana-Wölkchen allenthalben. Bereits sechs Stunden vor dem Auftritt herrschte heftiges Gedränge an dem Luxushotel, in dem die Stars übernachteten und vor dem die Bühne stand. Bis zum Beginn der Show gingen an die 200 Boote auf der Höhe der Bühne vor Anker.

Die Rolling Stones haben alte, enge Beziehungen zu Brasilien. Zum ersten Mal reisten Jagger und Richards 1968 - damals noch per Schiff - nach Rio de Janeiro; das Lied "Sympathy for the devil" ist von Macumba, einem afro-brasilianischen Kult, inspiriert. Seitdem kamen einzelne oder mehrere Band-Mitglieder, begleitet von den jeweiligen Lebensgefährtinnen, immer wieder nach Brasilien. Doch erst 1995 und dann noch einmal 1998 spielten sie vor zahlendem Publikum.

Der zweite Auftritt stärkte vor allem Jaggers Beziehungen zu Brasilien: Mit dem Starlet Luciana Gimenez zeugte er damals sein siebtes Kind. Mit dem Gezerre um die Höhe der Apanage für den heute sechsjährigen Lucas und seine Mutter beschäftigten sich damals die bunten Blätter über Monate.

© Frankfurter Rundschau online 2006
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Mick Jagger als vorbildlicher Papa
21.02.2006

Bei seinem Besuch in Brasilien hat sich Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger als verantwortungsvoller Vater gezeigt. In einer Schule in Sao Paulo besuchte der 62-jährige die Elternsprechstunde der Klasse seines Sohns Lucas.
Die 30-minütige Visite verlief allerdings stürmisch: Die Kinder drängten sich um den Star und gerieten derart ausser Rand und Band, dass der Rektor mit kollektivem Ausschluss vom Unterricht drohte.
Der sechsjährige Lucas Jagger lebt mit seiner Mutter, dem brasilianischen Model Luciana Gimenez, in Sao Paulo. Er ist Jaggers siebtes Kind.

© news.search.ch
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Rolling Stones kommen ins Olympiastadion von Athen
21.02.2006

Athen (dpa) - Die legendäre Rockgruppe Rolling Stones wird im Rahmen ihrer Welttournee "A Bigger Bang Tour" am 25. Juni im monumentalen Athener Olympiastadion "Spyridon Louis" auftreten.

Wie die griechische Presse weiter berichtete, sind insgesamt knapp 78 700 Karten zu haben, die zwischen 78 und 280 Euro kosten. Der Vorverkauf werde am 7. März 2006 beginnen. Zudem können Interessierte auf der Internet Site www.ticketpro.gr Eintrittskarten kaufen, hieß es.

© www.vlothoer-anzeiger.de
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Ausschreitungen vor Konzert der Rolling Stones in Buenos Aires - Verletzte und Verhaftete
24.02.2006

Vor einem Konzert der Rolling Stones in  Buenos Aires hat die Polizei mindestens 87 Personen festgenommen, als es zu Ausschreitungen gekommen war. Fans hatten versucht, ohne Tickets in das Stadion zu gelangen.

(sda/dpa) Bei gewalttätigen Ausschreitungen vor einem Konzert der legendären britischen Rock-Band Rolling Stones in Buenos Aires sind am Donnerstag mindestens 87 Personen festgenommen und 30 weitere verletzt worden. Eine grosse Gruppe von Fans der Alt-Rocker hätten versucht, ohne Karten in das Fussballstadion zu gelangen, während noch etwa 10'000 Zuschauer mit Tickets vor den Sicherheitsschleusen auf Einlass warteten, teilte die Polizei mit. Insgesamt waren 65'000 Karten für das Konzert verkauft worden.

Als die Polizei versuchte, die Drängler mit Wasserwerfern zu vertreiben, kam es zu einer Strassenschlacht und vor dem Stadion spielten sich chaotische Szenen ab. Das zweite und letzte Konzert der Stones in Buenos Aires im Rahmen der Welttournee «Bigger Bang» begann mit 20 Minuten Verzögerung.

© Neue Zürcher Zeitung AG
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Rolling Stones beugen sich Zensur Chinas
28.02.2006

Um erstmals in China auftreten zu dürfen, geben sich die Rolling Stones ungewohnt zahm. Die Altrocker beugen sich dem Drängen der chinesischen Behörden, Songs nicht zu spielen, in denen es um Sex geht.

HB PEKING. Die Rolling Stones werden sich bei ihrem China-Konzert im April voraussichtlich an die Vorgaben der staatlichen Zensurbehörden halten. Die Band wolle bei ihrem ersten Konzert in der Volksrepublik Ärger mit den Behörden vermeiden, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Veranstalters Emma-Entertainment. Der Auftritt soll im Rahmen der „Bigger-Bang“-Tour am 8. April in Schanghai stattfinden.

Die britischen Rock-Veteranen hatten schon 2003 zwei Konzerte in China geplant, die jedoch wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit Sars abgesagt wurden. Bereits im Vorfeld gab es damals Auseinandersetzungen mit dem Kulturministerium. Die Behörde untersagte den Musikern damals, die Songs „Let's Spend the Night Together“, „Brown Sugar“, „Honky Tonk Women“ und „Beast of Burden“ zu spielen. Gründe gab das Ministerium nicht an. Die Songs gehören jedoch zu den Stones-Stücken mit den sexuell eindeutigsten Anspielungen.

Es sei wahrscheinlich, dass diese Lieder bei dem bevorstehenden Konzert nicht gespielt würden, sagte die Sprecherin. Die Musiker wüssten, dass es kulturelle Unterschiede zwischen der chinesischen und der westlichen Kultur gebe. „Sie wollen nichts gegen die chinesische Regierung tun“, sagte sie. Die Band will seit langem in China auftreten. Bereits Ende der 70er Jahre gab es Gespräche über eine China-Tournee. Da die chinesische Regierung aber damals die Verbreitung westlichen Gedankengutes fürchtete, wurden die Pläne nie umgesetzt.

© HANDELSBLATT
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Jagger erobert 18-Jährige
06.03.2006

Sir Mick Jagger hat das Herz einer 18-jährigen Argentinierin erobert, nachdem er während seiner Südamerika-Tour ein paar Mal mit ihr ausgegangen ist.

Der Rolling Stones-Rocker, der eigentlich mit dem amerikanischen Model L'Wren Scott liiert ist, hat seinen Schürzenjäger-Ruf jedoch widerlegt und nicht versucht Luli Fernandez ins Bett zu bekommen. Die Argentinierin ist aber trotzdem hingerissen. Fernandez: «Wenn Mick 30 Jahre jünger wäre, würde ich ihn sofort heiraten. Mein Leben hat sich verändert, als ich ihn traf. Ich werde das immer in meinem Herzen behalten. Er könnte mein Großvater sein, er reizt mich überhaupt nicht. Ich habe mich ihm sehr nahe gefühlt, ohne dass wir Sex hatten.»

© espace.ch
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Zwischen Sean Lennon und Elizabeth Jagger knistert es noch
06.03.2006

London - Sean Lennon (30) und Elizabeth Jagger (22) haben möglicherweise ihre Romanze wieder aufgewärmt.

Der Sohn von John Lennon und Yoko Ono und die Tochter von Mick Jagger sollen eine Nacht im selben Londoner Hotel verbracht haben. Wie der «Mirror» berichtet, wurden die beiden in der exklusiven Bar des Baglioni Hotels in Kensington gesichtet. «Sie plauderten und lachten. Da war etwas zwischen den beiden.

Lizzie sah toll aus. Sean liess sie nicht aus den Augen», wird ein Beobachter zitiert. Irgendwann seien die beiden nach oben gegangen. Jagger hatte sich in dem Hotel ein eigenes Zimmer genommen, obwohl sie ganz in der Nähe wohnt. Lennon hatte für mehrere Tage eingecheckt. Das Model und der Musik-Produzent hatten 2004 eine kurze Beziehung.

© nachrichten.ch
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Rolling Stones im Spitzenhemdchen
07.03.2006

Der dänische Choreograph und Ballett-Star Peter Schaufuss hat mit „Satisfaction“ das erste Stones-Ballett inszeniert.

Am Beweis, dass Ballett und Rock ’n’ Roll einigermaßen kompatibel sind, versuchte sich zuletzt die Filmfigur Billy Elliot. Ein elfjähriger Tanzrebell, der sich im gleichnamigen Film von Stephen Daldry, Pirouetten drehend aus der Arbeiterklasse in die schimmernde Ballett-Welt tanzt – und das zur Musik von T.Rex, The Clash und anderen Brit-Rock/Poppern. Für hart gesottene Musikfans allerdings keine zufrieden stellende Art der Beweisführung.

Tanzende Legenden

Nun also ein weiterer Versuch, zwei von Grund auf verschiedene Lebenseinstellungen zu vereinen: In zwei Wochen lädt das Rolling-Stones-Ballett „Satisfaction“ im dänischen Ferienörtchen Holstebro zur Premiere. Der Däne Peter Schaufuss, ein in den 70er- und 80er-Jahren internationaler Ballettstar und zwischenzeitlich angesehener Choreograph mit eigener Tanzkompanie, versucht die Bandgeschichte der Rolling Stones als Zehenspitzen-Spektakel zu inszenieren.

Zusammen mit seiner Tanztruppe rief er bereits Legenden wie Elvis Presley (The King), die Beatles (She loves you) oder Prinzessin Diana (Diana – The Princess) ins Bühnenleben zurück. Ob ihm das allerdings mit der „Ewigen Band“ ebenfalls gelingen wird, ist fraglich. Zwar hat sich Schaufuss durch die Original-Musik aus dem Stones-Backkatalog die Zustimmung der Band quasi erkauft, doch lebende Legenden, die sich diesen Legendenstatus vor allem durch die drei Schlagworte „Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll“ erkämpft haben, sehen sich ungern in Tütüs und Spitzenhemdchen repräsentiert.

Frauenkleidern nicht abgeneigt

Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass die in Würde gealterten Dauer-Jungspunde um Mick Jagger selbst mit Frauenkleidern experimentiert haben – Glamrock nannte man das damals. Die Stones zogen dem auf Dauer allerdings ein maskulineres Image vor und bis heute versteht Sir Mick keinen Spaß, wenn seine Männlichkeit von bösen Zungen öffentlich als „zu kurz geraten“ beschrieben wird. Das ist schlecht für`s Image. Aus diesem Grund sehen die Rock-Urgesteine das ambitionierte dänische Bühnen-Projekt eher mit gemischten Gefühlen und sind zur Erstaufführung „unglücklicherweise verhindert“.

Redakteur Michael Stepper

© FOCUS
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Stones spielen in Petersburg
01.04.2006

Die Rockveteranen von den Rolling Stones werden ein letztes Mal im St. Petersburger Kirow-Stadion einheizen, bevor es abgerissen wird. Die Tickets sind für 30 Euro zu haben

Das Konzert in dem 60.000 Sitze fassenden Stadion soll am 13. Juni stattfinden, wie russische Medien am Freitag berichteten. Dabei komme auch eine bereits zu Sowjetzeiten erprobte Technik zum Einsatz: Speziell ausgerüstete Flugzeuge sollen demnach bereitstehen, um notfalls Regenwolken zu vertreiben, die das Konzert verderben könnten. Die Tickets sind mit 30 Euro als Einstiegspreis vergleichsweise günstig zu haben.

© vorarlberg online
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Auf die zahme Tour: Rolling Stones rockten in China
08.04.2006

utSchanghai (dpa) - Das erste Konzert der Rolling Stones in China war nach Ansicht von Besuchern vielleicht das zahmste ihrer über 40- jährigen Rockkarriere.

Die Band um Sänger Mick Jagger (62) gab der chinesischen Zensur nach und verzichtete bei ihrem Auftritt ahigen m Samstag in Schanghai auf fünf Lieder, deren Texte dem Kulturministerium in Peking zu anzüglich waren - darunter der Hit «Honky Tonk Woman». «Es war alles sehr diszipliniert», fand ein deutscher Konzertbesucher. Ein dänischer Unternehmer empfand die britischen Rock-Oldies als «sehr höflich».

Am Ende der eineinhalbstündigen Show gab es dennoch viel Applaus und drei Zugaben, darunter «Satisfaction». Wie Jagger vor Journalisten gewitzelt hatte, spielten die Stones in Schanghai hauptsächlich für «ausländische Banker und ihre Freundinnen». Die Eintrittskarten hatten umgerechnet bis zu 300 Euro gekostet - für die meisten Schanghaier mehr als ein Monatsverdienst. In der ausverkauften, allerdings auch nur 8500 Besucher fassenden «Grand Stage» hörten hauptsächlich gut betuchte Manager aus dem Westen und andere in China tätige Ausländer zu. Es waren auffallend wenige Chinesen zu sehen - meist Neureiche und Rockfans.

Für die chinesischen Zuschauer sang Jagger die Ballade «Wild Horses» im Duett mit dem chinesischen Rockidol Cui Jian, der als «chinesische Antwort auf Bob Dylan» gilt. Die Rolling Stones hatten sich jahrelang um eine Auftrittsmöglichkeit in China bemüht. Schon 2003 hatten sie sich auf die Zensur von vier Liedern eingelassen. Zwei damals geplante Konzerte mussten aber wegen des Ausbruch der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS abgesagt werden. Für den Auftritt in Schanghai kam noch ein weiterer Song auf die Verbotsliste des Kulturministeriums. Welcher dies war, wurde nicht bekannt.

Das Konzert in China war Teil der «A Bigger Bang»-Tour, auf der die Rolling Stones seit August vergangenen Jahres unterwegs sind und die nach Angaben der Veranstalter in den USA alle Rekorde gebrochen hat. Insgesamt sollen weltweit mehr als vier Millionen Menschen die Rock-Oldies auf dieser Tour gesehen haben. In Schanghai hatten die Stones sogar eine extra für diesen Auftritt in der kleinen «Grand Stage» entworfene Bühne dabei. Das Konzert soll später auch noch im chinesischen Staatsfernsehen gezeigt werden.

Diesen Artikel finden Sie im Online-Angebot unter
http://www.suedkurier.de/nachrichten/dpa/infoline/boulevard/art402,1991881.html

© SÜDKURIER
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Die Stones in Shanghai
10.04.2006

Oberflächen

von Johnny Erling

Am Ende wurde es doch noch Rock pur. Die Rolling Stones bewiesen bei ihrem Debüt in Shanghai, daß Musik auch die Kraft zur Satire hat. Als der 62jährige Mick Jagger als Zugabe "You can't always get what you want" sang, traf der den Nerv in Shanghais Grand-Stage-Stadion. Die meisten der 8000 Zuhörer waren in China lebende Ausländer. Aber worum es wirklich ging, verstanden am besten Chinas knapp 1000 Rockfans. Sie stimmten lauthals in den Chor ein, als Jagger auch noch den Kultsong "I can't get no satisfaction" anstimmte. "Die Stones kennen das Spiel der Zensur aus ihrer eigenen Geschichte", freute sich der prominente chinesische Rockautor Hao Feng. "Und sie beherrschen es."

Pekings Propagandafunktionäre hatten dem Konzert Grenzen gesetzt. Die sozialistischen Tugendwächter des Landes, nach deren anachronistischen Beat das scheinbar so weltoffene China noch immer tanzt, verboten fünf Songs wegen sexueller Inhalte: "Honky Tonk Woman", "Brown Sugar", "Beast of Burden", "Let's Spend the Night Together" sowie "Rough Justice".

Am Tag zuvor hatte Mick Jagger aber nicht nur die Zensurmaßnahme öffentlich gemacht, sondern auch angedeutet, was er dagegen tun wird: "Wir haben nicht erwartet, nach Shanghai zu kommen und nicht zensiert zu werden. Glücklicherweise haben wir 400 weitere Songs im Repertoire." Shanghais "Morning Post" berichtete genüßlich, daß China den Stones mit "Start me up" ein sexuell anzügliches Lied als Auftakt zu spielen erlaubte, daß ihnen einst sogar in den USA Ärger einbrachte. Dann zählte sie quasi als Einkaufstipp für ihre Leser alle Songs namentlich auf, die Peking den Stones verboten hatte. Mehrere Zeitungen druckten zugleich den Appell von Chinas Altrocker Cue Jian, der mit Jagger im Duett die Ballade "Wild Horses" singen durfte: "2006 wird Rock 'n' Roll in China 20 Jahre alt. Wir wollen die Stones zum Rock auch in Peking sehen."

Deren Musik kommt noch immer nicht gut im offiziellen Kulturbetrieb des Landes an. Und Stones-Ironie noch weniger. Jaggers Spott wurde in Chinas Zeitungen auch zensiert: "Ich freue mich, daß das Kultusministerium seinen Job ernst nimmt und die Moral ausländischer Banker und ihrer Freundinnen schützt, die zu unserem Konzert kommen", hatte der Sänger gesagt. In chinesischen Lokalzeitungen aber stand es ganz anders: Er freue sich und danke dem Ministerium dafür "daß es Chinas Jugend in Fragen der Moral so gut schützt".

25 Jahre brauchten die Stones, um China zu erreichen. Der erste Versuch 1980 schlug fehl. Ein chinesischer Diplomat aus Washington soll damals nach einem Treffen mit Mick Jagger Peking vor einem Auftritt der Rockgruppe gewarnt haben. Sie seien alles andere als "Working Class Heroes". 2003 machte die SARS-Epidemie den zweiten Anlauf zunichte. Im Backstageraum sinnierten Musiker aus der Band, was China als nächste Station jetzt noch toppen könnte. "Ein Konzert auf dem Mond", sagte einer.

© Welt.de
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Keith Richards stürzt von einer Palme
29.04.2006

Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards liegt mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Die kuriose Ursache der Verletzung: Richards war im Urlaub auf eine Palme geklettert, ausgerutscht und abgestützt.

Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards hat sich beim Sturz von einer Palme auf den Fidschi-Inseln eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. Nach Angaben eines Sprechers von Samstag wurde der 62-Jährige, begleitet von seiner Ehefrau Patti, in Neuseeland ins Krankenhaus gebracht. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme.

Zunächst hatte es geheißen, Richards habe sich bei dem Vorfall schwer am Kopf verletzt. Der 62-Jährige war gemeinsam mit Gitarrist Ron Wood in einer exklusiven Ferienanlage auf den Baum geklettert und ausgerutscht, berichtete die Zeitung "Sydney Morning Herald". Keith Richards hatte gemeinsam mit seiner Familie nach Konzerten der Rolling Stones in Australien und Neuseeland Urlaub auf den Fidschi-Inseln gemacht

Vor acht Jahren stürzte er von der Leiter
Vor acht Jahren musste der Gitarrist der ältesten RocknRoll-Band der Welt nach einem Sturz ebenfalls ins Krankenhaus: Der Musiker war in der Bibliothek seines Hauses im US-Bundesstaat Connecticut von der Leiter gefallen, als er versuchte, ein Buch aus dem Regal zu ziehen. Damals brach sich Richards eine Rippe. Die Stones hatten daraufhin den Auftakt ihrer Europatournee im Mai 1998 verschieben müssen. Kurze Zeit später war der Gitarrist aber wieder fit und konnte zurück auf die Bühne.

© dpa
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Keith Richards hat Klinik wieder verlassen
03.05.2006

Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards (62) hat nach einem Klinikaufenthalt in Neuseeland das Land verlassen. Das meldete ein neuseeländischer Fernsehsender. Richards hatte sich wegen einer leichten Gehirnerschütterung im Krankenhaus behandeln lassen müssen. Nach Medienangaben war er betrunken von einer Kokospalme gefallen.

© Berliner Morgenpost
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Rolling Stones trotz Kopfverletzung von Keith Richards auf Tour
05.05.2006

London (dpa) - Trotz der Kopfverletzung des Rolling Stones-Gitarristen Keith Richards (62) steht dem Start der Europa-Tournee am 27. Mai in Barcelona nach Angaben der Band nichts im Wege.

«Das trifft auch auf alle anderen Tourdaten zu», sagte ein Band-Sprecher der Londoner Zeitung «Sun». Das Boulevardblatt berichtete, Richards habe sich am Donnerstag für eine Operation am Schädel in ein Krankenhaus begeben.

Nach Angaben des Blattes muss mit Hilfe einer Schädelbohrung Blut aus einem Gerinnsel abgelassen werden, das sich Richards kürzlich bei einem Fünf-Meter-Sturz von einer Palme auf den Fidschi-Inseln zugezogen hatte. Richards sei erklärt worden, dass er nicht von Neuseeland nach Hause fliegen könne, ehe die Ärzte ihm dafür grünes Licht geben. Die Mediziner befürchteten, dass der Druck in der Flugzeugkabine Richards Gesundung behindern könne.

Offiziell heißt es beim Management der Rolling Stones nach Angaben der «Sun» zwar weiterhin, der Gitarrist werde sich bis zum Tournee-Beginn in Barcelona wieder erholt haben. «Insgeheim» würden aber Richards Bandkollegen Mick Jagger, Ronnie Wood und Charlie Watts «bezweifeln, dass er mit ihnen auf der Bühne sein wird».

Die Zeitung zitiert eine nicht näher bezeichnete «Quelle» mit den Worten «die Band ist sehr besorgt über seine Verletzung». Jagger sei aber auch wütend darüber, dass Richards unbedingt auf den Baum klettern wollte, obwohl die Fortsetzung der «Bigger Bang»-Tour bevorstand.

© newsclick.de
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Rolling Stones geben zwei Konzerte gemeinsam mit Guns´N´Roses
05.05.2006

KÖLN - Axl Rose und seine Band "Guns N' Roses" werden zum erstmals seit 17 Jahren ein Konzert der "Rolling Stones" eröffnen. Wie die Konzertagentur Peter Rieger mitteilte, werden die beiden Bands am 10. Juli in Nürnberg und am 12. Juli in Leipzig auftreten.

"Guns N' Roses" hatten im Oktober 1989 das letzte Mal die Ehre, in Los Angeles als Vorband für die Stones ein Konzert zu eröffnen. Die Band um Leadsänger Axl Rose feierte ihre größten Erfolge in den 80er Jahren unter anderem mit "November Rain" und "Knockin' On Heaven's Door". Ab Mai tourt die Band durch Europa. Übrigens: Axl Rose ist das einzige ursprüngliche Mitglied von "Guns N' Roses".

Die "Rolling Stones" sind derzeit auf "A Bigger Bang"-Welttournee. Der Europateil der Tour startet am 27. Mai in Barcelona. Nach Nürnberg und Leipzig treten sie noch in Frankfurt, München, Hannover, Berlin, Köln und Stuttgart auf.

© chart-king.de
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Keith Richards wegen Hirnblutung operiert
08.05.2006

Wellington (rpo) . Der Sturz von einer Palme hatte für Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards offenbar schlimmere Folgen als bisher angenommen. Wie die Zeitung "New Zealand Herald" berichtet, musste sich der 62-jährige Musiker einer Hirnoperation unterziehen, um eine Blutung zu stoppen.

Der Eingriff wurde in Neuseeland vorgenommen. Am vergangenen Dienstag sei Richards wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er fühle sich gut und werde am 27. Mai in Barcelona wieder auf der Bühne stehen, um die Stones-Welttournee fortzusetzen, teilte sein Sprecher mit.

Der Altrocker war Ende April in einer Luxus-Hotelanlage auf den Fidschi-Inseln verunglückt, als er eine Kokosnuss von einer Palme holen wollte. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus in Auckland geflogen. Zunächst diagnostizierten die Ärzte nur eine leichte Gehirnerschütterung, doch ihr Patient klagte den Angaben zufolge über äußerst schlimme Kopfschmerzen. Bei Tests sei dann die Hirnblutung erkannt und die Entscheidung zur Operation getroffen worden.

© RP Online
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Keith Richards bereitet sich schon auf Europa-Tournee vor
15.05.2006

London (dpa) - Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards erholt sich nach Zeitungsberichten von seiner Schädeloperation und bereitet sich sogar schon auf die Europa-Tour der Band vor.Er werde auf jeden Fall mit den Rolling Stones auf Tour gehen, sagte Jo Wood, die Ehefrau von Bandmitglied Ronnie Wood dem «Evening Standard». Der Musiker war während eines Urlaub auf den Fidschi-Inseln auf eine Palme geklettert, ausgerutscht und fünf Meter in die Tiefe gestürzt.

© bkz-online
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Rolling Stones sagen Pariser Konzerte ab
23.05.2006

Gitarrist Keith Richards soll es besser gehen. Dennoch wurden nun gleich zwei Auftritte der Rolling Stones abgesagt - ohne Ersatztermin.

Mittlerweile erholt sich Gitarrist Keith Richards in seinem Haus in den USA. Dennoch beeinflusst die Kopf-Operation des 62-Jährigen weiterhin die Pläne der Rolling Stones. Nun hat die Band zwei Konzerte im Pariser Stade de France verschoben. Wann die Auftritte vom 3. Juni und 2. Juli nachgeholt werden sollen, ist noch nicht bekannt.

Tour-Promoter Michael Cohl erklärte aber, ein überarbeiteter Tourplan werde in Kürze folgen. Richards hatte sich am 27. April im Urlaub auf Fidschi verletzt, als er Medienberichten zufolge von einer Palme stürzte. Später wurde er in Neuseeland erfolgreich operiert. (nz)

© netzeitung.de
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Rolling Stones verschieben Start der Europa-Tournee - Auftakt in Deutschland?
24.05.2006

London - Dass der Start ihrer Europa-Tournee verschoben wird, hatten die Rolling Stones bereits in einem Statement bekannt gegeben. Nun herrscht Rätselraten, wann der Startschuss erfolgt. Im Gespräch sind Anfang Juli oder bereits Mitte Juni.

Wie "AFP" meldet, haben die Stones nach Keith Richards' Krankenhausaufenthalt die ersten 15 Konzerte der Europa-Tournee in insgesamt 14 Ländern verschoben. Demnach würde der Tourauftakt am 10. Juli in Nürnberg stattfinden. Wann die Konzerte, die vom 27. Mai bis 5. Juli geplant waren, nachgeholt werden, solle in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Keith Richards gehe es inzwischen wieder gut, erklärte Tourveranstalter Michael Cohl: "Er fühlt sich super, ist froh zuhause zu sein und freut sich darauf, nächsten Monat wieder mit den Rolling Stones auf Tour zu gehen."

Der Veranstalter der Deutschland-Tour, die Peter Rieger Konzertagentur, erklärte auf Anfrage von "Musikmarkt" aber lediglich, dass die Tour definitiv nicht am 27. Mai starte und man bislang von einem Tourauftakt im Laufe des Juni ausgehe. Ob sich die Verschiebungen auch auf die Deutschland-Auftritte auswirken, sei nach wie vor nicht absehbar. Alles weitere sei Spekulation, neue Informationen erwarte man in der kommenden Woche.

Auch bei den letzten beiden Tourneen der Stones war Deutschland das Gastgeberland beim Tourauftakt. Die "Bridges To Babylon"-Tour startete am 13. Juni 1998 auf dem Nürnberger Zeppelinfeld, die "Licks"-Tour wurde am 4. Juni 2003 in München eröffnet.

Autor:  ml

© musikmarkt online
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Tourauftakt im Juli: 15 Konzerte der Rolling Stones verschoben
25.05.2006

New York - Scheibchenweise kommt die Wahrheit über die geplante Verschiebung der Europatournee der Rolling Stones ans Licht: Nun hat die Band auf ihrer Website bestätigt, dass die ersten 15 Konzerte der Europareise verschoben werden. Tourauftakt soll nun Anfang Juli an einem noch zu bestimmenden Ort sein.

Unter den Leidtragenden zählen neben Keith Richards, dessen Erholung von einer Operation offenkundig länger benötigt als geplant, auch Fans der Band in 14 Ländern. In Frankreich fallen beispielsweise beide Konzerte in Paris erstmal aus, auch der Termin in Wien fällt vorläufig flach.

Ursprünglich war als Tourauftakt ein Konzert am 27. Mai in Barcelona angedacht. Wann es nun losgeht und warum der Termin noch nicht kommuniziert wurde, erschließt sich nicht. Fortsetzung folgt.

Rolling Stones - verschobene Termine der Europatournee 2006 (Stand: 25.05.)
27.05. E-Barcelona, Olympic Stadium
29.05. E-Madrid, Vincente Calderon Stadium
01.06. B-Brüssel, Stade Roi Baudouin
03.06. F-Paris, Stade de France
06.06. N-Bergen, t.b.a.
08.06. DK-Horsens, Forum Horsens
10.06. S-Göteborg, Ullevi
13.06. R-St. Petersburg, Kirov
16.06. CZ-Brno, Outdoor Exhibition Centre
18.06. PL-Warschau, Flughafen Bemowo
20.06. A-Wien, Ernst-Happel-Stadion
22.06. I-Mailand, San Siro
25.06. GR-Athen, Olympic Stadium
02.07. F-Paris, Stade De France
05.07. CRO-Zagreb, Maksimir Stadium

Autor: ms

© musikmarkt online
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Wirtschaftsmagazin kürt die Stones zur profitabelsten Band aller Zeiten
27.05.2006

Altrocker verdienten laut «Wirtschaftswoche» mehr als zwei Milliarden US-Dollar seit 1989

Düsseldorf - Die Rolling Stones sind einem Magazinbericht zufolge die wirtschaftlich erfolgreichste Band der Popgeschichte. Nach Berechnungen der Düsseldorfer «Wirtschaftswoche» haben Mick Jagger, Keith Richard, Ron Wood und Charlie Watts seit 1989 mehr als zwei Milliarden Dollar eingenommen. Für die Zeit davor existierten nur widersprüchliche Schätzungen, berichtete das Blatt am Samstag vorab.

90 Prozent der heutigen Einnahmen der Altrocker stammen dem Bericht zufolge aus dem Tourneegeschäft. 1989 traten die Stones nach siebenjähriger Pause erstmals wieder gemeinsam auf und erzielten mit ihrer «Steel-Wheels»-Tour einen Gesamtumsatz von mehr als 260 Millionen Dollar - dies sei die bis dahin erfolgreichste Tournee einer Rockband überhaupt gewesen, schreibt das Magazin. Der aktuelle Konzertreigen «A Bigger Bang» habe bereits Einnahmen von mehr als 160 Millionen Dollar erzielt.

Die Stones verdienten mit einem Konzert ungefähr so viel wie mit einer neuen CD in einem Jahr, zitierte das Blatt einen namentlich nicht genannten Insider. Bei den ab Juli anstehenden Auftritten in Deutschland kostet demnach die billigste Karte rund 80 Euro, die teuerste mehr als 200 Euro.

Die Stones sind demnach erfolgreicher als die Beatles. Allerdings haben die in einem Punkt die Nase vorn: Das Vermögen ihres reichsten Mitglieds Paul McCartney wird auf 800 Millionen Pfund (knapp 1,17 Milliarden Euro) geschätzt. Mick Jaggers Privatvermögen beträgt dagegen laut «Wirtschaftswoche» rund 300 Millionen Euro.

© Die Neue Epoche online
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Musikexpress News: Vor TV-Kameras trat unlängst Mick Jagger.
27.05.2006

Im Pilotfilm der Sitcom-Serie "Let's Rob Mick Jagger" spiel er - Überraschung! - einen stinkreichen Rocksänger, dessen Penthouse ausgeraubt werden soll. Jaggers spontane Einfälle, sagt Produzent Rob Burnett, gehörten "zu den witzigsten Szenen im ganzen Film".

© musikexpress
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NEUE TOURDATEN DER ROLLING STONES JETZT BESTÄTIGT!
02.06.2006

 

Nach der kontinuierlichen Genesung von Keith Richards konnten jetzt die neuen

Tourdaten der Rolling Stones „A Bigger Bang European Tour“ bestätigt werden.

Um so viele Shows in Europa wie möglich stattfinden lassen zu können, werden

einige Shows noch dieses Jahr nachgeholt, andere mussten jedoch abgesagt werden.

 

In Deutschland sind von diesen Änderungen jedoch nur die ersten drei Konzerte

der Deutschland-Tour betroffen:

 

Nürnberg, 10. Juli 2006, Easy Credit Stadion. Diese Show muss abgesagt werden.

 

Leipzig, 12. Juli 2006, Zentralstadion. Diese Show muss abgesagt werden.

 

Frankfurt, 14. Juli 2006, Commerzbank Arena. Diese Show wird verlegt. Der neue

Konzerttermin wird in Kürze bekannt gegeben.

 

Um ihren Fans trotz allem zu ermöglichen, die bis lang größte Show nicht zu

verpassen, haben die Rolling Stones keine Mühen gescheut. Daher  wird den

Ticketinhabern für Nürnberg und Leipzig, die ihre Tickets bis zum 09. Juni

2006 zurückgeben, ein  einmaliger Sonderrabatt in Höhe von 20,00 Euro

eingeräumt, wenn sie stattdessen Tickets für eines der anderen Deutschland-

Konzerte erwerben möchten.

 

Dies gilt auch für Karteninhaber des Konzertes in Frankfurt, die nicht bis zum

neuen Konzerttermin warten möchten.

Zudem werden besonders günstige Bus-Shuttle von Nürnberg zum Konzert in München

sowie von Leipzig zum Konzert in Berlin eingerichtet, die die Fans buchen

können.

 

Die Karteninhaber werden gebeten, ihre Tickets an den Vorverkaufsstellen, an

denen sie die Tickets erworben haben, zurückzugeben. Dort erhalten sie auch

alle Informationen, wie der einmalige Sonderrabatt für mögliche andere Tickets

zu erhalten ist. Kunden, die Interesse an dem Bus-Shuttle haben, können eine

e-mail mit ihren Kontaktdaten an stonesshuttle@eventim.de schicken und werden

kontaktiert, sobald alle Details feststehen.

 

 

THE ROLLING STONES

A BIGGER BANG GERMANY 2006

 

10. Juli – Nürnberg, Easy Credit Stadion – abgesagt

12. Juli – Leipzig, Zentralstadion – abgesagt

14. Juli – Frankfurt, Commerzbankarena – verlegt, der neue Termin

                                         wird in Kürze bekannt gegeben

16. Juli – München, Olympiastadion

19. Juli – Hannover, AWD Arena

21. Juli – Berlin, Olympiastadion

23. Juli – Köln, RheinEnergie Stadion

03. Aug. – Stuttgart, Gottfried-Daimler-Stadion

 

"Excuse me, I fell off of my perch! Sorry to disrupt everyones' plans but now - It's FULL STEAM AHEAD!  Ouch!!" Keith Richards, 01. Juni 2006.

 

Alle Termine der Europatournee unter www.rollingstones.com

 

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PETER RIEGER KONZERTAGENTUR GMBH & CO.KG
Suelzburgstrasse 13
D - 50937 Koeln
Tel: ++49-(0)221-94 200 20
Fax: ++49-(0)221-94 200 22
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© Peter Rieger Konzert Agentur GmbH & CoKG
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Stones-Drummer Charlie Watts wird 65
02.06.2006

Frankfurt/Main (rpo) . "Die Band ist mein Leben", sagt Charlie Watts und blickt dabei auf die 43 gemeinsamen Jahre der Rolling Stones zurück. Neben den Frontmännern Mick Jagger und Keith Richards ist Watts die Konstante in der weltbekannten Rock'n'Roll-Band. Mittlerweile hat der Jazz-Liebhaber den größten Teil seines Lebens mit den Stones verbracht: Am 2. Juni feiert der Mann am Schlagzeug seinen 65. Geburtstag.

Charlie Watts und die Stones, das ist die Geschichte über den Mann, ohne den es nicht geht. Die "Glamour Twins" der Band, Sänger Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards haben das in allen Stones-Dekaden immer wieder gesagt und dabei immer ziemlich ehrlich gewirkt. Bassist Bill Wyman, der Anfang der 90er Jahre plötzlich keine Lust mehr am Um-die-Welt-Touren hatte, war ersetzbar. Brian Jones, der 1969 tot aus seinem Swimming-Pool gefischt wurde, konnte durch Mick Taylor und der wiederum mit Ron Wood ersetzt werden. Die Stones blieben die Stones, weil es nicht nur Jagger/Richards, sondern eben auch Charlie Watts gab.

Eigene musikalische Ziele hat Watts außerhalb seiner Band nicht verfolgt. Er hat sich aber einige Wünsche erfüllt und Jazz-Platten gemacht; Swing-Klassiker mit Orchester gespielt und dabei den Drumstick mit dem Jazz-Besen ersetzt. In den 70er und 80er Jahren war Watts alkohol- und heroinabhängig, überwand die Sucht aber mit der ihm eigenen Willensstärke. Seit 1964 ist er mit derselben Frau verheiratet - untypisch für einen Rolling Stone. Das Ehepaar Charlie und Shirley Watts hat eine Tochter, die 1968 geborene Seraphine.

Weitermachen trotz Krebs

Vor zwei Jahren wurde bei dem ehemals starken Raucher Kehlkopfkrebs diagnostiziert. "Wenn man gesagt bekommt, dass du Krebs hast, denkt man, dass man sterben muss", sagte Watts Anfang April in Tokio. Mit einer Strahlentherapie wurde die Krankheit zurückgedrängt, und die derzeit von einem seltsamen Unfall Richards' etwas aus dem Plan gebrachte Welttournee ist für Watts eine willkommene Ablenkung "dass man nicht dauernd darüber nachdenkt".

Die britische "Rock-Invasion" der 60er Jahre hat mit Ginger Baker von Cream, Keith Moon von den Who und John Bonham von Led Zeppelin Schlagzeuger hervorgebracht, die höchst innovativ Eleganz und Dynamik (Baker), Anarchie und Exzentrik (Moon), Kraft und Puls (Bonham) ihrer Band waren. Watts war immer der ruhende Pol. Ob "Jumping Jack Flash", "Street Fighting Man" oder "Satisfaction": Watts machte immer genau das, was der Song brauchte. Er war und ist der Schlagzeuger, der ohne Effekthascherei, nur mit dem Notwendigen den Rhythmus seiner Band bestimmt - alle richten sich nach seinem Tempo. "I play the drums, you know", sagt er. Und auch wenn er immer so stoisch aussehe: "Hinter dieser japanischen Maske bin ich eigentlich ekstatisch."

Die Europatournee der Stones wird wegen der Verletzung von Richards - er soll im Urlaub auf einer Fidschi-Insel von einer Palme gestürzt sein - erst im Juli starten.

Die Rolling Stones sind auf Tour:
10. Juli Nürnberg - Frankenstadion - ABGESAGT
12. Juli Leipzig - Zentralstadion - ABGESAGT
14. Juli Frankfurt - Commerzbank Arena - VERSCHOBEN, neuer Termin noch nicht bekannt
16. Juli München - Olympiastadion
19. Juli Hannover - AWD Arena
21. Juli Berlin - Olympiastadion
23. Juli Köln - RheinEnergie Stadion
03. August Stuttgart - Gottlieb-Daimler-Stadion

Die Tickets für Nürnberg und Leipzig können bis zum 9. Juni an den Vervorkaufsstellen zurückgegeben werden. Wer eine Karte für ein andres Konzert in Deutschland kauft, erhält einen Rabatt von 20 Euro.

© RP Online, AFP, ap, ddp, sid
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Charlie Watts wird 65
02.06.2006

Der Gentleman-Drummer von den Stones, Charlie Watts, feiert seinen 65. Geburtstag.

Manchmal passiert es Charlie Watts immer noch, dass er im Hotel für jemand ganz anders gehalten wird. Des öfteren für einen Geschäftsmann, manchmal für einen Schriftsteller, seltener für einen Orchestermusiker. Aber an solche Verwechslungen hat sich der Schlagzeuger der bekanntesten Rock-'n'-Roll-Band der Welt in mehr als vier Jahrzehnten gewöhnt. Der längst ergraute Engländer ist der untypischste der Rolling Stones, der stillste, der bürgerlichste - und der älteste. Am kommenden Freitag (2. Juni) wird er 65 Jahre alt.

Aber keiner sollte auf den Gedanken kommen, dass Watts mit dem Erreichen des Rentenalters in eine Sinnkrise gerät. Mit dem Jugendwahn der Kollegen konnte Charles Robert Watts, geboren am 2. Juni 1941 im Londoner Stadtteil Islington, ohnehin noch nie etwas anfangen. Niemals würde er sich wie Mick Jagger (62) in hautenge Jeans zwängen, wie sie ansonsten nur noch spindeldürre Models tragen. Oder mit einem Mascara-Stift die Augen schwarz umranden, wie dies Keith Richards (ebenfalls 62) so gerne tut.

Rocker und Gentleman der alten Schule

"Er ist die Seele der Band - persönlich und musikalisch." Mick Jagger.Nein, Watts ist heute ein englischer Gentleman der alten Schule. Seit 1964 mit derselben Frau verheiratet, der Künstlerin Shirley Watts, mit der er eine 38-jährige Tochter hat. Und einen Landsitz in der Grafschaft Devon, wo er Hunde und Pferde züchtet. Ein Snob, der sich in englischem Silber genauso auskennt wie in Schusswaffen aus dem amerikanischen Sezessionskrieg und dessen Vorliebe für perfekt sitzende Anzüge so weit geht, dass er vom "Daily Telegraph" zu einem der bestgekleideten Männer überhaupt gekürt wurde.

Bei den Stones gibt Watts seit 1963 den Mann im Hintergrund - ein Schicksal, das er mit vielen anderen Schlagzeugern teilt. Aber Frontmann Mick Jagger sagt über ihn: "Er ist die Seele der Band - persönlich und musikalisch." Als sich Jagger und Richards über Jahre hinweg immer wieder verkrachten, trug Watts maßgeblich dazu bei, dass die Band zusammenhielt. Bei den Fans ist der Gruppenälteste inzwischen zum Liebling geworden. Wenn sein Gesicht bei den Tourneen auf der Großleinwand erscheint, gibt es mächtig Applaus.

Was seinen Grund auch darin haben könnte, dass Watts schwere Zeiten hinter sich hat. Zwar wurden seine Exzesse nie so beachtet wie die der Kollegen: Aber Watts trank sich zum Alkoholiker, er war heroinabhängig, und als ehemals starker Raucher hat er auch eine Kehlkopfkrebs-Erkrankung hinter sich. "Heute ist Kaffee meine stärkste Droge", sagt er. Ansonsten gibt er in Interviews immer noch den großen Schweiger, der überhaupt nicht versteht, was der Wirbel soll. "Ich spiele eben gerne Schlagzeug, und dies bei den Stones."

Das Rückgrat im Hintergrund

Oder manchmal auch anderswo. Acht Solo-Platten hat Watts bereits veröffentlicht, womit er seine alte Liebe zum Swing und zum Jazz pflegte. In den 80er Jahren ging er sogar mit einer 32-köpfigen Big Band auf Tour. Später machte er als Kopf des Charlie Watts Quintetts mit einer Hommage an den schwarzen Namensvetter Charlie Parker ("From One Charlie") eine gute Figur.

Aber, wenn der Gentleman-Drummer schon seinen Landsitz verlassen und auf Tour gehen muss, dann macht dies Watts immer noch am liebsten mit den alten Kumpels von den Stones. Auch wenn man ihn im Hotel kürzlich für einen Sparkassen-Angestellten gehalten hat.

© APA | Christoph Sator/dpa / MH
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Zuviel Alkohol: Ron Wood in der Klinik
14.06.2006

Abermals ein Rückschlag für die Rolling Stones: Ronnie Wood muß sich auf Anraten seiner Ärzte einer Alkohol-Entziehungskur unterziehen. Der 59 Jahre alte Gitarrist habe sich in die renommierte Spezialklinik für Suchtkrankheiten „The Priory“ südlich von London begeben, berichteten britische Zeitungen am Mittwoch.

Ein Sprecher der Rolling Stones erklärte, die schon wegen eines Unfalls von Gitarrist Keith Richards (62) verschobene Europa-Tournee sei nicht abermals gefährdet. „Ronnie wird bis zur ersten Konzertnacht auf alle Fälle fit sein.“

Geburtstagsparty war zuviel für Ron

Die „Bigger Bang European Tour“ hatte ursprünglich am 27. Mai in Barcelona beginnen sollen. Sie soll nun am 11. Juli in Mailand starten. Am 16. Juli werden die Altrocker in München erwartet, danach in Hannover, Berlin, Köln und Stuttgart.

Wie die Boulevardzeitung „Sun“ berichtete, hatte Wood seine Alkoholprobleme beim ersten Teil der „Bigger Bang“-Tour, der durch die Vereinigten Staaten führte, weitgehend in den Griff bekommen. Bei der Londoner Party zu seinem 59. Geburtstag am 1. Juni soll der Musiker aber kräftig zugelangt und einen anhaltenden Rückfall erlitten haben

© FAZ.net
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Starsailor, Razorlight, Feeder und die Simple Minds als opening acts bestätigt
21.06.2006

 

Bereits in drei Wochen wird die aufregendste und gewaltigste Rock’n’Roll Show der Welt endlich auch in die Stadien Europas kommen. Der Startschuss für die Tournee fällt am 11. Juli 2006 im San Siro Stadion in Mailand. Die Rolling Stones - A Bigger Bang European Tour wird die Urgesteine des Rock’n’Roll in die bekanntesten Stadien der Welt bringen. Auf dem Tourneeplan stehen unter anderen Spanien, die Niederlande, Österreich, Frankreich, Italien, Dänemark, die Schweiz, Norwegen, Portugal, England und natürlich Deutschland. Auftakt für die Deutschland-Konzerte ist am 16. Juli im Olympiastadion München, anschließend stehen Hannover (19.07.), Berlin (21.07.), Köln (23.07.) und Stuttgart (03.08.) auf dem Tourneeplan.

 

Die Rolling Stones werden auch diesmal wieder ihre Tradition aufrechterhalten, einige der heißesten Acts – sowohl legendäre als auch

Newcomer – mitzubringen. Die Rolling Stones: A Bigger Bang European Tour hat daher bekannt gegeben, dass der neue Stern am Brit-Pop-Himmel, The Kooks, die Show der Rolling Stones in Cardiff eröffnen werden. Weitere Opening Acts sind Razorlight in Köln und Paris, Kasabian in Zürich und Nizza sowie The Charlatans bei der zweiten Show im Londoner Twickenham Stadion und in Glasgow. In Deutschland werden Starsailor die Shows in München und Hannover eröffnen, Feeder wird in Berlin die Fans anheizen

und in Stuttgart schließlich die Simple Minds. Weitere Acts für Europa werden in Kürze bekannt gegeben.

© PETER RIEGER KONZERTAGENTUR GMBH & CO.KG
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Richards will wieder rocken
03.07.2006

Keith Richards hat den Rolling Stones-Fans versichert, dass er nach der kürzlichen Gehirn-Operation für die bevorstehenden Europa-Konzerte bereit ist «loszurocken».

Der «Brown Sugar»-Gitarrist war während seines Urlaubs auf den Fidschi-Inseln im April von einer Palme gefallen und hatte sich am Kopf verletzt. Daraufhin musste die «A Bigger Bang»-Tour um zwei Monate verschoben werden. Der 62-Jährige behauptet jedoch, dass die Fans ihn so gut wie nie zuvor erleben werden, wenn die Tournee in diesem Monat in Italien weitergeht.

Richards auf seiner Website: «Hallo, alles ist cool, meine Gitarre ist gestimmt, von mir aus kann es losgehen. Das war ein herber Schlag, aber wir sind darüber hinweg und ich bin bereit loszurocken.»

© espace.ch
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Keith Richards bestätigt "Fluch der Karibik 3"
06.07.2006

Er glaube es erst, wenn der Gitarrist der Rolling Stones vor der Kamera stehe, sagt Hollywoodstar Johnny Depp, aber es sehe "sehr sehr gut aus". Dass Keith Richards in der "Fluch der Karibik"-Reihe als der Vater von Captain Jack Sparrow, gespielt von Depp, auftreten werde, ist nach vielen Gerüchten nun tatsächlich bestätigt worden. Das meldet der Onlinedienst "Imdb".

Damit gehe ein Traum von Depp in Erfüllung, der immer wieder darauf hingewiesen hatte, sich für die Rolle des liebenswert durchgeknallten Piraten den Musiker zum Vorbild genommen zu haben. Der Schauspieler und der Musiker sind seit langem befreundet.

Richards kehrt derzeit mit den Stones auf die Tourbühne zurück. Mehrere Konzerte hatten verschoben werden müssen, nachdem sich der Gitarrist beim Fall von einer Palme schwer am Kopf verletzt hatte.

Auch Depps Co-Star Orlando Bloom freut sich: "Ich kann es kaum erwarten, ihn [Richards] zu sehen. Aber natürlich nur, wenn er sich nicht vorher bei einem Sturz von einer Kokospalme umbringt - sehr Rock'n'Roll."

© N24.de, Netzeitung
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Mit großem Bang durch Europa
10.07.2006

Nach sechswöchiger Verzögerung starten die Rolling Stones in Mailand ihre Europa-Tour "A Bigger Bang". Besonders freuen sich die Rock-Opas auf Deutschland.

"Sorry, wir haben uns ein bisschen verspätet", meinte Frontman Mick Jagger gut gelaunt bei einem kurzen Pressetermin am Montagabend. Entspannt zeigte sich auch Keith Richards, 62, der im Frühjahr auf den Fidschi-Inseln von einem Baum gestürzt war und am Kopf operiert wurde. "Alles cool", meinte er und äußerte sich erstmals zu seinem Unfall: "Es war keine Kokospalme gewesen. Wenn Sie den kleinen Baum sehen könnten, würden Sie es nicht glauben", feixte der Gitarrist.

Zum Konzert am Dienstagabend im Mailänder San-Siro-Stadion werden 60 000 Fans erwartet. Die Proben auf der 30 Meter hohen Stahlrohr-Bühne in dem Fußball-Stadion seien ohne Probleme verlaufen, hieß es. "Vor der Probe hat Mick Jagger eine Stunde Gymnastik gemacht", meldete eine römisches Zeitung. Der 62 Jahre alte Sänger habe sogar seinen persönlichen Gymnastiktrainer mit auf Tour genommen.

Besonders freue er sich auf die geplanten Auftritte in Deutschland, meinte Jagger scherzend: "Die Deutschen sind ein großartiges Publikum. Sie klatschen immer pünktlich Beifall." Dann verriet der ganz seriös in einem beigen Anzug Gekleidete: "München ist einer meiner liebsten Städte."

Neue Deutschland-Termine
Einige Deutschland-Auftritte mussten wegen des Unfall von Richards gestrichen werden. Jetzt sind in folgenden Städten Auftritte geplant: München (16.7.), Hannover (19.7.), Berlin (21.7.), Köln (23.7.) und Stuttgart (3.8.), teilten die Veranstalter mit. Außerdem gehe es unter anderem nach Wien, Paris und Amsterdam, im August dann auch ins heimische Großbritannien.

Dauer-Erfolg sei "ein Wunder"
Richards, gekleidet mit einem bunten Schal über einem grauen T- Shirt, fiel durch kurze Antworten auf tiefgründige Fragen auf. "Was bedeutet Ihnen Erfolg?", wollte ein Reporter wissen. Richards: "Weitermachen zu können." Ein andere Frager wollte die Ursachen des Dauer-Erfolgs des Rock n Rolls erfahren. Richards: "Ein Wunder". Mit-Gitarrist Ronnie Wood, der kürzlich erneut wegen Alkoholproblemen Schlagzeilen gemacht hatte, und der inzwischen völlig ergraute "Gruppenälteste", Drummer Charlie Wood, 65, sagten dagegen bei dem Presseauftritt kein einziges Wort.

Titelauswahl bleibt Geheimnis
Welche Songs am Dienstagend gespielt werden, blieb ein Geheimnis. Neben Stücken aus der neuen CD "A Bigger Bang" seien auch wieder "einige Klassiker" dabei, hieß es. Zum Auftakt ihrer Welttournee vor einem Jahr in den USA hatten die Stones wieder einmal vor allem mit ihren "Oldies" wie "Sympathy For The Devil" und "Honky Tonk Woman" wahre Beifallsstürme entfacht.

Seitdem hatte die Band, die seit gut 40 Jahren im Geschäft ist, erstmals in China (Schanghai) gerockt und einen Gratis-Auftritt am Strand von Copacabana in Rio de Janeiro gefeiert. In Brasilien hatten sich im Februar 1,2 Millionen Fans versammelt - niemals zuvor hatten die Stone vor einem so großen Live-Publikum gespielt.

© dpa
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60 000 Fans bejubeln Rolling Stones in Mailand
11.07.2006

MAILAND - The Rolling Stones auf Europa-Tour: Fast 60 000 Fans haben der Band mit Frontman Mick Jagger zum Auftakt ihrer "Bigger-Bang-Tour" am Abend in Mailand zugejubelt.

Viele von ihnen schwenkten im nahezu ausverkauften San-Siro-Stadion Italien-Fahnen. Und Mick Jagger zollte dem neuen Fussball-Weltmeister Tribut. Mit "Ciao Italia, ciao campione del mondo" begrüsste er die Fans.

Erstmals seit Monaten waren wieder alle vier Bandmitglieder gemeinsam aufgetreten. Riesenapplaus bekam Gitarrist Keith Richards: Der 62-Jährige war im Frühjahr auf den Fidschi-Inseln von einem Baum gestürzt und musste am Kopf operiert werden.

Bandleader und Sänger Mick Jagger, ebenfalls 62, wirbelte fast wie in den besten Tagen über die 30 Meter hohe Stahlrohr-Bühne. Gespielt wurden Songs von der neusten CD "A Bigger Bang".

Doch so richtig in Schwung geriet das nicht nur junge Publikum erst bei den alten "Stones-Klassikern" wie "Jumpin' Jack Flash" und "Let's Spend The Night Together".

In der Schweiz spielen die Rolling Stones am 5. August in Dübendorf. Die Europatour war wegen der Verletzung Richards' um sechs Wochen verschoben worden. Konzerte finden auch in Berlin, Wien, Paris und Amsterdam statt.

© Neue Luzerner Zeitung AG
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Mick Jagger neckt Keith Richards und Marco Materazzi
12.07.2006

Rom (rpo) . Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger ist ein glühender Verehrer der italienischen Fußball-Nationalmannschaft und hat es sich nicht nehmen lassen, auf einem Konzert am Dienstagabend in Mailand das böse Foul Zidanes im WM-Finale zu kommentieren. Allerdings geschah dies auf äußerst humorvolle Art.

Migg Jagger hat sich auf der Rolling Stones-Europatournee einen kleinen Scherz über seinen Bandkollegen Keith Richards und den italienischen Nationalspieler Marco Materazzi erlaubt: "Materazzi und Keith Richards haben eine Sache gemeinsam: Beide hatten Probleme mit dem Kopf", rief Jagger am Dienstagabend beim Konzert im norditalienischen Mailand, wie italienische Zeitungen am Mittwoch berichteten. Damit spielte er auf den Kopfstoß an, den Frankreichs Kapitän Zinédine Zidane Materazzi im WM-Finale versetzt hatte, sowie auf Richards' Kopfverletzung nach einem Sturz von einer Palme vor zwei Monaten.

Der als eingefleischter Fan der italienischen Nationalmannschaft bekannte Jagger bat zum Ende des Konzerts Materazzi und dessen Nationalmannschaftskollegen Alessandro Del Piero auf die Bühne. Vor 60.000 Fans im Mailänder San-Siro-Stadion begleiteten die beiden Fußballer die Stones ein paar Minuten lang. Der 63-jährige Jagger sei bei dem Auftaktkonzert zur Europatournee "nicht besonders gut bei Stimme" gewesen, urteilte der "Corriere della Sera". Aber immerhin könne der Altrocker noch immer "die Hüften schwenken wie in den guten alten Zeiten".

© RP Online, AFP, ap, ddp, sid, gms, teleschau-der Mediendienst, Tel-A-Vision
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Rolling Stones "rockten" im Wiener Prater
15.07.2006

Die Rolling Stones sind in der Nacht auf Samstag nach einer mehr als zweistündigen perfekten Show im Wiener Ernst-Happel-Stadion als Weltmeister des Rock von der Bühne gegangen. Außer tiefe Falten im Gesicht waren keinerlei Alterserscheinungen bei den Briten auszumachen.

45.000 bis 50.000 Fans bejubelten ein Best-Of-Programm - von "Jumpin' Jack Flash" zum Start bis zu "Satisfaction" als letzte Zugabe. "Besser spät als nie", wie Mick Jagger in Anspielung auf den verschobenen Tourstart auf Deutsch sagte.

Die am längsten dienende Rockband der Welt präsentierte sich in absoluter Spiellaune und wandelte gekonnt zwischen R&B, Rock 'n' Roll, Boogie, hartem Rock, Pop und Blues. Jagger begeisterte nicht nur mit seinen typischen rasanten Bewegungen, sondern auch mit seinem vielseitigen und kraftvollen Gesang. Der Höhepunkt der Gesangs-Darbietung war eine fulminante Interpretation von Ray Charles' "Night Time Is The Right Time" im Duett mit der fabelhaften Background-Sängerin Lisa Fisher.

Damit der Sound niemals "blass" wurde, hatten sich die Steine wie bei den vergangenen Tourneen mit Session-Mann Darryl Jones am Bass, erfahrenen Keyboardern und Bläsern entsprechend verstärkt. Doch es sind immer noch die filigranen Riffs von Keith Richards (auch wenn er zeitweise in anderen Sphären zu schweben schien), die Soli von seinem Kumpel Ron Wood und der simple, aber prägnante Takt von Charlie Watts und natürlich Jagger als unerreichter Frontman, die die Faszination eines Stones-Konzertes ausmachen.

Jagger wirbelte über eine 70 Meter breite, 30 Meter hohe und 33 Meter tiefe Bühne mit drei Balkonen, einem Laufsteg ins Publikum und einer riesigen Videowand. Dass es sich um die bisher größte LED-Leinwand auf Tour handelt, versteht sich fast von selbst. Doch stellten sämtliche "Stones-Klassiker" die Technik eindeutig in den Schatten.

© Kleine Zeitung / APA
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Fulminantes Stones-Konzert im Prater
15.07.2006

Steinzeit im Ernst-Happel-Stadion, doch von Versteinerung keine Spur: Die Rolling Stones haben Freitagabend in Wien ein perfektes Konzert mit großen Hits gespielt.

"Besser spät als nie"
127 Minuten und 21 Songs boten Möglichkeit genug, um die Fans davon zu überzeugen, dass bisher niemand besser im Ernst-Happel-Stadion rockte als die Rolling Stones.

"Besser spät als nie" raunte Mick Jagger in Anspielung auf den verschobenen Tourstart nach dem Palmensturz von Keith Richards den rund 45.000 Fans zu.

Hitspektakel
"Jumpin' Jack Flash" und "It's Only Rock'n'Roll" zum Auftakt, "Tumbling Dice", "The Night Time Is The Right Time", folgten. Keith Richards übernahm das Mikro für "This Place Is Empty", danach fuhr die Band auf einem Podest durch die Massen direkt vor die Sitzplätze und gab "Miss You", "Rough Justice", "Start Me Up" und "Honky tonk Women" quasi in Clubatmosphäre zum Besten.

Mit einem Hitspekakel ging es zu Ende: "Sympathy For The Devil", "Paint It Black", "Brown Sugar", "You Can't Always Get What You Want" und natürlich "Satisfaction" ließen das Konzert würdig zu Ende gehen.

Besser war noch niemand
Von Abschiedstour war wenig zu spüren. Mick Jagger begeisterte mit einer perfekten Stimme, Sprints und Tanzeinlagen. Keith Richards griff zwar wiederholt daneben, doch Ron Wood in Höchstform machte das wieder wett. Charlie Watts trommelte gewohnt unspektakulär.

Darryl Jones am Bass und die fabelhafte Background-Sängerin Lisa Fisher sorgten für perfekten Sound, Fisher im Duett mit Jagger bei "The Night Time Is The Right Time" sogar für den gesanglichen Höhepunkt des Abends. Fazit: Selbst die gigantische Bühne schaffte es nicht, den Stones die Show zu stehlen. Niemand rockte bisher besser im Prater als sie.

© ORF.at
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Die Stones auf Tour - Die unzertrümmerbaren Steine
18.07.2006

Von Rose-Maria Gropp

17. Juli 2006 
„Jumpin' Jack Flash“ - da sind sie. Wir hätten wetten können, daß sie damit anfangen. Mick Jagger im grünen Affenfrack, sonst ganz in Schwarz. Keith Richards auch und mit seiner schwarzen Binde ums wunde Haupt, als ob damit etwas in seinem Kopf zusammengehalten würde, das Fingergefühl wahrscheinlich: Der Mann spielt an diesem Sommerabend, als wär's das letzte Mal. Wer ihn nicht schon seit ungefähr vierzig Jahren liebhat, der tut das seit gestern nacht in München. Und wer das nicht tut, hat niemals Rock'n'Roll gespürt.

Aber das muß ja auch keiner. Es gibt genug anderen Lärm auf der Welt, der manchem süßer in den Ohren klingt als jenes „I like it, I like it!“ Als zweite Nummer kommt diese Botschaft, als Ansage für die nächsten zwei Stunden. Keith Richards gibt direkt sein Bestes. Er lächelt, wir sehen es genau. Verklärung liegt in diesem Lächeln, obwohl er ganz offensichtlich noch lebt; denn er raucht auch noch. Charlie Watts im weißen T-Hemd hinter seinem Schlagzeug lebt auch noch, und er lächelt auch. Jetzt ist es gewiß: Der Abend wird groß werden, und wir werden sagen können, wir sind dabeigewesen.

Der Gockel lebt

Allerdings, um darauf zurückzukommen, ist eine Existenz ohne Rock'n'Roll schon traurig. Und es gibt weltweit eine ganze Menge Leute, die in ihrem Leben eine Handvoll und mehr „Stones“-Auftritte erlebt haben und aus denen trotzdem etwas Anständiges geworden ist. In gewisser Weise schützen ausgerechnet die „Stones“ ihre Anhänger sogar vor regressiver Lächerlichkeit.

Mick Jagger selbst tut es, wenn er „Let's Spend The Night Together“, dieses ungeduldige Gezerre juveniler Virilität, mit dem sich bis in unsere Tage ein paar versprengte Hüter des guten Geschmacks auf die Palme treiben lassen, elegisch verlangsamt. In Moll-Töne polstert die Band das großmäulige Gegockel, und dennoch bleibt es aufsässig wie eine nicht ganz verlorene Erinnerung.

Melancholie steht ihm gut

Im Bühnenhintergrund flirren manchmal Video-Einspielungen der jungen Combo: Davor gibt Jagger, jedenfalls für diesmal, eben nicht den alternden Desperado mit präpotentem Getue, als den ihn manche gern ewig sehen möchten, sondern den Herrn seiner Worte und Gesten. Kalte Melancholie steht ihm gut, und er zieht sie durch: „Streets of Love“ - von Jagger, der den ganzen Abend deutsch spricht, als „ein neues Lied“ angekündigt - schließt hauteng an. Das ist einer der Songs, die jenen wilden Pferden huldigen, die auch nichts ausrichten können gegen die Liebestrauer - I must admit I was awful bad als armselig narzißtische, zweischneidige Pointe, die dem abgewiesenen Mann noch bleibt auf der tränengetränkten Straße seiner immergleichen Wünsche. Und Jagger steht mit seiner Gitarre am Bühnenrand, und Richards spielt mit ihm, als hege er doch, noch oder neuerlich, Sympathie für den elastischen Teufel vor ihm an der Rampe.

Während es dunkel wird, mutiert die monströse Bühne von einer Art Parkhaus mit Auffahrtschleifen, auf denen man die Band von hinten und von oben betrachten kann, über die Umrisse eines Baus von Frank Gehry hin zu den illuminierten Balkonen in einem elisabethanischen Theater: Sir Mick macht heute nacht nicht in effeminiert oder androgyn, sondern geht als primus inter pares, was ihm auch einige Gelegenheiten gibt, durchzuatmen, das Hemdchen zu wechseln oder sich das Näschen zu pudern. Zugegeben: Keiner muß sich für einen Anfangsechziger männlichen Geschlechts erwärmen, der sich ein Mikrophon unter den Gürtel klemmt und herumhüpft, als hätte er bei Jane Fonda weiland einen Aerobic-Kurs gemacht.

Ironischer Urknall

Andererseits: Es gibt keinen einzigen auf der ganzen Welt, der genau das besser macht. Man kann ja wegsehen. Oder in diesem wohligen Gefühl des Wiedererkennens und einer Wiederholung, die nicht dasselbe hervorbringt, zuhören und hinschauen, wenn die vier Freunde - Ron Wood macht immer freundlich mit - zusammen mit Daryll Jones am Baß und Chuck Leavell an den Keyboards auf ihrer Bühne mitten ins Stadion zwischen die Leute fahren unter den Klängen von „Miss You“, dem ein wenig verhurten Tribut der „Glimmer Twins“ an die Disko-Musik der späten Siebziger. An diesem Abend machen Jagger/Richards in der Lebendvariante daraus wieder zickigen Krawall. Und wenn Jagger später auf die uralten vulgären „Honky Tonk Women“ zurückgreift, reiht er läßliche Anbiederungen der mittleren Jahre elegant in die Gesamtausgabe zu Lebzeiten ein.

„A Bigger Bang“, der Titel der Tour, übertrumpft ironisch den Urknall. Es bleibt bloß noch die Implosion der unzertrümmerbaren Steine, und die ereignet sich durchaus - die Druckwelle wirkt nach. Der Zauber der Performance liegt darin, daß sie eine Rückkehr einleitet. Niemals zuvor war der Kunstcharakter der Band so fühlbar, das artistische Spiel auf Leben und Tod, das in den Gesichtern aufgezeichnet und aufgehoben ist. Es wird nicht mehr sein wie früher, und sie wissen das. Als Zugaben verteilen sie Wahrheiten: „You Can't Always Get What You Want“ und „(I Can't Get No) Satisfaction“. Was sonst?

© F.A.Z., 18.07.2006, Nr. 164 / Seite 31
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Rolling Stones sehnsüchtig in Köln erwartet
20.07.2006

Am Sonntag im RheinEnergie Stadion

Endlich ist es soweit, das Warten hat ein Ende und die Angst, dass Keith Richards vor dem Konzert in Köln nochmals auf eine Palme treffen könnte ebenfalls: Die Rolling Stones rollen wieder durch Europa und am Sonntag steht das Kölner RheinEnergie Stadion auf dem Tourplan.

Auch wenn Mick Jagger und Co. "Oh No, Not You Again" zum Besten geben werden - die Fans sind froh, die Band wieder live auf der Bühne zu sehen. Die Setlist wartet sowohl mit alten Klassikern wie auch einigen neuen Songs auf: Den Auftakt wird wohl "Jumping Jack Flash" machen, wenn Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts gegen 21 Uhr die Bühne betreten.

Vom letzten Album "A Bigger Bang" stehen unter anderem "Rain Fall Down", "Streets Of Love" und "Rough Justice" auf der Setlist für die Europatournee. Und Songs wie "Tumbling Dice", "Honky Tonk Woman", "Brown Sugar" und "Start Me Up" gehören einfach zum Stones-Gig dazu. Bis "Satisfaction" muss sich das generationsübergreifende Publikum allerdings noch etwas gedulden - der Stones-Hit schlechthin wird als letzte Zugabe gespielt.

Doch bevor es wieder heißt "It's only Rock'n Roll" muss im Kölner Stadion noch vieles vorbereitet werden. Nachdem auch die letzten Spuren der Fußballweltmeisterschaft beseitigt wurden, sind derzeit über 100 Roadies dabei, die 30 Meter hohe Stahlkonstruktion aufzubauen, damit Mick auch am Sonntag wieder etliche Kilometer auf dem Bühnen-Laufsteg zurücklegen kann.

Wohnen werden die Stones im Hyatt Regency in Deutz. Alle Suiten des 5-Sterne-Hotels am Rheinufer sind für die Musiker und ihre Crew ab Samstag reserviert. Tickets für das Konzert sind noch an den Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse erhältlich.

© koeln.de
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Der süße Traum von der ewigen Jugend
20.07.2006

Sie können eben länger: Die Rolling Stones spielten gestern Abend vor 35 000 Zuschauern in Hannover

Von Dirk Kühn

Sie lassen es krachen. Sie lassen es knallen. Es macht nicht plopp, es macht krawumm. An allen Ecken, aus allen Boxen, überall auf der Bühne. Und in den Köpfen der Fans. In deren Herzen sowieso. Sie sind die Rolling Stones.

Ihr "Bigger Bang" betäubte gestern Abend rund 35 000 Menschen – in einem zweieinhalbstündigen Feuerwerk im Niedersachsenstadion.

Funken sprühen, Töne fliegen – den Fans um sie Ohren: Mit "Jumpin Jack Flash" ging’s los. Dann folgten "It’s only Rock ’n’ Roll" und "Let’s spend the Night together". Das sind die Stones. Das ist ihr Rock ’n’ Roll. So leben sie ihre Musik. Es ist ihr "Bigger Bang", wie Album und Welttournee heißen.

Für manche sind die durchgeknallten Mittsechziger der Untergang der abendländischen Kultur, für andere das Manifest ewiger Jugend. Mit einem großen Knall geben sie sich nicht ab, ihrer ist größer. Und sie können länger. So lang wie kaum eine Band. Dafür werden sie geliebt, dafür werden sie gehasst.

Fast auf den Tag genau vor 44 Jahren haben Mick Jagger (Gesang) und Keith Richards (Gitarre) zum ersten Mal auf der Bühne im Londoner Marquee-Club gestanden. Waren damals noch Brian Jones, Ian Stewart und Mick Avory dabei, sind es heute Ron Wood (Gitarre) und Charlie Watts (Schlagzeug). Fast zur Familie gehört auch Bassist Darryl Jones, Nachfolger von Bill Wyman, der die Band 1992 verließ.

Als sie 1965 mit "The Last Time" ihren ersten Nummer-eins-Hit landen, mit "Satisfaction" den Durchbruch schaffen, hat Kanzler Ludwig Erhard soeben die Bundestagswahl gewonnen. Als sie 1975 "Angie" und "Wild Horses" singen – da durchnässt der kleine Robbie Williams noch das Wickeltuch.

Noch immer gelten sie als Rebellen. Politische Revoluzzer waren sie nie. Ihr einziger sichtbarer Protest ist eine rausgestreckte Zunge. Ihr Markenzeichen. In Hannover prangt es in knalligem Rot so groß wie ein Einfamilienhaus über der Bühne. Die Stones proben mit ihrer Musik den Aufstand. Nicht nur, wenn Gitarrist Richards sich im Gesang übt. Es gibt nicht viele, die schlechter singen, nicht wenige, die besser spielen, aber keiner arbeitet härter an seinem Instrument.

So auch gestern Abend im doch lückenhaft besetzten, dazu von eher älteren Zuschauern dominierten Stadion. Keith, der Palmenkletterer und Seeräuber, mit Kopftuch, blauem Hemd und einem Gesicht, zerfurcht wie das offene Meer vor Tortuga. Er ist der Freibeuter der Saiten und er gewinnt immer, darf demnächst sogar im "Fluch der Karibik 3" an der Seite von Johnny Depp spielen.

Harte Konkurrenz für Mick Jagger. Eigentlich ist er der Schauspieler. Der Sänger wird nächste Woche 63 – das richtige Alter, um "La Montanara? zu trällern. Mick trägt eine schrille kurze Jacke und singt seine großen Hits. Etwas weniger flippig wirkt er schon. Geradezu berückend, wie er zu Richards’ Akustik-Gitarre "As Tears go by" anstimmt. Ehrlich, das geht unter die Haut.

Für die große Bewegung ist hingegen die Hydraulik zuständig. Die ganze Band lässt sich mitsamt ihrer Bühne in die Mitte des Stadions fahren, wo sie, natürlich, herzlich gefeiert wird. Auch wenn die ganz große Stones-Euphorie sich nicht einstellen will: Zehntausende feiern diese einzigartige Band. Seit 44 Jahren. Und vielleicht noch 2012. Es sei denn, Pirat Keith lässt sich zum Guten bekehren, spielt künftig nur noch Gospels wie "I want Jesus to walk with me" auf dem Album seiner Schwägerin Martha Hansen.

Herr, bewahre uns davor!

© newsclick.de
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Keith Richards wird begnadigt
20.07.2006

Niemand Geringeres als der Gouverneur des US-Bundesstaats Arkansas musste in Aktion treten, damit eine alte Strafe gegen Keith Richards demnächst gelöscht werden kann. Die war 1975 wegen unsicheren Fahrens verhängt worden.

Seinerzeit hatte ein Polizist Richards in dem kleinen Ort Fordyce angehalten. Er hatte beobachtet, wie dessen Wagen ins Schleudern geriet. Mit im Auto waren Band-Kollege Ron Wood sowie ein Fan. Richards rechtfertigte seine Unsicherheit mit der Erklärung, er habe versucht, einen neuen Sender im Radio einzustellen.

Glauben wollte ihm das der Beamte aber nicht: Im Wagen roch es angeblich nach Marihuana, zudem wurde bei dem Fan die Droge gefunden. Und Richards trug auch noch ein illegales Messer bei sich. Insgesamt wurde gegen den Gitarristen eine Strafe von 162,50 Dollar verhängt.

Guter Eindruck

Allerdings gelang es Richards, sich 31 Jahre lang vor der Bezahlung zu drücken - bis jetzt Gouverneur Mike Huckabee die Begnadigung initiierte. Irgendwann habe er realisiert, dass Richards' Eindruck von Arkansas ja durch die alte Geschichte stark beeinträchtigt sein müsse, begründete Huckabee seine Milde.

Der Rolling Stone selbst kann sich an die alte Geschichte jedenfalls noch erinnern: Noch im März hatte er bei einem Konzert in Arkansas ins Publikum gefragt, ob irgendjemand aus Fordyce komme: "Ich habe da mal den Polizeichef gekannt."

© n24.de
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Im Steinmuseum
21.07.2006

Sie waren immer da und werden nie verschwinden. Die Rolling Stones existieren, so lange es Rockmusik gibt. Heute spielen sie in Berlin

Frank Junghänel

BERLIN. Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund, einen Auftritt der Rolling Stones zu besuchen. Das ist ja gerade das Schöne.

Sie sind alt, hässlich und teuer. Mit Popmusik haben sie gar nichts mehr zu tun, Impulse für die zeitgenössische Kultur sind von ihnen schon seit zirka dreißig Jahren nicht mehr zu erwarten und ihre Show hat man längst in Dolby Surround auf DVD. Weshalb also sollte man sich in die Gesellschaft von biertrinkenden, schwitzenden Menschen begeben, um die Stones im Stadion auf der Videowand zappeln zu sehen. Was hat das für einen Sinn? Das ist die Frage, die sich nicht stellt.

Würde man so prinzipiell herangehen, dann gäbe es ja auch keinen Grund, das Ägyptische Museum zu besuchen. Wer dort als Mumie liegt, hat schon vor viertausend Jahren jeden Kontakt zum Zeitgeist verloren. Doch fiele es niemandem ein, die musealen Ägypter zum Beispiel als Pyramidenrentner zu denunzieren.

Also sollte es sich ein für allemal verbieten, bei der Erwähnung von Mick Jagger und Keith Richards von Geriatrie und Altersschwäche zu reden. Alter ist keine kulturelle Kategorie. Älter, als sie schon immer waren, können sie gar nicht mehr werden. Die Rolling Stones haben sich im Laufe der Zeit von einer Rockband in ein rollendes Museum verwandelt, was die Sache an sich nicht schlechter macht, nur eben anders.

Jeder ihrer Songs ist ein Exponat, das eine eigene Geschichte erzählt. In erster Linie sind das natürlich Geschichten über die Stones, aber auch sonst lohnt sich ein Besuch dieses Museums, wo man sich in jedem Winkel selbst begegnen kann. Denn ihre Musik ist aus dem eigenen Leben ja nicht wegzudenken.

Den Eingang zum Steinmuseum bildet eine herausgestreckte Zunge. Sie wurde von Andy Warhol kreiert und diente 1971 der Firma Rolling Stones Records als Logo. Heute ist sie das rechtlich geschützte Markenzeichen der Band. Wird man als Besucher durch den Schlund in das Universum der Rolling Stones gezogen, trifft man bald auf den Song "Start Me Up". Mit dieser Nummer vom Album "Tattoo You" hatte die Band 1981 ihre Karriere im Stadionbusiness gestartet. Aus der härtesten Rockband der Welt war endlich auch die geschäftstüchtigste Band der Welt geworden. Ein Unternehmen, das von jetzt an betriebswirtschaftlich geführt wird, wofür Mick Jagger, ehemaliger Student der London School of Economics, immer wieder etwas Neues einfällt.

So ließen sich die Stones 1981 ihre Konzerte von der Parfümerie Jovan sponsern. Zum ersten Mal wurde eine Rockband auf diese Weise finanziert. Bis dahin hatte es - zumeist chaotisch verlaufene - Großereignisse wie Woodstock gegeben, eine exakt kalkulierte Tournee von globaler Dimension indes war etwas völlig anderes. Dahinter steckte eine enorme Logistik. Für ihre Welttournee setzten die Rolling Stones, damals ebenfalls zum ersten Mal, drei Bühnenkonstruktionen ein, die im Wechsel auf- und abgebaut wurden, so dass die Band an mehreren Tagen hintereinander an verschiedenen Orten auftreten konnte. Jede Bühne verfügte über hydraulische Ausleger, mit der die Musiker über ihr Publikum geschwenkt werden konnten. Das Rockkonzert als technologisches Event war geboren. Von nun an werden die Auftritte der Stones immer greller, größer, bunter, teuerer und für manchen früheren Fan auch immer absurder.

Ein Stück auf das sie nie verzichten, ist "Sympathy for the Devil". Es beginnt mit den Congas, nervösem Getrommel, dann Jaggers Urschrei. "Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle..." Hier kommt der Satan mit dem Mädchengesicht. Im Juni 1968, als in den europäischen Metropolen die Studenten auf die Barrikaden gehen, beginnen die Stones in einem Pariser Studio mit den Aufnahmen zu jenem Song, der ihr sardonisches Image befeuert. Inspiriert von Michail Bulgakows Roman "Der Meister und Margarita" erfindet sich Mick Jagger als teuflischer Zeremonienmeister des Weltgeschehens. Überall hat er seine Finger im Spiel, von der Kreuzigung Christi über die Oktoberrevolution bis hin zum Mord an den Kennedys. Mit seinem fiesen Grinsen beschwört er die zwiegespaltene Natur des Menschen. "Jeder Cop ist ein Krimineller. Jeder Sünder ein Heiliger."

Interessant ist es, zu erleben, wie dieser Song während einer wahrhaft alchemistischen Sitzung der Stones entsteht. Der französische Regisseur Jean-Luc Godard hatte die Sessions zu "Sympathy for the Devil" gefilmt und einige Schlüsselszenen in seinen Film "One plus One" montiert. Man erfährt, wie diese ultimative Komposition sich in quälend langen Improvisationen allmählich herausbildet. Die Stones sind meistens ohne Konzept und ohne Songs ins Studio gegangen. Das Teufelslied beginnen sie als Folkballade. Von seiner nervösen Rhythmik ist anfangs nichts zu spüren. Dann lässt sich Keith Richards eine andere Gitarre geben, dann einen anderen Verstärker, dann klappert Charlie Watts ein bisschen herum und irgendwie erwischen sie diesen Moment, an dem es klickt. Plötzlich ist die Samba da. Aus dem wilden Getrommel beginnt sich die Struktur jenes Songs zu kristallisieren, der ihr zweitberühmtester werden wird.

Was heute formvollendet wirkt, hat sich oft spontan und assoziativ entwickelt. Ein Wunder, dass auch nach hundertfachem Abspielen der Platten nichts von dieser Energie, die die Stones in ihre Songs hinein gesteckt haben, verloren ist.

Sie hätten eine Revolution anzetteln können, fand Godard damals. Das mit der Revolution ist ein Missverständnis im Leben der Stones. Im Grunde waren sie schon immer gemütliche Teetrinker. Wie so viele Revolutionäre ihrer Generation.

Im Steinmuseum erfährt man einiges darüber, wie sich Zeiten ändern, doch die Menschen sich ähnlich bleiben. Ewig geht es um Sex, Gewalt, Lust, Macht. Nicht zuletzt geht es bei den Rolling Stones immer um die Gier, dieses Triebmittel menschlichen Seins - Gier nach Liebe, Geld, nach Leben. Mit einem Satz: "I cant get no Satisfaction".

Ihr berühmtester Song erzählt auch eine Geschichte aus der geteilten Stadt Berlin. "Satisfaction" war jenes Stück, das 1965 dazu beitrug, dass die Waldbühne zu Bruch ging.

Dem Kriegskind Mick Jagger hatte es gefallen, zwanzig Jahre nach der deutschen Kapitulation bei dieser Nummer im Stechschritt über die Bühne zu stolzieren und den Hitlergruß zu zeigen.

Die Menge rastete aus; nicht so sehr wegen des Grußes, sondern weil das erstens bei den Stones zur Folklore gehörte und zweitens ihr Konzert nach zwanzig Minuten bereits zu Ende war. Die Stimmung muss riesig gewesen sein. "Polizeihunde bissen sich in Textilien und Fleisch durchbrechender Beat-Jünger fest", berichtete der Westberliner Tagespiegel. Man machte sich Sorgen um die Volksgesundheit. "Was in einem Jugendlichen vorgeht, daß er unter der Einwirkung eines monotonen Lärm-Rhythmusses völlig von Sinnen gerät, darüber gibt es noch keine schlüssigen Erkenntnisse der Kulturkritiker." Auf der anderen Seite der Mauer betrachte die Berliner Zeitung das Konzert in größeren Zusammenhängen. "Ja, in der Waldbühne fiel alles in Scherben. Diese ekelhaften Exzesse waren ja nur ein Anfang. Von ihnen spannt sich der Bogen hin zur Verherrlichung von SS-Kriegsverbrechern bis hin zum brutalen Völkermord in Vietnam."

Eine bessere PR hätten sich die Stones nicht wünschen können. Sie galten als die Sendboten des Bösen, über alle Klassenschranken hinweg.

Bei den Behörden in Ostberlin sorgten sie noch einmal für Furore, als das Gerücht aufkam, sie würden am 7. Oktober 1969, dem zwanzigsten Republikgeburtstag, auf dem Dach des Springer-Hochhauses unmittelbar an der Mauer auftreten. Als am Vormittag die ersten Neugierigen mit auffällig langen Haaren in der Leipziger Straße flanierten, griff die Polizei zu. Bis zum Abend wurden vierhundert Leute verhaftet.

Es sollte noch zehn Jahre dauern, ehe die Rolling Stones zum ersten Mal im Ostrundfunk gespielt wurden, und zwar im Bildungsprogramm von Radio DDR II. Einmal in Schwung gekommen, nahm ihre Rehabilitation immer kühnere Formen an. Eine Amiga-Platte folgte, ein Buch und 1989 schließlich sollten die Stones zu einem Konzert in die DDR eingeladen werden. Erich Honecker hatte nichts dagegen. Ihn musste allerdings keiner mehr fragen, als sie im September 1990 auf der Rennbahn in Berlin-Weißensee spielten, dann schon für Westgeld.

Womit wir beim nächsten Exponat wären. "Give me money, that's what I want, lots of money", heißt es in einem Song aus den Kellertagen der Stones, als sie sich beim Blues die Fingerkuppen abhobelten. Bei ihrem ersten Berliner Konzert 1965 kostete ein Ticket für die Rolling Stones sechs Deutsche Mark, 1973 hatte sich der Preis verdreifacht. Zeitweilig kletterten die Stones-Preise schneller als der Ölpreis. 1990 kostete die Karte 50 Mark, 1995 wurde für ein Konzert in der Waldbühne zum ersten Mal die Schmerzgrenze von damals unvorstellbaren 100 Mark erreicht.

In diesem Jahr ist das günstigste Ticket in Deutschland für 75 Euro zu haben, das teuerste kostet drei Mal soviel. Das ist noch gar nichts, wenn man bedenkt, dass bei einer Show in Los Angeles die besten Plätze für 454,50 Dollar angeboten wurden. Allein mit einem gestiegenen Aufwand für die Bühnenproduktion der Show lässt sich diese inflationäre Entwicklung nicht erklären. Die Stones waren auch vor fünfzehn Jahren schon gigantisch. Vielmehr ist es so, dass sie verlangen können, soviel sie wollen, solange Leute das Geld und die Nerven haben, ihnen jeden Preis zu bezahlen. Das einzige Regularium bei diesem Deal ist der Erfolg, das heißt ein volles Stadion.

Mit Platten lässt sich kaum noch Geld verdienen, deshalb dürfte es die Stones allenfalls an der Ehre gekratzt haben, dass ihr neues und großartiges Album "A Bigger Bang" kommerziell ein Flop war. Viel mehr wird es sie beunruhigt haben, dass der Vorverkauf für ihre Show so schleppend verlief. Der globale Veranstalter "Live Nation", Mutterkonzern aller Stones-Konzerte, musste sich was einfallen lassen. Er schickte die Band als Pausenfüller zum Super Bowl, der größten Sportshow in den USA, er organisierte das Freikonzert von Rio und er sorgte dafür, dass die Single "Streets of Love" im Soundtrack einer US-Seifenoper erklang. Die Reklame zahlte sich aus. Im Herbst erzielten die Rolling Stones mit ihrer Tournee durch Amerika einen Bruttoumsatz von 162 Millionen Dollar, womit sie in ihrem Wirtschaftszweig Marktführer sind.

Für das Europa-Geschäft waren die Prognosen zuletzt nicht so gut. Konzerte in Frankfurt, Leipzig und Nürnberg wurden abgesagt, wegen Keith Richards' Palmenaffäre, wie es hieß. Eintrittskarten sollten sich mit Rabatt problemlos auf andere Städte umbuchen lassen, was auf gewisse Lücken im vorgebuchten Publikum schließen lässt. Zudem wurden 700 Helfer der Fußball-WM ins Olympiastadion eingeladen, den Auftritt der Stones unentgeltlich zu beobachten. In Mick Jaggers Augen muss ein freier Platz vor seiner Nase der Anfang vom Ende sein.

Und so könnte "The Last Time", dieser aus Aberglaube ins Depot des Steinmuseums verbannte Song, vielleicht doch irgendwann einmal in die Vitrine der Rolling Stones rücken. Denn wie schreibt hier ein Kritiker über ihr Konzert: "Stones-Fans, die mit Mick Jagger in die Jahre gekommen sind, werden hin- und hergerissen zwischen Faszination und Langeweile. Zu betrauern ist, dass diese Show so etwas wie einen Endpunkt bedeutet, ein letztes melancholisches Aufbäumen..."

Nun wissen wir allerdings nicht, wie es dem Kritiker heute geht. Sein Abgesang auf die Rolling Stones ist dreiunddreißig Jahre alt.

© Berliner Zeitung
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Fans feiern Weltmeister des Rock
23.07.2006

Ein paar Karten für das Stones-Konzert gab es dann doch noch – aber nur Sitzplätze. Die Tickets für die wahren Fans – und die standen im Innenraum des Olympiastadions – waren hingegen ausverkauft. Alle zusammen ertrugen die brütende Hitze im Stadion, und als die Stars die Bühne betraten, war die Begeisterung groß. Der Jubel von Zehntausenden über die Show war im Übrigen generationenübergreifend: Da stand der 60-jährige Rocker neben dem 30-jährigen Banker, oder der Papa neben seinem halbwüchsigen Sohn. Überall zu sehen war das berühmte Zungenmund-Symbol.

Die Vorbereitungen für das Konzert hatten mehrere Tage gedauert. Auf etwa 120 Lastwagen war die gesamte Ausstattung nach Berlin transportiert worden. Darunter war auch die 60 Meter breite, 100 Meter tiefe und 28 Meter hohe Bühne, auf der Mick Jagger seinen wilden Tanz vollführte.

Die Stunden vor dem Konzert hatten die vier ganz unterschiedlich verbracht. Mick Jagger war essen im Restaurant „Shiro i Shiro“ in Mitte, Charlie Watts unternahm eine Stadtrundfahrt im Doppeldecker, Keith Richards ruhte sich im Hotel Ritz-Carlton aus – und Ron Wood ließ die Besucher seiner Vernissage warten. Die Galerie Viaux in Mitte zeigte am Freitag (und nur für ein paar Stunden) 31 Gemälde des Gitarristen.

© Der Tagesspiegel
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Rolling Stones sorgen für eine „Jeile Zick”
24.07.2006

Köln - So fröhlich hat man die Rolling Stones selten erlebt. Ausgelassen lachend ließen sich die vier Musiker am Sonntagabend nach einer furiosen Bühnenshow im Kölner Rheinenergie-Stadion von rund 40 000 Fans feiern. Das Stück "Its only rock' n roll but I like it" hatte das Motto für den warmen Sommerabend in der seit Wochen ausverkauften Fußballarena vorgegeben. Das Quartett, unterstützt von einer glänzend aufgelegten Band, wollte beweisen, dass es noch längst nicht zum alten Eisen gehört - was gerade bei dem Eröffnungsstück "Jumping Jack Flash" und anderen Klassikern wie "Honky Tonk Woman" oder "Brown Sugar" gelang.

Wie üblich kabbelten sich die Gitarristen Keith Richards und Ron Wood auf der Bühne, die sich mit ihren charakteristisch tief gehängten Instrumenten duellierten. Und wie auch in den vergangenen 40 Jahren war es Richards vergönnt, den einen oder anderen Einsatz tüchtig zu verpatzen. Dafür durfte der vom Leben im Rock'n Roll Circus schwer gezeichnete 62-Jährige auch wieder zwei Stücke singen, voll rührender Selbstironie und natürlich mit der unvermeidlichen Zigarette im Mundwinkel.

Ansonsten gehörte die Show in bewährter Manier Mick Jagger. Zwar hat der Sänger seinen typischen Dauerlauf um die 60 Meter breite Bühne inzwischen stark eingeschränkt. Jagger, der am Mittwoch 63 Jahre alt wird, weiß natürlich, wie er seine Fans zu nehmen hat. "Habt ihr eine 'jeile Zick'?", radebrechte er auf kölsch und ließ später auch die in Köln stets gerne gehörten Gemeinheiten Richtung Düsseldorf vom Stapel. Seine Ausnahmestellung als Sänger und Entertainer bewies er vor allem bei "Sympathy für the devil", als er als rotgewandete Verkörperung des Bösen über die Bühne flanierte.

Kaum zu glauben, dass das das Live-Debüt der Briten schon 44 Jahre zurück liegt. In dieser Zeit ist ein großer Fundus von Hits entstanden. Davon gab es in Köln unter anderem das zuletzt selten gespielte "As tears go by" zu hören, nicht aber die Ballade "Angie", die dank der Bundeskanzlerin hierzulande zu neuer Popularität gekommen ist.

Ticketpreise von bis zu 450 Euro hatten den Abend zu einem eher exklusiven Vergnügen gemacht. Doch die Rechnung geht für die Band offenbar auf: 116 Millionen Euro sollen die Stones nach Branchenschätzungen in ersten Halbjahr 2006 bereits auf der aktuellen "Bigger Bang" Tournee eingenommen haben.

Das Kölner Publikum, im Durchschnitt deutlich jenseits der 40, nahm es jedenfalls gelassen. "Ich möchte nicht wissen, wie viele Fans inzwischen mit dem eigenen Zivildienstleistenden anreisen", wurde am Bierstand im Stadion gewitzelt.

Verwaschene Stones-Tournee-T-Shirts aus dem 80er Jahren spannten sich über üppige Bierbäuche, die obszön rausgestreckte Zunge, das Markenzeichen der Band, zierte Base-Caps und Tätowierungen. "Das sind die Jungs, vor denen mich meine Mama immer gewarnt hat", strahlte die 53-jährige Heide Mischalla aus Frankfurt. Sie ist mit ihrer Tochter nach Köln gereist, weil das in Frankfurt geplante Konzert ausfiel: "Für diese Jungs ist mir kein Weg zu weit." Auch die 24-jährige Studentin Meike schwärmte: "So Typen gibt es in der heutige Musikszene doch nicht mehr."

Auf den Klassiker "Satisfaction" mussten die Fans bis zur Zugabe warten. Nach fast zwei Stunden Show beendeten die Rolling Stones ihr einziges Gastspiel in NRW.

Am Ende eines rundum gelungenen Abends blieb bei vielen der Konzertbesucher, unter ihnen auch BAP-Chef Wolfgang Niedecken, ein Hauch von Wehmut. Werden die vier betagten Herren jemals wieder in so ausgezeichneter Verfassung zu erleben sein ? Nicht jeder ist so optimistisch wie Alt-Fan Holger aus Mönchengladbach: "Guck Dir die Jungs doch an ! Die Stones sind doch das beste Argument für die Rente ab 72."

© Kölner Stadtanzeiger
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Rolling Stones rocken in Köln
24.07.2006

Es brauchte nur einen großen Knall - dann waren die Rolling Stones am Sonntagabend mit ganzer Kraft bei dem einzigen landesweiten Konzert ihrer Welttournee "A Bigger Bang " angekommen.

Mit Feuerwerk und dem Rockklassiker "Jumpin' Jack Flash" starteten die Rock-Dinosaurier vor 38.000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Rhein-Energie-Stadion voller Energie ihre Show - als wollten sie noch einmal allen beweisen, dass sie noch immer richtig rocken können.

Eine "jote Zick" (gute Zeit) wünschte der vor Energie sprühende Sänger Mick Jagger in gebrochenem Kölsch zu Beginn des Konzertes den jubelnden Fans - und hatte nicht zu viel versprochen. Die Zuschauer bekamen all das, was man von einem Stones -Konzert erwartet: eine spektakuläre Show, ausgelassene Stimmung und natürlich jede Menge Hits aus der über 40-jährigen Bandgeschichte.

Gut in Form

Auch wenn in den vergangenen Wochen immer wieder Gerüchte aufgekommen waren, dass die "Bigger Bang"-Tournee womöglich die letzte Konzertreise der Rocklegende sein könnte, präsentierten sich die Musiker wie zuletzt bereits bei den Deutschland-Konzerten in München, Hannover und Berlin in guter Form. Allen voran wirbelte der 62-jährige Mick Jagger unermüdlich über die Bühne. Aber auch Keith Richards (62), der noch im Frühjahr auf den Fidschi-Inseln von einer Palme gestürzt war und einige Tourtermine absagen musste, Ron Wood (59) und Charlie Watts (65) zeigten, dass sie für den Rockzirkus noch nicht zu alt sind.

Die begeisterten Zuschauer honorierten die gelungene Show immer wieder mit lautstarkem Jubel. Insbesondere die alten Hits wie "Brown Sugar" oder "Honky Tonk Women" kamen bestens an. Nach ihrem wohl größten Hit "Satisfaction", den sich die Band als Zugabe aufgespart hatte, spendeten die Fans, unter ihnen auch viele ältere Zuschauer, minutenlangen Applaus. Aber auch für ruhigere Momente war Zeit: So etwa als Mick Jagger bei dem bewegenden "Streets of Love" selbst zur Gitarre griff.

Spektakuläre Show

Doch nicht nur Musik, sondern auch eine spektakuläre Show hatten die Rolling Stones zu bieten. Auf der riesigen Bühne, eine buntleuchtende Mischung aus Park- und Opernhaus, fanden diesmal auch einige ausgewählte Zuschauer Platz. Stolz winkten sie von den in die Kulisse integrierten Balkonen ins Publikum.

Ganz nahe bei den großen Stars durften sich die Fans fühlen, als sich die Band auf einem ausgeklinkten Bühnenelement durch die Menge ziehen ließ - sicher ein Höhepunkt des Showspektakels. Ins Dämonische wandelte sich die Stimmung bei "Sympathy for the devil" - in Hut und Mantel forderte Jagger die Fans im rot illuminierten Stadion mit großen Gesten zum Mitsingen auf, dazu schossen riesige Feuerfontänenaus der Bühne.

Für viele der Zuschauer verbanden sich mit dem Konzert Erinnerungen an frühere Zeiten. "Es hat mich sehr berührt, nur auf meinen ersten Knutschsong, Angie habe ich vergeblich gewartet", sagte ein 57-jähriger Zuschauer aus Mönchengladbach. Für andere war der Auftritt bereits fast Routine. "Es ist nun schon mein achtes Stones -Konzert und es war wie immer einfach top", zeigte sich eine 62-jährige Besucherin begeistert. Wer die Rock-Urgesteine bei ihrer Welttournee noch sehen will, hat dazu noch am 3. August in Stuttgart Gelegenheit.

© wdr.de
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Starker Abgang mit Flammenwerfer
25.07.2006

Rolling Stones in Köln zu Gast bei Freunden / Heimspiel vor 40000 begeisterten Anhängern

Von
Matthias Friedrich

KÖLN Die Stones zu Gast bei Freunden. Wenige Tage nach den Kickern der Fußball-WM kommen die alten Herren ins Kölner Rheinenergie Stadion. Und schon mit den ersten furiosen Klängen von "Jumpin Jack Flash" wird klar: Das ist ein Heimspiel vor 40000 begeisterten Anhängern für die vier Engländer.

Die vielleicht distanzierteste, affektierteste, wenn nicht arroganteste Rockband der Welt profitiert paradoxerweise von einer geradezu magischen Identifikation der Fans. Die sind mit Mick, Keith, Ron und Charlie zusammen alt geworden und bilden mit Grauschopf oder Bierbauch die klare Mehrheit im Stadion. Eine Art lautes Familienfest und - wie bei der WM: Die Fans feiern nicht nur die Mannschaft, sondern ein bisschen auch sich selbst.

Micks Fitness-MarathonDas Spiel beginnt weit druckvoller als viele Begegnungen der WM. Keine Spur von der zum Tourneeauftakt in München noch attestierten Müdigkeit beim von Alkohol-Entzug geschwächten Ron Wood und dem von der Palme gefallenen Keith Richards. Die Gitarristen mögen im Zweifel immer den schrägeren statt den richtigen Ton treffen, ihre Riffs bleiben unverwechselbar, eine Marke für sich eben. Zudem erledigen sie ein enormes Laufpensum auf der sich über die ganze Breite des Spielfelds erstreckenden Mega-Bühne, genau wie Mick Jagger, der im engen Outfit wieder einmal sein Fitness-Marathon absolviert. Drei starke Sturmspitzen, und Charlie Watts hält mit kontrolliertem Beat den Kasten sauber. Zur Mannschaft, zum Teil seit Jahrzehnten, zählen inzwischen die Begleitmusiker: Neben Bassist Darryl Jones und Keyboarder Chuck Leavell das Vokalensemble um Lisa Fisher (die Jagger bei einem Blues-ausflug zu Ray Charles locker an die Wand singt) und die Brass Section mit Saxofonist Bobby Keys.

Das in diversen Mammut-Tourneen gereifte Stones-Spiel unterliegt festen Regeln. So folgen auf einige echte Kracher zum Start ("It´s Only Rock'n Roll", "Tumbling Dice") ein leiseres Stück (diesmal "As tears go by", von den älteren Herrschaften auf den Rängen inbrünstig mitgesummt) sowie Titel des jeweils jüngsten Werks: "Streets of Love" und später "Rough Justice" bringt Jagger gottlob deutlich frischer über die Rampe, als es auf dem faden Album "A bigger bang" klingt, das der aktuellen Tour den Namen gibt. Ferner haben wir den seltener gespielten Klassiker ("Get off of my cloud") und den Sänger-Auftritt von Keith. Während der zur Gitarre sein "Slippin' Away" krächzt, wird er auf der Großbildleinwand in einen Bilderrahmen gestellt - ein selbstironischer Verweis auf die permanente Inszenierung. Die Stones, ein Denkmal ihrer selbst!

Zur gigantomanen Show der passende Bühnenaufbau: ein Gebilde, das in Form und Ausmaßen bei Licht besehen ans nächste Karstadt-Parkhaus erinnert, nach Einbruch der Dunkelheit indes zum glitzernden Cyber-Display mutiert. Traditionell wagt die Band dann irgendwann einen Ausflug ins Intime: Zu den Klängen von "Miss You" rollen sie mit der kompletten Vorbühne über die Köpfe der Fans hinweg zur Mitte des Spielfelds. Und hier mitten im Gewühl der von den Bodyguards kaum zu haltenden Begeisterten entsteht zumindest eine Illusion von Nähe. Die Band mit "Honky Tonk Women" als rockender Lichtpunkt im Dunkel der Arena, ganz ohne Fernsehprojektion und elektronischen Schnickschnack.

Volle Kanne zum SchlussFreilich nur ein kurzer Moment, bevor das volle Schlussprogramm losgeht: Flammenwerfer und Raketenkracher zu "Sympathy for the Devil" und "Start me Up". Jagger in Hut und Mantel (wie er sich offenbar den Bösen vorstellt) auf der Höhe des Bühnengerüsts turnend. Volle Kanne "Brown Sugar" und wenn die Menge rast: "Gute Nacht Köln".

Strikt nach Plan zwei Zugaben. "You Can't always get what you want"? Ach was! "Satisfaction" (in einer gekonnten Einspielung) gibt es doch zum Schluss. Same procedure as every tour! Nur dass die vier sich danach eng umschlungen so ungewöhnlich lange vom Publikum verabschieden, das gibt zu denken. Aber wenn es wirklich das letzte Wiedersehen mit den Stones gewesen sein sollte - ein starker Abgang war es allemal.

© Allgemeine Zeitung
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Stones in Köln: So schwer ist es, den richtigen Ton zu treffen
24.07.2006

Von CHRISTOF ERNST und SONJA KROHN

Köln – Nun sind sie wieder weg, die Rolling Stones. Sie lieferten am Sonntagabend eine spektakuläre Bühnen-Show und schienen richtig Spaß zu haben. Für die Zuschauer im Stadion-Innenraum hielt sich zumindest zu Beginn das Hörvergnügen in Grenzen. Es rumpelte und schepperte.

Und das, obwohl die Sound-Techniker der Stones tagelang am richtigen Ton gebastelt hatten. „Aber“, so eine Sprecherin des Veranstalters, „man kann halt nicht ein volles Stadion simulieren.“

Deshalb waren im ganzen Rund Mitarbeiter der Technik-Abteilung unterwegs und gaben per Funk ihre Eindrücke durch. Das zahlte sich aus: Nach gut einem Drittel des Konzertes passte der Sound.

Hans Rütten, Chef der Sportstätten GmbH: „Das viele Glas und der Beton im Stadion machen es nicht leicht, einen guten Sound hinzukriegen. Das sind ganz andere Resonanzeffekte, als wenn man auf offenem Gelände spielt.“ Es werde aber von Großereignis zu Großereignis besser.

Für Verwirrung sorgte ein Mann, der sich als WDR-2-Mitarbeiter ausgab und kurz nach Konzertbeginn auf der Jahnwiese mindestens 100 Freikarten an verblüffte, aber umso glücklichere Fans verteilte.

Michael Zimmermann, Redaktionsleiter Musik bei WDR 2: „Von uns war der sicher nicht. Wir haben im Vorfeld des Konzertes Karten an die Hörer verlost. Unser Kontingent war restlos erschöpft.“

Vor dem Hotel Hyatt wartete am Montag eine Handvoll Fans vergeblich auf einen Abschiedsgruß der Stones. Keith Richards und Charly Watts düsten aus der Tiefgarage zum Bahnhof und nahmen den Thalys nach Paris, während Ron Wood und Mick Jagger nach London flogen.

© expess.de
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Rolling Stones: Einnahmen-Weltrekord mit 'Bigger Bang'-Tour
25.07.2006

London - 43 Jahre im Geschäft und es lief nie besser für die „Rolling Stones“. Nach einem Bericht des Branchenmagazins ‚Billboard’ haben die Rocker im ersten Halbjahr 2006 mit ihren Konzerten mehr Geld verdient als jede andere Band der Welt. Genaugenommen 147 Millionen US-Dollar, eingespielt durch insgesamt 45 Konzerte in Amerika, Australien und Europa. Doch nicht nur finanziell sprengen die „Rolling Stones“ weiter den Rahmen.

Wie Tour-Produzent Michael Cohl gegenüber ‚Billboard’ erklärte, war das Jahr 2006 für die Band bisher auch durch zwei weitere Superlative geprägt. Der Januar-Auftritt beim Super Bowl, dem wichtigsten Sportereignis der USA, habe der Band das größte Fernsehpublikum ihrer Karriere beschert, so Cohl. Zwei Wochen später fand ein Gratis-Konzert am brasilianischen Strand Copacabana statt, die anwesenden zwei Millionen Menschen seien „das größte Live-Publikum, das jemals jemand gehabt hat“.

Gratis ist allerdings die ganz große Ausnahme bei der Tour der legendären Band. „Bigger Bang“ hat nicht nur durch gigantischen Bühnenaufbau und die Unermüdlichkeit der Musiker von sich reden gemacht, sondern auch durch Ticketpreise, die selbst hartgesottenen Fans zu schaffen machen. Wer nicht mindestens 75 Euro investieren kann, muss die „Rolling Stones“ an sich vorbeiziehen lassen, die besten Plätze kosten zum Teil über 1.000 Euro.

Doch nicht nur die „Rolling Stones“ kassieren 2006 bestens bei ihrer Tour. Auf Platz 2 der meistverdienenden Bands steht laut ‚Billboard’ derzeit die irische Band „U2“ mit 73 Millionen Dollar, auf sie folgt „Bon Jovi“ mit über 65 Millionen Dollar und 54 ausverkauften Konzerten von insgesamt 57. Ebenfalls in die Top 10 geschafft haben es Billy Joel, Aerosmith, Coldplay und Paul McCartney. (ihe)

© europolitan.de
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65 000 hören Stones in Zürich
06.08.2006

Zürich (dpa) - Vor rund 65 000 Menschen haben die Rolling Stones in Dübendorf bei Zürich das größte Rockkonzert gegeben, das die Schweiz je erlebt hat. Trotz der Zuschauermassen blieb das befürchtete Verkehrschaos aus, weil die weitaus meisten Fans mit der Bahn kamen.

Das zweistündige Programm mischte aktuelles Material mit Klassikern wie "Honky Tonk Women" und "Jumpin' Jack Flash". Die Band hatte 1560 Tonnen Lautsprecher, Scheinwerfer und sonstiges Material auf den Militärflugplatz schaffen lassen - einschließlich einer 62 Meter breiten und 26 Meter hohen Bühne. Es war das elfte europäische Konzert ihrer "A Bigger Bang"-Tour.

Manche Fans hatten seit 12 Uhr mittags bei kühlem, aber trockenem Wetter auf dem Konzertgelände gewartet. Zwei Vorgruppen und eine Fliegerstaffel vertrieben die Zeit, bis Mick Jagger & Co. neun Stunden später den ersten Song anstimmten.

Die Polizei sprach von einem reibungslosen Ablauf, die Bahn hatte 60 Sonderzüge aufgeboten, 1200 Helfer waren im Einsatz. Ausverkauft war das Konzert nicht: Nach Zeitungsberichten hatten 68 000 Karten zur Verfügung gestanden, die bis zu 300 Franken (rund 200 Euro) für einen überdachten Sitzplatz kosteten. Zum Abschied spielten die Stones "I Can't Get No Satisfaction" - "das ist durchaus auch im monetären Sinn gemeint", urteilte tags darauf die "NZZ am Sonntag".

© FR online
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Rolling Stones sagen Konzert in Spanien ab - Mick Jagger erkrankt
14.08.2006

VALLADOLID - Wegen einer Erkrankung ihres Sängers Mick Jagger haben die Rolling Stones ein Konzert in Spanien kurzfristig abgesagt.

Der 63-Jährige habe sich eine Halsentzündung zugezogen, teilten die Veranstalter mit. Das Konzert hatte am Abend in Valladolid nordwestlich von Madrid stattfinden sollen.

Damit wurden bereits drei von ursprünglich vier geplanten Auftritten der Stones in Spanien abgesagt. Zwei Konzerte in Barcelona und Madrid wurden bereits im Mai annulliert, nachdem Gitarrist Keith Richard nach einem Sturz von einer Palme sich am Kopf verletzt hatte.

Nach den Absagen wird die Gruppe auf ihrer Tournee wahrscheinlich nur einmal in Spanien auftreten. Dieses Konzert soll am Mittwoch in El Ejido im Südosten des Landes stattfinden. Es werde mit Sicherheit über die Bühne gehen, betonten die Veranstalter.

Jagger bat die Fans in Valladolid um Entschuldigung. "Ich hatte keine andere Wahl", betonte der Sänger in einer schriftlichen Erklärung. Er sei dem Rat seiner Ärzte gefolgt.

Zu dem Konzert waren 38 000 Besucher erwartet worden, von denen viele aus anderen Teilen Spaniens angereist waren. Die Region Kastilien-León hatte den Auftritt der Stones in ihrer Hauptstadt mit einer Million Euro (1,55 Mio. Fr.) unterstützt und damit für sich werben wollen.

© Neue Luzerner Zeitung AG
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Rolling Stones: Spanien-Konzerte wegen Mick Jagger gecancelt
16.08.2006

Madrid - Wegen einer akuten Kehlkopfentzündung von Sänger Mick Jagger haben die Rolling Stones gestern ihr für Mittwochabend angesetztes Konzert im spanischen El Ejido absagen müssen. Tags zuvor war bereits der Auftritt in Valladolid wenige Stunden vor Einlass gecancelt worden. Es täte ihm sehr leid, lies Jagger auf der Band-Homepage wissen, „ich liebe es immer, in Spanien zu spielen, aber unglücklicherweise habe ich keine Wahl“.

Die nächsten Termine der „Bigger Bang“-Tour, am Sonntag und kommenden Dienstag im Londoner Twickenham Stadion, sollen aber wie geplant stattfinden. Die Tour wird seit ihrem Beginn von Pech und Pannen verfolgt. Keith Richards stürzte im Frühling auf den Fidschi-Inseln von einer Palme und verletzte sich am Kopf, Ron Wood checkte im Juni wegen Alkoholproblemen in eine Londoner Klinik ein. Die ursprünglichen Tourdaten für Europa wurden dementsprechend verschoben, umso unangenehmer nun die endgültige Absage der bereits verlegten Spanien-Konzerte.

Doch all dies kratzt höchstens oberflächlich am Riesenerfolg der Band: 43 Jahre im Geschäft und es lief nie besser für die Rolling Stones. Nach einem Bericht des Branchenmagazins ‚Billboard’ von Ende Juli haben die Rocker im ersten Halbjahr 2006 mit ihren Konzerten mehr Geld verdient als jede andere Band der Welt. Genaugenommen 147 Millionen US-Dollar, eingespielt durch insgesamt 45 Konzerte in Amerika, Australien und Europa. Doch nicht nur finanziell sprengen die Rolling Stones weiter den Rahmen.

Wie Tour-Produzent Michael Cohl gegenüber ‚Billboard’ erklärte, war das Jahr 2006 für die Band bisher auch durch zwei weitere Superlative geprägt. Der Januar-Auftritt beim Super Bowl, dem wichtigsten Sportereignis der USA, habe der Band das größte Fernsehpublikum ihrer Karriere beschert, so Cohl. Zwei Wochen später fand ein Gratis-Konzert am brasilianischen Strand Copacabana statt, die anwesenden zwei Millionen Menschen seien „das größte Live-Publikum, das jemals jemand gehabt hat“.

Gratis ist allerdings die ganz große Ausnahme bei der Tour der legendären Band. „Bigger Bang“ hat nicht nur durch gigantischen Bühnenaufbau und die Unermüdlichkeit der Musiker von sich reden gemacht, sondern auch durch Ticketpreise, die selbst hartgesottenen Fans zu schaffen machen. Wer nicht mindestens 75 Euro investieren kann, muss die „Rolling Stones“ an sich vorbeiziehen lassen, die besten Plätze kosten zum Teil über 1.000 Euro. Den spanischen Fans sind diese Preise nun doch noch unfreiwillig erspart geblieben – die Tickets werden in voller Höhe rückerstattet. (ihe)

© Europolitan.de
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«Stones strecken Spanien die Zunge heraus»
17.08.2006

Erst zwei abgesagte Konzerte im Mai wegen Keith Richards' Palmen-Sturz. Und jetzt zwei kurzfristig gestrichene Shows wegen einer Kehlkopfentzündung Mick Jaggers. Die Spanier sind wütend auf die Stones - und werfen ihnen Geldgier vor.

Von Hubert Kahl

Frustration statt Satisfaction: Die Rolling Stones haben mit der Absage von insgesamt vier Konzerten in Spanien ihre Anhänger in dem Land nachhaltig verärgert. Zehntausende Fans waren Hunderte von Kilometern gereist, um die legendäre Rockband zu erleben. Aber als sie ankamen, konnten sie nur noch ansehen, wie die errichteten Bühnenanlagen wieder abgebaut wurden. «Ich liebe die Stones, aber ich habe den Eindruck, dass sie sich über uns lustig machen», meinte ein junger Fan aus dem Baskenland.

Dabei hatten Mick Jagger & Co es mit den Spaniern ursprünglich gut gemeint und ihre Europatournee «A Bigger Bang» im Mai in Barcelona und Madrid eröffnen wollen. Die Konzerte in den Metropolen mussten damals jedoch abgesagt werden, weil Gitarrist Keith Richards im Urlaub auf den Fidschi-Inseln einen Unfall hatte und sich am Kopf verletzte.

Nun fielen wegen einer Kehlkopfentzündung des Sängers auch die beiden Auftritte aus, die die Stones für diese Woche in der spanischen Provinz geplant hatten. Das Konzert in Valladolid (nordwestlich von Madrid) wurde wenige Stunden vor dem geplanten Beginn abgesagt. Die Show in El Ejido (Südostspanien) werde aber «mit 100-prozentiger Sicherheit» stattfinden, versicherten die Veranstalter zunächst. Keine 24 Stunden später sagten sie auch dieses Konzert ab.

«Von der Bühne verabschieden»

Die spanische Presse ging mit der Band hart ins Gericht. «Die Stones strecken Spanien die Zunge heraus», titelte die Zeitung «El Periódico» am Mittwoch. «El Mundo» empfahl der Band um den 63-jährigen Jagger, in Rente zu gehen: «Die Stones sollten sich von der Bühne verabschieden, ehe ihre leidgeprüften Fans genug von ihnen bekommen.» Die Zeitung «La Voz de Galicia» warf den Musikern vor, sich bei ihrer Tour aus reiner Geldgier zu viel zugemutet zu haben.

Einige Spanier stellten gar die Erkrankung Jaggers in Frage. Die Zeitung «El País» bezeichnete die Kehlkopfentzündung als einen «Vorwand». Ein Fan, der vergeblich die Reise nach El Ejido unternommen hatte, äußerte den Verdacht: «Die Musiker wollen sich nur schonen, damit sie bei den anstehenden Konzerten in ihrer britischen Heimat in bester Form sind.»

«Recht, mal krank zu werden»

José María Rialt von der Veranstalterfirma Music Frog hielt den Verdächtigungen entgegen: «Auch ein Mick Jagger hat das Recht, mal krank zu werden.» Allerdings scheint dies dem Frontmann in Spanien besonders häufig zu widerfahren. In acht Jahren sagten die Stones in dem Land acht Konzerte ab, zumeist wegen Halsbeschwerden des Sängers.

Für die Stadt El Ejido bedeutete die Absage eine besonders herbe Enttäuschung. Bürgermeister Juan Enciso hatte 3,6 Millionen Euro investiert, um die Gruppe in die Stadt zu holen. Er wollte damit das Image des Orts aufpolieren, der vor sechs Jahren mit rassistisch motivierten Übergriffen auf Zuwanderer weltweit eine traurige Berühmtheit erlangt hatte. El Ejido gilt als «Europas Hauptstadt der Tomaten und Paprika». Die Stadt mit ihren 80 000 Einwohnern ist das Zentrum einer Gegend, in der unter Plastikplanen ein intensiver Gemüseanbau betrieben wird.(nz)

© netzeitung.de
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Lachgas statt Drinks für Ron Wood
22.08.2006

Der Stones-Gitarrist Wood feiert laut, aber trocken. Er wollte den Erfolg seiner Alkohol-Entziehungskur nicht gefährden.

Die Fröhlichkeit kam in Plastiksäcken, die wie Luftballons aussahen: Rolling-Stones-Gitarrist Ronnie Wood (59) konsumierte bei einer Riesenparty in seiner Villa in Kingston bei London Lachgas statt wie früher Unmengen an Drinks. Wie die Zeitung "Sun" am Dienstag berichtete, wollte Wood nicht den Erfolg seiner Mitte Juni begonnenen Alkohol-Entziehungskur gefährden, sich aber trotzdem einen "Kick" verschaffen.

Stars auf der Party

Die Partygäste - unter ihnen Hollywood-Star Owen Wilson, der englische Fußball-Nationalspieler Michael Owen und Mick Jaggers Tochter Lizzie - klatschten nach Berichten von Augenzeugen lautstark Beifall, sobald Wood mit einem Lachgasballon auftauchte. Weniger erfreut waren die Nachbarn der Luxus-Villa: Am frühen Montagmorgen riefen sie wegen "unzumutbarer Lärmbelästigung" die Polizei. Die Ordnungshüter forderten den Stones-Gitarristen gegen 4.00 Uhr erfolgreich auf, die Musikanlage leiser zu stellen.

Feier ohne Mick Jagger

Wood hatte die Entziehungskur begonnen, um seine Teilnahme an der Europatournee der Rolling Stones nicht zu gefährden. Die "Bigger Bang European Tour" begann am 11. Juli in Mailand. Am Wochenende erreichte sie Großbritannien, wo die Altrocker um Mick Jagger (62) im Londoner Twickenham-Stadion von tausenden Fans gefeiert wurden. Jagger fuhr danach gleich in sein Londoner Haus und ließ die Wood-Party aus. Erst letzte Woche war ein Spanien-Konzert wegen Micks Stimmproblemen abgesagt worden.

© APA | JP
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Keith Richards kommt um Strafe wegen Rauchens herum
28.08.2006

Glasgow. DPA/baz. Der Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards ist in Schottland gerade noch um eine Strafe wegen des Rauchens einer Zigarette herumgekommen. Die Stadtverwaltung von Glasgow verzichtete am Montag trotz einer Reihe von Beschwerden darauf, gegen den 62-Jährigen ein Bussgeld zu verhängen. Richards hatte während eines Stones-Konzerts in Glasgow auf offener Bühne eine Zigarette gepafft, woraufhin einige Nichtraucher die Behörden einschalteten.

Nach den neuen schottischen Anti-Rauch-Gesetzen ist das Rauchen in geschlossenen Räumen auf der Bühne verboten. Die Stadtverwaltung verwies jedoch darauf, dass das Konzert in einem Stadion und somit unter freiem Himmel stattfand. Richards war in früheren Zeiten mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, weil er Drogen zu sich nahm, die um einiges härter sind als Nikotin.

© 2006 National Zeitung und Basler Nachrichten AG
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Rolling Stones rocken auf Kentucky-Derby-Pferderennbahn
30.09.2006

Los Angeles/Louisville (dpa) - Gut ein Jahr nach ihrem Welttournee-Auftakt in Boston (US-Staat Massachusetts) rockten die Rolling Stones in der Nacht zum Samstag vor einer historischen Sportkulisse: Vor 50 000 Fans spielten die Altrocker in Louisville (Kentucky) auf der weltbekannten Pferderennbahn, wo seit über 130 Jahren das Kentucky Derby ausgetragen wird.

Es war das erste große Konzert einer Rockband auf der berühmten Galopprennbahn. «Wir spielen ein bisschen Country-Musik für euch», so kündigte Mick Jagger den Song «Dead Flowers» an, in dem das Kentucky Derby erwähnt wird, berichtete die Zeitung «Courier Journal» am Samstag. Mit Rücksicht auf die Rennpferde in den umliegenden Ställen waren die Rocker gebeten worden, keine lauten Feuerwerkkörper in ihrer Show zu verwenden.

Bis Ende November stehen noch Konzerte in zahlreichen US-Städten und auf Hawaii auf dem Tournee-Kalender der Rolling Stones. Die Rocker hatten kürzlich bekannt gegeben, dass sie auch noch einige zusätzliche Konzerte im nächsten Jahr planten, vor allem in Europa, wo wegen einer Kopfverletzung von Keith Richards und Mick Jaggers Kehlkopfentzündung einige Auftritte geplatzt waren

© Welt
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Den Abschied nie bereut: Bill Wyman zum 70.
23.10.2006

Die Zeit vergeht - und das erste Gründungsmitglied der Rolling Stones vollendet jetzt sein siebtes Lebensjahrzehnt: Bill Wyman ( William Perks), so sein bürgerlicher Name), wurde heute vor 70 Jahren in London geboren.

LONDON. Dreißig Jahre lang war er der Bassist der Rolling Stones, bis er sie Anfang 1993 verließ, um sich fortan seiner Familie und seinen zahlreichen Hobbys zu widmen. Mit seiner Band, den Rhythm Kings, macht der Rockveteran auch heute noch wohlgelaunte Musik.

Ein voluminöser VOX-AC-30-Verstärker begründete die Karriere des Bill Wyman. Wegen der schieren Lautstärke seines Equipments wurde er in die hoffnungsvolle Boygroup aufgenommen; doch man machte ihn offiziell fünf Jahre jünger, damit er ins Bandprofil passte. Zusammen mit dem Schlagzeuger Charlie Watts sorgte er von da an für das rhythmische Fundament. Der ambitionierte Bassist versuchte auch, eigene Kompositionen in die Musik der Rolling Stones einzubringen; doch abgesehen von "In Another Land" und "Goodbye Girl" wurde alles vom Duo Jagger/Richards abgeschmettert. Daher profilierte sich Wyman schon früh als Produzent und Studiobassist für andere Musiker und brachte ab 1974 eigene Soloplatten heraus: "Monkey Grip", "Stone Alone" und "Bill Wyman". Für ein Wohltätigkeitsprojekt stellte er 1985 die Allstar-Band Willie & The Poor Boys zusammen, die nach dem Abschied von den Stones zu Bill Wymans Rhythm Kings wurden.

Wyman war nie ein großer Virtuose. Den Bass zu spielen, das sei so ähnlich wie Fahrrad fahren, sagt er. Das verlernt man nicht, und man braucht es auch nicht zu üben. Zugleich weiß er, dass Bass und Schlagzeug den Klang einer Band zusammenhalten. Das sei wie bei einem Weihnachtsbaum, so Wymans Philosophie: Bass und Schlagzeug stellen den Baum auf, und dann kommen die anderen - Gitarren, Gesang, Backup-Girls -, stecken Wunderkerzen an und legen ihre Geschenke darunter. Mit seinen Rhythm Kings spielt er alte Jazz- , Rock- und Bluesnummern und gelegentliche Eigenkompositionen - Hauptsache, die Stücke grooven und verbreiten gute Laune. Kompositionen der Stones spielt er nur ganz selten; die Entscheidung, das Quintett zu verlassen, sei der klügste Entschluss seines Lebens gewesen, sagt er. Doch ist er mit den Stones auch heute noch gut befreundet. Mit Ron Wood sowieso; Mick Jagger trifft er gelegentlich bei irgendwelchen Partys, und Charlie Watts kommt ab und zu zum Tee vorbei. Nach seinem Weggang von den Stones heiratete Bill Wyman die kalifornische Modedesignerin Suzanne Accofta. Bald schon meldete sich Nachwuchs, und die Wymans erstanden ein außergewöhnlich schönes Domizil in London, in dem sie heute mit ihren Töchtern Kathrine, Jessica und Matilda wohnen. Endlich hat der Rocker genügend Zeit für sich, seine Familie und seine Hobbys. Über dem Kamin hängt ein Bild von Gedding Hall. Es ist sein Schloss. Der Hobbyhistoriker hat vollständige Listen aller Familien, die diesen Landsitz in den letzten 900 Jahren bewohnt haben. Im Schlosspark gräbt er nach keltischen Töpfen und Pfeilen. Lange Jahre unterhielt er ein Schnellrestaurant, das er nach dem Stones-Album "Sticky Fingers" benannte. Wymans Sammelleidenschaft ist legendär. Die Liebe zum Blues und sein fundiertes Wissen darüber materialisierten sich in dem Bildband "Bill Wyman`s Blues Odyssee", und von ähnlicher Opulenz ist die "Rolling Stones Story", ein Bildband mit mehr als 3000 Fotos von berühmten Fotografen, aber auch von Fans, die ihn mit Material versorgen.

Besonders reizvoll ist der kleine Bildband über seine Freundschaft mit dem Maler Marc Chagall, seinen langjährigen Nachbarn in Südfrankreich. Dort besitzt er immer noch das kleine Haus aus der Zeit, als die Stones dorthin ins Steuerexil gingen. Jeden Sommer fährt er noch mit seiner Familie hin.

Von Fritz HAVER

© Thüringer Allgemeine
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Keith Richards: Piraten-Bild wird erstmals gezeigt
30.10.2006

LOS ANGELES - Zum ersten Mal ist jetzt ein Bild von Keith Richards veröffentlicht worden. Die Zeichnung zeigt den Gittaristen der "Rolling Stones" als polternden Piraten. Gemalt hat das Werk Paul Karslake im Jahr 1998, bisher wurde es noch nie öffentlich gezeigt.

Jetzt können Fans das Bild in London bestaunen. Dort stellt Karslake das Gemälde im Rahmen seiner "Survivours"-Ausstellung vor.

Übrigens: Johnny Depp sah das Bild vor einigen Jahren und nahm sich Keith Richards für seinen Charakter Jack Sparrow im Film "Fluch der Karibik" zum Vorbild.

© Chart King
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"Rolling Stones"-Frontmann Mick Jagger hat immer noch Probleme mit der Stimme
31.10.2006

NEW YORK - "Rolling Stones"-Frontmann Mick Jagger kämpft auch weiterhin mit seiner Stimme. Die "Stones" mussten deshalb ein für heute (31.10.) geplantes Konzert in New York auf morgen verschieben. Jaggers Arzt verordnete ihm laut der "New York Post" wegen Kehlkopf-Beschwerden eine Ruhepause.

Bereits letzten Freitag (27.10.) musste die Band ein Konzert in Atlantic City um drei Wochen verschieben. Auch hier war Jaggers angeschlagene Stimme dafür verantwortlich.

Mick Jagger hat bereits seit August Probleme mit seiner Stimme. Die "Stones" waren deshalb im Sommer gezwungen, mehrere Konzerte in Spanien abzusagen.

© Chart King
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London (dpa) - Der US-Regisseur Martin Scorsese dreht einen neuen Dokumentarfilm über die Rolling Stones.
02.11.2006

Der Film soll nach Informationen der britischen Tageszeitung «The Guardian» im kommenden Jahr in die Kinos kommen.

Neben seinen großen Hollywood-Erfolgen wie «Taxi Driver» oder «Casino» hat Scorsese bereits mehrere Musik-Dokumentationen gedreht. Dazu gehören «The Last Waltz» über das Abschiedskonzert von The Band oder «No Direction Home» über Bob Dylan.

Der Stones-Film soll neben Konzertmitschnitten auch Interviews und historische Aufnahmen enthalten. Die Dreharbeiten begannen am vergangenen Wochenende in New York, wo die Band um Mick Jagger und Keith Richards gerade im Rahmen ihrer Welttournee «Bigger Bang» zu Gast ist.

© stimme.de
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Rolling Stones: Fans fordern 51 Millionen Dollar
02.11.2006

Weil Mick Jagger kränkelt, müssen er und seine Jungs im schlimmsten Fall 51 Millionen Dollar an ihre verärgerten Fans zahlen - das wären dann wohl die höchsten Krankheitskosten aller Zeiten!

New York (mk) - Dass bei einem Band-Durchschnittsalter von 62 Jahren schonmal das ein oder andere Konzert auf einer langen Welttournee ausfallen kann, sollte eigentlich niemanden verwundern. US-Fans der größten Rock'n'Roll-Band aller Zeiten sehen das anscheinend anders und wollen die Band nun auf 51 Millionen Dollar Schadensersatz verklagen. Als Entschädigungsgrund nennen sie entstandene Reise- und Hotelkosten.

Aufgrund anhaltender Kehlkopfbeschwerden mit einhergehenden Stimmproblemen muss Sänger Mick Jagger auf ärztliche Anweisung ein paar Tage pausieren.
Dadurch entfallen vier Konzerte der "A Bigger Bang"-Tour, die neu terminiert wurden. Nur die Reise nach Honolulu ist komplett gestrichen. Die Klage der enttäuschten Fans richtet sich konkret auf die entfallene Show am vergangenen Freitag in Atlantic City.

Anscheinend wurde die Absage erst vier Stunden vor Konzertbeginn bekannt gegeben, was die Fans Martin und Rosalee Druyan so echauffierte, dass sie eine Sammelklage gegen die Stones und deren Konzertunternehmen initiierten. Die Druyans sind fest davon überzeugt, dass der Veranstalter den Gig schon eher hätte absagen können, schließlich leide Jagger schon eine Weile an Stimmproblemen. Viele Fans hätten sich die Anreise und die Kosten für Übernachtung und Verpflegung dann sparen können.

Den ersten von zwei New York-Terminen im Beacon Theater nahmen die Stones dennoch wahr. Zur Feier des 60. Geburtstages von Bill Clinton holte sich Mick Jagger zur gesanglichen Unterstützung Jack White (für "Loving Cup") und Christina Aguilera ("Live With Me") auf die Bühne. Das zweite New York-Konzert fand gestern Abend statt. Beide Shows wurden von Martin Scorsese für eine DVD-Veröffentlichung mitgefilmt.

© laut.de
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Vater von Mick Jagger mit 93 Jahren gestorben
12.11.2006

Der Vater des Rolling Stones-Sängers Mick Jagger ist tot. Joe Jagger erlag am Samstagabend im Alter von 93 Jahren einer Lungenentzündung, teilte ein Sprecher der Familie mit. Er starb kurz nachdem sein Sohn ihn im Krankenhaus in Kingston in der Grafschaft Surrey unweit von London besucht hatte. Der Vater war vor einer Woche nach einem Sturz in seinem Haus in die Klinik gebracht worden.

Mick Jagger (63) war für den Besuch aus den USA eingeflogen, wo die Band gerade auf Tournee ist. Er reiste inzwischen weiter nach Las Vegas.

Die Rolling Stones würden ihre Tour "A Bigger Bang" nicht unterbrechen, und Jagger werde sich auf der Bühne auch nicht zum Tod seines Vaters äußern, sagte ein Sprecher. Die Trauerfeier werde in privatem Rahmen stattfinden. "Die Familie dankt den Mitarbeitern des Krankenhauses für ihr Fürsorge und Unterstützung", hieß es in einer Erklärung.  

© APA
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Stones-Gitarrist Ronnie Wood malt Bill Clinton
20.11.2006

New York (dpa) - Der frühere US-Präsident Bill Clinton (60) hat den Rolling-Stones-Gitarristen Ronnie Wood (59) damit beauftragt, sein Porträt zu malen. Laut «New York Post» soll der Clinton in Öl künftig in der Präsidentenbibliothek in Little Rock (Arkansas) hängen.

Hobby-Maler Wood hat bereits zwei andere Gemälde an Clinton verkauft. Der Musiker scheint sein Talent ernst zu nehmen. Vor einem Konzert der Rolling Stones in Las Vegas wurde er dabei beobachtet, wie er seine Kollegen im Kasino Bellagio zeichnete.

Ron Wood, seit 1975 Gitarrist der Stones, gilt als talentierter Maler. Auf Zeichnungen und Ölbildern sind viele Musiker festgehalten, etwa seine Freunde Keith Richards, Mick Jagger und Charlie Watts.

© mainpost.de
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Rolling Stones erfolgreichste Tournee-Band vor U2
26.11.2006

Los Angeles (dpa) - Die Rolling Stones sind wieder einmal die erfolgreichste Tournee-Band der Welt. Wie die US-Musikzeitschrift «Billboard» berichtete, spielten die britischen Altrocker mit ihrer seit 2005 laufenden Tour «A Bigger Bang» schon über 437 Millionen Dollar (rund 334 Millionen Euro) ein.

Damit vertreiben sie die irische Rockband U2 vom Spitzenplatz auf der Hitliste der erfolgreichsten Konzerttourneen. Von März 2005 bis März 2006 hatte U2 mit ihrer «Vertigo»-Tour über 333 Millionen Dollar eingespielt. Mit diesen Einnahmen war es ihnen gelungen, den früheren Stones-Rekord von 320 Millionen Dollar («Voodoo Lounge»-Tour 1995) zu brechen.

Bis jetzt besuchten schon 3,5 Millionen Stones-Fans die 110 Konzerte der «Bigger Bang»-Tournee. Nach Einschätzung von «Billboard» könnten die britischen Rocker leicht die 500-Millionen-Dollar-Hürde nehmen, wenn sie ihre Show tatsächlich bis 2007 fortführen. Termine dafür stehen noch nicht fest. Die Band hatte aber im Herbst bekannt gegeben, dass sie noch einige zusätzliche Konzerte im nächsten Jahr planten, vor allem in Europa, wo wegen einer Kopfverletzung von Keith Richards und Mick Jaggers Kehlkopfentzündung einige Auftritte geplatzt waren.

© rnz-online - © dpa - Deutsche Presseagentur
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Ronnie Wood bekommt Rolle in "CSI: Miami"
06.12.2006

LOS ANGELES - Ronnie Wood versucht sich als Schauspieler. Der "Rolling Stones"-Gitarrist hat eine Rolle in der US-Erfolgsserie "CSI: Miami" ergattert.

Wie die britische Zeitung "Daily Telegraph" berichtet, wurde der Musiker von den beiden Serienstars Emily Proctor und Adam Rodriguez ans Set eingeladen. Als er dort auftauchte, stellte sich heraus, dass er ein großer Fan der Sendung ist. Kurzerhand bot man ihm eine Gastrolle an. Ein Insider dazu: "Ronnie war überglücklich. 'CSI' ist seine Lieblingsserie." Ob und wann die Folge mit Ronnie Wood hierzulande zu sehen sein wird, ist nicht bekannt.

Auch Christina Aguilera soll eine Gastrolle bekommen - und zwar in "CSI: New York". Die Folge soll im kommenden Februar in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt werden. Christina soll aber nicht sich selbst spielen. Der Produzent Anthony E. Zuiker erklärte, die Sängerin werde vielmehr eine "gefallene" Frau spielen. Zudem werden in der Folge einige Lieder von Christina Aguilera zu hören sein.

© Chart-King
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